Vom Hauptbahnhof nach Glinde

Hauptbahnhof – Borgfelde – Hamm – Horn – Billstedt – Oststeinbek – Glinde (Autor: Günter Weigt)
17 km
40 m
1.00 h
Vom Hauptbahnhof nach Hamm.
Hauptbahnhof, Norderstraße, U/S-Berliner Tor, Grünzug durch Borgfelde, U-Burgstraße, U-Hammer Kirche.
Hauptbahnhof, Ausgang Kirchenallee: Hinter dem Blumenstand an der Südostecke des Bahnhofsgebäudes queren wir den Steintordamm und radeln dann die nächsten 1400 Meter immer an der Bahn entlang: zwischen dem Museum für Kunst und Gewerbe und den Gleisen auf einem breiten Fußweg, über die Kurt-Schumacher-Allee, hinter dem Überweg links versetzt über einen Parkplatz und weiter auf der Repsoldstraße/Norderstraße.
Interessanter Abstecher in das Münzviertel.
Rechts durch den Norderstraßen-Tunnel in das alte Münzviertel: Heute sind die hohen dunklen Backsteinhäuser vom Verkehr umtost, es ist laut und schmutzig; Ende des 19. Jahrhunderts aber waren sie eine piekfeine großbürgerliche Adresse vor den Toren der Stadt, als Sahnehäubchen die mit Intarsien, edlem Parkett und vielerlei Zierrat aus Holz und Stein versehene Bürgermeister-Wohnung in der »Münzburg«.
Nach kurzer Kopfsteinpflaster-Strecke geht es geradeaus über die Hammerbrookstraße hinweg und durch den kleinen Scheutzow-Park hoch zum Berliner Tor. Auf Höhe des U/S-Bahn-Eingangs wechseln wir die Straßenseite und radeln auf der linken Brückenseite Richtung Osten (Vorsicht, Unfallgefahr am Ende der Brücke bei der Einmündung der Klaus-Groth-Straße!). Dahinter führt ein Lehmkiesweg hinauf in den langen Grünzug, der uns jetzt bis Billstedt begleiten wird – er zieht sich direkt auf und an der U-Bahn-Strecke entlang. An der Burgstraße müssen wir kurz hinunter zur Hammer Landstraße, aber gleich hinter der U-Bahn-Haltestelle geht es wieder hoch in den Thörls-Park und an der Hirtenstraße entlang.
Von Hamm nach Billstedt.
U-Hammer Kirche, Horn, U-Horner Rennbahn, U-Billstedt, U-Merkenstraße.
Wir queren den Hammer Steindamm und passieren den Eingang der U-Bahn-Haltestelle, die 1957 neu erbaute Dreifaltigkeitskirche und dahinter einen ehemaligen Friedhof – letzte Ruhestätte Hamburger Berühmtheiten wie Johann Hinrich Wichern, Amandus Abendroth und die Familie Sieveking. Am Ende des Parks radeln wir 100 Meter nach links und dann rechts in den Horner Weg. Dem folgen wir an der Eisdiele vorbei durch das Südostende des sogenannten Backsteingürtels. Er umgab, als Resultat des sozialdemokratischen Wohnungsbauprogramms der 20er-Jahre, den inneren Stadtbereich mit einer Kette von modernen Wohngebieten. Stadtbildprägend bis heute: ihr typischer dunkler Klinker, nach Vorgaben des Oberbaudirektors Fritz Schumacher, und – je nach Architekt – häufige Bauhaus- und Kubismus- Anleihen; am bekanntesten sind die Quartiere in der Jarrestadt und in Dulsberg.
Wir überqueren die Güterumgehungsbahn und fahren am Gelände des Rauhen Hauses entlang, biegen dann rechts in den Rhiemsweg und nach 200 Metern wieder links in den U-Bahndeckel-Parkweg, unschwer an den Lüftungsschächten zu erkennen.
Die U-Bahn-Haltestelle Horner Rennbahn umfahren wir rechts, an einem alten Rundbunker vorbei und über zwei Ampelüberwege. Rechts neben dem kleinen Einkaufszentrum mit Polizeiwache geht es über den Fußweg in die Sackgasse Meurerweg und dann – links versetzt – über den Sandkamp hinweg. Hier beginnt wieder der Parkweg, frisch asphaltiert. Wir folgen ihm zur U-Bahn-Haltestelle Legienstraße und radeln leicht links verschwenkt in den Riedweg hinein. Vorsicht bei der Überquerung des Schiffbeker Wegs! Hinter dem U-Bahnhof Billstedt kreuzen wir den Öjendorfer Weg, legen vielleicht eine Pause auf der Terrasse des Cafés im alten Wasserwerk ein, oder wir fahren doch noch weiter bis zum Freibad am Schleemer Bach. Hinter dem Bach geht’s kurz nach links und in einer Kinderwagen- Serpentine hoch zum Kaspar-Siemers-Stieg, links versetzt weiter in den Papyrusweg und dann zur Möllner Landstraße. Hier biegen wir links ein und radeln danach an der U-Bahn-Haltestelle Merkenstraße rechts die Steinbeker Marktstraße hinauf.
Von Billstedt nach Glinde.
U-Merkenstraße, Steinbeker Marktstraße, Oststeinbeker Straße, Steinfurther Allee, Entlang der Glinder Au, Trampelpfad nach Oststeinbek, Durch die Feldmark nach Glinde.
