Von Güstrow um den Inselsee

Güstrow – Mühl Rosin – Bölkow – Badendiek – Ganschow – Gutow – Güstrow (Autor: Tassilo Wengel)
46 km
350 m
2.00 h
Von Güstrow nach Badendiek: Güstrow (Bhf.) auf der Plauer Straße verlassen. Am Freizeitzentrum OASE nach rechts zum Inselsee. Am Inselsee entlang zum Barlach-Atelierhaus. Über Bölkow nach Badendiek. Am Bahnhof in Güstrow überqueren wir den Vorplatz nach links und folgen der Eisenbahnstraße ins Zentrum, das wir nach dem Überqueren der Lindenstraße mit dem Pferdemarkt erreichen, der zur Fußgängerzone umfunktioniert wurde. Am Borwin-Brunnen mit dem Domstifter Fürst Borwin II. in Rittertracht vorbei erreichen wir den Marktplatz. Er gehört mit seinen prächtigen Bürgerhäusern zu den schönsten baulichen Ensembles Norddeutschlands und wird vom klassizistischen Rathaus mit beein - druckender Schaufassade und der Stadtpfarrkirche St. Marien (1298) beherrscht. Über die Gleviner Straßekommen wir zur Plauer Straße und verlassen Güstrow in ihrer Fortsetzung auf der Plauer Chaussee. Beim Abzweig nach Mühl Rosin (links ist das Freizeitzentrum OASE) schwenken wir nach rechts ab (Wegweiser Ernst-Barlach- Atelierhaus).Wir radeln die Bölkower Straße zunächst auf Asphalt entlang, bis rechts der Abzweig zum Radweg Berlin-Kopenhagen sichtbar wird. Nun geht es auf einem Waldweg parallel zum Inselsee, es folgen ein Abzweig zum Strand und ein Abzweig zum Ernst-Barlach-Atelierhaus, bevor wir nach Mühl Rosin kommen. Dort fahren wir auf der Asphaltstraße, halten uns rechts und folgen dem Wegweiser nach Bölkow und radeln zwischen Obstplantagen weiter. Der Obsthof Sternberg mit Café lädt zum Verweilen ein, bevor wir nach Badendiek gelangen. Im Ort befindet sich eine Feldsteinkirche ausdem13. Jh., der kleine Fachwerkturm stammt aus dem19. Jh. Sehenswert ist im Inneren ein Schnitzaltar aus dem 16. Jh. Am Dreiseithof in Badendiek ist die Fassadengestaltung des Bauernhauses aus gelben und roten Backsteinen interessant. Von Badendiek nach Güstrow Von Badendiek die Asphaltstraße überqueren und nach Ganschow. Auf Kopfsteinpflaster durch Ganschow und auf dem Radweg nach Gutow. Parallel zum Inselsee nach Güstrow zurück. Wir radeln auf der Straße weiter, überqueren eine Asphaltstraße und kommen nach Ganschow. Der Ort ist vor allem wegen seines Gestüts bekannt, indem edle Pferde gezüchtet werden. Zum Bestand gehören Trakehner-Zuchtstuten, Mecklenburger Zuchtstuten und Reitponys. Besonderen Anklang finden jedes Jahr im Sommer die Stutenparaden. Unsere Radeltour führt auf Kopfsteinpflaster durch den Ort. Auf einer von Kopfweiden gesäumten Straße inmitten einer schönen Hügellandschaft fahren wir weiter und biegen bald rechts ab, um auf eine Querstraße zu gelangen. Hier schwenken wir wieder nach rechts und radeln neben der Straße nach Gutow .Der Ort liegt am Rand einer Endmoränenlandschaft und grenzt an das Naturschutzgebiet »Gutower Moor und Schöninsel«.Vom Ort aus bietet sich ein schöner Blick auf den Inselsee.Wir setzen unsere Tour nun teils auf einem Radweg, teils auf Asphaltstraße fort. Wir fahren die Goldberger Straße entlang und gelangen in Güstrow nach links schwenkend zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour46 km
Höhenunterschied350 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortGüstrow
AusgangspunktGüstrow
EndpunktGüstrow
TourencharakterGüstrow ist mit seiner hübschen Altstadt und dem prachtvollen Schloss allein schon eine Reise wert. Eine Radtour um den Inselsee erschließt die schöne Umgebung mit Badestellen und lässt sich mit dem Besuch der Ernst-Barlach-Gedenkstätte verbinden.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte
MarkierungenWegweiser, B-KO (Radweg Berlin-Kopenhagen).
VerkehrsanbindungMit dem Auto über die A 19, Ausfahrt Güstrow, und auf der B 10 nach Güstrow. Mit der Bahn bis Güstrow. Busverbindung mit Schwerin.
GastronomieGüstrow: mehrere Möglichkeiten. Bölkow: Bölkower Bauernstube, Zum Burgwall 1. Bei Badendiek: Obstcafé, Bölkower Straße 5.
Tipps
Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in Güstrow gehört neben Marktplatz und Dom vor allem das Schloss auf einer kleinen Anhöhe. Es entstand im Auftrag von Herzog Ulrich ab 1558 in mehreren Etappen bis 1671. Schlesische, niederländische, französische und italienische Künstler wirkten an dem Bau mit. Als die Güstrower Herzogslinie erlosch, verlor auch das Schloss seine Bedeutung und verfiel teilweise. Nach aufwendigen Restaurierungen zwischen 1963 und 1980 wurde es zum Kulturzentrum der Stadt Güstrow und beherbergt seither das Schlossmuseum mit bemerkenswerten historischen Repräsentationsräumen, zu denen auch der Festsaal mit feinem Stuckfries gehört. Einmalig in ihrer Art ist die Kassettendecke, die neben Jagd- und Kampfszenen auch mythologische Darstellungen zeigt. Der Schlossgarten wurde vor einigen Jahren umgestaltet. Er sieht mit seinen geometrisch angeordneten Renaissanceformen und ihrer Lavendeleinfassung wieder so aus, wie vermutlich zur Zeit des Feldherrn Albrecht von Wallenstein, der von 1628 bis 1631 als Herzog von Mecklenburg im Schloss residierte.
Informationen
Der Bildhauer wurde 1870 in Wedel geboren und kam 1910 durch Zufall nach Güstrow, wo er bis zu seinem Tod 1938 lebte. Seine berühmteste Plastik, »Der Schwebende «, schuf Barlach 1926 und schenkte sie der Stadt. Während der Zeit des Nationalsozialismus galt Barlachs Kunst als »entartet«, in Hamburg, Kiel und Güstrow wurden seine Kunstwerke entfernt. Im Barlach-Atelierhaus am Ostufer des Inselsees – wo der Künstler von 1931 bis zu seinem Tod wohnte – befindet sich der größte Teil seines Nachlasses. Die Dauerausstellung in Haus und Garten zeigt 300 Skulpturen und 430 Grafiken.
Unterkunft
Güstrow: Upstalsboom Hotel Altstadt, Baustraße 10, Tel. 03843/465 50, www.nordik-hotels.de; Hotel & Restaurant Kurhaus am Inselsee, Heidberg 1, Tel. 03843/85 00, www.kurhaus-guestrow.de
Tourismusbüro
Güstrow-Information, Franz-Parr-Platz 10, 18273 Güstrow, Tel. 03843/68 10 23, info@guestrow-tourismus.de, www.guestrow-tourismus.de
Tags: 
Mehr zum Thema