Von den Osterseen zum Staffelsee

Durch das oberbayerische Voralpenland Abwechslungsreiche Tour zumeist auf wenig befahrenen asphaltierten Nebenstraßen; immer wieder leichte bis mittlere Anstiege und Abfahrten. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
37 km
250 m
3.00 h
Durch den Königsbergwald zum Riegsee: Von Iffeldorf geht es zunächst Richtung Süden sechs Kilometer auf der Autostraße über Antdorf nach Habach. Gleich am Ortseingang biegt man links in die Dürrhauser Straße und nach 100 Metern rechts in die Höhlmühler Straße ein. Diese führt geradewegs über einen Anstieg aus dem Ort hinein in den Königsbergwald. Unterwegs lädt das Forsthaus Höhlmühle zu einer gemütlichen Einkehr. Anschließend radeln wir gemütlich weiter zum Riegsee. Wer möchte, kann hier seine erste Badepause einlegen. Wenig später ist Murnau erreicht, das mit Schlossmuseum und Münter-Haus über zwei sehenswerte kulturelle Einrichtungen verfügt. Am Bahnhof vorbei rollt man anschließend in rasanter Abfahrt zum Staffelsee hinunter. Entlang des Staffelsee-Rundwegs, dem wir bis Rieden folgen, gibt es mehrere Einkehr- und Bademöglichkeiten. Ständiger Richtungswechsel: Der Rückweg bis Iffeldorf ist zwar schön zu radeln, doch wegen der ständigen Richtungswechsel etwas aufwändig zu beschreiben. Zunächst fahren wir am Schloss von Rieden rechts hoch und überqueren am Ortsende die Bahnlinie. Über Waltersheim geht es weiter nach Hofheim. Dort biegen wir an der Kirche links ab und am Ortsende nochmals links auf die schmale Straße nach Obersöchering. Im Ort angekommen, fahren wir an der ersten Kreuzung rechts zur Kirche hoch und halten uns gleich links in Richtung Eberfing. Bei der Abzweigung Sportanger biegen wir rechts zum Sportplatz ab und radeln geradeaus auf dem Plattenweg weiter bis Reinthal. Dort geht es vor dem Hof rechts, nach zwei Kilometern links und gleich wieder rechts durch Untersiffenhofen. 500 Meter nach dem Ort biegen wir erst links und gleich wieder rechts ab bis nach Gröben. Wir fahren geradeaus durch den Ort, der Prälatenradweg führt uns schließlich zurück nach Iffeldorf. Trotz der etwas schwierigen Orientierung bleibt genügend Muse, um unterwegs die abwechslungsreiche Landschaft zu betrachten.

Dauer: 2,5 Iffeldorf – Riegsee 1,5 Std. – Staffelsee 0,5 Std. – Obersöchering 0,5 Std. – Iffeldorf 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied250 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Iffeldorf.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAuch in einem verhaltenen Sommer erreichen die oberbayerischen Seen eine annehmbare Wassertemperatur. Das erste Eintauchen kostet zwar noch etwas Überwindung, doch schon nach wenigen Schwimmzügen fühlt man sich überraschend wohl. Dazu der Blick auf die nahe gelegenen Voralpengipfel – hier kommt echte Urlaubsstimmung auf. So gesehen fällt es etwas schwer, den Ausgangsort Iffeldorf am Südufer der Osterseen gleich wieder zu verlassen. Doch zum einen liegen noch andere schöne Seen auf dieser Tour und zum anderen besteht immer noch die Möglichkeit, das Ende der Fahrt beispielsweise im Strandbad Fohnsee etwa einen Kilometer nördlich von Iffeldorf ausklingen zu lassen.
Hinweise
Dauer: 2,5 Iffeldorf – Riegsee 1,5 Std. – Staffelsee 0,5 Std. – Obersöchering 0,5 Std. – Iffeldorf 1 Std.
KartentippADFC Regionalkarte Bayerische Seen, 1:75000
MarkierungenVon Murnau bis Rieden Staffelsee-Rundweg, in Obersöchering RU1.
VerkehrsanbindungStündliche Verbindung mit der Regionalbahn auf der Strecke München–Kochel, Ausstieg an der Haltestelle Staltach. Mit dem Auto fährt man auf der Autobahn A95 München–Garmisch bis zur Ausfahrt Iffeldorf. In Iffeldorf sind Parkplätze ausgeschildert.
GastronomieIn allen durchfahrenen Orten gibt es Wirtshäuser; sehr schön liegt unterwegs das Forsthaus Höhlmühle (Mo. und Di. Ruhetag). Am Staffelsee gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten direkt am Wasser.
Tipps
Der blaue Reiter: Im Sommer 1908 kamen die Maler Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin gemeinsam nach Murnau. Beeinflusst von der Landschaft sowie der volkstümlichen Hinterglasmalerei entstand ein neuer expressiver Stil mit kontrastreichen Farben und dem Verzicht auf das Nebensächliche. Franz Marc, der sich später zu dieser Künstlergruppe gesellte, nannte die Gegend um Murnau das »Blaue Land«, weil seine Lieblingsfarbe Blau war und ihn der Himmel, die Berge und Seen mit ihrer stimmungsvollen Färbung inspirierten. 1911 gründetet er in München die Vereinigung »Der Blaue Reiter«, die maßgeblich die Entwicklung des Expressionismus beeinflusste. Im Münter-Haus in Murnau, das Gabriele Münter bis zu ihrem Tod 1962 bewohnte, ist die Zeit des Blauen Reiters heute noch spürbar.
Tourismusbüro
Tourismus Iffeldorf, Tel. 08856/901992-14, www.iffeldorf.de; Tourist-Information Murnau, Tel. 08841/61410, www.murnau.de
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