Von Guben nach Frankfurt/Oder

Zunächst Radweg entlang der B 112, dann auf dem Neißedeich. Ab Ratzdorf direkt auf einer ruhigen Straße unterhalb des Oderdamms. (Autor: Michael Hennemann)
66 km
300 m
4.00 h
Von Guben vorbei an der Neißemündung nach Eisenhüttenstadt: In Guben die Frankfurter Straße schräg gegenüber vom Egelneißedamm auf dem Poetensteig verlassen und an der Egelneiße weiter. Die Radwegmarkierungen führen zur Uferstraße und durch ein scheinbar menschenleeres Gebiet mit alten Industriegebäuden. Vorbei am Plastinarium der Ausstellung »Körperwelten« und über die Bahnschienen. Direkt dahinter, noch vor dem zweiten Bahnübergang, rechts und auf der ruhigen Straße nach Groß Breesen. Dort hinter der Kirche die Hauptstraße nach rechts verlassen und weiter nach schräg rechts vorbei an Bresinchen. Am Badesee vorbei und durch den Wald nach Coschen. Hinter dem Ortseingang rechts ab und über die Bahnschienen. Es geht zurück auf den Neißedeich. Gut 1 km vor Ratzdorf führt der mit einer Spraydose auf den Asphalt gesprühte Richtungspfeil geradeaus weiter (alternativ kann man auch nach rechts dem Deich folgen und kommt direkt zur Neißemündung) Am Ende rechts und für die letzten Meter auf einem unbefestigten Weg bis nach Ratzdorf. Im Ort nach rechts zum Oderufer. Auf dem Deich etwa 100 m nach rechts liegt die Neißemündung in die Oder. Für die Fortsetzung der Radtour geht es mal auf der aspahltierten Deichkrone, mal auf der Straße direkt unterhalb des Oderdeichs weiter. Nach etwa 11 km führt eine Brücke nach links über den Oder-Spree-Kanal dahinter auf der Neuen Brückenstraße nach rechts ins Zentrum von Fürstenberg, dem historischen Ortskern von Eisenhüttenstadt. Abstecher zum Kloster Neuzelle (verlängert die vorgestellte Etappe/Tour um etwa 6 km): Von Ratzdorf aus auf der Lindenstraße nach Westen bis Wellmitz. Rechts ab auf die Neuzeller Straße bis zur B 112. Auf dieser nach rechts bis Neuzelle. Nach dem Klosterbesuch über die Schulstraße in nordöstliche Richtung zurück zum Oder-Ufer, wo man etwa auf Höhe der Hälfte der Strecke zwischen Ratzdorf und Eisenhüttenstadt wieder auf den Oder-Neiße-Radweg trifft. Guben (Bhf.) (1) entwickelte sich im 19. Jh. zu einer wichtigen Industriestadt der Niederlausitz, in der besonders die Hutproduktion eine Rolle spielte. 1822 legte der in Forst zum Hutmachermeister ausgebildete Carl Gottlob Wilke den Grundstein zur wahrscheinlich ersten Hutfabrik in Deutschland. Seinem Erfindergeist ist es zu verdanken, dass er ein in der Tuchindustrie bekanntes Verfahren auf die Herstellung von Hüten übertrug und so den witterungsbeständigen Wollfilzhut erfand. Beim sogenannten Dekatieren wird die Wolle unter hohem Druck mit Dampf behandelt und es entsteht ein gegen Feuchtigkeit widerstandsfähiger Filz. Seine Erfindung ließ sich Wilke patentieren und produzierte ab 1854 fabrikmäßig wetterfeste Hüte. 1859 trat sein zweitältester Sohn, Johann Friedrich, der Firma bei und führte sie zum großen Erfolg. Anstelle handwerklich produzierter Einzelstücke fertigte er industriell – und damit preiswerter – Hüte und Kleidungsstücke in größerer Stückzahl, womit sich die Firma völlig neue Absatzmärkte erschließen konnte. Seit 1876 siedelten sich zahlreiche Konkurrenten Wilkes in Guben an und in den 1920er-Jahren gab es in Guben 13 Hutfabriken. Zu dieser Blütezeit der Hutindustrie war fast ein Drittel der Einwohner mit der Hutmacherei beschäftigt und in Guben wurden pro Jahr zehn Millionen Hüte produziert und nach ganz Europa und sogar nach Übersee exportiert. Im Zweiten Weltkrieg musste die Hutindustrie vorübergehend eingestellt werden, da die Fabriken zur Rüstungsproduktion eingezogen wurden. 