Von Grafing in die Filze bei Pfaffing

Die Rundtour ist zwar nur kurz, weist aber eine Reihe von Steigungen auf. Außer in Grafing kaum Verkehr auf der Strecke, die Straßen und Wege eignen sich allesamt gut zum Radeln. (Autor: Armin Scheider)
30 km
180 m
3.00 h
Der erste Abschnitt unserer Tour führt vom Marktplatz in Grafing nach Osten zunächst auf der Rotter-, dann nach rund 200 m links in die Mayr- und weiter auf der Kapellenstraße nach Nordosten hinaus Richtung Traxl. Wir durchfahren eine bäuerliche Landschaft, zum Teil mit weiten Ausblicken nach links. An der meist leicht ansteigenden Strecke werden die Weiler Gasteig und Dieding passiert, bevor man nach 5 km in Traxl landet. Wir setzen in bisheriger Richtung fort, befahren nun ein schönes, meist abfallendes Radsträßchen in anmutiger Landschaft und mit stellenweise prächtiger Gebirgssicht. Knapp 1,5 km nach Pollmoos stoßen wir in Sensau auf die Straße Tulling – Frauenneuharting und biegen rechts ab. Nun müssen wir rund 1 km nach Süden fahren, um nach Lochen zu kommen, wo es aufpassen heißt: Direkt nach dem letzten Hof läuft links ein schmales Teersträßchen hinunter ins Moos. Es geht am Waldrand in einen Schotterweg über und bietet wenig später wunderbare Ausblicke auf die Filzlandschaft und die Alpenkette. Endpunkt dieses Weges ist eine kleine Gebäudegruppe, wo wir dem Schild nach rechts Richtung Pfaffing folgen. Nach einem Rechts-/ Linksknick verläuft die Route eine Zeitlang nach Osten, um dann an einem Wegedreieck wieder Südrichtung zu nehmen. Bald darauf sind wir in Neuhäusl. Auf den nächsten 2 km zeigen sich wunderbare Landschaftsbilder mit der Alpenkette im Süden. Am nächsten Quersträßchen geht es rechts nach Perach und dort weiter bis Oberndorf. Wir halten weiter Südkurs, überqueren die Straße Grafing – Wasserburg und nutzen drüben die reizvolle Radstrecke über Boing und Hinteraschau nach Mühlbichl. Dort geht es mit Alpenblick rechts hinüber nach Hirschbichl. Im Ort radeln wir auf der Durchgangsstraße für 150 m nach Süden, um dann rechts dem über Heimgarten nach Gersdorf führenden Sträßchen zu folgen. Es bietet schöne Rückblicke auf die Berge, enthält aber auch ein paar spürbare Steigungen, von denen die letzte leichterer Natur aber immerhin ca. 600 m lang ist. In Gersdorf nutzen wir für 150 m den gegenüber der Hauptstraße abgehenden Schotterweg und schwenken dann im rechten Winkel auf den in Westrichtung hochlaufenden Feldweg ab. Man erreicht einen einzeln stehenden Baum und ein überdachtes Holzkreuz. Warum diese etwas umständliche Routenwahl? Weil Sie jetzt an einem der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Region stehen, mit Blick auf das Rosenheimer Land und die Alpenkette, aus der vor allem das Kaisergebirge herausragt. Wir setzen den Weg konsequent nach Westen fort, durchfahren Eschenlohe und erreichen bald darauf Ast, wo das Alpenpanorama und der Kaiserblick wieder Gelegenheit zum Schwärmen geben. 200 m nach dem Dorf wird die bisherige Straße verlassen und geradeaus ein Schotterweg genutzt, der wenig später an ein Wegdreieck führt. Dort geht es rechts weiter bis Straußdorf und nach Ortsdurchfahrt links ab Richtung Unterelkofen (400 m nach der Kirche). Die letzten Stationen sind jetzt noch der Weiler Aiterndorf und 1,5 km weiter die Burg Unterelkofen, älteste noch bewohnte Burg Oberbayerns (11. Jh.). Sie kann zwar leider nicht besucht werden, wohl aber der am Fuß der Burg liegende Biergarten der Schlosswirtschaft. Die am Biergarten vorbeiführende Straße bringt uns nach Grafing zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour30 km
Höhenunterschied180 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktplatz in Grafing.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterViele sehen in einer idealen Radtour drei Dinge: reizvolle Landschaft, prächtige Alpensicht und verkehrsarme Radwege. Genau das bietet die heutige Tour. Und als Zugabe die älteste noch bewohnte Burg Oberbayerns mit einem gemütlichen Biergarten zu ihren Füßen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander- und Radtourenkarte 1 : 50 000, Blatt 181 Rosenheim, Bad Aibling.
MarkierungenRadschilder (siehe Tourenverlauf) sowie Orts- und Straßenbeschilderung.
VerkehrsanbindungMit Auto über B 304 oder über Putzbrunn und Glonn; per S-Bahn mit der S 4.
GastronomieGrafing: Gasthof Kastenwirt mit Garten (Sa Ruhetag); Gasthof Heckerbräu mit Garten (Mo Ruhetag). Unterelkofen: Schlosswirtschaft mit Biergarten (Mo Ruhetag).
Tipps
Alljährlich am letzten Sonntag im Oktober findet in Grafing eine Leonhardifahrt statt, die auf eine fast 300-jährige Tradition zurückblicken kann. Der Umzug mit Pferdesegnung ist einer der größten in Bayern und besteht aus prächtigen Pferdegespannen, Truhenwagen, Trachtlern und Reitersleuten aus Grafing und Umgebung.
Informationen
Das Schloss Elkofen in Unterelkofen, erbaut im 11. Jh. für die Grafen von Ebersberg-Sempt ist eine trutzige Anlage, aus der ein mächtiger Bergfried herausragt. Im oberen Hof liegen die Wohngebäude Palas, Dürnitzstock und Kemenate im unteren u. a. die Georgskapelle. Die Anlage gilt als älteste noch bewohnte Burg in Oberbayern und ist für Besucher nicht zugänglich.
Tourismusbüro
Verkehrs-Verein Grafing, Hauptstr. 31, 85567 Grafing, Tel. 08092 / 84 10-0, Fax 08092 / 24 79 52, E-Mail:verkehrs-verein.grafing@t-online.de, Internet www.verkehrs-verein-grafing.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Armin Scheider

Das Oberbayerische Radlbuch

40 ausgewählte Touren für unterschiedliche Ansprüche führen durch reizvolle Landschaften zu berühmten Sehenswürdigkeiten oder gemütlichen Gasthöfen.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema