Von Aying durch die Wälder nach Altenburg

Eine anfangs ganz flache Radtour überwiegend in schattigen Wäldern. Nach längerem Regen sind die Waldböden etwas aufgeweicht und matschig. Am Ende der Tour gibt es einige minimale Steigungen zu bewältigen. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
38 km
150 m
2.00 h
Zwei beliebte Badeseen bieten ebenfalls Abkühlung. Zu guter Letzt gehen wir noch unter den Kastanienbäumen in Aying einem der liebsten Hobbys der Bayern nach - Feierabend im Biergarten. Aber auch im Frühjahr, wenn der Wald im frischem zartem Grün steht, oder im Herbst, wenn die Blätter in allen Farben leuchten, hat diese Tour ihren Reiz.Die Radtour Wir starten am Bahnhof und radeln auf der Straße parallel zu den Gleisen in Richtung München. Unsere Straße mündet am Bahnübergang in die Münchner Straße, in die wir rechts einbiegen. An der Erlebnisbrauerei vorbei folgen wir im Dorf nicht der Vorfahrtsstraße, sondern biegen links in den Siegertsbrunner Weg. Schon verlassen wir auf einem Feldweg Aying, am Wegkreuz und der darauffolgenden Gabelung halten wir uns jeweils links und radeln so in den Wald. An einem Zaun und Wasserreservoir folgen wir dem Rechtsknick und nun geht es die nächsten 8??km immer geradeaus. Dabei überqueren wir vier Autostraßen und jede Menge Forstwege. Hier im Höhenkirchener Forst wurden, wie in den meisten Wäldern, die Waldwege im rechten Winkel angelegt. Dies geht auf den königlichen Forstbeamten Mathias Schilcher zurück, der die Forstwirtschaft Anfang des 19. Jh. reformierte. Er gliederte den königlichen Forst in übersichtliche Parzellen und ließ Bewirtschaftungswege in den Wald schlagen. Die Wege wurden geräumt, also von Holz befreit. Das erleichterte die Waldarbeiten und der Abtransport des Holzes wurde vereinfacht. Nach insgesamt 12 km gibt es eine kleine Abwechslung. Unsere Straße wendet sich nach rechts und wir stoßen auf die große Staatsstraße. Für wenige Meter geht es nach links und dann gleich rechts (Schild »Grasbrunn«). Noch vor dem ersten Haus biegen wir erneut rechts auf einen landwirtschaftlichen Weg ein und fahren zwischen Wiese und Wald. Kurze Zeit später erreichen wir die große Dorfstraße von Harthausen. Wir radeln rechts, an der Kirche und dem Wasserturm vorbei und biegen fast am Ortsausgang links ab und an der Gabelung noch einmal links haltend in die Straße nach Wolfersberg. Nun sind wir auf dem Panoramaradweg Isar-Inn, der in München startet und nach Wasserburg führt. Wieder im Forst erreichen wir auf einer riesigen Lichtung, umgeben von Feldern, das ehemalige Gut Wolfersberg, das heute in schicke Eigentumswohnungen umgebaut ist. Unmittelbar nach dem Gut überqueren wir wieder geradeaus eine Autostraße und folgen dem Schild Schattenhofen. Jetzt wird es zur Abwechslung ein wenig hügelig. Leicht abwärts erreichen wir bei Schattenhofen eine Autostraße. – Wer die Wallfahrtskirche Altenburg nicht besichtigen und seine Beinmuskeln vor dem zu erwartenden Anstieg schonen möchte, kann hier rechts dem Wegweiser zum Steinsee folgen. – Uns Kulturinteressierte zieht es aber nach links die wenigen Meter bis zur nächsten, größeren Autostraße, in die wir rechts einbiegen. Jetzt geht es steil bergab, an Fischweihern vorbei und schon sind wir an den ersten Häusern von Moosach. Nach der Angermühle rechts, die Wallfahrtskirche Maria Altenburg ist ausgeschildert. Ein Kreuzweg begleitet uns auf der Fahrt nach oben. Wer seine Beine motivieren möchte, es sind 14 Stationen. Am kleinen Parkplatz, zu dem wir nach der Besichtigung zurückkommen, geht es rechts zur Kirche (24??km). Maria Altenburg wurde auf den Burgkapellenresten von Altenbuch errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus oft umgebaut und erweitert. Um 1711 ist der schöne Stuck entstanden, der sich von den zart rosafarbenen Decken und Fresken abhebt. Am prachtvollen Stuckmarmoraltar finden wir das Gnadenbild, die gekrönte Muttergottes mit dem Jesuskind. Vom Parkplatz aus geht es noch ein Stück weiter bergauf, wieder in den Wald. Diesmal fallen einem die schönen, hellen, oft mächtigen und knorrigen Buchenbäume auf. Unser Forstweg endet in einer Autostraße, in die wir für wenige Meter nach rechts einbiegen und dann gleich der Beschilderung zum Steinsee folgen. Entweder können wir hier im Familienbad ins Wasser springen oder wir radeln noch weiter, bis zu den Parkplätzen und dann auf dem Waldweg immer in Ufernähe um den See. Der Steinsee ist an den meisten Uferstellen geschützt und darf nicht betreten werden. Am südlichen Ende finden wir aber ein schattiges Plätzchen mit offenem Badezugang und einem Steg (27 km). Die Straße steigt nach Oberseeon an und dann rollen wir auf der Teerstraße durch eine Allee hinab bis zur großen Autostraße bei Unterseeon, in die wir links radeln. Bis Schlacht sind es nun keine 2 km mehr. In der Dorfmitte am kleinen Weiher steuern wir unser Fahrrad nach rechts, den Wegweisern Kastenseeon folgend. Dort biegen wir in die Hauptstraße links ein und kommen zum Kastenseeoner See, auch einfach Kastensee genannt. Unmittelbar am Ortsausgang biegen wir rechts in den Feldweg, der zunächst noch am See entlangführt, ein. Wieder radeln wir durch den Wald mit vielen Abzweigungen, wobei wir dem kleinen gelben Symbol »W« folgen. So erreichen wir Lindach. Zur letzten Etappe geht es hier am schönen Wegkreuz geradeaus in den Wald mit der Beschilderung »Fußweg nach Aying«. Der Forstweg wechselt ein paarmal die Richtung, am einfachsten radeln wir immer dem gelben Zeichen nach. Ein Anstieg steht nun zum letzten Mal an. Wir passieren die aus Tuffstein errichtete Grotte, die in einer kleinen Holzkapelle versteckt liegt. Sie wurde zum Gedenken an die bei Waldarbeiten tödlich verunglückte Ayingerin Maria Pichler errichtet. Danach kommen wir aus dem Wald nach Aying. Direkt an der Kirche liegen die schönen Biergärten, die uns nun geradezu magisch anziehen. Zum Wohl!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour38 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAying, Parkplätze am Bahnhof der S-Bahn.
EndpunktAying, Parkplätze am Bahnhof der S-Bahn.
TourencharakterWenn Sie den Wald mögen, dann ist diese Tour genau die richtige. Selbst an einem heißen Julinachmittag können wir herrlich schattig durch verschiedene Forste radeln.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr.??181, Rosenheim – Bad Aibling, 1 - 50??000
VerkehrsanbindungAuto - Von München auf der A??8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Hofoldinger Forst/Sauerlach, Weiterfahrt über Faistenhaar nach Aying. Bahn: Aying ist mit der S??6 über den MVV an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.
GastronomieIn Aying gibt es weithin bekannte Wirtshäuser - Brauereigasthof Aying der Familie Inselkammer und Liebhard´s Bräustüberl, beide mit Biergärten in der Dorfmitte.
Tipps
Jedes Jahr Mitte Oktober feiert die Brauerei Aying das eintägige Bräu-Kirta-Fest. Mit Blasmusik, Bierzelt, großem Bauernmarkt und natürlich einer eigens gebrauten Bierspezialität, der »Kirta-Halbe«. Informationen unter www.ayinger.deIn Aying kann man von Ostern bis Oktober das Heimatmuseum Sixthof besuchen (sonn- und feiertags von 13–17 Uhr geöffnet).

Buchtipp

Lisa und Wilfried Bahnmüller

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