Von Eichstätt nach Wellheim

Im nördlichsten Zipfel von Oberbayern liegt die alte Bischofsstadt Eichstätt. Von dort führt diese Runde durch das malerische Tal der Altmühl, durch das Wellheimer Trockental, das einstmals die Urdonau durchfloss, und zu einem römischen Limeskastell auf der Höhe der Fränkischen Alb. (Autor: Bernhard Irlinger)
55 km
270 m
5.00 h
Von Eichstätt nach Ochsenfeld: Vor dem Bahnhof Eichstätt fahren wir auf der Bahnhofstraße nach links. Nach 700 m zweigen wir links in einen schmalen Teerweg (Radwegweiser), der uns ein kurzes Stück steil abwärts führt. Wir stoßen in Wasserzell auf eine Vorfahrtsstraße, radeln auf ihr 50 m nach links und biegen nach der Kirche rechts in die Brückenstraße. Nach der Altmühl wechseln wir auf den Radweg, fahren auf ihm bis zur Haupstraße und an ihr entlang rechts in das nahe Rebdorf. Das prächtige Kloster in Rebdorf lohnt einen kurzen Abstecher. Neben der wuchtigen, barock ausgestatteten Kirche sind der gotische Kreuzgang und der Konventbau mit barockem Arkadenhof sehenswert.Kurz vor dem Kloster radeln wir rechts zu einem Kanal hinab. Bald geht es links über ein Steinbrückchen und dann rechts in die Straße Weiheracker. Nach kurzer Fahrt biegen wir rechts auf einen Radweg, der an der Altmühl entlangführt. Unterhalb der Willibaldsburg überqueren wir den Fluss und fahren dann geradeaus, bis wir unter der B13 hindurchfahren. Wir radeln links haltend zur Altmühl und danach am rechten Ufer entlang zum Herzogsteg, der uns über den Fluss zur Altstadt von Eichstätt bringt.Wir treffen auf eine Vorfahrtsstraße, der wir rechts geradewegs zum Residenzplatz folgen. Von hier aus lässt sich das Stadtzentrum mit dem Dom in seinem Herzen erkunden. 741 wurde Eichstätt von Bonifatius zum Bischofssitz erhoben und Willibald zum ersten Bischof ernannt. Seither ist die Stadt das Zentrum des Altmühltals. Wichtigstes Bauwerk ist der romanisch-gotische Dom mit seiner prächtigen, der Altmühlbrücke zugewandten Barock-Fassade. Im Kirchenschiff findet man eine Fülle ausgezeichneter Bildwerke und Altäre im Stil von Gotik, Renaissance und Barock. Erwähnt seien nur der aus Stein gehauene Pappenheimer Altar, gestiftet von Kaspar Marschall von Pappenheim zum Dank für seine gesunde Rückkehr von einer Pilgerreise ins Heilige Land, und der im 15.Jh. entstandene Hochaltar. An den Dom angefügt sind der beschauliche gotische Kreuzgang und die Totenhalle mit farbenfrohen Glasfenstern von Hans Holbein d. Ä. In der Stadt findet man noch weitere bedeutende Kirchenbauten wie die barocke Klosterkirche St. Walburga, die barocke Schutzengelkirche und die barocke Kapuzinerklosterkirche mit dem romanischen Heiligen Grab. Um den wundervollen, von barocken Gebäuden eingefassten Residenzplatz mit dem plätschernden Brunnen liegt die Fürstbischöfliche Residenz. Das Domschatz- und Diözesanmuseum zeigt zahlreiche wertvolle Ausstellungsstücke aus der langen Geschichte des Eichstätter Bistums. Im Museum Berger kann man eine Sammlung seltener Fossilien aus dem Frankenjura bestaunen, und in der Willibaldsburg zeigt das Juramuseum seine naturkundliche Sammlung.Der Weg durch Eichstätt führt uns über den Residenzplatz nach Osten. Bei erster Gelegenheit biegen wir rechts in eine Seitenstraße (Wegweiser »Radwanderweg Altmühltal«), die in einen Radweg übergeht. Er knickt vor der Altmühl nach links und führt uns, vorbei am Hofgarten, am linken Flussufer entlang, bis uns eine Holzbrücke auf die Südseite des Flusses bringt. Dort halten wir uns links und radeln am Rand des Flusstals bis zum Waldrand. Wir biegen links in einen Weg, der uns nahe der Altmühl nach Pfünz leitet. Wir radeln geradeaus durch den Ort, bis wir auf eine Vorfahrtsstraße stoßen. Auf ihr nach rechts und nach 200 m rechts in die steil ansteigende Straße Römersteig. Nach 500 m liegt der anstrengende Berg hinter uns, und links ragen Mauern des zum Teil restaurierten römischen Kastells auf, das einstmals den Limes bewachte.Die schmale Straße führt uns in den Wald. Nach einem sanften Anstieg an einer Weggabelung auf der Teerstraße nach rechts. Sie führt uns geradewegs nach Pietenfeld. Wir radeln auf der Vorfahrtsstraße, die auf Höhe der Kirche nach rechts knickt, durch das Dorf bis zu einer Vorfahrtsstraße. Auf ihr rechts über die B13 und danach rechts in eine Nebenstraße. Nach 2 km zweigt rechts eine Straße zum Bahnhof Eichstätt ab. Wir radeln jedoch geradeaus über die Bahnlinie und dann auf neuem Radweg am Weiler Moritzbrunn vorbei nach Ochsenfeld. Von Ochsenfeld nach EichstättWir folgen der Vorfahrtsstraße, die kurz nach der Kirche nach links knickt. Bald führt uns ein Anstieg zum Ortsrand von Biesenhard. Wenige Meter nach dem Ortsschild bei einer Kapelle scharf rechts in eine Teerstraße und