Von Arnsberg auf dem Altmühlweg nach Beilngries

Leichte Streckentour auf teilweise geschotterten, teilweise asphaltierten Radwegen entlang der Altmühl ohne nennenswerte Steigungen oder Abfahrt. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
24 km
270 m
2.00 h
Unterhalb von Schloss Arnsberg beginnen wir die landschaftlich sehr reizvolle Tour. Über den Altmühlring verlassen wir den Ortund überqueren gleich darauf die Altmühl. Immer auf der linken Flussseite geht es die ersten Kilometer mitten durch die Felder,zunächst direkt am Wasser, dann weit davon enfernt und später wieder in unmittelbarer Nähe. Kurz vor Regelmannsbrunn beginnt ein Teilstück, das am schattigen Waldrand entlang bis Böhming führt. Zur Linken ist eine schöne Felsformation zu sehen. Die Tour führt auf der linken Uferseite an Böhming vorbei, über die Brücke ist eine Einkehrmöglichkeit zu erreichen. Unmittelbar an der Stelle, an der westlich des Orts etwas exponiert die Dorfkirchesteht, war früher ein römisches Kastell. Der rechteckigeGrundriss des Lagers ist heute noch am Verlauf des Geländes zuerkennen.In der Ferne ist bald die Silhouette der 800 Jahre alten Burg Kipfenbergzu erkennen. Obwohl der Radweg weiter am linkenFlussufer verläuft, empfiehlt sich ein Abstecher. Über die Burgstraßeerklimmen wir den Anstieg zur Burg hinauf, in derenRäume das Römer- und Bajuwaren-Museum untergebracht ist(Juni–August tgl. 10–18 Uhr, Fr bis 22 Uhr, Tel. 08465/905707,www.bajuwaren-kipfenberg.de).Neben interessanten Fundstückenaus der Römerzeit sind hier viele original erhalten Gerätschaftenaus dem Alltag der Ur-Bayern ausgestellt. Schautafeln geben einenumfassenden Überblick über die damalige Zeit. Für Kinder istnach Voranmeldung ein besonderes Programm vorbereitet. Nichtweit von der Burg entfernt ist der geografische Mittelpunkt Bayernsdurch einen großen Findling markiert (siehe Kasten). Ein original nachgebauter römischer Wachturm, den man sogarbesteigen kann, sowie rekonstruierte Limeswälle sind auf demBergrücken auf der anderen Seite derAltmühl zu erkunden (sieheTour 20). DerAnstieg lässt sich gutmit einemBesuch des Freibadsverbinden. Zu empfehlen ist auch ein Besuch im Fastnachtsmuseumim ehemaligen Torwärterhaus in der Torbäckgasse. Hier sind Fastnachtsgewänder (Schewaraarskloida) sowie handgeschnitzteHolzmasken (Holzlearvern) der Fasenickl zu sehen, dieim Fasching in und um Kipfenberg ihr Unwesen treiben. DasMuseumist allerdings nur vonMai–September jeweils am 1. Sonntagim Monat von 14–17 Uhr geöffnet.Unsere Tour verläuft von Kipfenberg weiter am linken Altmühluferentlang in Richtung Norden.Nach einigen Kilometern könnenwir am Berghang auf der rechtenSeite die Autobahn A9 und wenigspäter auch die neuerbaute ICEStreckeMünchen–Nürnberg erkennen.Beides wird kurz daraufunterquert. Nur wenige Minutenspäter erreichen wir auf einemidyllischen Weg über die Schwarzachdie Ortschaft Kinding. Sehenswertist hier die Wehrkircheaus dem 16. Jahrhundert.Das Altmühltal ist mittlerweiledeutlich weiter geworden. AufdemTalboden sind große Felder zusehen. Wir halten uns von Kindingweiterhin auf der linken Flussseite,der Radweg verläuft etwas oberhalbauf einer alten Durchgangsstraße,die mittlerweile für Autosgesperrt ist. Von dort gibt es einensehr schönen Ausblick auf die Altarmeder Altmühl, die in weitenSchleifen durch die Felder mäandern.Der begradigte Fluss hingegennimmt fast kerzengerade seinenLauf. In Pfraundorf biegen wirgleich nach den ersten Häusern rechts ab, überqueren vorsichtig die Fernstraße und erreichennach einigen hundert Metern den Kratzmühlsee. Dieser eignetsich an schönen Tagen hervorragend zumPausemachen, Schwimmenund Sonnen. Eine Einkehr ist ebenfalls vorhanden.Etwa 200Meter westlich des Sees überqueren wir imBereich einesgroßen Wehrs die Altmühl. Gleich links gibt es mit dem TechnikmuseumKratzmühle in dem ehemaligen Mühlengebäude einesehenswerteAttraktion (April–OktoberMi u. Sa 14–18 Uhr, So 10–18 Uhr, Tel. 08461/83 18, www.museen-anno-dazumal.de). In unzähligen Stunden haben die Leute aus dem Umland alte technischeApparateaus Landwirtschaft, Handwerk, Haushalt,Medizinund Verkehr hier zusammengetragen – und setzen dies immernoch fort. Ganze Handwerksbetriebe wie eine Beilngrieser Schusterwerkstatt,eine Handschuhmacherei, eine Buchdruckerei, eineSchneiderei und eine Schäfflereiwurden vollständigwiederaufgebaut.Man kann sich hier stundenlang aufhalten und wird dennochimmer wieder etwas Neues entdecken.Auf einem Schotterweg radeln wir am Waldrand entlang direktauf die schöne Kirche von Kirchanhausen zu. Unmittelbar davorwird nochmals die Uferseite der Altmühl gewechselt. Mittendurch die Felder erreichen wir wenige Kilometer weiter bereitsBeilngries.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied270 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortArnsberg
AusgangspunktArnsberg
Endpunkt Beilngries
Tourencharakter Die letzten freien Kilometer der Altmühl
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Altmühltal/Ingolstadt,1:75 000
VerkehrsanbindungDer Freizeitbus fährt am Wochenende mehrmals von Eichstätt nach Arnsberg und nimmt dabei die Fahrräder mit (Info-Tel. 8421/972 10). Mit dem Auto auf der A9 München–Nürnberg bis zur Ausfahrt Altmühltal und weiter auf der Landstraße nach Arnsberg.
GastronomieUnterwegs gibt es in fast allendurchfahrenen Ortenausgeschilderte Einkehrmöglichkeiten.Sehr gemütlichist es am Ufer des Kratzmühlsees.
Informationen
Der geografische Mittelpunkt: Bayerns Einige hundert Meter westlich der Burg Kipfenbergweist ein großer Naturstein auf den geografischen Mittelpunkt Bayerns hin. Er wurde 1980 nach Berechnungendes Landesvermessungsamts München exakt in dieser Waldlichtung aufgestellt.Der geografische Mittelpunkt bildet den sogenannten SchwerpunktBayerns. Man kann sich dasmit dem Schwerpunkt folgendermaßen vorstellen:Zunächst wird das Bundesland Bayern exakt an seinenGrenzen entlang aus einer Karte aus möglichst festem Papier ausgeschnitten. Danach versucht man, diesen Ausschnitt auf der Spitze einer Stecknadel zu balancieren. Sobald die Karteexakt austariert ist, zeigtdie Nadelspitze auf dengeografischen Mittelpunkt. Es gibt noch andere Methoden, um den Mittelpunkteines Landes herauszufinden. Je nachdem, welche man anwendet, kommt jedesmal ein andere Ort heraus. Die Waldlichtung beider Burg Kipfenberg ist jedoch ein so schöner Fleck,dass er zu Recht diese Bezeichnung trägt.
Tourismusbüro
Rathaus Kipfenberg, Marktplatz 2, 85110 Kipfenberg, Tel. 08465/941040, www.kipfenberg.de; Tourist- Information Beilngries, Hauptstr. 14, 92339 Beilngries, Tel. 08461/84 35, www.beilngries.de
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