Von Altenkirchen nach Sassnitz

Bis Neddesitz eben bis auf den Anstieg bei Bobbin, dann teils schlechte Wege und deutliche Anstiege. Insgesamt lange und anstrengende Tour mit zahlreichen Anstiegen auf oft schlecht befahrbaren Wegen: Altenkirchen - Juliusruh - Glowe - Schloss Spyker - Bobbin - Neddesitz - Lohme - Königsstuhl - Sassnitz (Autor: Michael Graf)
Von Altenkirchen zum Königsstuhl: Von der Kirche in Altenkirchen geradeaus aus dem Ort bis zur Querstraße. Diese queren und auf Sandstreifen neben alter Findlingsstraße nach Breege. Am Ortsanfang links Richtung Juliusruh. In mehreren Kurven geht es durch den Ort, dann auf dem Radweg durch den Wald. An der viel befahrenen Straße rechts auf den Radweg. Durch den schönen Kiefernwald der Schaabe mit Erika und Heidelbeeren immer geradeaus. Man muss einmal die Straßenseite wechseln, am Ortsanfang von Glowe nochmals. Auf dem Radweg durch den lang gezogenen Ort, bis es rechts Richtung Stubbenkammer abgeht. Gleich danach steht rechts die moderne Kirche. Es ist die einzige, die auf Rügen zu DDR-Zeiten gebaut und 1982 geweiht wurde. Auf kleiner Straße aus dem Ort, dann um die Häuser von Weddeort links herum und rechts ab in den unbefestigten Weg. Auf diesem zwischen den beiden Seen hindurchfahren, dann links auf geteertem Radweg, vor Schloss Spyker rechts. Das rot gestrichene Schloss Spyker ist ein Renaissancebau mit vier runden Ecktürmen. Es wurde Ende des 16. Jh. erbaut. Heute ist darin ein Hotel mit Restaurant untergebracht. Hinter dem Schloss steht auf der linken Seite der Straße der sagenumwobene Hochzeitsbaum, zwei Bäume, die oben zusammengewachsen sind. Man fährt um das Schloss herum, hinter dem Schloss nach rechts auf der Straße. An der Querstraße rechts auf dem Radweg aufwärts nach Bobbin. Weithin sichtbar ist die auf einer Anhöhe stehende Kirche von Bobbin. Sie wurde um 1400 aus Feldsteinen und Backsteinen erbaut. Am Ortsende links in die kleine Straße abbiegen, oberhalb der Kirche nochmals aufwärts (nach rechts liegt der Aussichtspunkt Tempelberg mit 56 m Höhe), dann abwärts bis zur Querstraße. Hier nach links auf dem Radweg bis Neddesitz. Abstecher zum Kreidemuseum Gummanz: Am Ortsanfang der Beschilderung Gummanz folgen, geradeaus fahren und dann links zum Kreidemuseum Gummanz. Von 1855 bis 1962 wurde in Gummanz Kreide abgebaut. Deutlich sind die weiß leuchtenden Kreidebrüche in der Landschaft zu sehen. Das Kreidemuseum informiert über Entstehung und Fossilien der Kreide sowie über den Abbau in vergangener Zeit. Öffnungszeiten: tägl. 10–17 Uhr. Am Ortsanfang scharf nach links in den schlechten Weg abbiegen Richtung Stubbenkammer. Nun mehrmals steil aufwärts bis auf 90 m Höhe beim Babelesberg, mit Blick auf die Ostsee und Kap Arkona, dann abwärts. Nach scharfer Rechtskurve an der Kreuzung geradeaus auf schlechter Straße wieder aufwärts bis zur Querstraße am Anfang von Nipmerow. Dort links Richtung Lohme, kurz danach rechts ab, schöne Abfahrt in leichten Kurven bis zur Querstraße vor Lohme. Die Lindenallee nach rechts, hinab bis zur Küste in Lohme, dort rechts, an der nächsten Kreuzung halb links (Arkonastraße) und geradeaus durch den Ort. Es geht aufwärts, dann links in eine kleinere Straße nach Ranzow. Anschließend den Sandweg aufwärts, durch den Wald des Nationalparks Jasmund, im Wald links Richtung Königsstuhl. Man trifft auf die Autostraße, biegt links ab zum Königsstuhl. Der Königsstuhl ist der bedeutendste Felsvorsprung an der Jasmunder Kreideküste, die sich in die Kleine und Große Stubbenkammer und die Wissower Klinken teilt. Der Name rührt vom Schwedenkönig Karl XIII. her, der von diesem Felsen 1715 ein Seegefecht zwischen Dänen und Schweden beobachtet haben soll. Die fast senkrecht herabfallenden Kreidefelsen sind starker Erosion ausgesetzt, sodass die Begrenzung der Aussichtsplattform mehrmals versetzt werden musste. Der Blick von hier wurde durch Caspar David Friedrich und sein Bild »Glaube, Liebe, Hoffnung« berühmt. Hier kann man auch die fast endlosen Stufen hinab bis zum steinigen Strand steigen, von dem