Über dem Westufer des Chiemsees

3,5 km, davon 2 km Schiebestrecke. Hauptsteigung zur Ratzinger Höhe. Höhenunterschied rund 160 m. Gefällstrecken ca. 4 km. Verkehr - In den Orten lebhaft, unterwegs sehr wenig Verkehr. Wege: Asphaltstraßen, rund 7 km Schotterwege, stellenweise etwas ungepflegt und schmal, aber noch befahrbar. (Autor: Armin Scheider)
38 km
160 m
4.00 h
Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Prien. Zunächst geht es vor zur Seestraße, dann rechts durch die Unterführung und geradeaus bis zur Dampferanlegestelle im Ortsteil Stock (Km 1,5). Hinter dem Hotel Luitpold am See mit seiner schönen Aussichtsterrasse die Strandpromenade, wo der beschilderte Chiemsee-Uferweg beginnt, auf dem unsere Route bis Gstadt verläuft. Wir radeln zunächst am Erlebnisbad Primavera und dann am Ortsteil Osternach vorbei, überqueren danach zwei Brücken über Seitenarme des Chiemsees und fahren nach der zweiten Brücke entlang der Prien vor, bis nach den Tennisplätzen ein gelbes Radschild wieder auf den Uferweg weist. Auf der weiteren Fahrt gibt es herrliche Rückblicke, dann passiert man den Seehof und stößt auf die Straße in Schafwaschen (Km 5,5). Dort rechts, an der Straße Rimsting – Gstadt wieder rechts und 100 Meter weiter noch einmal rechts. Hier setzt sich der Uferweg fort. Dieser Weg führt bei schöner Aussicht auf Berge und See nach Osten, meist in Ufernähe und kaum zu verfehlen, weil gut beschildert. Der sonnige Abschnitt gehört zu den schönsten am ganzen See. Im weiteren passiert man Schiffsanlegeplätze, Yachthäfen und Badestrände, dann trifft man in Gstadt (Km 14,5) ein. Das dortige Landschaftsbild gehört ins Bilderbuch - hinten die Chiemgauer Alpen mit Hochfelln, Hochgern und der Kampenwand, vorne der Chiemsee mit der Fraueninsel und der charakteristischen Zwiebelhaube des Klosters. In Gstadt radelt man links die Hauptstraße hoch und nach 300 Metern rechts die Loibertinger Straße hinaus. Nach gut einem Kilometer eine Kreuzung (mit Baum in der Mitte), hier Fortsetzung gegenüber auf dem Forstweg Richtung Eggstätt. Am Waldende eine Wegespinne, wo man der Straße nach Norden zum hoch gelegenen Mooshappen folgt. Direkt nach dem Weiler geht es an der Gabel links mit Alpenblick nach Weisham (Km 19). Hier überqueren wir die Straße Endorf – Seebruck, radeln weiter Richtung Eggstätt und biegen nach 600 Metern links auf die Römerstraße ab. 500 Meter weiter eine Querstraße, wo sich schräg links gegenüber die Römerstraße fortsetzt. Nun beginnt eine gut drei Kilometer lange Fahrt durch die Eggstätt-/Hemhofer Seenplatte. Bei striktem Westkurs passiert man nach gut einem Kilometer ein Wege-dreieck, fährt 150 Meter weiter an der Gabel links und an der nächsten Gabel nach gut 400 Metern rechts. Wieder 200 Meter danach erneut ein Wegedreieck, dort links und nach weiteren 900 Metern an der Gabel schließlich rechts. Alle Abzweigungen mit Schild Richtung Stephanskirchen und mit dem Schild »Via Julia«. Haben Sie es richtig gemacht, treffen Sie wenig später auf die Straße nach Stephanskirchen und rechter Hand auf die Straße Hemhof–Höslwang. Dort geht es nach kurzem Rechts-/Linksknick einen Kilometer hoch bis Oberrankham (Km 24,5). Kurz nach dem Dorf noch eine Linksabzweigung hinauf zu einer Gehöftegruppe, wo die Radschilder 26 und 42 die richtige Ausfahrt zeigen. Wenige Meter weiter dann eine grandiose Aussicht auf den Chiemgau, die vorangegangene Steigungen vergessen lässt. Nun radeln wir steil hinunter nach Hemhof (Km 26), halten uns am Ledererberg links und an der Hauptstraße rechts und biegen wieder 200 Meter danach rechts in Richtung Bach ab. Nach dem Überqueren der Bad Endorfer Staatsstraße geht es weiter auf dem Feldweg Richtung Mauerkirchen. Nach einer kurzen Walddurchfahrt öffnen