Siebentäler-Wasserscheide

Genussvolle Flussabschnitte an Weißer und Wissinger Laber, zwischen den Tälern geht es über die Anhöhen des Altmühltaler Juras. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
33 km
520 m
3.00 h
Vom Marktplatz in Dietfurt mit dem 1479 errichteten Rathaus lässt sich der Ort mit seinen kleinen Gässchen und Bürgerhäusern rasch erkunden. Die kleinen Terrassencafés eignen sich bestens, das beschauliche Treiben in Ruhe zu beobachten. Nach der Stärkung fährt man auf der Hauptstraße in Richtung Beilngries undbiegt an der sogenannten Stadtlaber rechts in die Hafnergasse. Das Wasser der Stadtlaber wurde einst sowohl zum Wäschewaschen als auch zum Feuerlöschen und Bierbrauen benötigt unddurfte somit nicht verunreinigt werden. Die Hafnergasse geht inden Premerzhofer Weg über und führt in die weitläufigen Flussauen.Nach Überqueren der Weißen Laber stößt man an denHäusern von Haas auf eine Teerstraße; hier biegt man links abund steuert am Grundstück mit der Warntafel »bissiger Hund«halblinks in den Kiesweg.Nach einem Kilometer kann man sich an der Felsquelle mit frischemTrinkwasser versorgen. Schräg gegenüber bietet die FischzuchtBäuml beizeiten geräucherte Forellen und Aale an. Nach einerschönen Waldpassage öffnet sich das Tal, bei Unterbürg stößtman auf die Teerstraße nach Staadorf. Dort zweigt die Straße überErbmühle nach Holnstein ab. Im Ort biegen wir rechts in RichtungSeubersdorf ab und verlassen das Tal der Weißen Laber inRichtung Staufersbuch. Somit begleiten wir den Fluss auf guteinem Drittel seiner44 Kilometer langenStrecke von der Quellebei Neumarkt in derOberpfalz bis zur Mündung in die Altmühl – wenn auch gegen seine Fließrichtung.Die Straße nach Staufersbuch zieht steil aus dem Labertal heraus;den Ortskern erreicht man auf der St.-Martin-Straße und der zurKirche führenden Hofmarkstraße; hinter der Kirche geht es aufdem Keltenweg wieder aus dem Ort heraus. Vor uns breitet sichdie typische Flurlandschaft des Altmühltaler Juras aus: Zwischen von entferntenWäldern begrenzten Feldern folgt eine rasante Abfahrtzur Straße, die rechts über Gimpertshausen nach Dürnführt. In Dürn beginnt die über zehn Prozent steile Abfahrt zurFranklmühle und zur weithin sichtbaren Holzverarbeitungsfabrik.Wenig später erreicht man Breitenbrunn. Dann fährt manzum Markplatz hinab und rechts um die Dorfkirche herum (WegweiserNaab-Altmühl-Radweg).Im Talboden hält man sich rechts und radelt am Campingplatzvorbei in die Flussauen derWissinger Laber. Der Bach windet sichdurch das saftige Wiesengrün, im Licht der schräg stehendenSonne ergeben sich fotogeneWasserspiegelungen. Nach Passierender Bachbrücke folgt eine schöneWaldpassage, kurzen Anstiegen folgen kleine Abfahrten. Zuletzt geht es auf einer steilen Schotterpassagenach Haas hinab. In der Siedlung folgen wir dem Radwegweiserzur Straße und gelangen auf der Breitbrunner Straßesowie am Ufer der Weißen Laber direkt zum Altmühltaler Mühlenmuseumam Stadtrand von Dietfurt. Die 535 Jahre alte Mühleist als einzige Mühle des Altmühltals noch in Betrieb und wird alleindurch die Wasserkraft der Weißen Laber mit 53 Lederriemenangetrieben. Bis in das Jahr 1950 versorgte sie die gesamte Stadtnoch mit Strom.Nach der Besichtigung fehlen bis zum Marktplatznur noch wenige hundert Meter.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied520 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortDietfurt
AusgangspunktRathaus in Dietfurt
Endpunkt Rathaus in Dietfurt
Tourencharakter An Weißer und Wissinger Laber
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Altmühltal/Ingolstadt,1:75 000
VerkehrsanbindungA 9, Ausfahrt Denkendorf bzw. Altmühltal, A 3, Ausfahrt Parsberg (Richtung Dietfurt) bzw. Ausfahrt Neumarkt (Richtung Berching
GastronomieIn Dietfurt größere Auswahl; Gasthöfe auch in Erbmühle, Staufersbuch, Gimpertshausen und Breitenbrunn.
Informationen
Zu Besuch im historischen Gasthof Stirzer: Die Hausgeschichte des Historischen Gasthofs Stirzer ist so aufregend, dass sie sogar als Thema für eine Facharbeit im Leistungskurs Geschichte taugt. In der unteren Ebene des Brauhauses etwa serviert man vis-à-vis eines steinernen Futtertrogs ein äußerst schmackhaftes Menü, dass ich beispielsweise aus Labertaler Brennnesselsuppe, Lammrollbraten mit Frischkäse-Backpflaumfüllung in Rosmarinsoße und Bauchweizenpfannkuchen mit hausgemachter Heidelbeermarmelade und Vanilleeiszusammensetzt. Früher wurde das über 500 Jahre alte Haus gleichermaßen als Brauerei, Landwirtschaftund Herbergsbetrieb genutzt. Auch im ehemaligen Kuhstall oder in der Weinstubekann man sein Essenzu sich nehmen. In der oberen Etage gibt es für die geruhsame Nachtruhe urige Gästezimmer im Biedermeierstil. Gasthof Stirzer, Hauptstr. 45, Tel. 08464/86 58, www.stirzer.de
Tourismusbüro
Tourist-Information Dietfurt, Hauptstr. 26, 92345 Dietfurt, Tel. 08464/640019, www.dietfurt.de
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