Vom Flughafen in die Moore

Krohnstieg-Tunnel – U-Fuhlsbüttel-Nord – Raakmoor – Wittmoor – Duvenstedt – U-Ohlstedt (Autor: Günter Weigt)
20 km
30 m
2.00 h
Vom Krohnstieg-Tunnel ins Raakmoor.
Krohnstieg-Tunnel, Rechts durch den Jugendpark, Holtkoppel, Links in die Flughafenstraße, U-Fuhlsbüttel-Nord, Links in die Moorreye, Durch den Kleingartenverein, Raakmoor/Nordspitze.
Am Krohnstieg, nahe dem Ostausgang des Flughafentunnels, beginnt auf Höhe der Bushaltestelle Ermlandweg der Wanderweg durch den Jugendpark. Er führt nach einer Rechtskurve dicht an der neuen Flughafen-Schnellstraße entlang. Große Steinstufen auf der rechten Seite (mit Schieberampe) führen hoch zum Aus sichts - punkt mit einem kleinen Ausflugscafé; hier, auf der Feuerwehrzufahrt zum Flughafen, hat man einen guten Blick über Startbahnen und Tower. Es geht weiter auf der Holtkoppel, rechts in den kurzen Rüümk und dann links und gleich wieder rechts auf einen Fußweg am Flughafenzaun. Der Weg führt – beidseitig eingezäunt – durch die Einflugschneise zum Treffpunkt der hiesigen Flugzeugbeobachter-Gemeinde : Unmittelbar vor dem Aufsetzen donnern die Jets über unsere Köpfe hinweg, ein beeindruckendes Schauspiel! An der Gabelung dahinter halten wir uns zweimal links und radeln auf der Flughafenstraße über die Langenhorner Chaussee hinweg zum U-Bahnhof Fuhlsbüttel-Nord.
Wir folgen der Flughafenstraße noch 200 Meter Richtung Osten bis zur Moorreye. Dort geht es nach links. 700 Meter weiter endet die Moorreye, wir fahren nach rechts durch das Kleingartengelände und gelangen auf einen Wanderweg am Raakmoorgraben. An der Fußgängerampel queren wir die Straße Gehlengraben/Ring 3, und hinter dem nächsten Kleingartenverein geht es hinein ins Raakmoor – immer am Raakmoorgraben entlang; anfangs auf einem schmalen und etwas holperigen Weg, aber dann wird’s richtig hübsch. Wir folgen dem Bächlein, wechseln an seiner Linkskurve die Bachseite und lassen das große Rückhaltebecken links liegen. Sehr zu empfehlen: Kurz vor dessen Ende führt ein 50-Meter-Abstecher nach rechts zu einem Aussichtshügelchen mit Blick über das renaturierte Moor.
Der Weg am Raakmoorgraben führt bis zur Nordspitze des Moorgebiets an der Straße Hohe Liedt/Hattsmoor. Dort biegen wir nach rechts ein und radeln dann auf dem asphaltierten Straßenzug Wildes Moor/Dweermoor durch die Siedlung.
Vom Raakmoor zum Wittmoor.
Raakmoor/Nordspitze, Hummelsee, Kupferteichweg, Nach Norden zum Eichelhäherkamp, Wittmoor.
Wir fahren auf dem Dweermoor zur Glashütter Landstraße (Vorsicht beim Queren!) und geradeaus ins Hüsermoor, an dessen Ende links auf eine sehr schmale Straße mit Asphaltresten. Am kleinen Hummelsee, einer ehemaligen Kiesgrube vor dem – inzwischen begrünten und recht passabel aussehenden – »Müllberg«, halten wir uns rechts, auch bei den nächsten beiden Einmündungen, und kommen in den Kupferteichweg. Der kreuzt die Harksheider Straße und führt dann einen Kilometer geradeaus. Sein Ende geht in einen Wanderweg über; bei dessen Gabelung fahren wir links über das Holzbrückchen (Querverbindung zu Tour 9: vor dem Holzbrückchen rechts und am Kupferteich entlang zum Hohenbuchen-Park an der Alster). Gleich noch einmal nach links, und wir gelangen auf einen asphaltierten Feldweg, der am Eichelhäherkamp endet. Wir biegen rechts ein (Radweg!), und nach 300 Metern, gleich hinter der Hochspannungsleitung, geht es nach links in den Feldweg Am Moor. Er endet am Wanderweg durch das Wittmoor – der liegt auf dem niedrigen Damm der Lorenbahn, mit der bis 1958 der abgebaute Torf transportiert wurde. Der Wanderweg führt uns zum KZ-Gedenkstein ; 300 Meter weiter verlassen wir den Feldbahndamm nach links auf einen Sandweg – es kommt ein kurzes Lüneburger-Heide-Gefühl auf –, und nach weiteren 300 Metern liegen drei Findlinge auf dem Weg.
Hinter den drei Steinen radeln wir weiter am Rande des Moors entlang – und bei jeder Weggabelung halten wir uns links. Nur den Reitweg nach 700 Metern kreuzen wir. 100 Meter weiter, an der Ecke Parkberg/Wildstieg, biegen wir wieder links ab, und es geht auf schmalen Pfaden abermals über sandige Heidehügel hinweg am Moor entlang, weiter nach der Devise: im Zweifel links. Nachdem wir den Blick über die Moorwiesen und -teiche ausgiebig genossen haben, treffen wir auf die Ecke Brunsteenreeder/Meesterbrooksweg.
Vom Wittmoor nach Ohlstedt.
Wittmoor, Auf dem Meesterbrooksweg nach Duvenstedt, Schleusenredder, Auf dem ehemaligen Kleinbahndamm zum U-Bahnhof Ohlstedt.
Der asphaltierte Meesterbrooksweg führt nach rechts und schwingt sich malerisch durch hügelige Wiesen; seine Verlängerung Im Ellernbusch bringt uns bis zur Ortsmitte von Duvenstedt. In Duvenstedt fahren wir nach rechts in den Duvenstedter Damm und weiter in den Schleusenredder – hier treffen wir auf Tour 9 und 10. Wir überqueren die Alster und radeln auf dem Schleusenredder geradeaus weiter (auch wenn die Hauptstraße nach rechts abknickt!). 300 Meter hinter der Alsterbrücke steht rechts der ehemalige Endbahnhof der Walddörferbahn, heute ein liebevoll eingerichtetes Kleinbahnmuseum (7). Dahinter beginnt rechts ein breiter Wanderweg auf der ehemaligen Bahntrasse, der uns bis zum U-Bahnhof Ohlstedt durch den Wohldorfer Wald führt (Details und Anschluss: siehe Tour 9).

Tour auf einen Blick.
km 0 Krohnstieg-Tunnel, am Flughafen entlang zur Flughafenstraße, km 3 U-Fuhlsbüttel-Nord, auf dem Wanderweg durch das Raakmoor, km 7 Raakmoor/Nordspitze, auf Feldwegen und Seitenstraßen zum Wittmoor, km 14 Wittmoor, auf Wanderwegen und Nebenstraßen nach Duvenstedt, km 18 Duvenstedt, auf die Kleinbahntrasse im Wohldorfer Wohld, km 21 U-Ohlstedt, Endpunkt der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied30 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortKrohnstieg-Tunnel-Ostseite oder Fuhlsbüttel-Nord
AusgangspunktKrohnstieg-Tunnel-Ostseite oder U-Fuhlsbüttel- Nord (kein Aufzug!).
EndpunktU-Ohlstedt (kein Aufzug!).
TourencharakterÜberraschend nah am verkehrsreichen Fuhlsbüttel liegen die stillen Naturschutzgebiete Raakmoor und Wittmoor. Beide mit ähnlicher Vergangenheit: Zunächst entwässert und für den Torfabbau genutzt, dann lange sich selbst überlassen, und erst in den letzten drei Jahrzehnten durch gezielte Anhebung des Wasserspiegels in einen mehr oder weniger ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Renaturierung ist noch in vollem Gange, deutlich erkennbar an abgestorbenen Birkenwäldchen in den aufgestauten Bereichen. Hinter Duvenstedt geht es durch den Wohldorfer Wald zum U-Bahnhof Ohlstedt
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan Hamburg.
MarkierungenAb Raakmoor gelbe Wanderwegmarkierungen; im Wittmoor mit den Buchstaben »DU« für Duvenstedt, dahinter »OH« für Ohlstedt.
VerkehrsanbindungU-Bahn U 1.
GastronomieCafés und Restaurants in Fuhlsbüttel und Duvenstedt, Ausflugscafé am Flughafen.
Tipps
Abenteuer-Variante. Bei guter Witterung und v. a. für Kinder interessant, aber schmal und etwas holperig: 100 Meter nördlich des Rückhaltebeckens nehmen wir den Trampelpfad nach rechts in den Wald und radeln – die renaturierte Moorfläche immer rechts im Blick – bis zum Reit- und Feldweg Wildes Moor, der das Raakmoor östlich begrenzt. Unser Weg führt dann nach Norden am Wilden Moor entlang bis zur Asphaltstraße Dweermoor.
Informationen
Kombinationen mit anderen Touren möglich.
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