Von Hennigsdorf nach Oranienburg

Das heutige Teilstück weist nur wenige Steigungen auf. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und führt über ruhige Nebenwege. Nur im mittleren Etappenabschnitt erwartet Sie eine längere Ortsdurchfahrt.
21 km
50 m
2.00 h
Von Hennigsdorf nach Birkenwerder.
Hennigsdorf entlang der Ruppiner Straße in Richtung Osten verlassen. Auf der anderen Uferseite links abbiegend den Begleitradweg der L 171 benutzen. Dann die Straße vorsichtig überqueren und dem Waldradweg nach Hohen Neuendorf und Birkenwerder folgen.
Wir setzen unsere Reise von gestern auf dem rot gepflasterten Begleitradweg der L 17 Ruppiner Straße fort und rollen in Richtung Osten aus Hennigsdorf (Bhf.) hinaus. Nun überschreiten wir den Oder-Havel-Kanal und wählen am Kreisverkehr die zweite Ausfahrt. Nach einem Kilometer schickt uns die Routenbeschilderung nach links über die Landstraße in einen Wald hinein. Dort fahren wir ein Stück geradeaus, bis uns rechter Hand der Schwarze Weg aufnimmt. Hier folgt eine genussvolle Radpassage durch die idyllische Stolper Heide, die uns mit den Auwiesen der Havel und einigen Seen bezaubert.
Wir erreichen ein umzäuntes Wasserwerk, das wir rechts umfahren, um weiterhin auf dem Schwarzen Weg bis zur A 111 zu rollen. Hier geht es links ab, kurz vor der Bundeswasserstraße rechts unter der Fernverkehrsstraße hindurch und nach rechts. 600 Meter weiter treffen wir auf eine Gabelung im Wald, wo wir in den linken Weg einfahren und uns von der Autobahn entfernen. Wenig später vollzieht dieser einen Links-rechts-Knick und Niederheide ist erreicht. Hier nimmt uns die Schillerpromenade auf. Am Siedlungsende kommt ein Rechtsschwenk in die Goethestraße, die wir nach dem Wirtshaus Havelbande links einbiegend verlassen, um uns an die Beschilderung nach Birkenwerder zu halten. Jetzt befinden wir uns auf dem als Fahrradstraße ausgewiesenen Saumweg. Der gewundene Wegverlauf führt uns ins nächste Wohngebiet. Dort fahren wir links in den Stolperweg ein, benutzen diesen für 100 m und schwenken vor dem kleinen Spielplatz rechts in den Weg Paradiesgarten, der sogleich in die Nürnberger Straße übergeht. An der nächsten Kreuzung schicken uns die Schilder nach links in die gepflasterte Humboldtallee und auf der Humboldtbrücke über die Briese. Hier heißt es aufpassen, da das nächste Radschild versetzt hinter einer Hecke steht. Dieses weist nach rechts in den Fontaneweg, welcher einen Linksbogen vollzieht, nach 900 Metern zur evangelischen Kirche von Birkenwerder (Bhf.) führt und dort rechts zur B 96 läuft. Der gelbe Kirchenbau wurde 1849 unter der Federführung des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler fertiggestellt. Der Architekt war unter anderen für den Bau des Neuen Museums in Berlin, den Kuppelbau des Berliner Stadtschlosses und den Wiederaufbau der Burg Hohenzollern verantwortlich. Nun rechts auf dem Radweg, längs der Bundesstraße über die Briesebrücke und schließlich den Anstieg zum Rathaus hinauftreten. An der Ampelanlage über die Bundesstraße und links in die Clara-Zetkin-Straße fahren und dem Straßenverlauf zum S-Bahnhof folgen.
Von Birkenwerder nach Oranienburg.
Zunächst im Zickzack durch die Stadt und anschließend zur Kolonie Briese. Dort links und nach der Ortsdurchfahrt von Borgsdorf rechts bis Lehnitz. Nun den Oder-Havel-Kanal überschreiten und in das Zentrum von Oranienburg einfahren.
Vor dem Bahnhof schwenken wir links in die Straße An der Bahn und radeln längs der Gleise durch ein Wohngebiet.
Abstecher zur Clara-Zetkin-Gedenkstätte.
Wenn Sie hier rechts über die Rote Brücke fahren, gelangen Sie nach 200 Metern zur Clara-Zetkin-Gedenkstätte (Summter Str. 4). Die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Josephine Zetkin (*1857 †1933) lebte in den Jahren 1929 bis 1932 in Birkenwerder. Heute befindet sich in ihrem damaligen Wohnhaus ein kleines Muse - um über ihr Leben (Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–16 Uhr, Sa/So nach telefonischer Voranmeldung für Gruppen, Tel. 03303/29 00).
Zurück auf dem Radfernweg geht es weiter geradeaus auf den Akazienweg, der in die Brieseallee einmündet. Diese bringt uns zu einer Bahnunterführung, die wir nach rechts durchfahren müssen und uns drüben auf der Friedensallee wiederfinden. Nun dem Straßenverlauf folgen, bis links die Fichteallee abgeht, die uns über die A10 bringt. Nach einer 900 Meter langen Waldfahrt gelangen wir zum Ortsschild von Briese, in das wir an der ersten Kreuzung auf der gleichnamigen Straße nach links einfahren.
In der kleinen Waldsiedlung lohnt ein Besuch der Waldschule Briesetal (Briese Nr. 13), wo Walderlebnistouren und Naturführungen angeboten werden. Außerdem laden die Kleinbiotope im Außengelände sowie die Ausstellungs- und Bastelräume zum Entdecken und Erforschen ein (Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–16 Uhr, von März–Okt. So 12–17 Uhr, Tel. 03303/40 22 62, www.waldschulebriesetal.de).
Nach dem Ausflug in die Naturkunde fahren wir auf der Straße Briese durch den Ort und in einem Linksbogen wieder in einen Wald hinein. Dann einfach dem leicht welligen Wegverlauf bis Borgsdorf (Bhf.) nachradeln und auf der Friedensallee über die Gleise setzen. Ab der S-Bahn-Haltestelle radeln wir geradeaus auf der Bahnhofstraße weiter, passieren unterwegs die Oberschule und einen Sportplatz. Am Ortsende überqueren wir die K6504 Chausseestraße und schwenken auf der anderen Straßenseite rechts in den Begleitradweg Richtung Lehnitz ein. 2,2 Kilometer haben wir bis zu dem Ort so zurückgelegt und treffen dort auf den K6504 Birkenwerderweg, der geradlinig zum S-Bahnhof verläuft. Hier entscheiden wir uns für die K6504 Lehnitzstraße nach links und rollen über den Oder-Havel-Kanal zum Kreisstadtschild Oranienburg (Bhf.). Wir fahren nun geradeaus und erreichen das Zentrum der Kreisstadt.
Oranienburgs Sehenswürdigkeiten.
Das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg, Schloss Oranienburg (A), ist Ausgangspunkt unseres kleinen Spaziergangs durch die Stadt. Errichtet wurde es im 17. Jahrhundert für die Gemahlin des Kurfürsten, Luise Henriette, geborene Prinzessin von Nassau-Oranien. Der Prachtbau und der Ort erhielten so ihren Namen. Im Schlossmuseum kann man die brandenburgische Hofkultur des 17. und 18. Jahrhunderts bewundern und im Südflügel das Kreismuseum besichtigen. Auf drei Etagen präsentiert eine umfangreiche Ausstellung die Stadt- und Regionalgeschichte und die Binnenschifffahrt. Daneben sind Objekte der Kunst- und Kulturgeschichte aus sechs Jahrhunderten zu sehen.
Der angrenzende Schlosspark (B) lädt zu einer Verschnaufpause ein. 2009 war er Bestandteil der Landesgartenschau Oranienburg. Auch danach wird die Gartenschau fortgesetzt. Auf mehr als 27 Hektar erfreut man sich an liebevoll gestalteten Blumenbeeten, Gartenzimmern und geheimnisvollen Lustwäldchen. Spaziert man durch die Grünanlage hindurch, kommt man an der 1755 gebauten Orangerie (C) vorbei. Heute finden hier Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen und Eheschließungen statt.
Nach dem sehenswerten Parkspaziergang folgen wir der Breiten Straße, bis wir das Blumenthalsche Haus (D), das ehemaligen Hofgärtnerhaus, erreicht haben. Gleich daneben passieren wir das Amtshauptmannshaus (E) – das älteste Haus der Stadt. Von Weitem sehen wir den Kirchturm der St.-Nicolai-Kirche (F). Über die Uferpromenade am Louise- Henriette-Steg bummeln wir gemütlich an der Havel zurück.

Etappe auf einen Blick.
km 0 Hennigsdorf, ruhige Waldpassage, dann durch Niederheide nach Birkenwerder, km 12 Birkenwerder, längere Ortsdurchfahrt, hierauf 3km durch einen Nadelwald, km 16 Borgsdorf, flach auf Begleitradweg nach Lehnitz und an das Etappenziel, km 21 Oranienburg, Besichtigung des Schlosses und Bummel durch den Schlosspark.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortHenningsdorf
AusgangspunktHenningsdorf
EndpunktOranienburg
TourencharakterNachdem wir zu Beginn die Havelwiesen mit ihren kleinen Seen passiert haben, geht es in abwechslungsreicher Fahrt durch große Waldgebiete und mehrere Ortschaften. Am Etappenende des kurzen Teilstücks bleibt uns genügend Zeit, um das sehenswerte Oranienburg zu erkunden.
Hinweise
Bademöglichkeiten entlang der Strecke.
Kartentipp
VerkehrsanbindungDer S-Bahnhof von Hennigsdorf liegt rund einen Kilometer vom Radweg entfernt. A 111: Ausfahrt Schulzendorfer Straße von Süden kommend, Ausfahrt Stolpe von Norden her wählen.
GastronomieBirkenwerder: Ratskeller, Hauptstr. 32, Tel. 03303/40 24 06. Oranienburg: Sonnenburg Oranienburg, Robert-Koch-Str. 67, Tel. 03301/593 40; LA Villa Ristorante- Pizzeria, Kanalstr. 5, Tel. 03301/ 53 50 25.
Verleih
In Hennigsdorf – Zweirad-Ebert, Berliner Str. 48, Tel. 03302/22 41 00. In Birkenwerder – Spott Torsten Zweiradshop, Am Briesewald 4, Tel. 03303/21 07 35. In Borgsdorf – Zweirad Butzke, Berliner Str. 1A, Tel. 03303/50 24 14.
Unterkunft
Borgsdorf: Weißer Hirsch, Friedensallee 2, Tel. 03303/214 80 30. Oranienburg: Stadthotel, André-Pican-Str. 23, Tel. 03301/69 00, www.stadthotel-oranienburg. de; Hotel An Der Havel, Albert- Buchmann-Str. 1, Tel. 03301/69 20, www.hotel-an-der-havel.de
Tourismusbüro
Tourismusverein Oranienburg und Umland e.V., Sachsenhausener Str. 1b, Tel. 03301/70 48 33, www.tourismus-or.de

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