Von der Steinbeker Marktstraße biegen wir nach 400 Metern links in die Oststeinbeker Straße. 700 Meter weiter nehmen wir rechts die Steinfurther Allee und folgen ihr halblinks über die Autobahnbrücke. Wir fahren An der Glinder Au geradeaus ins Kleingartengelände und an dessen Ende auf einem schmalen Pfad – dem alten Kirchensteig von Oststeinbek nach Kirchsteinbek – unter der Hochspannungsleitung hindurch zur Straße Am Eich/Uferstraße in Oststeinbek. An der zweiten Querstraße biegen wir rechts ab in die Brückenstraße (wer stattdessen links hochfährt, kommt direkt zum Eiscafé im Ortszentrum!). Links verschwenkt queren wir bei der Feuerwache die Stormarnstraße und fahren das Lägerfeld hinauf. Am Ende der Siedlung geht die Straße in einen Feldweg über. Wir radeln zwischen Knicks und Feldern hindurch bis zur Straße Meienhoop, dort links zur Möllner Landstraße und auf deren Radweg nach rechts; von hier sind es nur noch zwei Kilometer bis zum Glinder Markt.
Naturnahe Alternative ab Ortseingang Glinde: Wir biegen rechts von der Möllner Landstraße nach Im Grund ab, finden am Ende der Sackgasse den Durchgang links zwischen den Häusern und schlängeln uns dann auf einem schmalen asphaltierten Wanderweg direkt an der Glinder Au entlang. Der Wanderweg kreuzt, 150 Meter links verschwenkt, den Havighorster Weg und endet 500 Meter weiter mit einem Rechtsschwenk auf der asphaltierten Zuwegung des Golfplatzes Glinde. Wir radeln nach links an den Gleisen entlang zum früheren Glinder Güterbahnhof (hier bietet sich ein nahtloser Übergang zu Tour 16 nach Aumühle an). Über die Sönke-Nissen-Allee erreichen wir nach wenigen Metern den Glinder Markt.

Tour auf einen Blick.
km 0 U/S-Hauptbahnhof, auf der Norderstraße zum Berliner Tor, km 1,5 U/S-Berliner Tor, im Park durch Borgfelde, km 3 U-Burgstraße, durch den Thörls-Park zur Hammer Kirche, km 4 U-Hammer Kirche, auf dem Horner Weg ins Zentrum von Horn, km 6 U-Horner Rennbahn, im Grünzug nach Billstedt, km 7 U-Legienstraße, auf dem Wanderweg an der U-Bahn entlang, km 8 U-Billstedt, auf Wohnstraßen durch das östliche Billstedt, km 10 U-Merkenstraße, auf der Oststeinbeker Straße aus der Stadt heraus, km 13 Oststeinbek, durch die Felder, dann an der Möllner Landstraße nach Glinde, km 16 Glinde, Endpunkt der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied40 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortHauptbahnhof
AusgangspunktU/S-Hauptbahnhof.
EndpunktGlinder Markt.
TourencharakterAus der Stadtmitte in den Osten: Wir radeln auf Schleichwegen aus der Stadt heraus, weitgehend autofrei und dabei genauso schnell wie auf dem stressigen Weg an den Hauptstraßen entlang. Zum Teil muss zwischen den Seitenstraßen, Parks und Feldwegen sorgsam navigiert werden, und besondere Vorsicht ist an den querenden Hauptverkehrsstraßen geboten. Dafür entschädigt die Route mit langen Grünzonen und guter Luft.
Hinweise
Baden. Hallen- und Freibad Billstedt.
KartentippStadtplan Hamburg.
MarkierungenStellenweise Fahrradrouten-Beschilderung »R 4« zwischen Berliner Tor und Billstedt.
VerkehrsanbindungAlle U/S-Bahn-Linien sowie die Fernbahn; Rückfahrt mit der U 3 von U-Mümmelmannsberg oder U-Steinfurther Allee.
GastronomieVielfältige Gastronomie in den durchquerten Stadtteilen, z. B. in Billstedt das Café im ehemaligen Wasserwerk sowie Cafés, Eisdielen und Restaurants im EKZ Horner Rennbahn, im Oststeinbeker Ortszentrum und am Glinder Markt.
Informationen
Kombinationen mit anderen Touren möglich. Querverbindung zu Tour Von Bergedorf zum Hauptbahnhof. Hinter dem Schwimmbad nach rechts am Schleemer Bach entlang, über zwei Querstraßen und durch die B-5-Unterführung. Unmittelbar dahinter treffen wir auf die Tour 20: Nach links ist Bergedorf ausgeschildert, nach rechts die Innenstadt. Querverbindung zu Touren Von Mümmelmannsberg nach Bergedorf und Von Bergedorf zum Hauptbahnhof. 100 Meter hinter der Autobahnbrücke rechts hinunter und durch das Gehölz zur ehemaligen Furt durch die Steinbek, heute Glinder Au. Es geht geradeaus in die Großsiedlung Mümmelmannsberg hinauf und auf den Kirchnerweg, dann hinter der Gesamtschule auf dem Mümmelmannsberg links zur U-Bahn-Haltestelle an der Kandinsky-Allee.
Tourismusbüro
www.glinde.de/Freizeit&Kultur.
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