Von den Landungsbrücken zur Kattwyk-Hubbrücke

U/S-Landungsbrücken – Alter Elbtunnel – Steinwerder – Wilhelmsburg – Alte Harburger Elbbrücke – Harburger Hafen – Moorburg – Kattwyk-Hubbrücke (Autor: Günter Weigt)
19 km
40 m
2.00 h
Von den Landungsbrücken zur Alten Harburger Elbbrücke.
U/S-Landungsbrücken Alter Elbtunnel Steinwerder Argentinienbrücke Durch Wohn- und Gewerbegebiete Wilhelmsburgs Alte Harburger Elbbrücke.
Von den Landungsbrücken radeln wir durch den frisch renovierten Alten Elbtunnel ins Hafengebiet, den Reiherdamm hinunter und auf die Argentinienbrücke (Details siehe Tour Von den Landungsbrücken nach Finkenwerder). Auf der Brücke geht es rechts ab in die hochgelegte Klütjenfelder Straße. Sie gestattet uns einen schönen Blick über Spreehafen, Reiherstieg, Ellerholzschleuse und den riesigen Hafenbahnhof. Wir überqueren den Veddelkanal und die Zufahrt zum Spreehafen, dann geht es durch die Zollstelle – wenn das große Tor geschlossen sein sollte, links durch die Fußgängerpforte.
Wir passieren die Ernst-August-Schleuse, radeln 400 Meter auf dem Reiherstieg-Hauptdeich entlang und biegen dann an der Kreuzung halblinks auf den Radweg des Vogelhüttendeichs. Noch vor den ersten Wilhelmsburger Häusern geht es rechts auf einem Fußweg durch die kleine Grünanlage, dann weiter zur alten Industriebahntrasse und über die Fährstraße hinweg zum ausgestellten Güterwag- gon an der Industriestraße. Wir stehen jetzt vor dem Kultur- und Veranstaltungszentrum Honigfabrik, links endet der Veringkanal. Sein Ende umrunden wir auf dem Fußweg.
Abstecher zum zentralen Stübenplatz.
Der Stübenplatz ist das multikulturelle Herz von Wilhelmsburg, mit Markthalle und Gastronomie: vom Veringkanal links am Spielplatz vorbei, links in die Sanitasstraße bis zum Marktplatz. Zurück auf demselben Weg.
Wir radeln einen Kilometer am Ostufer des Veringkanals entlang nach Süden, vorbei an alten Industrie- und Lagergebäuden bis zur ehemaligen Industriebahntrasse, heute ein praktischer Fuß- und Radweg diagonal durch den Stadtteil. Auf dem fahren wir 60 Meter nach links, dann rechts in die Veringstraße; wir passieren die katholische Bonifatiuskirche, den alten Wilhelmsburger Wasserturm und das Krankenhaus. Unmittelbar dahinter geht es rechts in die Straße Groß-Sand, dann links auf den Radweg Bei der Wollkämmerei und nach 200 Metern an der Ampelanlage wieder rechts in die Schmidts Breite/ Pollhorner Hauptdeich. Dieser Straßenzug führt zwei Kilometer schnurgerade nach Süden, an einer bunten Mischung von Speditionen, Industriebetrieben, Tanklagern, gründerzeitlichen Fabrikbesitzervillen (an der Trettaustraße), Getreidesilos und Hafenbahngleisen entlang. Nach der Linkskurve am Ende rauschen wir den Pollhornweg hinunter und biegen rechts in die Georg-Wilhelm- Straße, queren Eisenbahn und Hohe-Schaar-Straße und folgen der leichten Linkskurve in den König-Georg-Deich. 100 Meter weiter geht es rechts auf die Alte Harburger Elbbrücke, heute für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Fahrt über die beeindruckende Konstruktion mit vier eisernen Bögen und massigen Sandsteinportalen ist wohl der Höhepunkt der Tour, was die Aussicht betrifft: Wir schauen über den alten Harburger Binnenhafen, die Speicher und die neueren Seehäfen. Und wir haben oft die gesamte Brücke für uns allein, nur ab und zu kommt mal ein einsamer Radler vorbei oder ein Angler auf dem Moped.
Von der Alten Harburger Elbbrücke zur Kattwykbrücke.
Alte Harburger Elbbrücke Rechts in den Harburger Hafen Seehäfen Moorburg Kattwyk-Hubbrücke.
Hinter der Elbbrücke wenden wir uns nach rechts und radeln direkt am Deich entlang oder über den Hafenbezirk zum elbseitigen Tor der Hafenschleuse. Über das Tor führt ein Fußweg – mit ein bisschen Glück wird gerade geschleust, und wir schauen zu, bis die Fahrt über das Schleusentor wieder möglich ist. Dahinter geht es rechts auf den Harburger Hauptdeich, und wir fahren um die alten Harburger Hafenbecken herum – zwischen reparaturbedürftigen Fahrwassertonnen, rostigen Schiffsveteranen und kleinen Hafenbetrieben hindurch.
