Von Hainburg nach Bratislava

Der Donauradweg überwindet nach längerer Zeit eine kleine Anhöhe am Hundsheimer Berg und führt dann genussvoll über Wiesen und Felder zur slowakischen Grenze hinab. Abseits des Radwegs ist in Bratislava auf den holprigen, teils verkehrsreichen Straßen der Verkehr zu beachten. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
16 km
125 m
1.00 h
Die historische Altstadt von Hainburg besteht aus 15 Türmen und drei Toren, auch die zwölf Meter hohe Stadtmauer ist noch weitgehend intakt. Im größten mittelalterlichen Stadttor Europas, dem Wienertor, ist das Heimatmuseum mit diversen Ausstellungen untergebracht. Ohnehin gibt es in Mitteleuropa keine andere Stadt, die so viel Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert erhalten konnte. Allein das mittelalterliche Flair macht einen Stadtrundgang für jeden Besucher zum Pflichtprogramm. Ein weiteres Aushängeschild ist Joseph Haydn, der in Hainburg aufwuchs und zur Schule ging. Die Gedächtnisbüste in der Ungarstraße, das ehemalige Schulgebäude mit der Haydnbibliothek, der Haydnsaal in der Wiener Straße und der Haydnbrunnen am Hauptplatz erinnern an den großen Künstler. Und am Klosterplatz kann man im Landgasthaus »Haydnstüberl« die einheimische Küche kosten.
Über Wolfsthal in die Slowakei Vom Hauptplatz in Hainburg gelangt man auf
der Ungarstraße durch das Ungartor hinter der Bahnlinie zum Donauradweg; dann geht es rechts auf der Kriemhildengasse durch eine Wohnsiedlung aus dem Ort heraus. Es folgt ein etwa ein Kilometer langer Anstieg zu der Anhöhe zwischen Hundsheimer Berg und Braunsberg. Vor uns öffnet sich das Donautal, der weithin sichtbare Steinbruch steht bereits auf slowakischem Hoheitsgebiet. Auch Bratislava ist mit seiner Burg erkennbar.
Der Radweg verläuft zunächst an der Bahnlinie entlang, um dann an Mais- und Weizenfeldern vorbei Richtung Donaubett hinab und schließlich in den Ort Wolfsthal zu führen. Die gemütliche Agrar- und Weinbaugemeinde ist von schönen Wäldern umgeben, die Einheimischen treffen sich gerne am neu gestalteten Dorfplatz oder abends in einer gemütlichen Buschenschenke. Die Nähe zur Slowakei und zu Ungarn macht sich hier in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht bemerkbar.
Von Wolfsthal erreicht man rasch die slowakische Grenze, wo man zu relativ günstigem Kurs Geld in slowakische Kronen umtauschen kann. Hinter den beiden Grenzstationen darf man links den Radabzweig nicht verpassen. Der Steinplattenweg führt in Richtung Donau, dann rechts unter der Autobahnbrücke hindurch und auf einem Damm in Richtung Stadt. Gleich an der ersten Brücke überquert man die Donau und gelangt an der Kathedrale St. Martin an den Rand der Altstadt von Bratislava. Die Altstadt lässt sich bequem mit dem Fahrrad erkunden.

Fahrzeiten: Hainburg – Wolfsthal 45 Min. – Zollamt 15 Min. – Bratislava 30 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied125 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHauptplatz in Hainburg.
EndpunktDonaubrücke in Bratislava.
TourencharakterDie alte Grenzstadt Hainburg liegt malerisch eingebettet zwischen Braunsberg, Schlossberg und den Hundsheimer Bergen unmittelbar am Donauufer. Vor der kurzen Etappe nach Bratislava bleibt ausreichend Zeit, um das mittelalterliche Zentrum zu erkunden. Dann taucht man in der Slowakei in eine neue Welt ein.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt WK 013, Lobau/Hainburg/Donauauen mit Bratislava, 1:50000; Stadtplan Bratislava beim Informationsservice.
VerkehrsanbindungAnfahrt: Die Bahnverbindung von Wien nach Hainburg ist gut. Mit dem Auto fährt man über Wien auf der A 4 Richtung Budapest, nimmt die Ausfahrt Fischamend und gelangt auf beschilderter Landstraße nach Hainburg. Rückfahrt: Die Bahn verkehrt nur mit Umweg über Wien zurück nach Hainburg. Alternativ fährt man mit dem slowakischen Fährschiff oder der Donaufähre nach Hainburg zurück.
GastronomieWolfsthal: Café-Restaurant FIDI, Sportplatzweg 11. In Bratislava eine Vielzahl an Cafés, Bistros und Restaurants.
Tipps
Abstecher zur Königswarte - Wer sich durch die kurze Radetappe nicht ausgelastet fühlt und zudem einen überragenden Rundblick genießen will, sollte kurz vor der slowakischen Grenze den hin und zurück etwa fünf Kilometer langen Abstecher zur Königswarte bei Berg unternehmen. Der Weinort liegt inmitten ausgedehnter Eichenwälder. Der Dreiländerbrunnen symbolisiert die Verwurzelung der Österreicher, Ungarn und Slowaken mit ihrer Heimat und ist Ausdruck guter Völkerverständigung. Vom Aussichtsturm an der Königswarte liegen einem alle drei Länder direkt zu Füßen: Zum einen Österreich mit Wienerwald, Karpaten, Nationalpark March-Donau-Auen und Neusiedler See, zum anderen die ungarische Tiefebene und in absehbarer Nähe die Slowakei mit unserem Etappenziel Bratislava.
Unterkunft
Verzeichnis aller Unterkünfte in Bratislava beim Info-Büro sowie online zu buchen unter www.bratislava.sk. Tipp: Botel Gracia, Tel. 02/54432132.
Tourismusbüro
Info-Büro, Ungarstr. 3, A-2410 Hainburg, Tel. 02165/6211123, Fax 6211130, E-Mail: info@hainburg-donau.gv.at, www.hainburg.at; Department of Tourism, Primacialne nam. 1, SK-81499 Bratislava, Tel. 421(2)/ 59356222, E-Mail: kuhn@bratislava.sk, www.bratislava.sk

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