Von Gauting zum Starnberger See

Weitgehend einfache Runde mit einigen kürzeren, nicht allzu steilen Anstiegen bei Buchendorf, Wangen und Starnberg. Die Tour verläuft auf schmalen, kaum befahrenen Nebenstraßen und im Würmtal auf einem unbefestigten Wirtschaftsweg. In Buchendorf kann eine imposante Keltenschanze besichtigt werden und der Starnberger See lockt zu einer Badepause. (Autor: Bernhard Irlinger)
33 km
210 m
2.00 h
Ausgangspunkt ist Gauting, das schon von den Römern als Straßenstation gegründet wurde. Bratananium nannten sie ihre Siedlung, die die Würmbrücke an der Römerstraße von Augsburgnach Salzburg bewachte.Von der S-Bahn-Station in Gauting lassen wir die Räder auf der Bahnhofstraße ins Tal hinabrollen. Wir fahren geradewegs über die Würmbrücke in die Münchener Straße, die nach ca. 200 Metern nach links knickt. Hier wechseln wir geradeaus auf die Buchendorfstraße. Am Ende eines zunehmend steileren Anstiegs biegen wir dem Radwegweiser nach Buchendorf folgend links in ein Neubaugebiet und nach wenigen Metern rechts in den Römerschanzweg. Er geht nach kurzer Fahrt geradewegs in einen Feldweg über, der dem historischen Lauf der alten Römerstraße »ViaJulia« folgt, die einstmals Augsburg mit Salzburg verband. Wir fahren immer geradeaus, bis wir am Ortsrand von Buchendorfauf eine Vorfahrtsstraße treffen. Bevor wir rechts ins Dorfzentrumradeln, überqueren wir zunächst für einenAbstecher zurKeltenschanze geradewegs die Hauptstraße. Nach kurzer Fahrtführt uns die schmaleTeerstraße zur mächtigenKeltenschanzevon Buchendorf, eineder am besten erhaltenenihrer Art; sie zähltzu den eindrucksvollstenZeugnissen derzahlreichen vorrömischenDenkmäler rundumGauting. In der La-Tène-Zeit, also in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten, erbauten die Kelten solcheAnlagen wohl als eine Art befestigter Gutshof.Nach der Besichtigung radeln wir zurück zur Hauptstraße undauf ihr links ins Ortszentrum von Buchendorf. An der Kreuzungvor der Kirche, die einige schöne spätgotische Figuren besitzt, wenigeMeternach rechts und dann links in denWangenerWeg. Dasgeteerte Sträßchen leitet uns bald überWiesen zumWaldrand, woes nach rechts knickt.An einer nahenWeggabelung folgen wir geradewegsder Teerstraße, die uns durch den Wald führt. Kurznachdem der Teerbelag aussetzt, treffen wir auf eine geteerteQuerstraße. Geradeaus würde uns ein Forstweg direkt nachWangenbringen.Wirmachen jedoch einen kleinen Umweg und folgender Teerstraße nach rechts.ÜberWiesen und durchWald leitet uns das stille Sträßchen hinabnach Leutstetten. Kurz vor der Schlosswirtschaft und dem wenigeMeterweiter an der Straße gelegenen Kirchlein von Leutstettenbiegen wir links in dieWangener Straße, die an Sonn- und Feiertagenfür Kraftfahrzeuge gesperrt ist. Am Rand des breitenWürmtals führt sie uns durch den Ortsteil Einbettl und dann inleichtem Auf und Ab durch den Wald. In den Wiesen von Wildmoos knickt die Teerstraße nach links und leitetuns über aussichtsreiche Wiesen nach Wangenhinauf. Wir radeln auf der breitesten Straße geradeausdurch das Dorf abwärts zur Hauptstraße,die wir geradewegs Richtung Neufahrnüberqueren. Nach wenigen Metern geht es unterder Autobahn hindurch und bald nimmt uns einRadweg auf, der an der zweispurigen Straße entlangnach Neufahrn führt. Im Ort wechseln wirrechts auf die Harkirchener Straße und fahrensanft abwärts in denWald.Wir folgen nun immer der schmalen, nach Kempfenhausenausgeschilderten Teerstraße. Sieknickt an einer Kreuzung nach links und führtuns von der nächsten Weggabelung rechts nachHarkirchen. Wir radeln geradewegs durch dasÖrtchen zu einer Querstraße und auf ihr rechts inden nahen Weiler Mahntal. Nach den wenigen Häusern biegen wir links ein und radeln kurzaufwärts zum Ortsrand von Kempfenhausen.Hier an der Kreuzung geradeaus und an einerKlinik vorbei abwärts zur