Vom Harburger Hauptdeich geht es geradeaus in den Straßenzug Lauenbrucher Hauptdeich/Lauenbrucher Deich/Wilhelm-Weber- Straße/Konsul-Ritter-Straße/Seehafenstraße/Moorburger Straße. Der führt uns ziemlich unromantisch an den Seehäfen Harburgs (erbaut anfangs des 20. Jahrhunderts) entlang – recht laut und z.T. hol perig zwischen Eisenbahngleisen, Lkw-Verkehr und den riesigen Lagerhäusern und Öltanks. Hier wird deutlich, dass Hamburg die »schmutzige« Industrie gerne den Harburgern überließ. Wer seinen Kindern eine Ölraffinerie von Nahem zeigen möchte, macht hinter dem alten Bunker einen 400-Meter-Abstecher nach rechts auf das Holborn-Gelände. Der Moorburger Hauptdeich führt dann in einer weiten Rechtskurve um das ausgedehnte Raffineriegebiet herum.
In dieser Kurve zweigt links ein kleines asphaltiertes Sträßchen ab, als Privatweg beschildert: der Moorburger Hinterdeich. Wir radeln darauf durch die feuchten Wiesen, überqueren das Gleis der Hafenbahn und biegen rechts in den Moorburger Kirchdeich ein. Der führt nach einem Schlenker schnurgerade durch das alte Straßendorf Moorburg – ein Dorf auf Abruf, bedroht durch Hafenerweiterung und Autobahnbau, eingezwängt zwischen Spülfeldern und Industrie. Kurz vor dem Ende des Kirchdeichs geht es rechts in den Moorburger Burgweg/Nehusweg und vorbei an der Maria-Magdalenen-Kirche aus dem 17./18. Jahrhundert. Rechts in den Moorburger Elbdeich, und 100 Meter weiter, kurz vor der Brücke über die Hafenbahngleise, radeln wir links auf einer schmalen, für den Autoverkehr gesperrten Asphaltstraße zwischen Gleisen und Spülfeldern zur Kattwyk-Hubbrücke . Rechts jenseits des Kattwykdamms sehen wir das gigantische und lange umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg, links das Container-Terminal Altenwerder und in der Ferne die Köhlbrandbrücke.

Tour aif einen Blick.
km 0 U/S-Landungsbrücken, durch den Alten Elbtunnel nach Steinwerder km 1 Steinwerder, an den Werfthallen von Blohm&Voss vorbei km 3 Argentinienbrücke, über die Klütjenfelder Hochbrücke nach Wilhelmsburg km 4 Veringkanal/Wilhelmsburg, am Veringkanal entlang nach Pollhorn km 10 Alte Harburger Elbbrücke, am alten Binnenhafen vorbei zu den Seehäfen km 12 Harburger Seehäfen, auf der Seehafenstraße zu den Moorburger Wiesen km 16 Moorburg, durch das alte Dorf Moorburg zum Köhlbrand km 18 Kattwyk-Hubbrücke, Endpunkt der Tour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied40 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortLandungsbrücken
AusgangspunktU/S-Landungsbrücken
EndpunktKattwyk-Hubbrücken bei Moorburg
TourencharakterWochentags donnern Lkw-Rudel durch die Straßen, quietschen Güterwaggons, wuseln Gabelstapler zwischen Containerstapeln hindurch und zerren Schlepper an Ozeanriesen herum. Am Wochenende dagegen ruht der Umschlagbetrieb weitgehend, und der Hafen wird zum Geheimtipp für Radfahrer, die in aller Ruhe einen Blick hinter die Kulissen werfen können.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan Hamburg.
MarkierungenEinzelne örtliche Radrouten-Hinweisschilder.
VerkehrsanbindungU-Bahn U 3, S-Bahn S 1, S 3
GastronomieZahlreiche gastronomische Angebote in Wilhelmsburg und am Harburger Hafen.
Tipps
Erkundung des Harburger Binnenhafens. Diese lokalhistorische Tour in den Harburger Binnenhafen ist maximal drei Kilometer lang: Links in den Dampfschiffsweg. Wieder links in die Zitadellenstraße und die Bauhofstraße; hier finden wir Überbleibsel des alten Harburger Schlosses inmitten von Lagerplätzen und Kleinbetrieben – noch jedenfalls: Demnächst soll die Schlossinsel zu einem kombinierten Büro- und Wohngebiet mit Park umgestaltet werden. Zurück am Dampfschiffsweg geht es nach links, über die Lotsebrücke und dann links auf den Kanalplatz/Veri - 6 taskai. In der Harburger Schlossstraße können wir durch die ältesten Harburger Hinterhöfe stöbern, weiter östlich davon – am Bahnhofskanal und am Schellerdamm – radeln wir an Hafenbetrieben, trendiger Gastronomie und Bürogebäuden vorbei, Letztere kreativ kombiniert mit der alten Lagerhaus- und Silo-Architektur. Wir schnup pern noch kurz den morbiden Charme vergessener Hafen- und Bahnhofsbrache und kehren dann zu unserer Route zurück.
Informationen
Kombinationen mit anderen Touren möglich. Anfahrt mit Tour Von Altona zu den Elbbrücken; Querverbindung zu Tour Von den Elbbrücken nach Neuhof und Von den Landungsbrücken nach Finkenwerder an der Argentinienbrücke und zu Tour Von den Elbbrücken nach Harburg vor der Harburger Elbbrücke; Weiterfahrt mit Tour Von den Landungsbrücken nach Finkenwerder.
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