1948 wurde die Hutfirma von C.G. Wilke teils zerstört, teils demontiert, schließlich enteignet und die Familie Wilke verließ die Region. Aber es wurden weiterhin Hüte in Guben produziert: Noch in den 1950er-Jahren beschäftigten die VEB Vereinigte Hutwerke Guben um die 1200 Arbeiter. Nach 1990 wurden alle Produktionsstätten der Hutindustrie geschlossen. [[Buchstaben A- C entsprechen der Stadtplanvorlage für Guben]] Als eine der ältesten Städte der Niederlausitz schaut Guben zusammen mit seiner Zwillingsstadt Gubin jenseits der Neiße auf eine über 765-jährige, wechselvolle Geschichte zurück. Schon im 14. Jh. erlebte die Neißestadt durch Wein- und Obstanbau, Tuchmacherei, Oderschifffahrt und Fernhandel ihre erste wirtschaftliche Blüte. Mit der Industrialisierung im 19. Jh entwickelte Guben sich zu einer Hut- und Industriestadt von weltweiter Bedeutung. Nach dem 2. Weltkrieg war die Stadt fast vollständig zerstört und das Potsdamer Abkommen trennte sie in zwei Teile. Die historische Altstadt befindet sich seither auf polnischer und der industriegeprägte Teil auf deutscher Seite. Mit dem Aufschwung in der Nachkriegszeit entwickelte sich in Guben die wichtigste Chemiefaserproduktion der DDR und die fabrizierten Gubener Hüte waren weltweit bekannt. Mit der Wende in den 1990er Jahren brach die Gubener Infrastruktur zusammen und es entstanden Industriebrachen, die besonders das zentrale Stadtbild bestimmten. Heute ist das anders. 2002 begannen umfangreiche Stadtsanierung und Guben erhielt ein neues Stadtzentrum. Die Frankfurter Straße lädt zum Einkaufsbummel ein und fördert die deutsch-polnische Zusammenarbeit, indem sie beide Stadtzentren miteinander verbindet. Die Promenade am Dreieck bildet den Knotenpunkt des Gubener Stadtzentrums. Die Hutfabrik von C.G. Wilke stand lange Zeit als Industriebrache mitten in der Stadt. Nach intensiven Umbau- und Renovierungsmaßnahmen beherbergen die ehemaligen Produktionsstätten jetzt das Gubener Rathaus, die Stadtbibliothek und die städtische Musikschule »Johann Crüger«. Die alte Färberei auf dem Gelände der alten Hutfabrik ist mit ihren drei Abzugshauben ein markantes Wahrzeichen der Stadt und dient als Multifunktionssaal, der sich zu einem beliebten Anlaufpunkt für kulturelle Veranstaltungen herausgebildet hat. Auf dem Platz vor dem Rathaus kann sich jeder Bürger der Stadt mit persönlichen Daten auf einzelnen Klinkersteinen verewigen. Zu den sehenswerten Kirchen in Guben zählen die von 1902–1903 im Jugenstil errichtete Kirche des Guten Hirten mit einer gut erhaltenen Innenausstattung aus der Entstehungszeit sowie die restaurierte Klosterkirche mit Glasfenstern des Berliner Künstlers Helge Warme. In der ehemaligen Hutfabrik am Neißeufer befindet sich neben der Stadtverwaltung das Stadt- und Industriemuseum (A) (Gasstraße 5, Tel. 03561/68 71 21 00; Di–Fr 10–17 Uhr, Sa/So/Fei 14–17 Uhr). Dort erfahren Besucher Wissenswertes über 150 Jahre Unternehmergeschichte der Gubener Wolle, der Hutindustrie und der Chemiefaserproduktion. Auf etwa 450 m2 tauchen die Besucher interaktiv in die Welt der Hutindustrie ein und entdecken eine virtuelle Hutprobierstation oder erleben eine fiktive Stadtwanderung entlang der Neiße. Das technische Denkmal Sprucker Mühle (B) (Mühlenstr. 