Stadtrundfahrt Wien

Stadtrundfahrt auf Radwegen oder wenig befahrenen Seitenstraßen. Im Zentrum muss man sich die Straße mit den zahlreichen Fiakern teilen. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
7 km
110 m
1.00 h
Vom Donauradweg zur Hofburg Bei der Ankunft in Wien bleiben wir am rechten Donauufer und folgen dem Donauradweg ebenfalls auf der rechten Seite des Donaukanals in Richtung Innenstadt. Bei der Augartenbrücke verlassen wir den Kanal und biegen rechts in den Schottenring ein. Nach einigen Hundert Metern sehen wir links die Börse, nochmals 500 Meter weiter radeln wir direkt auf das Neorenaissancegebäude
der Universität zu. Rechts davor steht etwas nach hinten versetzt die im neugotischen Stil errichtete Votivkirche. Wir biegen halb links in den
Dr.-K.-Lueger-Ring ein und kommen gleich darauf am Rathauspark und dem Rathaus vorbei. Schräg gegenüber auf der linken Straßenseite liegt das Burgtheater. Gleich neben dem Rathaus sehen wir das österreichische Parlament. Über den Dr.-K.-Renner-Ring radeln wir auf den Burgring und erreichen nur wenige Hundert Meter weiter auf der linken Seite das Zentrum der Habsburger Monarchie, die von der Hofburg aus mehr als 700 Jahre
lang das Habsburgerreich regierte. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert war bis 1918 von der Kaiserfamilie bewohnt. Heute ist sie Amtssitz
des österreichischen Bundespräsidenten. Bei einem Rundgang kann man die Privatgemächer und Repräsentationsräume der höchsten Familie der Donaumonarchie besichtigen.
Albertina und Kulturhistorisches Museum An der Südspitze der Hofburg steht auf einer der letzten Basteimauern Wiens die Albertina. In Wiens größtem Ausstellungshaus ist eine der umfangreichsten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt untergebracht. Berühmte Blätter wie Dürers »Feldhase« und seine »Zum Gebet gefalteten Hände«, Rubens’ Kinder-Studien sowie Meisterwerke von Schiele, Cézanne, Klimt, Kokoschka, Picasso und Rauschenberg werden in Wechselausstellungen gezeigt.
Auf der anderen Seite des Burgrings sehen wir das Kunsthistorische Museum, das eine umfangreiche Bruegel-Sammlung und Werke wie »Madonna im Grünen« von Raffael, »Malkunst« von Vermeer, die Infantinnen-Bilder von Velazquez sowie Meisterwerke von Rubens, Rembrandt, Dürer, Tizian und Tintoretto beherbergt. Gleich gegenüber präsentiert – als architektonisches Spiegelbild – das Naturhistorische Museum eine Reise durch die Geschichte der Erde und die Vielfalt der Natur. Staatsoper und Stephansdom Der Burgring geht in den Opernring über und wir passieren die Wiener Staatsoper. Auf der weltbekannten Bühne werden über 60 Opern und Ballettwerke an 300 Tagen im Jahr gespielt. Wir nehmen nun links die Kärtner Straße und teilen uns den Weg zum Stephansplatz mit den zahlreichen Fiakern. Der Stephansdom, ein Wahrzeichen Wiens und Österreichs bedeutendstes gotisches Bauwerk, beherbergt eine Reihe von Kunstschätzen, die teilweise nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Hundertwasser-Haus und Prater Über die Rotenturmstraße gelangen wir zum Donaukanal zurück und radeln auf der rechten Uferseite Richtung Osten. Wir passieren die Sternwarte Urania und biegen auf Höhe der Krieglergasse rechts ab in die Untere Weißgerberstraße 13, wo wir im Kunsthaus Wien eine Werkschau des Malers Friedensreich Hundertwasser (1928–2002) besichtigen können. Etwa 200 Meter südlich davon sind an der Ecke Kegelgasse/Löwengasse im Hundertwasser-Haus die Ideen des Künstlers umgesetzt: bunte Flächen, unregelmäßige Formen, vielfach mit wucherndem Grün bewachsen.