sich schöne Ausblicke auf Chiemgauer Berge und Kaisermassiv. Schließlich gelangt man an die große Durchgangsstraße in Mauerkirchen (Km 29). Weiter geht es links, gleich danach rechts auf den Schweizer Berg Richtung Ratzinger Höhe und nach einem Kilometer Anstieg am Querweg wieder links bis zum Weiler Gmein (Km 30). Wenn man dort rechts und 100 Meter weiter am Straßendreieck noch einmal rechts abbiegt, ist man auf Kurs Ratzinger Höhe. Vor uns ein steigungsbetontes Stück von gut einem Kilometer. Dann ist man auf der Ratzinger Höhe (Km 32), wo sich einer der spektakulärsten Ausblicke des Chiemgaus auf Land, Chiemsee und Berge bietet. Nun folgt die Abfahrt nach Greimharting. Wir passieren zunächst das Gasthaus Der Weingarten, auf dessen Terrasse man die grandiose Aussicht genießen kann, sausen weiter nach unten und halten uns am nächsten Quersträßchen links. So erreichen wir kurz darauf Greimharting (Km 33,5), durchqueren das Dorf geradlinig und nehmen einen Kilometer danach Kurs auf das rechts liegende Hörzing. Wenn Sie nun an der Querstraße nach diesem Weiler rechts und knapp 300 Meter danach am Ortsrand von Zacking links abbiegen, gelangen Sie bei Alpensicht nach einem weiteren Kilometer an eine Kreuzung (Km 36,5). Hier wäre der Ausgangspunkt für die Südschleife (siehe Seite 94). Wollen Sie aber direkt nach Prien zurückradeln, steuern Sie das links liegende Siggenham (Km 37) an. Dort fahren wir im Ort auf dem Bachweg (Radschild 40/42) ins Priental hinunter und im Zuge des Bachlaufs nach Prien zurück. Zweimal muss man über die Prien (Radschild 42), dann kommt man an die verkehrsreiche Einfallstraße nach Prien, wo es bis zur Ortsmitte aber nur noch rund 600 Meter sind. Alternative Südschleife Wer sich noch mehr zutraut (plus 13 Kilometer, also insgesamt 51!), fährt nicht im Priental zurück, sondern in einer Südschleife über Weisham. Der Lohn: faszinierende Ausblicke, eine genussvolle Fahrt im Drathmoos und – wenn Sie wollen – eine kunstgeschichtliche Attraktion in Urschalling. Start ist an der besagten Kreuzung westlich Siggenham. Wir radeln nach Süden bis Bachham und dort halbrechts hinaus. 400 Meter weiter geht es links ins Priental nach Kaltenbach und drüben hoch an eine Kreuzung (Km 38,5), wo wir rechts abbiegen (Radschild 40). Wir passieren einen Golfplatz, dann die Abzweigung Wildenwart und erreichen nach weiteren Steigungen Schörging (Km 41). Einen Kilometer danach trifft man auf die Haupstraße vor Hittenkirchen, setzt links gegenüber auf der Nebenstraße fort und gelangt nach 500 Metern an die Linksabzweigung Gröben/Wiedendorf. Ihr folgen wir mit Prachtaussicht auf den Chiemsee und biegen direkt vor Wiedendorf (Km 43,5) links nach Weisham ab. Dort geht es beim Fischerwirt rechts ab, über die Straße Bernau – Prien (Verkehr!) und nach der Bahn geradeaus ins reizvolle Drathmoos. Wenig später dann der Chiemsee-Uferweg (Km 45,5), auf dem wir links zu einer Asphaltstraße kommen. Hier kann man im Strandbad Schöllkopf baden, sonst aber biegen wir links und nach 200 Metern wieder links auf den Schotterweg ab. Er führt zur Bahn (Km 47), wo wir uns rechts halten. Wenig später passiert man einen Bahnübergang (hier ggf. Abstecher Urschalling) und radelt an den Schienen entlang nach Prien zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour38 km
Höhenunterschied160 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterAuf dieser Rundfahrt ist Abwechslung Trumpf - Chiemseeufer, Eggstätter Seen, dazu etwas Moor und ein paar Kilometer Hügellandschaft. Außerdem noch hinreißende Aussichtspunkte, Badeplätze und kulturelle Attraktionen. Für die Schlussetappe der Tour gibt es zwei Varianten: entweder direkt nach Prien zurück oder noch eine Schleife von 13 Kilometern nach Süden.