5, keine regulären Öffnungszeiten, Kontakt über Stadt- und Industriemuseum) ist eine ehemalige Getreidemühle am Schwarzen Fließ im Ortsteil Altsprucke. Die denkmalgeschütze Mühle wurde nach mehreren Bränden ab 1980 zum Museum um- und ausgebaut und beherbergt seit 1985 das Gubener Stadtmuseum. Bis 1900 trieb ein Wasserrad, danach eine Turbine die Mühle an, die bis Ende der 1960er-Jahre als Futterschrotmühle in Betrieb war. Im kleinen Museumsgarten wachsen zahlreiche Zier- und Nutzpflanzen wie z. B. Malven, Krauseminze und Kartäusernelken, die früher in der Niederlausitz angepflanzt wurden. Kein Museum im klassischen Sinne ist das Plastinarium (C) (Uferst., Tel. 03561/547 43 82, www.plastinarium.de; täglich 10–18 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr). Untergebracht in einer alten Tuchmacherei, liefert es einen Blick hinter die Kulissen der publikumswirksamen, aber umstrittenen Ausstellung »Körperwelten« von Gunther von Hagens. Unter einem Dach vereint das Plastinarium die Anatomieausstellung mit einer »gläsernen Werkstatt«, in der die Besucher verschiedene Präparationstechniken vorgestellt bekommen und die Entstehung der Exponate »live« verfolgen können. Von Guben aus gelangt man über Groß Breesen und Coschen (Bhf.) zurück ans Neißeufer und kann die letzten Kilometer entlang der Lausitzer Neiße genießen, bis bei Ratzdorf (2) die Mündung in die Oder erreicht ist. Die 350 Einwohner zählende Gemeinde ist ein Sackgassendorf auf einer Sandinsel in der Oderaue, das bis zur Mitte des 19. Jh. vom Warenumschlag von Wolle, Getreide, Tuchen, Salz, Wein, Bier, Heringen vom Wasser- auf den Landweg und umgekehrt profitierte. In Ratzdorf lohnt es sich, die Hauptroute des Oder-Neiße-Radweges zu verlasen und einen kurzen, mit mehreren kleinen Anstiegen und Abfahrten gespickten Schlenker ins Landesinnere nach Neuzelle zu machen. Das ehemalige Zisterzienserkloster (Klostergarten täglich 10–17 Uhr geöffnet) ist eine der wenigen unzerstörten Klosteranlagen in Norddeutschland. Es begeistert den Besucher mit prunkvollen barocken Kirchen und einer Klosterbrauerei, in der schwarzes Klosterbräu ausgeschenkt wird. Das süffige Getränk hört auf den Namen »Schwarzer Abt«, darf sich aber nicht Bier nennen, weil traditionell ein Schuss Zuckersirup zugesetzt wird, der laut deutschem Reinheitsgebot nicht zulässig ist. Diese Namensspitzfindigkeit tut aber weder dem Geschmack noch den Besucherzahlen Abbruch. Das Kloster gehörte vom 13. bis zum 17. Jh. zu Böhmen, sodass es als einziges Kloster in Brandenburg die Reformation überstand. Es bietet heute mit seiner barocken Üppigkeit von kunstvollen Deckengemälden, filigranem Stuck und Holzschnitzereien von italienischen, böhmischen und schwäbischen Künstlern ein Stück Süddeutschland in Brandenburg. In Ratzdorf verlässt der Radweg die Neiße und führt jetzt an der Oder entlang bis nach Eisenhüttenstadt (Bhf.) (3). Von Eisenhüttenstadt nach Frankfurt/Oder: Das Zentrum von Fürstenberg durchqueren und weiter durch das kleine Gewerbegebiet. Die Wegweiser führen sicher zurück auf den Oderdeich und es geht nun immer geradeaus. Am Schöpfwerkhaus hinter Aurith nach links und fürs Erste weg vom Deich. Landeinwärts geht es nach Brieskow-Finkenheerd. Im Ort nach rechts und weiter auf dem Radweg parallel zur B 112. Nach einem recht ordentlichen Anstieg ist Lossow erreicht (wer in Frankfurt/Oder zelten möchte: siehe Infokasten). An der Kreuzung in Lossow rechts und eine schöne Allee bergab rollen. Auf der Lindenstraße zum Ortseingang von Frankfurt/Oder. Nachdem die Bahnschienen gekreuzt sind, geht es zunächst unter der A 12 und wenig später unter einer Eisenbahnbrücke hindurch. Weiter auf