Von Günzburg nach Dillingen

Meist auf stillen Nebenstrecken durch die weiten Donau-Auen zu sehenswerten Landstädten. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
29 km
195 m
2.00 h
Vom Ostrand der Günzburger Altstadt folgen wir dem Donauradweg zur Reisensburger Straße. Nun radeln wir 1,5 Kilometer auf der Hauptstraße geradeaus, bis wir im Günzburger Ortsteil Reisensburg links auf die Georg-Lacher-Straße abzweigen. Am Fuße des Burghügels halten wir uns rechts und folgen der Straße zu einer kleinen Kirche, neben der die Auffahrt zur Reisensburg abzweigt. Sie zählt zu den ältesten Burganlagen im weiten Umkreis. Die mittelalterliche Anlage wurde in der Barockzeit zu einem kleinen Schloss umgestaltet, das für die Allgemeinheit nicht zugänglich ist.
Über die Hügel südlich der Donau An der Kreuzung hinter der Kirche fahren wir geradeaus die Straße aufwärts, bis sie nach rechts umbiegt. Hier links auf ein Sandsträßchen, am Waldrand rechts und nach 300 Metern wieder links. Wir radeln geradeaus über einen Höhenrücken und halten uns nach einer kurzen Abfahrt an einer Weggabelung rechts. Ein Teersträßchen bringt uns geradewegs nach Offingen. Im Dorf auf der Vorfahrtsstraße nach links und kurz nach der Kirche auf der Donaustraße rechts hinab zu einer Vorfahrtsstraße. Wir radeln links über die Donau und biegen nach 200 Metern links in eine schmale Straße, die uns nach kurzer Fahrt zur Hauptvariante des Donauradweges bringt.
Nach Gundelfingen und zum römischen Tempel An der Weggabelung halten wir uns rechts (die Radler, die dem Nordufer der Donau gefolgt sind, biegen scharf nach links), überqueren die Gleise und biegen nach 50 Metern rechts in eine schmale Teerstraße. Jetzt fahren wir vier Kilometer immer geradeaus, bis wir kurz nach einem Badesee auf eine Vorfahrtsstraße treffen. Auf ihr 300 Meter nach links und dann rechts in ein schmales Sträßchen, das uns bis zum Gewerbegebiet von Gundelfingen bringt. Geradeaus geht ein längerer Abstecher in das alte Stadtzentrum an der Brenz. Dort geht es durch den Torturm aus dem 16. Jahrhundert zum türmchengeschmückten Rathaus von 1677 und zur gotischen Stadtkirche, die im 18. Jahrhundert barockisiert wurde.
Der Donauradweg knickt auf der Straße vor dem Gewerbegebiet nach rechts, biegt rechts in die Stadionstraße und führt links haltend am Badesee vorbei. Nach dem Badegelände halten wir uns rechts und fahren an der Brenz entlang nach Echenbrunn. Wir radeln über die Brücke links in den Ort und halten uns an der folgenden Kreuzung rechts. Nach kurzer Fahrt links in die Mühlenstraße und danach rechts in die Leitenstraße. Wir verlassen den Ort und radeln durch die Wiesen ins nahe Faimingen. Geradewegs durch das kleine Dorf mit der großen Geschichte, die sich uns erschließt, wenn wir dem Wegweiser zum römischen Tempel wenige Meter nach rechts folgen. Hier, am Kreuzungspunkt einer wichtigen Römerstraße mit der Donau, erbauten die Römer das Kastell »Phoebiana«. Die säulengeschmückten Überreste des römischen Tempels, der dem Apollo Grannus geweiht war, führen uns in die Zeit vor 1900 Jahren zurück.
Geschichtsträchtige Landstädte am Ufer der Donau Kurz vor dem Ortsende von Faimingen halten wir uns links und treffen auf die B 16, an der entlang uns ein Radweg in das nahe Lauingen führt. Wir radeln auf der viel befahrenen Hauptstraße durch die Stadt. Unübersehbares Wahrzeichen ist der im 15. und 16. Jahrhundert erbaute, 54 Meter hohe Schimmelturm mit seinen Fresken an der Außenseite. Nebenan steht das klassizistische Rathaus. Den bayerischen Herzögen verdankt die Stadt die im 14. Jahrhundert errichtete Stadtmauer und das Schloss von 1475. Ein Denkmal erinnert an den in Lauingen geborenen Albertus Magnus und im spätgotischen Martinsmünster sind Fresken aus der Erbauungszeit zu entdecken.
Am Ortsende können wir zwischen zwei Wegvarianten wählen. Entweder wir folgen der B 16 bis zum Stadtrand von Dillingen. Gegenüber dem Abzweig nach Hausen rechts in die Schillerstraße, an der die beiden Varianten wieder zusammentreffen. Oder wir nehmen den angenehmeren Weg, der am Ortsende von Lauingen rechts in die Weihengeystraße abzweigt. Nach kurzer Fahrt rechts in eine schmale Straße, die zur alten Tuchfabrik hinabführt. Hier links abbiegen und geradeaus durch den ruhigen Auwald, bis wir nach einem kurzen Anstieg den Stadtrand von Dillingen erreichen. Auf einem schmalen Sträßchen kurz zu einer Kreuzung, dort links und weiter bis zur Schillerstraße. Wir folgen der breiten Straße nach rechts zum Taxispark, fahren an der Ampel kurz nach rechts und biegen dann links in die Kardinal-Waldburg-Straße ein. Sie bringt uns direkt zur Königstraße im sehenswerten Stadtzentrum von Dillingen.
Das im 13. Jahrhundert zur Stadt erhobene Dillingen kam 1258 zum Augsburger Hochstift und war zeitweise Residenz der Fürstbischöfe. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde in Dillingen die Universität der Jesuiten gegründet, die mit der Auflösung des Ordens im Jahre 1773 ihr Ende fand. Ihre Glanzzeit erlebte die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert. So prägen barocke Bauwerke die Straßen der Altstadt. Sehenswert sind vor allem das im 18. Jahrhundert im barocken Stil umgestaltete Schloss, der prachtvolle »Goldene Saal« im ehemaligen Universitätsgebäude, die Studienkirche mit ihrer herrlichen Rokoko-Ausstattung und die barocke Basilika St. Peter, die wie die Klosterkirche der Franziskanerinnen mit Stuck und Fresken im Stil des Rokoko ausgeschmückt ist. Die malerische, von barocken Bürgerhäusern eingefasste Königstraße führt durch das Herz der Altstadt zum Mitteltorturm, der an die alte Stadtbefestigung erinnert. Einen Besuch wert ist das Stadt- und Hochstiftmuseum.

