Von Breisach nach Endingen

Breisach – Burkheim – Sasbach – Endingen.
Höhepunkt der Tagesetappe ist Burkheim mit seiner malerischen Altstadt, der Burgruine und den zahlreichen Cafés. Nach Burkheim führt die Route durch einen ursprünglichen Wald, den Rheinwald, der der Streckenführung Abwechslung verleiht. Dann geht es ein Stück entlang des Rheins, durch zahlreiche Felder und vorbei an unzähligen Kirschbäumen. Man könnte meinen, diese Region sei der heimliche Kirschgarten des Landes. (Autor: Karsten-Thilo Raab, Ulrike Katrin Peters)
Von Breisach bis Burkheim.
An der Ecke Schwanenstraße, Josef-Bueb-Straße und Hafenstraße, unweit des Rheintors, ist der Startpunkt der heutigen Etappe. Direkt vor uns liegen Öltanks und rechts hinter uns das prächtige Rheintor. Wo die Schwanenstraße auf die Josef-Bueb-Straße beziehungsweise Hafenstraße trifft, fahren wir in die Hafenstraße ein. Parallel zur Hafenstraße verläuft rechts ein Radweg. Rechts passieren wir einen Autohandel mit einer Nachbildung der Freiheitsstatue. Der Weg aus Breisach hinaus führt vorbei an Kfz-Gewerben und kleinen Industrieanlagen.
An der nächsten Kreuzung, wo rechts die Krummholzstraße abgeht (dort ist auch ein Peugeot-Händler), fahren wir geradeaus auf dem Rheintal-Weg parallel zur Landstraße, obwohl auch nach links ein Weg nach Sasbach mit 13 Kilometern ausgeschildert ist. An der nächsten Kreuzung, wo es rechts Richtung Breisgau-Halle ausgeschildert ist, biegen wir links in die Burkheimer Landstraße ab.
Danach folgen wir der Straße geradeaus in die Anlieger-frei-Straße, wir fahren nicht in die Geldermannstraße, sondern Richtung Betriebshof Regierungspräsidium Freiburg. Wir passieren rechter Hand ein Kreuz und fahren geradeaus auf einem landwirtschaftlich genutzten Weg durch Felder hindurch. Rechter Hand fallen immer wieder die sanften Hügel des Kaiserstuhls in den Blick. Schließlich kommen wir an eine Kreuzung, die wir geradeaus überqueren. Der Weg wird weiter auf dem landwirtschaftlich genutzten Weg fortgesetzt.
Er führt uns nun durch Felder und Obstwiesen hindurch sowie vorbei an Pferdekoppeln und Reitanlagen. Schließlich kommen rechter Hand die Burkheimer Kirchturmspitze und die Ruine, die auf dem Berg thront, in den Blick. Wir kommen an eine Kreuzung, überqueren diese geradeaus und fahren nach Burkheim ein. Etwas später ist rechter Hand ein Bier- und Weingarten zu finden, der zur Rast einlädt. Wir fahren nun über eine kleine Brücke über einen Bach und links in die Lazarus-von-Schwendi-Straße ein. Rechts vor der Brücke führen ein paar Stufen hinab zum Bach – hier kann man sich die Füße kühlen oder den Staub der Straße abspülen.
Von Burkheim bis Endingen.
Wir setzen die Fahrt am Fuße der Schlossruine fort und fahren über die Straße Am Schlossrain. Die Straße, der wir folgen, ist für Anlieger ausgeschildert. Hinter der Burgruine lohnt ein Blick zurück auf die selbige – und vielleicht auch ein Fotostopp. Rechter Hand fallen Weinhänge in den Blick. Der Weg setzt sich geradeaus über eine Schotterpiste fort. Wir fahren nun durch ein beschattetes Waldstück am Fuße des Kaiserstuhls, mit dem Hang zur Rechten.
An der nächsten Gabelung, etwa 700 Meter nachdem wir die Burg passiert haben, fahren wir weiter geradeaus auf dem land- und forstwirtschaftlich genutzten Weg durch den Wald. Etwa 2,3 Kilometer nach dem Schloss treffen wir auf eine Straße, biegen hier links ab, um weiter durch den Wald zu fahren. Zwischen den Bäumen funkelt immer wieder das Rheinwasser durch. Wir fahren durch einen Waldabschnitt, der zwischen einem Alt-Rhein-Arm und dem eigentlichen Rhein verläuft. Entsprechend heißt er auch Rheinwald.
Nach etwa 700 Metern gelangt der Radweg wieder an eine Gabelung: Hier nehmen wir die linke Option. Etwa 150 Meter weiter erscheint linker Hand ein Kilometerstein. Dort ist zu erkennen, dass es von hier bis Basel exakt 70000 Meter und 754450 Meter bis Rotterdam sind. Bald passieren wir eine weitere Staustufe mit Wehranlage. Dann gabelt sich der Weg, es geht zwar rechts nach Sasbach, wir fahren aber weiter geradeaus, am Rhein entlang. Hier ist als nächste Stadt Marckolsheim in Frankreich angegeben.
Anschließend passieren wir rechter Hand das Bootshaus des Segel- und Rudervereins Sasbach, dann erneut eine Staustufe samt Wehr. Nach 200 Metern macht der Weg einen Rechtsknick, führt hinunter in eine kleine Senke. Gegenüber wartet direkt der Gastronomiebetrieb »Zur Limburg« mit einer schattigen Terrasse auf durstende Radler. Nach der Senke, oben angekommen, biegen wir rechts Richtung Sasbach ab. Der Weg setzt sich rechts neben der Straße fort. Erneut surren die Radler an ausgedehnten Weinhängen vorüber. Unmittelbar nach dem Ortseingangsschild von Sasbach biegen wir links ab in die Limburgstraße. Hier steht auch ein Kruzifix. Es geht nun vorbei an schmucken Einfamilienhäusern durch ein Wohngebiet. Auffällig sind die liebevoll gestalteten Blumenkübel, die der Verkehrsberuhigung dienen sollen. Wir queren schließlich die Hauptstraße und fahren weiter geradeaus in die Kaiserstuhlstraße.
Dann geht es links in die Ankerstraße, die schließlich zur Vulkanstraße wird. Wenn die Straße auf eine T-Kreuzung trifft, biegen wir rechts ab. Der Weg führt nun geradeaus, vorbei an Obstplantagen mit Kirschbäumen. Dann erscheint rechter Hand eine Kiesgrube, und die Eisenbahnlinie verläuft parallel zum Radweg. Nach 750 Metern beschreibt der Weg eine 90-Grad-Linkskurve und geht weiter durch Felder und Obstplantagen. Nach einem Kilometer treffen wir erneut auf eine T-Kreuzung, dort halten wir uns links. Weiter geht es durch Felder und Wiesen. Nach gut 700 Metern heißt es rechts abbiegen, nach weiteren 200 Metern geht der Weg in eine Straße über, der wir geradeaus folgen. Sie heißt Gehrmatten und trifft am Ende auf eine Vorfahrtstraße. Wir biegen links ab Richtung Endingen.
Hier müssen wir nun zunächst ein Stück auf der Bahnhofstraße entlangfahren, um dann in den Königsweg abzubiegen. Dort ist es auch Richtung Sportplatz und Kirschen-Café ausgeschildert. Nun geht es weiter über Betonplatten auf einer wenig befahrenen Nebenstraße. Unmittelbar vor dem Fußballrasenplatz am TUS-Königsweg-Stadion biegen wir rechts ab. Nach knapp 450 Metern geht es nach links. Dann gibt es in den Feldern eine Wegekreuzung, die wir geradeaus überqueren. Schließlich gelangen wir wieder an eine T-Kreuzung, wo wir rechts abbiegen. Genau vor uns liegt auch ein grün eingerahmtes Kreuz.
Nun setzt sich der Weg auf einem Radweg parallel zur Straße fort. Er beschreibt schließlich einen Rechtsbogen wieder zurück in die Felder auf einer Anliegerstraße. Nach gut 1200 Metern treffen wir wieder auf eine T-Kreuzung und biegen links ab. Dann überqueren wir die Landstraße geradeaus. An der darauffolgenden T-Kreuzung im Feld biegen wir erneut links ab und eine T-Kreuzung weiter nach rechts. Nach etwa 650 Metern treffen wir wieder auf eine Straße und folgen dieser rechtsherum. Jetzt geht es wieder für ein Stück parallel zur Eisenbahnlinie. Dies ist die Straße namens Hennengärtle. Wenn diese Straße zu Ende ist und vor uns das Gebäude der SWEG liegt, biegen wir rechts ab und überqueren die Eisenbahnschienen. Die Straße, der wir hier gefolgt sind, heißt Forchheimer Straße. Am Ende geht es linksherum. Die Straße, in die wir nun einfahren, ist die Königschaffhauser Straße. Unmittelbar vor dem Stadttor von Endingen wird diese Straße dann zur Hauptstraße.
Das Stadttor ist 1581 gebaut worden und das letzte von vier Toren der ehemaligen Stadtmauer. Wir setzen unsere Fahrt durch das Stadttor fort und fahren weiter geradeaus die Hauptstraße hoch. Auf dem Kopfsteinpflaster werden wir mächtig durchgerüttelt, bis wir zu dem schmucken Marktplatz mit dem herrlichen Brunnen und dem Rathaus gelangen. Hier endet auch die Tagesetappe.

Etappe auf einen Blick.
km 0. Breisach, durch Gewerbegebiet, auf Rheintal-Weg und entlang von Feldern und Wiesen nach
km 6,5. Burkheim, teilweise durch Rheinwald und am Rhein entlang nach Sasbach
km 13,5. Sasbach, weiter auf Rheintal-Weg nach
km 24. Endingen, Zielort erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour25 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortBreisach.
AusgangspunktBreisach.
EndpunktEndingen.
TourencharakterZwischen dem Alt-Rhein-Arm und dem Kaiserstuhl führt die Strecke durch ausgedehnte Wälder, aber auch vorbei an riesigen landwirtschaftlichen Anbauflächen und Hunderten von Kirschbäumen, die vor allem während der Blütezeit für ein faszinierendes Farbenspiel sorgen. Burkheim mit seinem historischen Stadtkern und das mittelalterliche Zentrum von Endingen laden zum Träumen und Verweilen ein. Die Strecke führt überwiegend über gut asphaltierte Radwege abseits der Straßen und in einigen Abschnitten über geschotterte Pisten, die gut zu befahren sind.
Hinweise
Werkstätten. Endingen: Bike & Fun, Schönenberg 2, Tel. 07642/92 17 05.
MarkierungenRheintal-Weg (weißer Radfahrer auf grünem Grund mit Schriftzug »Rheintal-Weg«), abschnittsweise Rhein-Radweg (gelber Radler auf blauem Grund mit Schriftzug »Rhein«).
VerkehrsanbindungBahn. Breisach erreicht man über Freiburg Hbf.; von dort S-Bahn- und Busverbindungen. Endingen erreicht man über Bahn Riegel (DB) oder mit der Kaiserstuhlbahn. Auto. Breisach ist über die A5 Basel–Frankfurt, Ausfahrt Riegel, Freiburg-Süd oder Bad Krozingen, erreichbar. Parken: Parkhäuser an der Friedhofsallee und an der Straße Zum Kaiserstuhl. Endingen erreicht man über die A5 Karlsruhe–Basel, Abfahrt Riegel.
GastronomieBurkheim. Staedle Café, Mittelstadt 5, Tel. 07662/94 76 97, www.staedtlecafe.de (Kaffee und Kuchen, tolle Flammkuchen); Endingen: Gasthof Engel, Hauptstr. 10, Tel. 07642/3238, www.engel-endingen.de (zentrale Lage, badische Küche und Wein von Kaiserstühler Weingütern); Gasthof Ochsen, Endinger Str. 12, Tel. 07642/ 3418, www.ochsen-hassler.de (eigene Metzgerei).
Tipps
Empfehlenswerte Einkehr. Im Staedtle Café in Burkheims Mittelstadt gibt es neben Kaffee und Kuchen hausgemachte Flammkuchen in zehn Variationen. Es hält auch drei Ferienwohnungen für je drei bis sechs Personen vor. Auf der Terrasse hat man die herrliche Altstadt und ihr buntes Treiben perfekt im Blick. Staedtle Café, Mittelstadt 5, Tel. 07662/94 76 97, www.staedtlecafe.de
Informationen
Der sonnenverwöhnte Landstrich um den Kaiserstuhl, jenen erloschenen Vulkan, zählt mit seinen fruchtbaren Lössböden zu den besten deutschen Weinanbaugebieten. Zu den beliebtesten Weinen aus der Region gehören neben dem Spätburgunder der Grauburgunder und der Weiße Burgunder. Und nicht zu vergessen der Müller-Thurgau und der Silvaner. Ein Kennzeichen der Region ist zudem der alemannische Dialekt, der hier gepflegt wird. Am nordwestlichen Rand des Kaiserstuhls gelegen, war Sasbach (www.sasbach-am-kaiserstuhl.de) mit seinen knapp 3400 Einwohnern einst ein Fischerdorf, das direkt am Rheinufer lag. Nach der großen Rheinbegradigung durch Gottfried Tulla im 19. Jahrhundert rückte Europas mächtigster Fluss einige Hundert Meter vom Ortskern weg. Heute sind an die Stelle des Fischfangs der Weinanbau und der Tourismus als wichtigste Einnahmequellen gerückt. Auf einem Ausläufer des Kaiserstuhls befinden sich die Reste der 1239 erstmals urkundlich erwähnten Burg Limburg. Ein nettes Häuserensemble erwartet die Besucher rund um den St.-Martin-Platz mit der malerischen Kirche im Hintergrund und zahlreichen bunt getünchten Häusern. Hauptanziehungspunkt der Weinanbaugemeinde Endingen (www.endingen.de) im Norden des Kaiserstuhls ist die historische Altstadt mit dem prächtigen, von mittelalterlichen Häusern gesäumten Marktplatz. Besondere Blickfänge bilden neben dem Marienbrunnen das 400 Jahre alte Rathaus und das Königschaffhausener Tor. Derweil ist der aus dem 15. Jahrhundert stammende Üsenberger Hof die Heimat des Museums zur Geschichte Vorderösterreichs. Hintergrund ist die Tatsache, dass Endingen seit 1367 Lehen des Hauses Habsburg war und damit eine der frühesten Erwerbungen Österreichs im Breisgau darstellt. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der »habsburgischen Vorlande«, die infolge der 1752 von Maria Theresia durchgeführten Verwaltungsreform unter dem Namen »Vorderösterreich« eine eigene Provinz bildeten. Daneben nennt der staatlich anerkannte Erholungsort ein Käserei-Museum sein Eigen, ist Sitz der renommierten Deutschen Kammerschauspiele (www.deutsche-kammerschauspiele.de) und Haltepunkt der Museumsbahn Rebenbummler (www.rebenbummler.de). Und im 1527 errichteten »Alten Rathaus«, auf dem regelmäßig Störche nisten, befindet sich heute das Kaiserstühler Heimatmuseum, wo unter anderem historische Folterinstrumente ausgestellt sind. Störche – beliebt, fruchtbar, aber nicht immer treu. Störche sind Sympathieträger. Sie bringen den Nachwuchs, und sie sind die einzigen Großvögel, die sich freiwillig der menschlichen Zivilisation angeschlossen haben. Deshalb duldet man sie nicht nur auf Dächern, nein, man lädt sie auf zahlreichen Rathäusern wie in Endingen geradezu dazu ein, sich hier niederzulassen. Das kunstvoll verflochtene Nest aus Ästen und Gräsern ist dabei bis zu zwei Meter groß. Während man lange Zeit davon ausging, dass die Schreitvögel ihrem Partner ein Leben lang treu bleiben, ist man inzwischen eines Besseren belehrt: Sie schätzen zwar langjährige Beziehungen, aber ein kurzer Flirt oder gar ein Partnertausch kommen auch schon mal vor. Kein Wunder also, dass sich die Zahl der Störche inzwischen, nach einem dramatischen Niedergang in der Nachkriegszeit, wieder erholt hat – bei so viel Fruchtbarkeit …
Unterkunft
Endingen. Hotel Adler, Endinger St.35, Tel. 07642/401 10, www.adler-baptist.de (3-Sterne-Haus mit badischer Küche); Gästehaus Rebland, Seilnachtstr. 12, Tel. 07642/18 88, www.gaestehausreblandendingen.de
Tourismusbüro
Endingen: Kaiserstühler Verkehrsbüro, Adelshof, Tel. 07642/68 99 90, Fax 07642/68 99 99, www.endingen.de
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