Von Grassau über Westerbuchberg zum Chiemsee

Ein einfache Radtour durch die renaturierten Kendlmühlfilze zum Chiemsee, Rückfahrt entlang der Tiroler Ache. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
39 km
50 m
2.00 h
Die Radtour - Wir beginnen unsere Radtour am Parkplatz hinter dem Gasthaus zur Post in Grassau und fahren auf der Moosbachstraße nach Obermoosbach. Am Wanderparkplatz vorbei geht es direkt in das große Moorgebiet. Dort, wo ein Verbotsschild uns Radler am Weiterfahren hindert, biegen wir links ab, fahren jetzt ca. 600??m nach Westen, um dann nochmals nach links aus dem Moorgebiet herauszufahren. Kurz vor der Autostraße geht es nach rechts, wir folgen dem »Grenzenlos Wanderweg« nach Rottau (6??km). An der Kirche vorbei radeln wir durch die Dorfstraße in die Eichetstraße, die uns wieder ins Moor hineinbringt. Rechts liegen große Torfabbauflächen, die langsam wieder im gestauten Wasser versinken. Vor der Bahnlinie biegen wir rechts auf die ungeteerte Straße ab, die parallel zu den Gleisen führt. Nach einer Viertelstunde haben wir den alten Torfbahnhof erreicht (11??km), der sich im Rahmen der Renaturierungsbemühungen der Filze zu einem Technikmuseum gemausert hat. Vom Torfbahnhof aus folgen wir weiter »unserer« Straße, die sich langsam von der Bahn abwendet. Nach gut 2??km weist uns ein Schild nach links Richtung Westerbuchberg. Der Ort liegt auf einem Moränenhügel, der in der vorletzten Eiszeit entstanden ist. Das bedeutet: runterschalten und kräftig treten, aber es sind nur 50 Höhenmeter durch schattigen Wald. Eigentlich biegt unser Weg kurz vor dem Ortseingang links Richtung Übersee ab, den kurzen Abstecher zu der uralten Dorfkirche von Westerbuchberg (14??km) mit der einmaligen Aussicht auf die Kendlmühlfilze und die Berge um das Tal der Tiroler Ache sollten wir aber auf keinen Fall versäumen. Zurück zum Abzweig, dann folgen wir den Wegweisern nach Übersee. An der neugotischen Backsteinkirche St.??Nikolaus vorbei überqueren wir die Bahn und erreichen schließlich in Feldwies die Autobahn. Ein Tunnel führt darunter durch und direkt zum Ufer des Chiemsees (20??km). Der Radweg bleibt dicht am Ufer, Bademöglichkeiten gibt es sowohl im Strandbad wie auch an ausgewiesenen Uferbereichen. Der Weg führt uns weit hinaus auf das riesige Flussdelta, das die Tiroler Ache im Laufe der Jahrhunderte aufgeschüttet hat. An der kleinen Nikolauskapelle vorbei kommen wir zu einem Beobachtungsturm mit Fernglas, mit dem sich die zahlreichen Vögel beobachten lassen, die in den flachen Uferzonen nach Nahrung suchen. Über den Heinrichswinkel erreichen wir wieder das Strandbad (25??km), fahren unter der Autobahn durch und links durchs Dorf zur Hauptstraße. Jetzt geht es ca. 100??m nach rechts und dann links auf dem Waldweg (Wegweiser »Grabenstätt«) zur Tiroler Ache. Der Dammweg nach rechts bringt uns zu einer Fußgängerbrücke, etwa 500??m danach überqueren wir die Tiroler Ache (31??km). Die Wegweiser »Staudach« führen uns in mehr oder weniger großem Abstand zum Fluss Richtung Staudach-Egerndach. Kurz vor Hub halten wir uns rechts und erreichen direkt an der Achenbrücke den Fluss. Auf der großen Dorfstraße geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt (37??km).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour39 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGrassau, Parkplatz hinter dem Gasthof Post in der Ortsmitte.
EndpunktGrassau, Parkplatz hinter dem Gasthof Post in der Ortsmitte.
TourencharakterBis in die 1980er Jahre hinein wurde in den Kendlmühlfilzen großflächig Torf abgebaut, insgesamt etwa 4 Mio. Kubikmeter. 1988 wurde der Torfabbau endgültig eingestellt und das Gebiet unter Naturschutz gestellt. Renaturierungsmaßnahmen lassen hoffen, dass sich die Landschaft langsam wieder erholt.
Beste Jahreszeit
KartentippUmgebungskarte Chiemsee des Bayer. Vermessungsamtes, 1 - 50??000
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der A??8 München–Salzburg, Ausfahrt Übersee, nach Grassau. Im Ortszentrum gebührenfreier Parkplatz hinter dem Gasthof Post (Anfahrt beschildert).
GastronomieMehrere Gasthäuser in Grassau, in Westerbuchberg und am Chiemsee.
Tipps
Am Ende des Moorgebiets führt ein schmaler Wiesenweg zur alten Pumpstation der Soleleitung von Bad Reichenhall nach Rosenheim. Sie ist seit 1995 Technikmuseum und zeigt, dass man bereits zu Beginn des 19. Jh. Maschinen baute, die fast 200 Jahre lang einwandfrei ihren Dienst taten.Kurz nach dem Wanderparkplatz in Obermoosbach lassen wir am Verbotsschild unsere Räder stehen und gehen ca. 500??m weiter ins Moor zu einem Beobachtungsturm. Von ihm aus lässt sich das Moor in seinen verschiedenen Zuständen von völlig ausgebeutet bis naturnah bestens überblicken.

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