Über Mittenwalds Buckelwiesen

ca. 4 km, davon rund 3 km Schiebestrecke. Zwei Hauptanstiege zum Schmalsee und zum Tonihof. Höhenunterschied - ca. 125 m. Gefällstrecken gesamt 6 km. Verkehr: Verstärkt nur in Mittenwald und zum Schmalsee hoch. Wege: Gut 6 km Schotterwege, z. T. schmal und etwas gröber, ansonsten Asphaltstraßen. (Autor: Armin Scheider)
23 km
125 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Mittenwald. Von dort fährt man auf der Bahnhofsstraße zur Pfarrkirche und gleich danach rechts auf der Mathias-Klotz-Straße zur Goethestraße. Diese führt in Nordrichtung aus dem Ort hinaus zu einer großen Straßengabel am Nordrand von Mittenwald (Km 1,5). Maßgebend für uns ist die linke Abzweigung nach Klais. Leider läßt sich der folgende Anstieg von einem Kilometer, begleitet von stärkerem Verkehr, nicht umgehen. 200 Meter nach dem Scheitelpunkt dann die Rechtsabzweigung »Tonihof/Jugendherberge« und damit sind wir auch schon weg von der Hauptstraße. Man radelt jetzt bei herrlicher Sicht am Schmalsee entlang, umgeben von reizvoller Landschaft. Vor der Eisenbahnunterführung geht es links ab und mit wahrer Prachtaussicht zum Ortsteil Am Schmalensee (Km 6,5) hinüber. Dort fahren oder schieben wir rechts zur Klaiser Straße hoch, bleiben jedoch nur 20 Meter auf dieser Straße und biegen dann rechts über die Bahn ab. Der Schotterweg führt nach Norden zu einer Gabel, knickt an zwei einzelstehenden Scheunen links ab und bringt uns in schöner, parkartiger Gegend zu einem Querweg - Hier geht es nach links, und nach 100 Metern – direkt vor der Bahn – rechts ab Richtung Barmsee. Kurz darauf passiert man – etwas abgesetzt – den Tennsee und kommt zur B 2 (Km 8). Wir unterqueren sie und steuern den Ortsteil Barmsee an. Bereits nach 100 Metern aber schwenken wir links ab (Schranke), halten uns 300 Meter weiter noch einmal links und kommen so zum Strandbad Grubsee (Km 9). Zur Weiterfahrt geht es vor dem Eingang nach rechts ab und dann für einen Kilometer auf einen Fußgängerweg. Hier sollte man sein Fahrrad schieben. Der Weg führt in ständigem Auf und Ab geradewegs zum Westufer des Barmsees. Dort mündet er in einen anderen Uferweg, danach ist Radeln wieder erlaubt. Wir erreichen – bei prächtiger Aussicht auf das Karwendelgebirge – das Strandbad Barmsee (Km 10,5). Hier ist die letzte Gelegenheit an der Strecke zu einem Sprung ins Wasser. Dann radeln wir weiter nach Norden hinaus. Wichtig ist, konsequent auf dem Weg zu bleiben und sich an den folgenden beiden Weggabeln jeweils links zu halten. So gelangt man nach angenehmer, aussichtsreicher Fahrt an die Barmseestraße und dann linker Hand weiter nach Wallgau (Km 14,5). Die Rückfahrt nach Mittenwald bietet nun besonderen Genuss, weil wir in Südrichtung fahren und so das spektakuläre Gebirgspanorama stets vor uns haben. Zunächst radeln wir wieder auf der Barmseestraße hinaus, passieren die Barmsee-Abzweigung und biegen direkt danach links ab. Das sich dort bietende Landschaftsbild ist erhaben und bleibt es auch, wenn wir am nächsten Quersträßchen wieder Südkurs einschlagen. Der weitere Weg geht geradeaus über in die Finzbachstraße und – nach Überquerung der Wettersteinstraße – in die Hochstraße. Diese Straße bringt uns mit einem Kilometer Steigungen nach Buckelwiesen (Km 22) hoch. Die dortige Rundsicht ist – gutes Wetter vorausgesetzt – der Höhepunkt der Tour: Links und in der Mitte sind die Karwendelmassive, rechts ist die gesamte Wettersteinfront zu sehen! Bleibt noch die ausgesprochen genussvolle Abfahrt nach Mittenwald, falls man nicht vorher auf der Aussichtsterrasse im Tonihof noch einkehrt. 