aus man den besten Blick auf die Kreidefelsen hat. Deutlich sieht man in den Felsen die schwarzen Bänder aus Feuerstein. Öffnungszeiten Aussichtsplattform Königsstuhl: tägl. 9–18 Uhr. Vom Königsstuhl nach Sassnitz: Vom Königsstuhl auf der Autostraße abwärts durch den schönen Wald, an der Querstraße beim Restaurant Pension Baumhaus rechts (Rügenrundtour) auf der befahrenen Autostraße hinab. Am Waldende bei Hagen links in die schlechte Findlingsstraße Borrin, geradeaus in den Wald des Nationalparks. Man folgt der Radbeschilderung, fährt in mehreren Biegungen bis zur Querstraße, dort rechts. Dann links in den Waldweg (W9). Der Radbeschilderung Sassnitz folgend geht es auf und ab, außerhalb des Waldes rechts. Nun erst auf schlechtem Weg, dann entlang der Allee auf linksseitigem Radweg. Man erreicht den Ortsanfang, fährt geradeaus abwärts bis zum großen Bahnübergang. Dort nach links auf der Ortsstraße bis zum Hafen von Sassnitz. Sassnitz ist die nördlichste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Als ehemals prominenter Badeort beherbergte es Johannes Brahms und Theodor Fontane, der sich hier für seinen Roman »Effi Briest« inspirieren ließ. Sassnitz verlor seine Bedeutung, als auf Mönchgut die Badeorte emporkamen, da diese im Gegensatz zum steinigen Sassnitzer Strand über Sandstrand verfügen. Noch heute zeugen Häuser mit weißen, verzierten und oft verglasten Holzbalkonen im typischen Stil der Bäderarchitektur von vergangenem Badebetrieb. Bekannt ist Sassnitz auch durch den Fährhafen, wo 1897 die Eisenbahnfährroute Sassnitz–Trelleborg eröffnet wurde, die lange Zeit die schnellste Verbindung nach Schweden darstellte. 1986 wurde ein neuer Fährhafen südlich von Sassnitz in Mukran gebaut.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour46 km
Höhenunterschied250 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAltenkirchen
EndpunktSassnitz
TourencharakterDurch den Wald der Schaabe, der schmalen Verbindung zwischen Wittowund Jasmund, geht es auf die Halbinsel Jasmund mit ihrem Nationalpark. Hier ragen die berühmten Kreidefelsen der Stubbenkammer mit dem Königsstuhl empor.
Beste Jahreszeit
KartentippWander- und Radwanderkarte, Rügen mit Hiddensee, 1:75000, Verlag Nordland
MarkierungenLokale Radbeschilderung, teilweise auch Wanderbeschilderung
VerkehrsanbindungNur mit Auto oder Fahrrad möglich. Nach Breege auch mit dem Schiff
GastronomieMehrere Einkehrmöglichkeiten in Juliusruh und Glowe. Spyker: Restaurant im Schloss Spyker. Lohme: Restaurant Daheim bei der Information. Restaurant beim Parkplatz Königsstuhl und in Hagen. Sassnitz: zahlreiche Gasthäuser
Tipps
Zu den Kreidefelsen: Im Hafen von Sassnitz werden Bootsausflüge zu den Kreidefelsen angeboten, eine gute Gelegenheit, die berühmtenweißen Felsformationen mit grünem Buchenwald von der Seeseite aus zu bestaunen. Zwischen Sassnitz und der Stubbenkammer mit dem Königsstuhl verläuft ein sehr schöner Wanderweg, bei dem man auch an den beeindruckenden Wittower Klinken vorbeikommt. Am steinigen Strand finden Sie mit Glück Hühnergötter, Donnerkeile oder sogar Bernstein.
Informationen
Der Nationalpark Jasmund: Der Nationalpark Jasmund mit altem Buchenbestand bei Stubnitz und den berühmten Kreidefelsen steht bereits seit 1929 unter Naturschutz und hat seit 1990 den Status eines Nationalparks, der drei Zonen umfasst: die Kernzone (Zone I), die sich auf die Buchenbestände erstreckt, wird völlig dem Lauf der Natur überlassen. Die Zone II ist in die Entwicklungs- und Pflegezone gegliedert. Vor allem die Entwicklungszone soll langsam zurückgebaut und in die Zone I zurückgeführt werden. Die Erholungszone III soll auf angemessene Weise die Bedürfnisse des Tourismus mit denen des Naturschutzes verbinden. Deshalb gibt es strenge Regeln. So darf nur auf den ausgewiesenen Wegen geradelt oder gewandert werden.
Unterkunft
Sassnitz: zahlreiche Hotels und Pensionen, aber kein Campingplatz
Tourismusbüro
Sassnitz: Fremdenverkehrsbüro, Seestr. 1, Tel. 038392/5160, www.sassnitz.de
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