Hinweise
Möchten Sie selbst einmal Kapitän spielen, können Sie von Gstadt mit dem Tret- oder Ruderboot zur Fraueninsel fahren. Dort steht das 782 gegründete Kloster Frauenchiemsee mit romanischem Münster sowie Torhalle und Wandmalereien des 9. Jahrhunderts. Angegliedert ist auch ein Museum. Von der Abzweigung Gröben/ Wiedendorf bietet sich noch ein Abstecher nach Kothöd (West-rand) an. Es sind nur wenige hundert Meter und die Aussicht dort ist hinreißend! Abstecher Urschalling Am Bahnübergang (Nordwest-ecke Drathmoos) bietet sich ein Abstecher nach Urschalling an (1,5 Kilometer einfach). Sie fahren nach Westen zum Kreisverkehr, biegen dort rechts und nach 400 Metern links ab und erreichen nach kräftigem Anstieg Urschalling. Die mittelalterli-chen Wandmalereien in der dortigen Kirche werden in Kennerkreisen hoch gerühmt (siehe auch Wissenswertes).
KartentippTopografische Karte »Chiemsee und Umgebung«; Kompass Wanderkarte Nr. 10 »Chiemsee, Simssee«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Bernau, dann nach Norden bis Prien Bahn: München–Prien stündl. Direktverbindung.
GastronomiePrien/Stock Hotel Luitpold am See, kein Ruhetag, Terrasse Schafwaschen - Gasthaus Seehof, Di Ruhetag, Terrasse. Gstadt: Restaurant-Café am See, kein Ruhetag, Aussichtsterrasse. Ratzinger Höhe: Gasthof Der Weingarten, Fr Ruhetag, Aussichtsterrasse.
Tipps
Wenn schon am Chiemsee, dann auch eine Schiffspartie! Wir schlagen vor, mit der Bockerlbahn von Prien bis Stock zu fahren und per Schiff Schloss Herrenchiemsee zu besuchen. Es ist dem berühmten Versailler Schloss nachgebildet und prunkvoll eingerichtet. Besonders imponierend ist die 98 Meter lange Spiegelgalerie sowie die Wohnräume König Ludwigs II.
Verleih
In Prien und Gstadt.
Informationen
Chiemsee - Das Bayerische Meer ist der größte See Bayerns, reizvoll am Fuße von Kampenwand (1664 m) und Hochgern (1744 m) gelegen. Seine Maße: Umfang über 60 km, Wasserfläche rund 80 qkm, größte Tiefe 73 m. Im See die Herreninsel mit Schloß Herrenchiemsee, die Fraueninsel mit romanischem Münster und die unbewohnte Krautinsel. Der See bietet zahlreiche Wassersportmöglichkeiten (Baden, Segeln, Surfen u. a.). Am See auch Naturschutzzonen mit seltener Flora und Fauna, so das Achendelta und die Schafwaschener Bucht. Um den See ein Uferweg, zum Teil zugewachsen, abschnittweise auch nahe der Autobahn (Verkehrslärm). ® Eggstätt-Hemhofer Seenplatte: Ca. 15 qkm großes Naturschutzgebiet mit rund 20 Seen, malerisch eingebettet in eine waldreiche Zone. Trotz warmen Moorwassers nur wenige offizielle Badeplätze. Am größten sind der Langbürgner See mit gut 1 qkm Fläche und der Hartsee, mit 86 m der tiefste und wasserreichste. Die Seenplatte ist durch Toteisblöcke (siehe Tour 11) entstanden und bildet heute die Heimat seltener Pflanzenarten. ® Prien: Größter Ort am Chiemsee, zugeich Kneippkurzentrum. Sehenswert die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt* von 1738, eine Spätbarockkirche mit Stuck und Fresken von J. B. Zimmermann, u. a. dem größten Deckenbild der Region, der »Seeschlacht von Lepanto«. Schöne Marmoraltäre und Grabdenkmäler. Im Heimatmuseum (Mi – Sa 10 –12, 14 – 17 Uhr) Sammlungen bäuerlicher Kultur, örtlichen Handwerks und Brauchtums. ® Greimharting: In der Kirche St. Petrus und Leonhard* Fresken des 15. Jhs., eine Leonhardfigur und andere Kunstwerke. ® Urschalling: kleine romanische Kirche St. Jakobus d. Ä.* mit mittelalterlichen Wandmalereien, die zu den besterhaltenen in Bayern zählen und erst vor rund 50 Jahren entdeckt wurden. Thema der Bilder ist die christliche Heilsgeschichte.
Tourismusbüro
Prien Tel. 080 51 / 69 05-0 Gstadt Tel. 080 54 / 442
Tags: 
Mehr zum Thema