dem Radweg entlang der Straße Richtung Zentrum. Vor der Fischergasse rechts ab und auf dem Radweg hinüber auf die Oderinsel Ziegenwerder. Am Ende auf der Brücke zurück über die Oder. Vor der Mensa der Europa-Universität nach rechts bis zur Grenzbrücke im Stadtzentrum, die Frankfurt/Oder mit Slubice am gegenüberliegenden Ufer verbindet. Auf dem 3. Parteitag der SED vom 20. bis zum 24. Juli 1950 wurde der Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO) und einer dazugehörigen Arbeiter-Wohnstadt, die »die erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden« werden sollte, beschlossen. Noch im selben Jahr begann man mit dem Bau des Eisenhüttenwerks. Die Lage bei Fürstenberg an der Oder war mit Bedacht gewählt, denn durch die Randlange an der östlichen Grenze der DDR konnten die wichtigen Rohstoffe – Eisenerz aus der Sowjetunion, Steinkohle aus Polen – kostengünstig herbeitransportiert werden. Der wichtige Zuschlagsstoff Kalk kam aus dem brandenburgischem Rüdersdorf. 1951 erfolgte die Grundsteinlegung des ersten Hochofens, der noch im gleichen Jahr in Betrieb ging. Bis 1955 kamen fünf weitere Hochöfen hinzu. Zusammen mit dem Eisenhüttenkombinat entstanden auch die Wohnungen für die Arbeiter. Mit viel Liebe zum Detail wurden die ersten Wohnkomplexe geplant und gebaut: Erker, Wandmalereien, Säulen und Pfeiler schmückten die Fassaden und die Innenhöfe wurden als grüne Oasen gestaltet. Städtebaulicher Glanzpunkt war die Lindenallee im Stil des Neoklassizismus. 1953 wurde die Wohnstadt zunächst Stalinstadt getauft, dann aber im Zuge der Entstalinisierung 1961 mit Fürstenberg zu Eisenhüttenstadt (Bhf.) (3) zusammengeschlossen. Spätestens ab 1970 war es mit der ästhetischen Architektur vorbei und nur noch die bis heute allgegenwärtigen Plattenbauten dienten als Unterkünfte für die Arbeiter. Das Eisenhüttenwerk wurde beständig ausgebaut und lockte immer mehr Menschen nach Eisenhüttenstadt. Der historische Höhepunkt war 1988 erreicht, als die Statistik über 53 000 Einwohner verzeichnete. Durch den Strukturwandel infolge der Wiedervereinigung ist die Bevölkerungszahl inzwischen stark rückläufig und heute leben, mit fallender Tendenz, noch etwa 34 000 Menschen in Eisenhüttenstadt. Nach der Wiedervereinung ging aus dem Eisenhüttenkombinat die EKO Stahl GmbH hervor, die dann von der belgischen Firma Cockeril Sambre übernommen wurde. Das 1997 in Betrieb genommene Warmwalzwerk zählt zu den weltweit modernsten Stahlwerken. [[Buchstaben A-D entsprechen der Stadtplanvorlage für Eisenhüttenstadt]] Am Westufer der Oder liegt der historische Ortsteil Fürstenberg. Sehenswert sind der hübsche Ziergiebel des Rathauses und die spätgotische St.-Nikolai-Kirche (A). Wie auch dem Radfahrer auf dem Oder-Neiße-Radweg bei der Fahrt über die Neue Deichbrücke, war die Kirche den Kapitänen der Oderschifffahrt über Jahrhunderte eine Landmarke zur Orientierung. Der Kirchturm ist zugänglich und bietet einen schönen Blick aus der Vogelperspektive auf die Stadt. Das Städtische Museum (B) (Löwenstr. 