Von Göhren nach Putbus

Landschaftlich schöne Tour mit einigen Anstiegen: Göhren - Alt Reddevitz - Moritzdorf - Preetz - Groß Stresow - Muglitz - Lauterbach - Putbus (Autor: Michael Graf)
26 km
20 m
2.00 h
Von Göhren zum Großsteingrab: Vom Campingplatz Göhren die Straße wieder zurückfahren, dann links ab den Waldweg hoch zur Querstraße. Gegenüber weiter durch den Wald (Wegweiser Lobbe). An den ersten Häusern von Göhren auf dem linksseitigen Radweg nach links, dann rechts in die Straße Wasserwerk/Försterei nach Lobbe. Dort an der Kreuzung im Ort links und gleich vor dem Campingplatz rechts auf den geteerten Deichweg. Weithin sichtbar ist das Windschöpfwerk Lobbe mit seinen 9,9 Meter Durchmesser. Es ist das letzte auf Rügen. Die Wasserhebung erfolgte durch eine Archimedische Schnecke und diente der Entwässerung der Polderflächen. Danach auf der Straße nach Middelhagen, dort links, an mehreren schilfgedeckten Häusern vorbei und bei der kleinen Räucherei rechts. Es geht aufwärts, dann links nach Mariendorf und weiter nach Alt Reddevitz. Hier, am Anfang beim Reiterhof, rechts ( Beschilderung ist schlecht zu sehen!), durch den Campingplatz geradeaus aufwärts an der Campinggaststätte vorbei auf einem Sandweg in das NSG Mönchgut. Es geht über das inaktive Kliff auf dem schlecht befahrbaren Sandweg aufwärts, dann steil abwärts zur Having und auf kleinem Sandweg entlang der Having nach Moritzdorf. Hier muss man mit der Ruderfähre übersetzen (Hol öwer, seit 1891 Genehmigung einer Ruderfähre gegen festes Entgelt, heute tägl. 9–20 Uhr). Auf der anderen Seite fährt man bis zur Querstraße im Ort, dort rechts und dann links hoch. Oben beim Parkplatz links Richtung Seedorf. Es geht steil aufwärts, nach links Möglichkeit zur Einkehr (s. Tippkasten). Nochmals auf- und abwärts, dann sehr steil hinab (15%) nach Seedorf. Man radelt über die Brücke mit schönem Naturhafen, nach rechts hat man einen Blick auf das Jagdschloss Granitz. Nun leicht auf und ab bis Preetz, am Ortsende an der Wegekreuzung halb links auf den Rad/Fußweg. Nach der Kreuzung mit der großen Eiche links in einen kleinen, unbefestigten Weg. Man fährt durch den Wald und direkt am Großsteingrab vorbei. Die Grabanlage Ziegensteine wird auch Siegessteine genannt und ist eine von vier Grabanlagen zwischen Lancken-Granitz und Groß Stresow. Deutlich sieht man die Rillen am östlichen Großdolmen, dem Wächterstein, der zur Spaltung und Gewinnung von Baumaterial vorgesehen war. Von Klein Stressow nach Putbus: Durch Klein Stresow entlang der Küste mit guten Ausblicken, in Groß Stresow Richtung Rügenrundtour und weiter sehr schön am Ufer der Stresower Bucht bis Muglitz. Nun erst auf dem breiten Radweg Richtung Freetz, dann links ab und entlang der Küste nach Lauterbach. Das Badehaus Goor in Lauterbach, an dem man vorbeifährt, ist ein imposanter, klassizistischer Bau mit einer mächtigen Säulenfront. Es wurde 1818 eingeweiht und »Friedrich-Wilhelm- Bad« genannt. Am Badehaus Goor vorbei immer geradeaus nach Putbus, bis es nach rechts aufwärts geht. Am Park entlang bis zur Querstraße, dort links zum Circus.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied20 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGöhren, Campingplatz
EndpunktPutbus, Circus
TourencharakterDurch leicht hügelige, abgeschiedene Landschaft fährt man abseits der touristischen Routen auf wunderschönen Wegen ins ehemalige Seebad Putbus.
Beste Jahreszeit
KartentippWander- und Radwanderkarte, Rügen mit Hiddensee, 1:75000, Verlag Nordland
MarkierungenLokal und Ostseeküsten-Radweg.
VerkehrsanbindungVon Bergen aus mit der DB bis Binz oder über Putbus mit dem »Rasenden Roland«
GastronomieMiddelhagen: mehrere Gaststätten. Moritzdorf: Aussichtsgaststätte Wilhelmshöhe hinter Moritzdorf. Seedorf: gute Fischräucherei. Lauterbach: Antik-Café, Räucherschiff Berta
Tipps
Kombination: Weiter nach Greifswald. Aussichtslokal Wilhelmshöhe: Oberhalb von Moritzdorf liegt das alte Aussichtslokal Wilhelmshöhe, von dessen Terrasse man einen wunderbaren Blick auf die Having und Mönchgut hat. Von der Abzweigung hinter Moritzdorf sind es etwa 200 m aufwärts. Öffnungszeiten: tägl. 10.30–20 Uhr.
Informationen
Ort Putbus: Der auch heute noch in seiner geplanten Anlage sehr klassizistische Ort Putbus wurde 1808–23 von Fürst Malte von Putbus geschaffen. Er entwickelte nach einem Aufenthalt im Seebad Heiligendamm den Ehrgeiz, Putbus zu einem führenden Seebad für den europäischen Hochadel auszubauen. Unter dem Badewesen verstand man damals nicht das Schwimmen im Meer, sondern die Verabreichung von Wannenbädern aus Meerwasser. Die Hochzeit von Putbus lag zwischen 1816 und 1850, danach stieg die Beliebtheit des Badens direkt an der See. Das Zentrum bildet der Circus, ein runder, weiter, mit Bäumen bestandener Platz, der von zwei- und dreigeschossigen weißen Häusern im klassizistischen Stil gesäumt wird. Im Zentrum des Circus erhebt sich ein Obelisk. Hübsch anzusehen sind die vielen Rosenbüsche in den Straßen rund um den Circus und am Circus selbst. Südlich davon schließt sich der berühmte Schlosspark an, in dem u.a. die Orangerie im Neorenaissancestil, das Rosen-Café, das ehemalige Affenhaus und die Schlosskirche, das vormalige Ballhaus und das Spielkasino zu entdecken sind. In diesem Landschaftspark mit dem idyllischen Schwanensee stand bis zu seiner Sprengung 1962 das Schloss. Hier finden sich auch seltene Bäume wie Zypressen, Mammut- und Ginkgobäume. Die unter Denkmalschutz stehende Stadt stellt sich heute als wenig touristisch dar, die Infrastruktur ist eher dürftig.
Unterkunft
Schlechte Übernachtungssituation! Vorwiegend Ferienhäuser, -wohnungen und Privatzimmer in Putbus und Lauterbach. Kein Campingplatz!
Tourismusbüro
Putbus: Putbus-Information, Alleestr. 4, Tel. 038301/431, Fax 038301/292, www.putbus.de
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