Sieben auf einen Streich

Leicht hügelige Rundtour, meist auf Forstwegen durch schattigen Mischwald mit einer kurzen Schiebepassage über wurzeligen Waldboden. Etwas Orientierungssinn im Wald nötig. (Autor: Lisa Bahnmüller)
14 km
140 m
1.00 h
Thanning – Mooshamer Weiher – Siegertshofen – Harmatinger Weiher – Reichertshausen – Thanninger Weiher – Thanning Wir beginnen unsere Tour an der Kirche in Thanning und radeln die Hauptstraße Richtung Südwesten entlang. Nach ca. 300m biegen wir rechts in die Gräfin-Justitian-Straße ab, fahren kurz darauf an einem Feldkreuz links dem Schild »Egling« nach und überqueren bei 0,8km die Vorfahrtsstraße in den ungeteerten Feldweg. 200 m später gabelt sich der Weg. Wir wählen den linken durch das renaturierte Moorgebiet »Spatenbräufilze«. Kurz vor dem Mooshamer Weiher heben wir unserer Räder über einen Betonsockel, sodass wir trockenen Fußes eine kleine Staustufe überwinden können. Nun ist etwas Orientierungssinn gefragt. Nach dem Weiher radeln wir zuerst geradeaus, dann halten wir uns zweimal rechts und biegen an der Kreuzung im Wald bei 3,2km links ab. Der Weg wird kurz schmäler, dann geht es auf einer kleinen Lichtung noch mal nach rechts. Bald treffen wir wieder auf eine größere Forststraße, in die wir links leicht bergab einbiegen. Bei 4,4km folgen wir in einer Linkskurve weiter dem Mooshamer Weiherbach. 200m später sind wir dann im kleinen Weiler Siegertshofen. Um die Kirche herum treffen wir auf eine Hauptstraße, in die wir für 250m rechts bis zum Ortsschild einbiegen. Unmittelbar danach verlassen wir die geteerte Straße nach links in einen Feldweg. Nach der Kuppe taucht unter uns der Harmatinger Weiher auf. Der schmale Weg führt bergab, wir treffen in Uferhöhe des »Großen Weihers« auf eine Teerstraße. Nun folgen wir links zuerst dem Schild »Harmating«. Gleich darauf halten wir uns aber erneut links (nicht den Berg nach Harmating hinauf) und passieren fast eben den »Mitterweiher« und den »Ziegelweiher«. Jetzt steigt auch unsere Straße leicht an. Bei 7,6km biegen wir rechts ab und mühen uns an einem abgestorbenen Baum vorbei weiter bergauf. (Abkürzung - Geradeaus erreichen wir Schallkofen, im Ort fährt man links über den Weiler Moosham zurück nach Thanning.) Unser Weg mündet erneut in eine Teerstraße. Die letzten Kraftreserven brauchen wir jetzt für das nächste Stück Weg, es geht nochmals bergauf. Doch die Entspannung kommt sofort. Oben fahren wir erst mal eben nach rechts. 200 m später folgen wir links dem Schild »Reichertshausen«. Zum letzten Mal steigt der Weg – dieses Mal glücklicherweise nur sachte – an und wir erreichen Reichertshausen. Im Ort folgen wir der Linkskurve. Gleich danach geht es rechts (Schild »Thalweber«) den Berg vorsichtig und mit nicht zu viel Schwung hinunter. Am Fuße des Hügels verlassen wir die Straße und biegen links in einen kleineren asphaltierten Weg. Vor den wenigen Häusern von Thalweber wählen wir am Zeitungskasten den linken Feldweg. Jetzt geht es immer geradeaus, dann macht der Weg einen leichten Linksknick in den Wald. Wir passieren zwei Schranken und biegen unmittelbar nach der zweiten Schranke links in den Forstweg ein. Schon nach 50 m geht es rechts ab, im leichten Auf und Ab folgen wir der roten Wandermarkierung »Kringel«. Rechts von uns sehen wir bereits die Moore um die Thanninger Weiher. Kurz bevor der Weg erneut ansteigt, halten wir uns auf dem schmalen, aber ebenen Wanderweg rechts. Hier wird es eng. Überdies machen Wurzeln den Weg extrem holperig. Für ein kurzes Stück schieben wir besser durch den Wald auf die drei Thanninger Weiher zu. An der Waldkreuzung queren wir zwischen den Weihern zum anderen Ufer. Das Wasser liegt nun zu unserer Linken. Wir verlassen den schattigen Wald, an der Teerstraße links sind wir nach wenigen Metern in Thanning zurück, wo wir nach 16,5km auf unseren Startplatz an der Dorfkirche zuradeln.
Wissenswertes.
Spatenbräufilze: Seid 1995 bemüht sich der Landesbund für Vogelschutz um eine Renaturierung der vom Austrocknen bedrohten Hochmoorfläche zwischen Thanning und Moosham. Dafür waren drei wichtige Arbeitsschritte erforderlich. Zuerst wurde das fast schon zugewachsene Hochmoor von Bäumen, Sträuchern und Büschen befreit. Diese hatten sich im Zuge des Torfabbaus zu stark ausbreiten können und sorgten durch den eigenen hohen Wasserbedarf für zusätzliche Trockenlegung. Der zweite Arbeitsschritt ist die erneute Bewässerung des Areals. Dafür wurden die alten Entwässerungsgräben zugeschüttet. Mit Hilfe kleiner Schleusen und Bretterdämme wird der Abfluss des Wassers verhindert. Der letzte Arbeitsschritt, die jährliche Wiesenmahd in den angrenzenden Streuwiesen, erfolgt in Zusammenarbeit mit den Grundstückseignern. Die Streuwiesen sind ein Sicherheitsgürtel für das Moor. Deren Grasschnitt beugt einer erneuten Verbuschung vor. Die Wiesen sind Lebensraum vieler Insekten und Vögel. Bereits nach wenigen Jahren haben sich viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere neu angesiedelt.
Thanning: Die Thanninger Dorfkirche St. Peter und Paul stammt von 1789. Daneben finden sich zahlreiche typisch oberbayerische Bauernhöfe, die zum großen Teil noch bewirtschaftet werden. Die drei Thanninger Weiher sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr. Doch man findet entlang der dicht bewachsenen Ufer immer noch lauschige Plätzchen, an denen man fast für sich alleine ist.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied140 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktThanning - Dorfkirche.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterFast wie in einem Werbeprospekt wirken die hübschen Dörfer Thanning, Harmating, Moosham und Reichertshausen. Kleine Dorfkirchen, Kapellen und mit Blumen verzierte alte Bauernhöfe schmücken die Ortskerne. Eine hervorragende Weitsicht über das hügelige Voralpenland bis zur Gebirgskette der Alpen ist fast selbstverständlich. Gezuckert wird das Ganze durch sieben idyllische Badeweiher, deren einziger Wehmutstropfen ist, dass sie langsam kein Geheimtipp mehr sind.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 180, Starnberger See – Ammersee, 1 - 50000.
VerkehrsanbindungMit dem Auto - auf der Salzburger Autobahn A 8, Ausfahrt Sauerlach, weiter Richtung Wolfratshausen, in Oehnböck links nach Thanning.
GastronomieHarmating - Gasthaus Holzheu.
Informationen
Viele lauschige naturbelassene Badeplätze rund um die beschriebenen Weiher.
Tourismusbüro
Gemeindeverwaltung Egling, Tel.: 08176/9312-0.
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