Von Donaueschingen nach Tuttlingen

Eine gemütliche Radwanderung, die meist auf Nebenstraßen und Feldwegen durch das sich nach und nach verengende Donautal führt. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
37 km
305 m
2.00 h
Unsere lange Reise entlang der deutschen Donau beginnen wir vor dem Bahnhof von Donaueschingen. Im 17. Jahrhundert baute die Familie Fürstenberg Donaueschingen zur Residenzstadt aus. Inmitten ausgedehnter Gartenanlagen liegt das ursprünglich barocke, im 19. Jahrhundert umgebaute und mit kostbarem Inventar ausgestattete Schloss. Nebenan ist die sogenannte Donauquelle in einem Brunnen gefasst, der von der barocken Stadtkirche St. Jo-hann überragt wird. In der Stadt mit ihren reichen Bürgerhäusern findet man am Karlsplatz die Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen, die neben Werken altdeutscher Meister eine Handschrift des Nibelungenliedes zeigen. Wir radeln vom Bahnhof kurz nach rechts zum Kreisverkehr und biegen dort links in die Josephstraße. Geradeaus führt sie in das nahe Stadtzentrum und zum fürstenbergischen Schloss mit der Donauquelle. Der ausgeschilderte Donauradwanderweg zweigt schon zuvor rechts von der Hauptstraße ab. Im Zickzack geht es nun, von den gelben Wegweisern des Donauradweges immer gut geleitet, aus der Stadt und durch das Donauried, bis uns eine Brücke über die Donau nach Pfohren bringt. Wir fahren rechts haltend durch das Dorf. Rechts liegt das Mauergeviert der im 13. Jahrhundert erbauten Entenburg. Das Tal wird bald enger Nach dem letzten Haus von Pfohren geht es rechts zur Donau hinab, bald unter der Straßenbrücke hindurch und ein kurzes Stück an der Bundesstraße entlang aufwärts. Wir lassen die Räder rechts wieder zur Donau hinabrollen und fahren links der Donau im Zickzack auf den Wartenberg zu, den Überrest eines vor Jahrmillionen erloschenen Vulkans, dessen Gipfel ein Lustschlösschen ziert. Wir treffen bald wieder auf die Bundesstraße und radeln oberhalb der Straße durch die Hänge des Wartenberges. Am Ortsrand von Geisingen halten wir uns zweimal rechts und fahren auf der Hauptstraße durch das Städtchen. Am Ortsende halten wir uns nach der Bahnlinie links und radeln an den Gleisen entlang. Der Radweg führt uns unter Autobahn-, Bundesstraßen- und Eisenbahnbrücke hindurch. Nach Überquerung der Donau halten wir uns links und biegen dann rechts in das nahe Dörfchen Hintschingen ab. Nun noch ein Stück am Südufer der Donau entlang und nach der Archenbrücke am Ortsrand von Zimmern vor den Bahngleisen nach rechts. Entlang der Bahnlinie fahren wir nach Immendingen. Die Donau verschwindet Wir schieben auf der neuen Fußgängerbrücke die Räder über die Gleise und folgen dann rechts der Beschilderung durch den Ort. Bald wird die Donau abermals überquert, wir verlassen Immendingen und erreichen die Freizeitanlage Donauversinkung. Geradeaus kann man von hier zur Versinkungsstelle der Donau wandern. Der Donauradwanderweg führt uns vor der Freizeitanlage nach links über den Fluss zur Bahnlinie. Entlang der Gleise radeln wir bis in das Ortszentrum von Möhringen. Unser Weg führt uns links über die Bahnlinie zum Rathaus von Möhringen, das im ehemaligen, im 17. Jahrhundert erbauten Jagdschloss der Fürsten von Fürstenberg untergebracht ist. Passend zum Ortsnamen plätschern in der Nähe zwei Mohrenbrunnen. Vorbei am Rathaus folgen wir der Beschilderung des Donauradweges, die uns auf teils schmalen Wegen durch den Ort zum nördlichen Talhang leitet.
Am Fuße des Waldhanges halten wir uns rechts und fahren am Tuttlinger Freibad vorbei nach Tuttlingen. Schon in römischer Zeit befand sich hier ein Kastell und 797 wurde Tuttlingen erstmals urkundlich erwähnt. Als württembergischer Vorposten wurde die Stadt mehrmals zerstört und fiel 1803 einem verheerenden Brand zum Opfer. Abgesehen von der im 15. Jahrhundert erbauten Burg auf dem Honberg blieben keine historischen Gebäude erhalten.

FAHRZEITEN: Donaueschingen – Geisingen 1 Std. – Immendingen 30 Min. – Tuttlingen 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied305 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Bahnhof in Donaueschingen.
EndpunktDas Stadtzentrum von Tuttlingen.
TourencharakterVon Donaueschingen führt uns das Tal der Donau nach Osten auf die Schwäbische Alb. Die Talhänge rücken bald immer näher zusammen, ehe bei Immendingen ein Großteil des Donauwassers im verkarsteten Untergrund versickert.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 24 Schwarzwald-Oberrhein.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Donaueschingen liegt südwestlich der Ausfahrt Bad Dürrheim von der A 81 an der B 27. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Tuttlingen liegt östlich der Ausfahrt. Geisingen von der A 81 im Donautal. Rückkehrmöglichkeit mit der Bahn.
GastronomieIn Donaueschingen, Pfohren, Neudingen, Geisingen, Zimmern, Immendingen, Möhringen und Tuttlingen.
Tipps
Die Donau verschwindet: Nahe Immendingen versickert die Donau im verkarsteten Untergrund. Ein Höhlensystem leitet das Wasser nach Süden, wo es in Aach wieder zutage tritt und dann dem Rhein zufließt. Der dortige Aachtopf gilt als die stärkste Karstquelle Europas. Unterhalb der Versinkung fällt die Donau an über 100 Tagen im Jahr vollständig trocken.
Unterkunft
Donaueschingen: große Auswahl an Hotels und Gasthöfen; Naturfreundehaus Donaueschingen, Tel. 0771/2985; in Pfohren, Neudingen, Geisingen, Zimmern, Immendingen, Möhringen; in Tuttlingen: mehrere Hotels und Gasthöfe.
Tourismusbüro
Amt für Tourismus, Karlstraße 58, 78166 Donaueschingen, Tel. 0771/857221, Fax 0771/857228, tourist.info@donaueschingen.de, www.donaueschingen.de; Geisingen: Verkehrsamt, Tel. 07704/80739; Immendingen: Fremdenverkehrsbüro, Tel. 07462/24228; Möhringen: Tourist-Info, Tel. 07462/340; Tourist-Info, Rathausstr. 1, 78532 Tuttlingen, Tel. 07461/99340, Fax 07461799334, tourist@tuttlingen.de, www.tuttlingen.de

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