Vom Isartal zum Starnberger See

Diese Tour verbindet die Flusstäler von Isar und Loisach mit dem eiszeitlichen Gletscherbecken, in dem heute der Starnberger See liegt. Während das Hügelland weite Ausblicke in das Gebirge eröffnet, bieten Isar und Starnberger See zahlreiche Möglichkeiten für ein erfrischendes Bad. (Autor: Bernhard Irlinger)
47 km
400 m
5.00 h
Von Wolfratshausen nach Berg: Vor dem Bahnhof von Wolfratshausen wenden wir uns nach links und radeln über den Busbahnhof zur nahen Sauerlacher Straße. Auf ihr radeln wir rechts durch den Ort, überqueren bald geradewegs die Loisach und biegen unmittelbar nach der Brücke links in einen Kiesweg. Auf ihm fahren wir immer an der malerischen Loisach entlang, queren nach ca. 2 km unter der B11a hindurch und folgen kurz darauf einer schmalen Teerstraße rechts zur nahen B11. Vor der Bundesstraße radeln wir nach links, überqueren sie nach 200 m und folgen der nach Degerndorf ausgeschilderten Nebenstraße. An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts, mühen uns steil aufwärts, unterqueren die Autobahn und erreichen ohne weitere Mühen Degerndorf. Wir folgen der Hauptstraße durch das Dorf, bis wir rechts in die Straße Am Weiher einbiegen. Vorbei am großen Dorfweiher, an der folgenden Kreuzung nach links und nach 200 m an einer weiteren Kreuzung rechts Richtung Ambach. Nach kurzer Fahrt ragt links der Straße ein von einer Kapelle gekrönter Hügel auf, der eine herrliche Aussicht über das Alpenvorland und zu den Alpen bietet. Wer vor der langen Abfahrt zum Starnberger See eine Pause einlegen will, der sollte sich den Blick von oben nicht entgehen lassen und den kurzen Anstieg in Angriff nehmen. Vom Fuß des Hügels läuft die schmale Straße durch Wiesen abwärts und bringt uns zu einer Vorfahrtsstraße. Auf ihr wenige Meter nach links und dann rechts in eine schmale Nebenstraße (Wegweiser »Hotel Schlosshof Ambach«). Das Sträßchen führt uns zwischen den Gebäuden des gediegenen Hotels hindurch und danach durch eine Allee steil abwärts nach Ambach. Dort auf der Vorfahrtsstraße links hinab bis zum Ufer des Starnberger Sees und scharf nach rechts in die Straße Seeleitn. In Ambach bietet der Gasthof »Zum Fischmeister« eine traditionsreiche Einkehr. Wie der Name verspricht, locken hier vor allem heimische Fischspezialitäten in den schattigen Biergarten.Vorbei an zahlreichen Badeplätzen, an denen sich an schönen Sommerwochenenden zahllose Ausflügler sonnen, führt uns die schmale Straße am Ostufer des Starnberger Sees nach Ammerland. Hier steigt die Straße wenige Meter an, ehe wir links in die Nebenstraße einbiegen, die uns weiterhin am Ufer entlang nach Leoni führt. An der Straßengabelung am Ortsende nicht steil rechts hinauf, sondern links in den Parkweg (Wegweiser »Votivkapelle«). Nach 200 m durch ein Tor, auf dem Kiesweg kurz aufwärts zu einer Wegkreuzung und den Wegweisern folgend links zur Votivkapelle, die an den Tod des unglücklichen Bayernkönigs LudwigII. erinnert. Wir radeln an der Kapelle vorbei in leichtem Auf und Ab durch den Waldhang, bis wir in Berg wieder auf eine Teerstraße stoßen. Traurige Berühmtheit erhielt Berg , als König LudwigII. nach seiner Verhaftung im Jahr 1886 hierher in das neugotische Schloss der Wittelsbacher gebracht wurde. Im nahen See starb er kurz darauf unter nie geklärten Umständen. Die Votivkapelle und ein Kreuz an jener Stelle im See, wo sein Leichnam gefunden wurde, erinnern an den eigenwilligen, in Bayern bis heute verehrten Monarchen. Von Berg nach WolfratshausenAuf der Teerstraße in Berg rechts ein kurzes Stück sehr steil aufwärts und dann geradewegs bis zur Hauptstraße, der wir nach rechts folgen. Nach ca. 200 m biegen wir links in eine Nebenstraße, und wechseln bald auf einen Radweg, der uns zunehmend steiler hinauf nach Aufkirchen bringt. Dort folgen wir noch kurz der Hauptstraße, ehe wir gegenüber der Kirche links in die Farchacher Straße einbiegen. Auf ihr bergab aus dem Ort und am tiefsten Punkt links in die Straße Jägerberg, die uns nach Farchach führt. Wir radeln geradewegs durch das Dorf und zweigen gegenüber der Tennisanlage rechts auf den schmalen Schützenweg ab. Auf ihm zur Kirche von Farchach und dort auf der Vorfahrtsstraße rechts nach Bachhausen. Vor den ersten Häusern links in den Mühlenweg und nach wenigen Metern auf der nach Irschenhausen ausgeschilderten Hauptstraße links aufwärts. Nach ca. 800 m biegen wir links in eine Nebenstraße, die uns in das nahe Mörlbach führt. Wir fahren geradewegs durch den Ort, vorbei an der Autogalerie und Schloss Mörlbach, und finden kurz