Von Gunzenhausen nach Treuchtlingen

Die in weiten Teilen absolut flach verlaufende Route führt auf ruhigen Teer- und Kieswegen über freie Wiesen. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
30 km
150 m
2.00 h
Die Flachetappe nach Treuchtlingen durch das in diesem Abschnitt noch breite Flusstal der Altmühl stellt auch den Hobbyradler vor keinerlei Probleme. Vom Bahnhof in Gunzenhausen gelangen wir auf Bahnhof- und Osianderstraße direkt in das Stadtzentrum. Am Marktplatz herrscht reges Leben, von den Straßencafés kann man das bunte Treiben in aller Ruhe beobachten. Lohnend ist auch ein Abstecher in die nahe Stadtkirche St. Marien mit der sehenswerten Jakobsfigur im Kirchenschiff. Hinter der Kirche ist hingegen die neue, in Bronze gegossene Jakobsfigur von Ernst Steinacker mit Muschel, Flasche,Beutel, Pilgerhut und Pilgerstab zu bewundern. Anschließend kann man den Stadtbummel mit einem Museumsbesuchkrönen.Gegenüber dem Rathaus leitet die Straße Zur Promenade raschzurAltmühl-Promenade, an derman sich links hält.Auf Höhe derStadthalle überquert man die Altmühl – die einem im weiterenVerlauf der Tour meist verborgen bleibt – und fährt auf direktem Weg in den Gunzenhausener Stadtteil Aha. Jenseits der Wohnsiedlungführt die Radroute parallel zur Bahnlinie in südöstlicheRichtung.An der fotogenen, knorrigen Eiche geht es nicht geradeaus,sondern links imBogen in den OrtWindsfeld, ein verschlafenesBauerndorf. Auf dem spitz zulaufenden Dach der GaststätteSchwarzer Adler brütete in den vergangenen Jahren einWeißstorchenpaar. Zum Thema Weißstorch kursieren im Internet Tagebücher,in denen Einwohner denAlltag der Vögel akribisch beschreiben.Schräg gegenüber der Einkehr befinden sich versetzt dieDorfkirche und der Biohof Lüdke, der imeigenen Hofladen Hanföl,Dinkel, Weizen und Roggen aus eigener Landwirtschaft verkauft.Hinter Windsfeld führt die Route über Land. Man fährt gedankenverlorenüber weite Wiesen und Felder und betrachtet dieDorfkirchen von Gundelsheim, Wachenhofen, Trommetsheimund Bubenheim aus der Distanz. Der Belag wechselt zwischenAsphalt und Kies, Steigungen sind Fehlanzeige. Abschnittweiseverläuft der Weg in der Nähe der Bahnlinie, dann entfernt er sichwieder einige hundert Meter. Nach Überqueren der Landstraße bei Wettelsheim geht es links über die Altmühl und auf einemkleinen Sträßchen nach Graben.An der Dorfkirche geht es rechts aus dem Ort heraus und abermalsrechts in einen Kiesweg. Dieser führt wenig später erst unterder Bahnlinie und der parallel verlaufenden Landstraße hindurch.Nach Überqueren der Altmühlbrücke folgt man dem Feldwegnach links in die Flussauen. Im weiteren Verlauf passiert man amnördlichen Stadtrand von Treuchtlingen den Kurpark, der vor 13Jahren naturnah mit Wasserbiotopen und adäquater Bepflanzungerrichtet wurde. Dann fährt man auf der Kästleinsmühlenstraßezur Bürgermeister-Döbler-Allee an der Altmühltherme; die Alleemündet nach einer letzten Überquerung der Altmühl an derMarienkirchein die zum Treuchtlinger Bahnhof führende Bahnhofstraße.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour30 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortGunzenhausen
AusgangspunktBahnhof in Gunzenhausen
Endpunkt Bahnhof in Treuchtlingen
Tourencharakter Auf den Spuren der Radprofis
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Altmühltal/Ingolstadt,1:75 000
VerkehrsanbindungTreuchtlingen liegt auf der Bahnstrecke München– Augsburg–Nürnberg–Würzburg. Mit dem Auto auf der A 6 (Ausfahrt Weißenburg, B 2 bzw. Ausfahrt Ansbach, B 13); man kann auch direkt auf der B 2 von Augsburg und Nürnberg anreisen.
GastronomieIn Gunzenhausen und Treuchtlingen zahlreiche Gasthöfe und Cafés; Windsfeld: Schwarzer Adler.
Informationen
Fossilien aus aller Welt: Im Gunzenhausener Fossilien- und Steindruck-Museum (Sonnenstr. 4, Tel. 09831/88 26 55, geöffnet Do–So 10–12 und 14–17Uhr, www.fossilien-undsteindruck-museum.de) sind eindrucksvolle, bis zu 150 Millionen Jahre alte Exponate aus aller Weltausgestellt. Die meisten Fossilien und Versteinerungen stammen aus dem oberen Weißen Jura. Star der Ausstellung ist der sieben Meter lange Pleteosaurus, doch auch die versteinerten Fische sind gut erhalten. Durch die Einbettung inkonservierenden Kalkschlamm sind auch feinste Einzelheiten der verendeten Lebewesen bis heute erhaltengeblieben. Abgesehenvon den Fossilien erfährt der Besucher eine Mengeüber den Solnhofener Stein, der in der regionalen Architekturseit langem eine große Rolle spielt. Außerdemgibt es eine Kunstausstellung und auf Wunsch eine Vorführung des Steindrucks.
Tourismusbüro
Tourist-Information Gunzenhausen, Marktplatz 25, 91710 Gunzenhausen, Tel. 09831/508300, www.gunzenhausen.de; Kur- und Tourist- Information Treuchtlingen, Heinrich-Aurnhammer- Str. 3, 91757 Treuchtlingen, Tel. 09142/202180, www.treuchtlingen.de
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