Staatsstraße. Auf ihrnur wenige Meter nach links, dann rechts über die schmale Straße Seehang hinab zum Ufer des Starnberger Sees. Rechts geht esjetzt auf dem Uferweg nach Norden zum nahen Erholungsgeländevon Kempfenhausen.Wir radeln dort geradeaus und haltenuns an einerWeggabelung am Ende der baumbestandenen Liegewieserechts. Der geteerte Weg geht in eine schmale Straße über,die uns an einer Bootswerft vorbei geradewegs bis zur Autobahnbringt.An ihr bzw. an der breiten B 2 entlang radeln wir links überdie Würm nach Starnberg hinein. Die Stadt wuchs seit dem19. Jahrhundert am Fuß des Schlossbergs aus mehreren Dörfernzusammen und wurde durch den Bau der Eisenbahnlinie fast zueinem Münchener Vorort.An der ersten Ampelkreuzung geht es geradewegs über eine Nebenstraße.Nach kurzer Strecke knickt dann die B 2 nach rechtsund wir fahren geradeaus in die schmale Perchastraße, die unsbald als Radweg unter der Bahnlinie hindurch zur breiten Kaiser-Wilhelm-Straße leitet. Wir fahren noch wenige Meter geradeausund biegen dann rechts in die Leutstettener Straße. Nach kurzerStrecke radeln wir an einer Ampel über die stark befahrene B 2 in die Fortsetzung der Leutstettener Straße, und nach gut 100Meternwechseln wir links auf den schmalen Riedener Weg, der uns ansteigendzu einer Vorfahrtsstraße führt. Wir folgen dieser nachrechts und radeln ohne weitere Mühen aus dem Ort.Nach einem kurzen Waldstück geht es durch das Golfplatzgeländezum Gut Rieden hinauf, von dem man einen fantastischenBlick zu den Bergen von Rofan und Karwendel hat. Wir radelnlinks um die Gutsgebäude herum und treffen unter der Kapelleauf die Zufahrtsstraße zum Gut, auf der wir die Räder abwärtsrollen lassen. An einer ersten Kreuzung neben den Bahngleisenfahren wir geradeaus und dann nach kurzer Strecke am BahnhofMühltal rechts unter den Gleisen hindurch. Eine schwungvolleAbfahrt bringt uns hinab zur verkehrsreichen Würmtalstraße,und ein Radweg führt uns links zum nahen Gasthof ForsthausMühltal, an dem wir vorsichtig die Straße überqueren.Direkt am Gasthof beginnt ein breiter Kiesweg, der uns durch daswaldreiche Würmtal nach Norden bringt. Tief hat sich hier derFluss in die eiszeitliche Endmoräne des Würmgletschers eingeschnitten.Nach einer Flussschlinge wird die Landschaft bald offenerund vorbei an der Reismühle radeln wir geradewegs nachGauting hinein, wo wir auf die breite Münchener Straße treffen,über die unser Hinweg verlief. Auf ihr radeln wir links ins Ortszentrumund über einen kurzen Berg hinauf zur S-Bahn-Stationzurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied210 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortGauting
AusgangspunktS-Bahnhof in Gauting, hierauch gute Parkmöglichkeiten
Endpunkt S-Bahnhof in Gauting, hier auch gute Parkmöglichkeiten
Tourencharakter Römer, Kelten und ein Bad im See
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte1:75 000, Blatt »BayerischeSeen« (Radtourenkarte)
VerkehrsanbindungEntweder mit der S6 München– Tutzing nach Gauting oder mit dem Auto über die Würmtalstaatsstraße, die München mit Starnberg verbindet, nach Gauting.
GastronomieGasthäuser in Buchendorf, Leutstetten, Neufahrn, Kempfenhausen, Starnberg, Mühltal und Gauting
Informationen
Leutstetten: Im 16. Jh. entstand das Wittelsbacher Schloss, dasnicht besichtigt werden kann und um das sich derkleine Ort entwickelte. Einen Blick wert ist die äußerlichunscheinbare Kapelleam Ortsausgang RichtungMühltal, die mit einigenüberraschend wertvollenKunstwerken ausgeschmücktist. Und natürlichlockt der schattige Biergartender beliebten SchlosswirtschaftLeutstetten zu einerRast.
Tourismusbüro
Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land, Wittelsbacherstr. 2c, 82319 Starnberg, Tel. 08151/906 00, www.sta5.de; www.fuenfseen.de; www.gauting.de
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