200 Meter nach der Zufahrt zum Tonihof biegt man links und 300 Meter weiter am querverlaufenden Bockweg wieder rechts ab. Jetzt noch 500 Meter im leichten Auf und Ab, dann endlich beginnt die Abfahrt: Gut zwei Kilometer zieht sie sich hinunter, bis der Weg wieder in die Klaiser Straße einmündet; kurz darauf ist man wieder zurück in Mittenwald. Wenn man es nicht schon vor Beginn der Tour gemacht hat, sollte man sich noch etwas Zeit für den wirklich sehenswerten, alpenländisch geprägten Ort Mittenwald nehmen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied125 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDer Reiz dieser kurzen Rundfahrt liegt in der attraktiven Wiesenlandschaft. Das Panorama auf der Hochstraße mit Karwendel und Wetterstein gehört zu den eindrucksvollsten Alpenbildern in Südbayern. Wer seinen Ausflug außerdem noch mit Kunst garnieren möchte, findet dazu in Mittenwald ausgiebig Gelegenheit.
Hinweise
Wenn Sie in Mittenwald den Turm der Pfarrkirche und die Kirche St. Peter besichtigen, werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die schönen Giebelhäuser mit Lüftlmalerei, die rund um den Obermarkt zu sehen sind. Mittenwald ist ein angesehener Luftkurort in attraktiver Lage zwischen dem Karwendelgebirge im Osten mit der 2384 Meter hohen Westlichen Karwendelspitze und der Wettersteinkette im Westen von der Wettersteinwand bis hinüber zur 2962 Meter hohen Zugspitze. Der Barmsee ist besonders attraktiv vor den Mittenwalder Gebirgszügen gelegen. Seine Fläche beträgt nur 0,5 Quadratkilometer, sein Umfang gut drei Kilometer. Er ist bis zu 30 Meter tief.
KartentippTopografische Karte »Karwendelgebirge Werdenfelser Land«; Kompass Wanderkarte Nr. 6 »Walchensee, Wallgau – Krün«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Garmisch bis Ende, dann auf B 2 über Partenkirchen nach Mittenwald. " B11 über Kochel nach Mittenwald. Bahn: München–Mitten-wald stündlich Direkt-verbindung.
GastronomieMittenwald - Hotelgasthof Alpenrose, kein Ruhetag, Terrasse; Gasthaus Stern, Do Ruhetag, Biergarten. Mehrere Cafés. Wallgau: Hotelgasthof Post, kein Ruhetag, Garten. Buckelwiesen: Tonihof, Mi Ruhetag, Aussichtsterrasse.
Verleih
in Mittenwald und Wallgau.
Informationen
Mittenwald - Neben dem Turm der Pfarrkirche das Denkmal von Mathias Klotz (1653 –1743), der den Mittenwalder Geigenbau begründet und so maßgeblich zum Aufschwung des Ortes beigetragen hat. Sehenswert auch die Rokokokirche St. Peter und Paul* (1740) von J. Schmuzer, reich und stilvoll geschmückt. Ins Auge fallen u. a. die Stuckaturen (vom Baumeister), die leuchtenden Deckenbilder von Matthäus Günther sowie die Altäre und die Kanzel. Lohnend ist der Besuch des Geigenbau- und Heimatmuseums (Di – Fr 10 – 13, 15 – 18, Sa/So 10 –13 Uhr). Neben Wohnkultur und Hausrat wird besonders der Geigenbau herausgestellt. Zu sehen ist u. a. eine Sammlung alter Instrumente. ® Wallgau: Kirche St. Jakob, spätgotisch, 1680 barock umgestaltet. ® Krün: Kirche St. Sebastian von 1760 unter Mitwirkung von Franz Xaver Schmuzer.
Tourismusbüro
Mittenwald Tel. 088 23 / 33 98-1 Wallgau Tel. 088 25 / 92 50 50
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