Streifzug durch den Ebersberger Forst

Leichter Rundkurs durch den Ebersberger Forst. Lange stille Etappen durch Wald, Umfang der Steigungen begrenzt, wenig Verkehr auf den Straßen. Die Waldwege sind stellenweise etwas holprig. (Autor: Armin Scheider)
25 km
175 m
3.00 h
Erstes Ziel ist der Marienplatz in Ebersberg, zu erreichen über die Bahnhofstraße. Vor dem imposanten Rathaus geht es rechts auf Sieghart- und Semptstraße sowie dem Richardisweg in gerader Linie zur Eberhardstraße am Klostersee (gelbe Radschilder St. Hubertus). Drüben folgen wir der Josef-Maier-Promenade am Seeufer und radeln später am Kleinen- und Langweiher vorbei auf schmalem Weg zum Seeweberhof und danach links hoch nach Egglsee zum Wirtshaus zur Gass. Nun steuern wir den Nordrand von Vorderegglburg an. Die Verbindung zwischen Gasthaus und Dorf ist ein Wiesenweg, in dessen Verlauf zwei erdgeschichtliche Besonderheiten interessant sind: halbrechts das so genannte Os, ein gleichmäßig geformter Buckel aus Kies und Sand, der zur Eiszeit dem abfließenden Wasser des Inntalgletschers widerstehen konnte. Zum anderen ein vom Gletscher verschleppter Felsblock, Findling genannt, der am Rand von Vorderegglburg liegt, nach Feststellung der Geologen jedoch aus dem südlichen Inntal stammt. Wir fahren rechts nach Hinteregglburg und nehmen dort den links hinauslaufenden Schotterweg, der schöne Sicht auf den Egglburger See bietet. Es folgen zwei Weggabeln: An der ersten nach 400 m bleiben wir links, 200 m danach an der zweiten rechts (Radschild). Damit treten wir in den Ebersberger Forst ein. Nach einiger Zeit kommen wir an ein Gatter, das normalerweise verschlossen ist. Das kleine Tor rechts davon ist jedoch immer offen. An der Kreuzung dahinter setzen wir unseren Weg rechts fort (Radschild), münden nach 800 m in eine Forststraße und bleiben an der gleich folgenden Gabel links. Nach Überqueren der Straße Anzing – Ebersberg sind wir am Forsthaus St. Hubertus angelangt. Nachdem Sie im Biergarten eine kurze Rast eingelegt haben, geht es nach Norden weiter und jenseits der Straße Markt Schwaben – Ebersberg auf kurzem Pfad zur nächsten Schotterstraße. Dort rechts, nach 400 m an der Kreuzung wieder links und nach weiteren 1,3 km rechts ab Richtung Sauschütt. Wenn man – wie hier – öfter die Richtung ändern muss, ist ein Fahrradtacho besonders nützlich, denn markante Orientierungspunkte sind im Forst rar. An der Hohenlindener Sauschütt ist ebenfalls ein Wirtshaus mit Garten, außerdem ein Waldlehrsteig und ein Wildgehege. Von der Sauschütt radeln wir nach Osten zur Straße Hohenlinden – Ebersberg und setzen drüben auf dem Waldweg fort. Wie Sie sicher bemerkt haben, ist der Ebersberger Forst nicht überall ein dunkler abweisender Nadelwald, sondern besitzt auch Bestände an Laubbäumen, die mit ihren hellgrünen Blättern ein weiches Licht erzeugen. Nach 300 m kommen wir an eine kleine Kreuzung, dort biegen wir rechts ab und bleiben im Weiteren konsequent auf diesem Weg. Wenn wir rund 1 km geradelt sind, stoßen wir auf eine Kreuzung links von einem Wegedreieck und setzen in bisheriger Richtung geradeaus fort. Der Weg wird leider etwas schlechter und steigt jetzt stetig an. Nach Waldaustritt erreichen wir eine Höhenrippe oberhalb von Kraiß. Jetzt sehen wir uns für einige Unbequemlichkeiten entschädigt: Es breitet sich ein wunderbarer Landschaftsrahmen aus, gekrönt von der dahinter stehenden Gebirgskette. Dieses Panorama bleibt auch bei der anschließenden Abfahrt erhalten. Sie verläuft über Dietmering und Zaißing zur Straße unterhalb von Meiletskirchen. Dort geht es rechts weiter bis Berg, dann hinauf nach Sigersdorf und Meiling und wieder hinunter zur B 304. Die kurz vor der Bundesstraße rechts hochführende Abt-Häfele-Straße und später die Sieghartstraße bringen uns wieder ins Zentrum von Ebersberg zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour25 km
Höhenunterschied175 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktStadtmitte Ebersberg.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterRadeln durch den größten geschlossenen Forst Deutschlands – das ist in jedem Fall eine Tour wert. Beliebte Anlaufstationen sind das Forsthaus St. Hubertus und die Hohenlindener Sauschütt. Nach langer Waldfahrt folgt eine Abfahrt bei herrlichem Gebirgspanorama.
Beste Jahreszeit
KartentippMünchen-Ost, Ebersberg – Erding, 1 : 50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München.
MarkierungenRadschilder (siehe Tourenverlauf) sowie Orts- und Straßenbeschilderung.
VerkehrsanbindungMit Auto über die B 304, per S-Bahn mit der S 4.
GastronomieEbersberg: Hotel-Gasthof Hölzerbräu; Gasthof Oberwirt mit Terrasse (Mo Ruhetag); Ebersberger Alm mit Terrasse (Mo Ruhetag). Egglsee: Wirtshaus zur Gass mit Biergarten (Mo Ruhetag). Ebersberger Forst: Forsthaus St. Hubertus mit Biergarten (Mo, Di Ruhetag); Hohenlindener Sauschütt mit Biergarten (Mo, Di Ruhetag).
Tipps
Wer Ebersberg und den Forst aus der Vogelperspektive sehen möchte, geht zur Ludwigshöhe (ca. 800 m nördlich des Klostersees). Der Aussichtsturm dort ist 35 m hoch und bietet eine hinreißende Aussicht. Im Blick sind Ebersberg und sein Umland, die Alpenkette von den Chiemgauer bis zu den Allgäuer Bergen und natürlich der Ebersberger Forst selbst.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung Ebersberg, Marienplatz 1, 85560 Ebersberg, Tel. 08092 / 82 55 27.

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