Von Bergedorf nach Aumühle

S-Bergedorf – Reinbek – Wohltorf – S-Aumühle (Autor: Günter Weigt)
14 km
110 m
1.00 h
Von Bergedorf nach Reinbek.
S-Bergedorf, Chrysanderstraße, Möörkenweg, Pionierbrücke, Durch den Krähenwald, Reinbek.
Wir starten auf der ZOB-Seite des Bergedorfer Bahnhofs am Weidenbaumsweg, radeln nach Norden auf die Ernst-Mantius-Straße und biegen nach 300 Metern – gleich hinter der Billebrücke – links in das Schillerufer ab. Es geht vorbei an Billebad, Minigolfanlage und einem Bootshaus-Café mit schöner Außenterrasse, dann hinunter in den Fußgängertunnel unter der Bahnstrecke. 100 Meter weiter biegen wir links in den schmalen Gewerkschaftsweg; wir folgen ihm zur Fußgängerbrücke über die Bille und nehmen dahinter rechts den Billewanderweg. Nach 1,2 Kilometern, bei der nächsten Billebrücke, wechseln wir wieder die Flussseite und radeln an den alten Brauereiteichen vorbei zum Ende der Chrysanderstraße.
Am Ende der Chrysanderstraße geht es links auf einem Fußweg hinunter zur Bille und unter der Bahnstrecke hindurch; bei Hochwasser kann der Fluss schon mal über den Weg schwappen. Dahinter biegen wir nach links in den ruhigen Möörkenweg und radeln an hübschen Bergedorfer Vorstadtvillen und dem alten Wasserwerk vorbei in den Wald hinein. Dann fahren wir links über die hölzerne Pionierbrücke, ein Abschiedsgeschenk der ehemals in Wentorf stationierten Pioniereinheit. Wir folgen dem Wanderweg durch den Krähenwald bis zur Beton-Fußgängerbrücke über die Bille, biegen aber unmittelbar davor nach links (Vorsicht, Stufe!) und unterqueren mit dem Fluss zusammen die Bahnstrecke. Hier und auch bei den folgenden Bahnunterführungen gut zu erkennen: Der zweigleisige Ausbau der Strecke Hamburg–Berlin in den 90er-Jahren bescherte jeder der alten gemauerten Brücken einen modernen Beton- oder Stahldoppelgänger.
Jetzt geht es am Hang entlang durch den Hochwald und dann wieder rechts hinunter, an der Böge vorbei, zur Bille. Vor der Fußgängerbrücke nehmen wir links den Wanderweg durch die offenen Billewiesen; am Ende eine Links-rechts-Verschwenkung zwischen den eng stehenden Bäumen hindurch, und dann schnurgerade entlang der Wanderwegmarkierungen zwischen hohen Hecken bis zu den Stahl- und Glaspavillons des Rowohlt-Verlags. Dahinter fahren wir links hoch zur Straße Völckers Park. Wir biegen dort rechts ein, radeln bis zur Bahnhofstraße/Schlossstraße und wenden uns wieder nach rechts. Sehr zu empfehlen: der Abstecher zum Reinbeker Schloss mit seinem Café, dem Mühlenteich und dem Gebäude des ehemaligen Wasserkraftwerks.
Von Reinbek nach Wohltorf.
Reinbek, Durch das Waldgebiet »Vorwerksbusch« am westlichen Billeufer oder zum Tonteich am Ostufer, Wohltorf.
Der »Normalweg« am Westufer der Bille: Wir radeln hinter der Eisenbahnbrücke links die Ladestraße hinauf, geradeaus durch den Eschenweg und weiter entlang der Bahnstrecke durch den Buchenwald. Nach 600 Metern Wanderweg geht es links in den Fußgängertunnel, gleich dahinter rechts. Eine kurze Passage ist hier an Regentagen etwas matschig. Am Holzbänkchen beginnt rechts eine kleine Abenteuer-Variante, links führt der Normalweg durch den Vorwerksbusch, immer am Waldrand entlang. Hinter der überdachten Picknickstelle an der Bille folgt der Weg weiter der Urstromtal- Kante, bis wir rechts herum um das obere Ende der Wolfsschlucht biegen und in eine kopfsteingepflasterte Sackgasse gelangen. Wenige Meter weiter schwenken wir links in die Wohltorfer Straße ein und radeln den Berg hinauf.
Die Variante zum Natur-Freibad Tonteich: Diese Ost-Variante ist ein echter Geheimtipp – zwei Kilometer länger als der Normalweg, fahrtechnisch etwas anspruchsvoller und mit genussorientierter Badepause. Es geht rechts am Reinbeker Schloss vorbei bis zum Mühlenteich-Wehr, dahinter links in die Straße Am Mühlenteich, zwischen Villengrundstücken hindurch und wieder links in den Wohltorfer Mühlensteig. Hier beginnt ein malerischer Wanderweg (gelbe Markierung »Au«) am Rande des Waldgebiets Grübben. Er windet sich auf und ab, stellenweise von niedrigen Mauern begleitet; an der Wegkreuzung oben im Wald radeln wir geradeaus, dann steil hinunter und brückenlos über ein Bächlein. Bald dahinter gelangen wir mit einer Rechts-links-Kombination auf einen Forstweg, der am Naturbad Tonteich endet. Die Wasserqualität ist hervorragend, hier ist man unter sich, und selbst an heißen Hochsommertagen kommt nur sehr dezenter Freibadtrubel auf. Nach dem entspannenden Bad fahren wir die Straße Am Tonteich bis zum S-Bahnhof Wohltorf hinunter, nehmen die Unterführung und erradeln über Eichenallee/Billgrund/Wohltorfer Straße das gegenüberliegende hohe Ufer des Billetals.
Von Wohltorf nach Aumühle.
Gut Silk, Siedlung Krabbenkamp, Auf schmalen Pfaden entlang der Bille nach S-Aumühle.
Fast oben angekommen, biegen wir rechts in den Silker Weg. Im Reiterhof Gut Silk geht es zwischen Reithalle und Pferdestall nach rechts auf einen nur anfangs tiefsandigen Fußweg. Der führt oben am Feldrand entlang, rechts unten sehen wir durch Gebüsch und Bruchwald die Bille blinken. Auf der Höhe von Niemanns Gasthof in Silk (siehe Tour 16) an der Schönningstedter Straße, nur 200 Meter links querab, stürzen wir uns abenteuerlich steil nach rechts unten zum Billebrückchen und radeln dahinter nach links. Der Weg, z.T. wieder mit »Au« gekennzeichnet, führt unter der Eisenbahn hindurch (dahinter links!) und schlängelt sich dann zwischen der Siedlung Krabbenkamp und der Bille entlang. Die fließt hier an einigen Stellen nur knietief über den hellen Sandboden und lädt an heißen Tagen durchaus zum Planschen ein.
Der oft schmale Wanderweg bietet gerade für Kinder viele kleine Seh- und Fahrattraktionen; langsames Radeln ist wegen etlicher kurzer Steilstücke und enger Kurven sehr ratsam. Und bei Begegnungen mit Spaziergängern konfliktvermeidend.
Kurz nach der letzten Unterquerung der Bahnstrecke – mit guter Aussicht auf die großen gemauerten Bögen der alten Eisenbahnbrücke – treffen wir auf die Schönningstedter Straße. Wir überqueren sie vorsichtig und fahren auf dem Radweg nach rechts und über die hölzerne Billebrücke hinweg. Beim nächsten Abzweiger radeln wir links in die Parallelstraße Am Mühlenteich, mit mehreren Gaststätten, einer Pizzeria und hübschem Ausblick über den Mühlenteich. Am Ende des Sträßchens führt ein Waldweg geradeaus zum Lokschuppen, dem Aumühler Eisenbahnmuseum, und weiter zum Schmetterlingsgarten in Friedrichsruhe; rechts hoch gelangen wir über die Schönningstedter Straße hinweg direkt zur S-Bahn-Haltestelle Aumühle.

Tour auf einen Blick.
km 0 S-Bergedorf, an der Bille entlang aus der Stadt heraus, km 4 Pionierbrücke, durch den Krähenwald nach Reinbek, km 6 Reinbek, durch Hochwald – Variante: am Tonteich vorbei – nach Wohltorf, km 9/11 Wohltorf, durch die Billeniederung nach Aumühle, km 14/16 S-Aumühle, Endpunkt der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied110 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortBergedorf
AusgangspunktS-Bergedorf
EndpunktS-Aumühle
TourencharakterDie Tour schlängelt sich auf wildromantischen Wanderwegen an der Bille entlang, auf und ab, durch Wälder, Naturschutzgebiete und Villenvororte. Besonders in den kleinen Bruchwaldflecken an der Bille gibt es eine reichhaltige Flora und Fauna zu bestaunen; mit ein bisschen Glück bekommen Sie Rehe oder einen Eisvogel zu sehen. Während »oben« rechts und links des Billetals eine weite und sanfthügelige Knicklandschaft vorherrscht, ist »unten« die geschützte Billeniederung höchst abwechslungsreich und kleinräumig strukturiert. Reizvoll zu jeder Jahreszeit!
Hinweise
Baden. Bille-Bad in Bergedorf; Freibad »Tonteich « in Wohltorf; Bademöglichkeiten für Kinder an mehreren sandigen, knietiefen Abschnitten der Bille.
KartentippStadtplan Hamburg.
MarkierungenStellenweise gelbe Wanderwegmarkierung »Au« für Aumühle.
VerkehrsanbindungS-Bahn S 21.
GastronomieZahlreiche gastronomische Angebote in Bergedorf, Reinbek und Aumühle.
Tipps
Abkürzungsmöglichkeiten. Wer abkürzen will, bleibt hinter dem Eisenbahntunnel einfach auf der Chrysanderstraße und fährt direkt zu ihrem Ende. Eine zweite Abkürzung ist allerdings nur bedingt zu empfehlen: Wenn man hinter der Holzbrücke bei den Brauereiteichen auf der nördlichen Flussseite bleibt, gelangt man auf einen Wanderweg nach Reinbek und trifft an der nächsten Bahnbrücke über die Bille wieder auf unsere Route. Aber diese Strecke ist mit drei steilen Anstiegen anstrengender und außerdem landschaftlich bei Weitem nicht so interessant wie die Hauptroute über die Pionierbrücke.
Informationen
Kombinationen mit anderen Touren möglich.
Unterkunft
www.aumuehle.de/Tourismus, Kultur, Sport, Freizeit/Hotels; www.bergedorf.de/ Tourismus/Hotels.
Tourismusbüro
www.aumuehle.de/Tourismus, Kultur, Sport, Freizeit; www.bergedorf.de/Tourismus, Freizeit&Sport, Kultur.
Tags: