Um den Drewitzer See

Naturparkstation bei Karow – Alt Schwerin – Sparow – Nossentiner Hütte – Bornkrug – Linstow – Dobbin – Karow – Naturparkstation bei Karow (Autor: Tassilo Wengel)
40 km
310 m
3.00 h
Von Karow nach Silz: Auf Radweg neben der B 192 bis Alt Schwerin. Am Freilichtmuseum entlang zum Drewitzer See. Links halten und über Sparow nach Silz. Wir starten bei der Naturparkstation Nossentiner und Schwinzer Heide und fahren auf dem Radweg neben der B 192 (Wegweiser Moorochse) nach Alt Schwerin. Hier erwartet uns die typische Anlage eines mecklenburgischen Gutsdorfes in einzigartigem Zustand, das sich beiderseits der Straße entlangzieht und vollständig in ein großzügig angelegtes Freilichtmuseum einbezogen ist. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem ein Herrenhaus aus dem Jahre 1733, eine Tagelöhnerkate aus dem 18. Jh., die Dorfkirche mit Teilen aus dem 13. Jh. und ein Kräutergarten. Kernstück ist das Agrarhistorische Museum in der Dorfstraße 21. In Alt Schwerin folgen wir beim Museum dem Wegweiser in Richtung Sparow, radeln am Außengelände des Freilichtmuseums mit der weithin sichtbaren Windmühle vorbei und erreichen das Ufer des Drewitzer Sees , ein Naturschutzgebiet. Hierbei handelt es sich um einen kalkreichen Klarwassersee in einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne, der vor allem wegen seines klaren Wassers Lebensraum für zahlreiche seltene Armleuchteralgen, Molluskenarten, aber auch Libellen ist. Außerdem bietet sein Fischreichtum Lebensraum für Fisch- und Seeadler. Von einer kleinen Anhöhe lässt sich die Lage des Sees inmitten der welligen Landschaft gut erkennen. Wir setzen unsere Tour nach Sparow fort, halten uns hier links und radeln nach Silz. Von Silz nach Linstow Beim Kreisverkehr in Silz nach links bis Nossentiner Hütte. Durch die Schwinzer Heide über Bornkrug nach Norden bis Linstow. In Silz schwenken wir beim Kreisverkehr nach links und fahren zunächst auf Asphalt, dann auf einem festen Waldweg nach Nossentiner Hütte , einem typischen Handwerkerdorf, das 1751 aus einer Glashütte hervorging. Hier halten wir uns rechts und folgen nach etwa 500 m dem Wegweiser Bornkrug/Linstow nach links und radeln auf einem Asphaltband durch die Nossentiner und Schwinzer Heide, zu beiden Seiten von Heideflächen begleitet. Bei einer Schranke verlassen wir das Asphaltband und folgen dem Radwegweiser Bornkrug/Linstow geradeaus weiter nach Bornkrug. Im Ort radeln wir geradewegs weiter, fahren am Linstower See entlang und kommen zu einem schönen Rastplatz mit Blick auf den See. Eine Tafel am Wege informiert über die Geschichte der Gegend. Wir erfahren auch, dass Bornkrug einst eine Poststation hatte, denn hier kreuzten sich drei Handelswege, nämlich Hamburg-Stettin, Rostock-Elbübergang Werben sowie Plau-Malchin. Wir nähern uns Linstow, das durch die Nebel, einen Nebenfluss der Warnow, in zwei Teile gegliedert wird: das Kirchdorf – die erste Erwähnung der Kirche erfolgte 1256 – und das Gutsdorf. Unter Schutz steht der Linstower Werder, eine Halbinsel mit Resten eines Eichen-Hutewaldes. Früher nutzte man die Halbinsel als Viehweide, da die Eicheln im Herbst eine gute Mast boten. Als besondere Attraktion befindet sich in einem schilfrohrgedeckten Holzhaus das Umsiedler-Museum der Wolhynierdeutschen. Von Linstow nach Karow In Linstow dem Wegweiser nach Dobbin folgen. In Dobbin links halten und dem Radwegweiser in Richtung Karow folgen. Die Gegend um Linstow wurde bereits zwischen 600 und 1200 n. Chr. von den Slawen besiedelt, auf die auch der Ortsname – von »liniste« abgeleitet, das Lein bedeutet – zurückgeht. Über Jahrhunderte blieb der Ort Stammsitz der Familie von Linstow, die sich im Laufe der Zeit über viele Länder ausbreitete. Zum Geschlecht derer von Linstow gehörten auch die Afrikaforscher Charles und David Livingstone. In Linstow folgen wir der Hauptstraße (Wegweiser Dobbin) nach links und überqueren die Autobahn. Auf dem Radweg Berlin-Kopenhagen (B-KO) geht es bis zur Kreuzung, dort nach links, um auf schöner Kastanienallee Dobbin zu erreichen. Auch Dobbin wurde zwischen 600 und 1200 n. Cr. von den Slawen besiedelt. Zeugen dieser frühen Besiedlung sind zwei Steinhügelgräber. Am Ende einer Katenreihe steht die Kirche. Einst als gotische Kapelle gebaut, wurde sie 1872 umfassend verändert und erhielt den Westturm. Als Besonderheit gilt im Park von Dobbin eine mehrstämmige Linde mit weit ausladender Krone. Ein Gedenkstein erinnert an die Geburt der einstigen Königin Juliane der Niederlande im Jahre 1909, Mutter von Königin Beatrix. Sie weilte mit ihrer Mutter Wilhelmina, der Gattin von Heinrich zu Mecklenburg und Königin der Niederlande, als kleines Kind oft in Dobbin. Im Ort schwenken wir nach links und folgen dem Radwegweiser nach Karow durch das Waldgebiet der Schwinzer Heide, wo wir die Tour bei der Naturparkstation beenden.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour40 km
Höhenunterschied310 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortKarow
AusgangspunktNaturparkstation Karow
EndpunktNaturparkstation Karow
TourencharakterDie Naturparkstation Nossentiner und Schwinzer Heide bei Karow ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Radtour, denn neben Ausstellungen und Vorträgen gibt es hier Informationen über empfehlenswerte Rad- und Wanderwege. Von hier führt die Tour nach Alt Schwerin, einem mecklenburgischen Gutsdorf mit Agrarhistorischem Museum
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungAnreise Mit dem Auto über die A 19, Ausfahrt Malchow, auf B 192 nach Karow. Mit der Bahn bis Karow. Busverbindung mit Plau am See.
GastronomieAlt Schwerin: Landhotel Altes Pfarrhaus, Kastanienallee 14. Sparow: Hotel Gutshof Sparow, Dorfstraße 8. Silz: Landgasthaus Fleesensee Silz, Am Dorfteich 23. Nossentiner Hütte: Café Restaurant Gisela, Dorfstraße 17. Bornkrug, Linstow: Van der Valk Resort, Krakower Chaussee 1.
Tipps
Im 1993 eröffneten Museum erfährt der Besucher die Geschichte der Deutschen, die im 13. Jh. nach Russland auswanderten, dort Siedlungen gründeten und in den letzten 100 Jahren wieder entschädigungslos vertrieben wurden. In Linstow fanden viele dieser deutschstämmigen Wolhynier eine Heimat. Das erste Haus entstand 1947 und war bis 1987 bewohnt. Das Museum ist ein Wohnhaus mit Stall und teilweise noch original eingerichtet (geöffnet Di–Fr 13–16 Uhr, Sa/So 14–16 Uhr).
Unterkunft
Alt Schwerin: Landhotel Altes Pfarrhaus, Kastanienallee 14, Tel. 039932/827 50, www.landhotel-altes-pfarrhaus.weblotse.com
Tourismusbüro
Informationszentrum Karower Meiler, Ziegenhorn 1, 19395 Karow, Tel. 038738/ 702 92, info-nsh@np.mvnet.de, www.naturpark-nossentiner-schwinzer-heide.de
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