FAHRZEITEN: Offingen 45 Min. – Gundelfingen 30 Min. – Dillingen 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Höhenunterschied195 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDas Stadtzentrum von Günzburg.
EndpunktDie Altstadt von Dillingen.
TourencharakterAnfangs führt uns diese Etappe über die sanften Hügelkuppen am Südrand des Donautales, ehe wir durch die flache Auenlandschaft vorbei an malerischen Donaustädten und einem römischen Tempel ohne große Mühen unserem Tagesziel zustreben.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 25 Bodensee – Schwäbische Alb.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Günzburg liegt nördlich der gleichnamigen Ausfahrt von der A 8 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Dillingen liegt auf halbem Weg zwischen Günzburg und Donauwörth an der B 16 im Tal der Donau. Rückkehrmöglichkeit nach Günzburg mit der Bahn.
GastronomieIn Offingen, Gundelfingen, Echenbrunn, Faimingen, Lauingen und Dillingen.
Unterkunft
In Offingen, Gundelfingen, Echenbrunn, Lauingen; in Dillingen: größere Anzahl an Hotels, Gasthöfen und Pensionen, u.a. Hotel Convikt, Conviktstr., Tel. 09071/4055; in Dillingen auch Campingplatz des Kanu-Clubs, Tel. 09071/503655.
Tourismusbüro
Städt. Verkehrsamt, Königstr. 37/38, 89407 Dillingen, Tel. 09071/541–08 oder 09, Fax 0971/54199, www.dillingen-donau.de; Gundelfingen: Kultur- und Sportamt, Tel. 09073/999118; Lauingen: Stadtverwaltung, Tel. 09072/998111.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Michael Reimer, Wolfgang Taschner

Der Donau-Radweg

Der Donau-Radweg besticht mit reizvoller Landschaft, viel Kultur nicht nur in Wien oder Budapest und so viel Komfort, dass auch Kinder ihn gut bewältigen können.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema