Von Billerbeck nach Dülmen

Leichte Streckenfahrt in Feldfluren und Wäldern, einige Anstiege auf den aussichtsreichen Baumbergen. (Autor: Bernhard Pollmann)
41 km
100 m
3.00 h
Aus dem Bahnhof der »Ludgeristadt« Billerbeck tretend, rollen wir auf der Allee abwärts und erreichen nach Queren der Landstraße die Altstadt mit der monumentalen katholische Propstei- und Wallfahrtskirche St. Ludgerus (1892–98), dem »Dom« von Billerbeck. Sie steht an der Stelle einer älteren Ludgeruskirche, in der Liudger verstorben sein soll; in der so genannten Sterbekapelle befindet sich eine Reliquienhalbfigur (1735). Autofrei geht
es geradeaus weiter zur katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die als bedeutendstes Beispiel einer spätromanischen münsterländischen Hallenkirche gilt; im Vorgängerbau soll Liudger die letzte Messe vor seinem Tod gelesen haben. Hinter dem Johanniskirchplatz sehen wir die Schlösserroutenmarkierung, der wir rechts durch die Mühlenstraße folgen, vorbei an der Wasserburganlage des Richthofs. Auf der Osterwicker Straße verlässt die Schlösserroute berkelabwärts die Stadt, wechselt an der ersten Radroutenverzweigung bei den Tennisplätzen links hinaus in die Feldflur und wendet sich in Osthellen links zur Wasserburg Haus Hameren.
In hervorragender Aussichtsfahrt leitet die Schlösserroute nun über die Baumberge, zwischendurch lädt die Ausflugsgaststätte Waltering zur Einkehr, wenig später beginnt auf dem aussichtsreichen Nottulner Berg im Quellgebiet der Stever die Abfahrt nach Nottuln. Die katholische Pfarrkirche St. Martin war früher Stiftskirche des ältesten adeligen Kanonissenstifts der Diözese Münster und ist eine der bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen Westfalens. Am Stiftsplatz stehen noch frühere Wohnhäuser der Stiftsdamen. Auf dem Niederstockumer Weg geht es wieder hinaus in die Feldflur und via Hövel-Niehues zum ehemaligen Kartäuserkloster Marienburg. Das auf dem Gelände einer mittelalterlichen Wasserburg eingerichtete Kloster, die einzige Niederlassung des Ordens in Westfalen, war bis zu Aufhebung und Abbruch (1804/25) eines der reichsten Klöster des Landes. Erhalten ist die ehemalige Klosterkirche. Nach Überqueren des Mühlenbachs leitet die Schlösserroute durch die Felder nach Haus Üding und nach Dülmen. (Zu den Dülmener Wildpferden siehe Seite 30).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour41 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Billerbeck.
EndpunktBahnhof Dülmen.
TourencharakterVon der Ludgeristadt Billerbeck leitet dieser Strang der 100-Schlösser-Route aussichtsreich über die südwestlichen Baumberge nach Nottuln im Quellgebiet der Stever, zur ehemaligen Kartäuser-Klosterburg Marienburg und in die Wildpferdestadt Dülmen.
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte 1:50000 Radelpark Münsterland, Blatt Kreis Coesfeld.
MarkierungenSchloss, Richtungspfeile und namentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungA 43 Münster – Ruhrgebiet Ausfahrt Nottuln und über Nottuln nach Billerbeck. Bahnlinie Münster – Billerbeck – Coesfeld.
GastronomieBillerbeck, Waltering, Nottuln, Niehues, Marienburg, Dülmen.
Tipps
Variante: Die Route von Billerbeck nach Dülmen lässt sich zu einem mehrtägigen Rundkurs erweitern, der von Münster nach Billerbeck (Tour 1), weiter nach Dülmen (Tour 2) und von dort nach Münster (Tour 3) führt.
Tourismusbüro
Tourist Information Billerbeck, Markt 1, 48727 Billerbeck, Tel. 02543/7373, Fax 02543/7350, Internet www.billerbeck.de. Verkehrsbüro Stadt Dülmen, Markt 1–3, 48249 Dülmen, Tel. 02504/12345, Fax 02504/12346, Internet www.duelmen.de.
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