aufwärts zu einer schmalen Vorfahrtsstraße. Auf ihr nach rechts und nach 300 m an einer Wegkreuzung auf der Teerstraße nach links. Nun immer auf der Teerstraße abwärts zu einer Weggabelung im Tal der Urdonau. Rechts kann man geradewegs nach Konstein hineinradeln. Wir nehmen jedoch das linke Sträßchen, das uns geradewegs nach Wellheim führt. Wir fahren geradewegs durch den Ort zu einer Vorfahrtsstraße, die uns rechts durch den Talgrund in das Ortszentrum von Wellheim führt. Am oberen Ortsrand von Wellheim steht die barocke Pfarrkirche, über der auf steilen Felsen die mittelalterliche Burgruine thront.Wir folgen der Hauptstraße, die nach rechts knickt und uns am Fuß des Burgfelsens aus dem Ort führt. Am Ortsrand an einem Linksknick rechts in eine Seitenstraße und nach wenigen Metern links in einen Kiesweg. Vor den Kletterfelsen von Konstein erreichen wir eine Teerstraße. Wir radeln auf ihr nach links, dann geradewegs durch Konstein und zur Talstraße, die überquert wird. Nun auf einem Kiesweg an der alten Bahnlinie entlang. Bald fahren wir ein kurzes Stück an der Hauptstraße entlang, ehe wir rechts über sie zu einem kleinen See queren. Dort halten wir uns links und radeln geradewegs nach Dollnstein. Wir wechseln auf die Hauptstraße über und queren die Bahnlinie, nach der wir uns links halten. Nach wenigen Metern biegen wir rechts in die Straße, die uns über die Altmühl in den alten Teil von Dollnstein bringt. Der malerische historische Ortskern von Dollnstein ist noch an drei Seiten von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. In der romanisch-barocken Pfarrkirche kann man mittelalterliche Fresken bewundern. Wir radeln auf der Hauptstraße durch den historischen Ortskern und verlassen ihn durch das mittelalterliche Nordtor. Nach wenigen Metern rechts in den Burgsteinweg und geradewegs nach Attenbrunnmühle. Hier über die Altmühl und bald wieder zurück auf das linke Flussufer. Im nahen Obereichstätt, in dessen bemerkenswerter romanischer Pfarrkirche einige gotische Kunst- werke zu bestaunen sind, rechts haltend in die Obere Dorfstraße und kurz vor dem Ortsende rechts in die Eichstätter Straße. Wir radeln unter der Hauptstraße durch und dann auf einem Kiesweg am Fluss entlang, bis wir nahe Wasserzell auf eine Teerstraße stoßen. Auf dem vom Beginn der Tour bekannten Weg führt uns diese Straße rechts über die Altmühl nach Wasserzell und weiter zum Bahnhof Eichstätt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour55 km
Höhenunterschied270 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Bahnhof Eichstätt im Ortsteil Wasserzell.
EndpunktDer Bahnhof Eichstätt im Ortsteil Wasserzell.
TourencharakterDie Tour führt auf Nebenstraßen und Kieswegen durch das malerische Altmühltal, durch das geologisch interessante Wellheimer Trockental und über die Höhen der Fränkischen Alb. Nach Pfünz leitet ein Steilanstieg vom Altmühltal zum Römerkastell hinauf. Anschließend geht es bis Wellheim in einigem Auf und Ab über die Albhochfläche, ehe angenehme Radwege durch malerische Täler zum Ausgangspunkt zurückleiten. Neben dem Römerkastell in Pfünz und den malerischen Orten Wellheim und Dollnstein bietet die alte Bischofsstadt Eichstätt die überragenden Sehenswürdigkeiten.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75000, Blatt Altmühltal/Ingolstadt.
MarkierungenDie Radwegweiser des Altmühltal-Weges, der Urdonautal-Route und örtliche Wegweiser.
VerkehrsanbindungBahnverbindung: In Eichstätt-Wasserzell Bahnstation an der Strecke Ingolstadt–Nürnberg. Anreise und Rückfahrt Eichstätt liegt nordwestlich von Ingolstadt an der B13 und ist auch über die Ausfahrt Greding an der A8 zu erreichen. Da der Bahnhof von Eichstätt außerhalb der Stadt abseits der beschriebenen Strecke liegt, ist es bei Anfahrt mit dem Auto günstiger, in Eichstätt oder am Römerkastell in Pfünz zu parken. So erspart man sich den ca. 3 km langen und steilen Abstecher zum Bahnhof in Eichstätt-Wasserzell.
GastronomieIn Eichstätt (siehe Tippkasten), Pfünz, Pietenfeld, Ochsenfeld, Wellheim, Konstein, Dollnstein (siehe Tippkasten), Obereichstätt und Wasserzell.
Tipps
Historisch logieren: In Eichstätt bietet das in einem historischen Haus am Marktplatz untergebrachte Hotel Adler (Tel. 08421/6767) angenehme Unterkunft, und in der Luitpoldstraße verwöhnt das Restaurant »Zum Ammonit« mit preiswerter bayerisch-fränkischer Küche.Gepflegte GastlichkeitIm alten Ortszentrum von Dollnstein bieten das Gasthaus Kirchenschmied (Tel. 08422/1512) in der Papst-Viktor-Straße und der Gasthof Zur Post (08422/1515) am Marktplatz gepflegte Gastlichkeit zu vernünftigen Preisen.
Verleih
Mehrere Werkstätten in Eichstätt und eine Werkstatt in Dollnstein.
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