Von Ehingen entlang der Donau nach Ulm

Auf Nebenstrecken durch das breite, flache Donautal bis in das Stadtzentrum von Ulm. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
33 km
195 m
2.00 h
Wir beginnen die Tour auf dem Marktplatz in Ehingen. Am Rathaus vorbei fahren wir zur Hauptstraße, auf ihr kurz nach links und dann rechts in die Müllerstraße. Steil aufwärts und am höchsten Punkt links auf dem Radweg nach Nasgenstadt. Dort auf der Straße nach rechts und nach kurzer Fahrt rechts in den Kapellenweg. An der Gabelung rechts abwärts zur Landstraße und rechts über die Donau.
Im weiten Donautal Wir radeln nach Griesingen und biegen nach der Kirche links in den Riedweg. Bei erster Gelegenheit halten wir uns rechts und radeln bald links auf der Kreisstraße nach Öpfingen. Am Ortsrand halten wir uns rechts und fahren auf angenehmen Sträßchen bis nach Ersingen. Wir treffen auf eine Vorfahrtsstraße, die uns links in das Ortszentrum bringt. Auf der Mittelstraße geht es geradeaus bis zur Kirche, an der sich der Weg gabelt. Man kann sich links halten und trifft bald auf die Hauptstraße, der man nach rechts folgt. Oder man fährt an der Kirche rechts in die Römerstraße und dann links haltend auf einem Fußweg bis zum Badesee. Dort hält man sich links und trifft nach kurzer Fahrt an der Hauptstraße auf die erstgenannte Variante.
Wieder vereint biegt der Weg von der Hauptstraße links zum Donauwehr hin ab. Zwischen Stausee und Donaukanal radeln wir zum Ortsrand von Erbach und dort unter der Eisenbahnlinie hindurch zur Riedmühle. Hier gabelt sich erneut die Strecke. Die Hauptstrecke führt links durch Erbach und ermöglicht den Besuch des Schlosses der Freiherren von Ulm-Erbach. 1550 wurde das mächtige Renaissanceschloss errichtet. Im Inneren besticht ein herrlich ausgestatteter Barocksaal.
Zum höchsten Kirchturm Wer nicht das Ortszentrum von Erbach und das Schloss besuchen möchte, der hält sich an der Riedmühle rechts und folgt auf dem Dammweg dem Donauufer. An der Donaubrücke bei Donaustetten kommen beide Varianten wieder zusammen. Wir folgen einem Feldweg am linken Donauufer und radeln danach am Gewerbegebiet Donautal entlang. Eine schmale Brücke bringt uns rechts über die Donau zur Laupheimer Straße. Wir halten uns links, radeln unter der Hauptstraße hindurch und biegen nach 100 Metern links ab. An der Donau entlang erreichen wir in reizvoller Landschaft das »Kraftwerk Wiblingen« und überqueren die Donau. Wir fahren bis vor die Eisenbahnlinie, halten uns dort rechts und folgen dem Donauufer bis zur Altstadt von Ulm.
Das Ulmer Münster und die Altstadt Mitte des 9. Jahrhunderts wurde Ulm erstmals urkundlich erwähnt. Ab dem 11. Jahrhundert nahm die Stadt dank ihrer Lage am Knotenpunkt wichtiger Handelswege einen raschen Aufschwung. Im 14. Jahrhundert erlaubte es der Reichtum Ulms, mit dem Bau des riesigen Münsters zu beginnen. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 15. und 16. Jahrhundert. Als mächtigste der freien Reichsstädte führte Ulm den Schwäbischen Bund an. Mit den Künstlern der Ulmer Schule hatte sie in dieser Zeit auch ihren kulturellen Höhepunkt erreicht. Im Dreißigjährigen Krieg begann der langsame Abstieg Ulms, das sich erst im 19. Jahrhundert wieder wirtschaftlich erholen konnte. Unübersehbarer Mittelpunkt von Ulm ist das Münster, nach dem Kölner Dom die zweitgrößte gotische Kirche Deutschlands. Mit 161,6 Metern ist ihr Turm der höchste Kirchturm weltweit. 1377 wurde mit dem Bau des Münsters begonnen, aber erst 1890 konnte der Turm vollendet werden. Durch formenreich geschmückte gotische Portale betritt man den in gedämpftem Licht aufstrebenden Kirchenraum. Besondere Beachtung verdienen die alten Glasfenster im Chor, das spätgotische Chorgestühl und der Sippenaltar von 1521. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert mit reichen Wandmalereien und das benachbarte Ulmer Museum mit Kunstgegenständen aus dem schwäbischen Raum und einer vor- und frühgeschichtlichen Sammlung. Vom 1613 erbauten Schwörhaus musste alljährlich das Stadtoberhaupt den Eid auf die Stadtregeln ablegen.
An der Blaumündung liegt das malerische Fischer- und Gerberviertel mit seinen Brücken, verwinkelten Gassen und schiefen Fachwerkhäusern. Am Donauufer findet man den im 14. Jahrhundert erbauten Metzgerturm, der sich um zwei Meter zur Seite neigt und daher »Schiefer Turm von Ulm« genannt wird. Von der Adlerbastion stürzte 1811 der Schneider von Ulm in die Donau, als er versuchte, den Fluss mit einem selbst gebauten Fluggerät zu überqueren. Im Reichenauer Hof befindet sich ein Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert.

FAHRZEITEN: Ehingen – Öpfingen 45 Min. – Erbach 30 Min. – Ulm-Gögglingen 45 Min. – Ulm 45 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied195 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Marktplatz von Ehingen.
EndpunktBahnhof oder Altstadt von Ulm.
TourencharakterAuf der kürzeren der beiden Donauradweg-Varianten radeln wir am Schlossberg von Erbach vorbei durch das breite Donautal direkt nach Ulm.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 25 Bodensee – Schwäbische Alb.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Ehingen liegt westlich von Ulm an der Kreuzung von B 311, B 465 und B 492 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Ulm liegt im Kreuzungspunkt mehrerer Fernverkehrsstraßen im Tal der Donau. Rückkehrmöglichkeit nach Ehingen mit der Bahn.
GastronomieIn Nasgenstadt, Öpfingen, Ersingen, Erbach, Ulm-Donaustetten, Ulm-Gögglingen und Ulm.
Unterkunft
In Nasgenstadt, Griesingen, Öpfingen, Ersingen, Erbach, Ulm-Donaustetten, Ulm-Gögglingen; in Ulm und Neu-Ulm: große Auswahl an Hotels, Gasthöfen und Pensionen sowie Geschwister-Scholl-Jugendherberge, Tel. 0731/384455.
Tourismusbüro
Tourist-Information Ulm/Neu-Ulm, Münsterplatz, 89075 Ulm, Tel. 0731/1612830, Fax 0731/1611641, info@tourismus.ulm.de, www.tourismus.ulm.de; Öpfingen: Bürgermeisteramt, Tel. 07391/6196; Erbach: Bürgermeisteramt, Tel. 07305/96760.

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