darauf rechts den schmalen Stephanieweg, der zur kleinen Kirche von Mörlbach führt. In Mörlbach versteckt sich mit der Stephanskirche eines der interessantesten Gotteshäuser in weitem Umkreis. Der Altarraum ist mit spätgotischen Fresken ausgemalt, und das spätgotische Chorgestühl blieb erhalten. Besondere Bedeutung haben jedoch die wertvollen spätgotischen Altäre. Der Hochaltar entstand 1510 und der herrliche Verkündigungsaltar ca. 20 Jahre früher. Nach dem kurzen Abstecher setzen wir auf der Dorfstraße unseren Weg fort. Am Ortsende knickt die Straße nach rechts und bringt uns wieder zur Hauptstraße zurück. Auf ihr links über die Autobahn und im Auf und Ab am Weiler Wadlhausen vorbei nach Irschenhausen. Wir radeln auf der Hauptstraße durch das Dorf und biegen am Ortsende links auf den Zeller Weg ab. Wir radeln geradeaus, wechseln in Zell geradewegs auf eine Vorfahrtsstraße und folgen kurz nach dem kleinen Kirchlein von Zell der Hauptstraße nach links. Auf ihr abwärts, vor dem Bahnhof von Schäftlarn über die Gleise und dann geradewegs zur nahen Hauptstraße, der B11. Am Radweg entlang der Bundesstraße ca. 200 m nach links, dann vorsichtig über die B11 und auf der zum Kloster Schäftlarn ausgeschilderten Straße rechts hinab. An der folgenden Kreuzung biegen wir rechts auf die Vorfahrtsstraße ein und lassen die Räder zum Kloster Schäftlarn hinabrollen. Am Rand des Isartals wurde um 760 das Kloster Schäftlarn gegründet. Der in seiner heutigen Form barocke Klosterbau entstand Anfang des 18.Jh. 1760 wurde die herrliche Rokokokirche geweiht, die von den herausragenden Künstlern jener Zeit, u. a. Johann Baptist Zimmermann, gestaltet wurde.Vorbei an Kloster und Klosterbräustüberl folgen wir der Straße durch das Tal zur Isar, an der sonnige Kiesbänke zu einem Bad einladen. Die Straße führt uns über die Isar und kurz darauf über den Isarwerkkanal. Hier noch ein kurzes Stück auf der Hauptstraße nach rechts und dann rechts in die Nebenstraße (bis Wolfratshausen Wegweiser »Isarradweg«), die uns am Kanal entlang zur Aumühle bringt. An der Weggabelung vor den Gebäuden halten wir uns rechts und radeln auf der schmalen Teerstraße durch die Pupplinger Au genannte Schwemmebene. Hier bieten rechts abgehende Wege immer wieder die Möglichkeit, Badeplätze an der Isar zu erreichen. Bald fahren wir geradewegs nach Puppling und stoßen auf eine breite Vorfahrtsstraße. An ihr entlang führt uns rechts ein Radweg über die Isar und nach Wolfratshausen. Immer der Hauptstraße folgend bringt er uns bis zum Bahnhof von Wolfratshausen. Der alte Marktort Wolfratshausen hat sich nahe der Mündung der Loisach in die Isar entwickelt. Am Loisachufer sind eine Anzahl alter Bürgerhäuser erhalten, und über der Stadt wacht der Turm der Mitte des 17.Jh. erbauten Pfarrkirche. Wer zum Abschluss der Tour in Wolfratshausen einkehren möchte, dem bietet der Gasthof »Humplbräu« am Obermarkt bodenständige Küche in historischem Ambiente. Der Feinschmecker lässt sich am Untermarkt im »Patrizierhof« verwöhnen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour47 km
Höhenunterschied400 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer S-Bahnhof in Wolfratshausen.
EndpunktDer S-Bahnhof in Wolfratshausen.
TourencharakterIm Auf und Ab durch das aussichtsreiche Hügelland, das den Starnberger See vom Isartal trennt. Vor Degerndorf und zwischen Berg und Aufhausen sind kräftige Anstiege zu überwinden. Im Isartal und am Starnberger See kann man sich auf langen Flachstücken erholen. Sowohl am Starnberger See als auch an der Isar findet man zahlreiche herrliche Bademöglichkeiten. Bis auf einige Abschnitte, die über Kieswege führen, verläuft die Tour durchgehend auf wenig befahrenen oder für den Autoverkehr gesperrten Teerstraßen.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarten 1:75000, Blatt München/Alpenvorland oder Blatt Bayerische Seen.
MarkierungenÖrtliche Wegweiser, die Wegweiser des Starnberger-See-Ostuferweges und die Wegweiser des Isar-Radweges.
VerkehrsanbindungBahnverbindung: Die S7 verbindet München mit Wolfratshausen. Anreise mit dem Auto Mit dem Auto erreicht man Wolfratshausen von der gleichnamigen Ausfahrt der A95 über die B11a und dann in nördlicher Richtung über die B11.
GastronomieIn Degerndorf, Ambach, Ammerland, Leoni, Berg, Aufkirchen, Farchach, Irschenhausen, Schäftlarn, im schönen Biergarten des Klosterbräustüberls in Schäftlarn, an der Isarbrücke und der Aumühle, in Puppling und Wolfratshausen.
Verleih
Mehrere Werkstätten in Wolfratshausen.
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