4, Tel. 03364/21 46, www.museum-eisenhuettenstadt.de; Di–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 13–17 Uhr) ist unweit des Fürstenberger Marktplatzes in einem imposanten Bürgerhaus untergebracht und widmet sich der Regionalgeschichte. Dort ist auch eine Galerie für zeitgenössische Kunst und Fotografie. Das Feuerwehrmuseum (C) (Heinrich-Pritzsche-Str. 26, Tel. 03364/282 43; Di–Fr 10–17 Uhr, Sa/So 13–17 Uhr) präsentiert neben Kleintechnik vor allem historische Löschfahrzeuge. Ein Museum der besonderen Art ist das »Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR« (D) (Erich-Weinert-Allee 3, Tel. 03364/41 73 55, www.alltagskultur-ddr.de; Di–Fr 13–18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr). In über 70 000 Ausstellungsstücken vom Plaste-Eierbecher über FDJ-Hemden bis zum SED-Orden dokumentiert das Museum den Alltag in der ehemaligen DDR. Hinter Eisenhüttenstadt geht es schnurgerade auf dem Deich entlang der breiten Oderaue, vorbei an einer gemütlichen Einkehrmöglichkeit in Aurith, bis nach Brieskow-Finkenheerd (Bhf.). Erste schriftliche Hinweise auf eine Siedlung an dieser Stelle stammen aus dem Jahr 1354. Seit 1883 ist das Dorf unter dem Namen Brieskow bekannt. Mit der Revolution 1848/1849 entwickelte sich das Fischerdorf zu einer Industriegemeinde, in der seit 1906 Braunkohle im Tagebau abgebaut wurde. Brieskow-Finkenherd ist durch den Friedrich-Wilhelm-Kanal mit der Spree verbunden. In Lossow (4) lassen sich Reste des bis zu sechs Meter hohen Burgwalls aus der Zeit von 1300 bis 400 v. Chr. entdecken, der die einst etwa drei Hektar große Siedlung befestigte. Ab Lossow geht es weiter auf dem Oderdamm bis nach Frankfurt/Oder (Bhf.) (5).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour66 km
Höhenunterschied300 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGuben
EndpunktFrankfurt/Oder
TourencharakterAuf dieser Tour wechseln wir von der Neiße an die Oder, die ab Eisenhüttenstadt als gemächlich breiter Strom nordwärts fließt. Endpunkt dieses Tourenabschnittes ist die Doppelstadt Frankfurt-Slubice mit ihrem abwechslungsreichen deutsch-polnischen Kulturangebot.
Beste Jahreszeit
MarkierungenRadwegweiser mit Oder-Neiße-Logo.
VerkehrsanbindungBahnverbindung Guben liegt an der Bahnstrecke Frankfurt/Oder–Cottbus. Anreise mit dem Auto A 15 Lübbenau–Forst, Ausfahrt 7 (Forst); auf B 112 und B 320 nach Guben. Rückfahrt Mit dem Regionalexpress von Frankfurt/Oder nach Guben (Fahrradmitnahme begrenzt möglich); Fahrtzeit ca. 45 Min.
GastronomieRatzdorf: Restaurant »Ratzdorfer Werft« und Gastwirtschaft »Kajüte«. Aurith: »Bauernstübchen« (mit großer Terrasse direkt hinterm Oderdeich). Brieskow-Finkenheerd: »Fischer Schneider« und »Sommers Eiscafé«. Breites gastronomisches Angebot in Eisenhüttenstadt und Frankfurt/Oder.
Verleih
Eisenhüttenstadt: Bernd Fischer, Buchwaldstr. 12, Tel. 03364/75 05 94. Frankfurt/Oder: Fahrrad Rentsch, Tunnelstr. 21, Tel. 0335/52 09 35; Fahrrad-Schondau, Winsestr. 4/4 a, Tel. 0335/32 11 84. Brieskow-Finkenheerd: Familie Sommer (siehe Übernachtung).
Informationen
Zelten am Helenesee: Wer auf dem Campingplatz in Frankfurt/Oder am Helenesee übernachten möchte, sollte an der Kreuzung in Lossow links abbiegen, statt rechts auf der Hauptroute weiter Richtung Zentrum zu fahren.
Unterkunft
Eisenhüttenstadt: Pension Stadtmitte, Königsstr. 53, Tel. 03364/21 61 (schlichte Pension am Markt, DZ/Frühstück 40 €). Brieskow-Finkenheerd: Familie Sommer, Lindenstr. 9, Tel. 033609/368 86 (familiäre Pension, Übernachtung ab 20 €/Person). Frankfurt/Oder: Hotel und Restaurant »Zur Alten Oder«, Fischerstr. 32, Tel. 0335/556 22 (zentrumsnahes Drei-Sterne Hotel, DZ ab 68 €); Campingpark Helenesee, Tel. 0335/55 66 60 (großer Campingplatz im Landschaftsschutzgebiet des Oder-Spree-Seengebietes, ca. 8 km südlich von Frankfurt/Oder).
Tourismusbüro
Tourismusverband Seenland Oder-Spree, Oder-Spree-Seengebiet, Ulmenstraße 15, 15526 Bad Saarow, Tel. 033631/86 81 00, www.seenland-os.de.

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