Um den Tollensesee

Abwechslungsreiche Rundtour, vorwiegend auf Asphaltstraßen, mit schönen Aussichten auf den Tollensesee. (Autor: Tassilo Wengel)
42 km
200 m
4.00 h
Wir starten am Bahnhof in Neubrandenburg L, folgen dem FriedrichEngels-Ring nach rechts bis zum Treptower Tor, das mit seinem 32 m hohen Turm das höchste der vier Stadttore ist. Als Teil der Stadtbefestigung wurde es um 1400 erbaut und beherbergt die Abteilung Ur- und Frühgeschichte des Neubrandenburger Regionalmuseums (tägl. 10.00–17.00 Uhr geöffnet). Hier überqueren wir die Rostocker Straße, schwenken nach rechts und fahren an dieser etwa 50 m entlang. Nachdem wir den Oberbach, einen Zufluss zum Tollensesee überquert haben, biegen wir nach links und kommen direkt zum Tollensesee. Nach Passieren der hohen Brücke radeln wir am Seeufer entlang, treffen auf den Tollensesee-Rundweg (TR) und folgen dem Wegweiser nach Usadel. An der Brehmshöhe vorbei – wo sich ein Aussichtsturm besteigen lässt – führt unsere Tour nach Klein Nemerow. Dort verlassen wir die Seeniederung, folgen einer Links-Rechts-Kurve und schwenken bei der Tollense-Stube nach rechts.
Unser Radweg führt über einen Parkplatz, steigt leicht bergan zur B 96, die wir überqueren, um nach Groß Nemerow zu kommen. Von hier radeln wir über eine Hochfläche nach Zachow und von dort bergab durch ein idyllisches Waldgebiet an der Försterei Zachow vorbei wieder aufwärts nach Usadel. Nachdem wir von der Höhe den herrlichen Blick auf den Tollensesee genossen haben, schwenken wir nach links, überqueren die B 96 beim Usadler Krug und beachten den Wegweiser nach Prillwitz. Am Südrand des Naturschutzgebietes Nonnenhof vorbei, einem bedeutenden Vogelrast- und Brutplatz, erreichen wir Prillwitz. Das Dorf liegt am Ufer des Lieps, einem kleinen, dem Tollensesee vorgelagerten See. Als Ortsteil von Hohenzieritz, das ebenfalls Herzog Carl von Mecklenburg-Strelitz gehörte, entstand hier um 1690 ein Herrenhaus, das als Sommersitz diente. Da es den Ansprüchen der späteren Generationen nicht mehr genügte, baute man zwischen 1887 und 1889 in Hohenzieritz ein Schloss ('Tour 20), in dem auch die beliebte preußische Königin Luise, Gattin König Friedrich Wilhelms III. lebte.
Wir schwenken am Ortseingang von Prillwitz nach rechts, durchqueren den Ort und landen im unteren Ortsteil von Zippelow. Nach einem steilen Anstieg in den oberen Ortsteil schwenken wir kurz vor dem Ortsausgang auf den Radweg nach rechts und kommen durch die hügelige Landschaft, die von Endmoränen geprägt ist, über Wustrow nach Alt Rehse. Das Dorf wurde zwischen 1934 und 1936 von den Nazis geschleift und als »Musterdorf« wieder aufgebaut. Es entstanden 19 reetgedeckte Fachwerkhäuser mit Backsteinausfachung. In das Fachwerk sind Namen und Jahreszahlen eingekerbt, deren Zählung mit der Machtübernahme Hitlers, 1933, beginnt, zum Beispiel »Württemberg im 4. Jahr«. Im Ort schwenken wir nach rechts und radeln am Ufer des Tollensesees durch das Brodaer Holz, einen Mischwald, zum Campingplatz Gatschek. Dort folgen wir der Gatschaer Straße zu einem überdachten Rastplatz und weiter geradeaus am Seeufer entlang vorbei am Strandbad zur Brücke und auf bekanntem Weg in die Stadt Neubrandenburg L.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour42 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNeubrandenburg, Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Tollensesee südlich von Neubrandenburg liegt in einer reizvollen Endmoränenlandschaft, die sich bequem mit dem Fahrrad erkunden lässt. Immer wieder bieten sich herrliche Aussichten auf den See, und dazwischen liegen schöne Dörfer.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, Tollensesee-Rundweg (TR).
VerkehrsanbindungÜber B 96 von Berlin, B 104 von Schwerin oder B 198 von Prenzlau.
GastronomieNeubrandenburg, Klein Nemerow, Bornmühle, Alt Rehse.
Informationen
Neubrandenburg, 1248 gegründet, bezeichnete man vor dem Krieg als »Rothenburg des Nordens«. Leider wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg so stark zerstört, dass der Wiederaufbau mit einer zweiten Stadtgründung vergleichbar ist. Erhalten blieb die 2,3 km lange Stadtmauer mit zahlreichen Wiekhäusern, die nach altem Vorbild wieder hergestellt wurden. Zu den Sehenswürdigkeiten der Backsteingotik gehören vier Stadttore (Friedländer, Stargarder, Treptower und Neues Tor) die dem Ort zum Beinamen »Stadt der vier Tore« verhalfen. Die Klosterkirche St. Johannes (13./14. Jh.) besitzt eine wertvolle Kanzel (1588). Abgeschlossen wurde inzwischen die Rekonstruktion der gotischen Marienkirche, die nun als Konzertsaal genutzt wird.
Tourismusbüro
Stadtinformation Neubrandenburg, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg, Tel. 0395/ 19433, E-Mail: nb-info@vznb.de, Internet: www.neubrandenburg.de.
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