Wir queren jetzt an der Wittelsbacherstraße den Donaukanal und kommen geradeaus direkt in den Prater, das Wiener Vergnügungsviertel. Wer möchte, kann links zum Riesenrad radeln, das schon seit über 100 Jahren jeden Tag seine Runden dreht. Über die Hauptallee im Prater östlicher Richtung kommen wir wieder direkt auf den Donauradweg nach Orth/Hainburg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied110 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDonauradweg am Donaukanal an der Abzweigung Schottenring.
EndpunktHauptallee im Prater mit Anschluss an den Donauradweg Richtung Orth/Hainburg.
TourencharakterDas Fahrrad ist ideal geeignet, um eine Großstadt wie Wien zu erkunden, weil man die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten bequem und in kurzer Zeit zurücklegen kann. Unsere Tagestour führt an den wichtigsten Orten vorbei.
Beste Jahreszeit
KartentippRadkarte »Wien«, 1:40000, bei Wien Tourismus erhältlich.
VerkehrsanbindungWien ist sehr gut mit der Bahn zu erreichen. Mit dem Auto nimmt man die Autobahn A 1 und sucht sich im Zentrum einen Parkplatz.
GastronomieIn Wien gibt es unzählige Gasthäuser, Cafés und Restaurants. Unser Tipp: Esterhazykeller, Haarhof 1, Ecke Naglergasse, Tel. 01/5333482, heuriger Wein in einem tiefen Kellergewölbe, zentral gelegen.
Tipps
Geführte Stadtrundfahrt, Leihräder und öffentliche Verkehrsmittel - Von Mai bis September startet täglich um 10 Uhr eine geführte Stadtrundfahrt. Sie dauert ca. 3 Std. 30 Min., bei den Sehenswürdigkeiten gibt es einen Fotostopp sowie detaillierte Erklärungen. Treffpunkt ist um 9.45 Uhr bei Pedal Power, Ausstellungsstraße 3, Tel. 01/7297234, Fax 01/7297235, E-Mail: office@pedalpower.at, www.pedalpower.at, vorherige Reservierung empfohlen. Bei Pedal Power kann man sich auch sehr gute Fahrräder ausleihen. Wer damit die Stadt auf eigene Faust erkunden will, bekommt einen Flyer mit eingezeichneten Routenvorschlägen mit auf den Weg. Um größere Strecken schnell zu überbrücken, bietet sich die U-Bahn an. Fahrräder dürfen Mo–Fr 9–15 Uhr und ab 18.30 Uhr, Sa ab 9 Uhr und So ganztägig mitgenommen werden. Zum Bahnsteig benutzt man den Lift und steigt bei den mit einem Fahrradsymbol gekennzeichneten Türen ein. Für das Fahrrad muss ein Halbpreis-Fahrschein (Kinderkarte) gelöst werden. In der Schnellbahn benötigt man dafür eine Fahrradtageskarte. Die Sache mit der Sachertorte - Wiener Kaffeehäuser haben eine lange Tradition. Hier treffen sich Junge und Alte gleichermaßen, man unterhält sich, liest Zeitung, sinniert, lässt die Zeit verstreichen oder genießt einfach die Wiener Kaffee- und Tortenspezialitäten. Immer im Angebot ist die Sachertorte, eine Schokoladentorte mit Marillenmarmelade und einer dicken Schokoladenglasur. Sie wird seit 1832 hergestellt, wobei jeder Konditor sein eigenes Rezept verwendet. Die »original Sachertorte« gibt es im Hotel »Sacher« in der Philharmonikerstraße 4.
Unterkunft
Über Wien Tourismus kann man telefonisch oder per Internet Zimmer buchen. Unser Tipp: Hotel Odeon, preiswerte und saubere Zimmer in ruhiger Lage beim Praterstern, Weintraubengasse 31, 1020 Wien, Tel. 01/2142362, Fax 01/214236251, E-Mail: office@hotel-odeon.at, www.hotel-odeon.at Verzeichnis aller Unterkünfte in Wien sowie online buchen unter www.wien.info; Tipp: Hotel Odeon, Weintraubengasse 31, Wien, Tel. 01/2142362.
Tourismusbüro
Wien Tourismus, Obere Augartenstraße 40, A-1025 Wien, Tel. 01/24555, Fax 24555666, E-Mail: info@wien.info, www.wien.info

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