Rundtour zwischen Rothenburg ob der Tauber und Schillingsfürst

Abwechslungsreiche Rundtour mit mäßigem Anstieg auf Radwegen und Forststraßen bis Schillingsfürst. Von dort geht es auf wenig befahrenen Nebenstraßen zumeist abfallend nach Rothenburg zurück. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
33 km
440 m
2.00 h
Dem Thema entsprechend starten wir am Bahnhof von Rothenburgob der Tauber und radeln zunächst über die Ansbacher Straße auf die historische Altstadt zu. Beim Stadttor halten wir uns links und fahren außerhalb der Stadtmauer entlang in Richtung Spitaltor. Etwa 50 Meter vor dem Spitaltor geht es links auf einem Radweg leicht abschüssig in Richtung Hallenbad, wo wir auf einer Fußgängerbrücke die Autostraße queren. Der Radweg endet etwa 300 Meter weiter und wir rollen die St.-Leonhard Straße bergab. Nach ca. einem halben Kilometer biegen wir beim Friedhof, der auf der rechten Seiteliegt, rechts ab und fahren auf einem schmalen Weg hinunter zur Hauptstraße. Dort bleiben wir dann links auf dem Radweg und radeln wieder ansteigend bis nach Gebsattel. Der Radweg mit der Bezeichnung »Alte Bahnlinie« beginnt direkt am Ortseingang von Gebsattel auf der rechten Seite. Für die kommende halbe Stunde ist entspanntes Fahren angesagt, weil die Bahntrasse weder größere Anstiege noch Abfahrten besitzt. Über Diebach gelangen wir nach Unteroestheim, dort folgen wir beim Gasthof Schwarzer Adlerrechts einem schmalen Plattenweg nach Oberoestheim. Der Radweg auf der alten Bahntrasse ist hier leider wieder zu Ende. Der Wegweiser »Alte Bahnlinie« gilt weiterhin, dennoch müssen wir zunächst mit einer von Autos wenig befahrenen Nebenstraße in Richtung Walkersdorf Vorlieb nehmen. Nach etwa 1,5 Kilometern zweigen wir beim Erreichen des Waldes links auf einen Forstwegab, der weiterhin ansteigend durch das Gehölz führt. Am Ende des Waldes wird ein Fabrikgelände passiert und gleichdarauf eine größere Autostraße erreicht. Hier zweigt die »AlteBahnlinie« rechts ab, wir hingegen nehmen links den »Kneippweg« und kommen über einen Radweg nach Schillingsfürst. Dort finden wir zunächst im Ort etliche Einkehrmöglichkeiten, anschließend geht es hinauf zum weithin sichtbaren Barockschloss. Das imposante Bauwerk wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im spanischen Barockstil fertig gestellt. Die Salons und Treppenhäuser sind mit besonders feinen und reichhaltigen Stuckarbeiten versehen. Das Schloss wurde jahrhundertelang von den Fürsten des Hauses Hohenlohe-Schillingsfürst bewohnt, deren bekanntester Vertreter Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst Ende des 19. Jahrhunderts zunächst als bayerischer Ministerpräsident und später als deutscher Reichskanzler die Politik mitbestimmte. Sein Arbeitszimmer, das nach seinem Tod unverändert gelassen wurde, kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Auch die prächtige Ausstattung der weiteren Räume – Möbel, Gemälde, Porzellan, Gobelins – zeugt von der Bedeutung des Fürstenhauses. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss führt der Bayerische Jagdfalkenhof seine Greifvögel vor, darunter Adler, Falken, Milane und Geier. Bei den regelmäßigen Flugvorführungen sind die majestätischen Vögel völlig frei in der Luft unterwegs. Für die Rückfahrt nach Rothenburg ob derTauber nehmen wir zunächst einige wenig befahrene Nebenstraßen, über Wohnbach und Neuweiler geht es überwiegend bergab nach Faulenberg. Dort folgen wir am Ortsende rechts der Straße zurück nach Gebsattel. Für den restlichen Weg nehmen wir die Route, auf der wir auch gekommen sind. Diesmal fahren wir durch das Spitaltor in den historischen Stadtkern von Rothenburg ob der Tauber und erreichen über die Spitalgasse und Untere sowie Obere Schmiedgasse den Marktplatz. Hier bietet sich ein Aufstieg über 220 Stufen zur Plattform auf dem Rathausturm an. Die Aussicht über die Stadt und die Hohenloher Ebene ist beeindruckend.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied440 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortRothenburg ob der Tauber
AusgangspunktRothenburg ob der Tauber
Endpunkt Rothenburg ob der Tauber
Tourencharakter Die Alte Bahnlinie
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte »RomantischesFranken«, 1:70 000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke Würzburg– Marktbreit–Ansbach– Treuchtlingen mit Umsteigen in Steinach bei Rothenburg. Mit dem Auto auf der Autobahn A 7 Würzburg– Ulm bis zur Ausfahrt Rothenburg. Außerhalb der alten Stadtmauer sind mehrere große Parkplätze ausgeschildert.
GastronomieIn Rothenburg ob der Tauber sowie in Schillingsfürst gibt es zahlreiche Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten.
Informationen
Wassertreten: Sebastian Kneipp, Begründerder gleichnamigen Therapie, entdeckte Mitte des 19. Jahrhunderts in Selbstversuchen die Heilkraft des Wasser. Eine dieser Anwendungsformen ist das Wassertreten, oft auch Kneippengenannt. Dabei schreitet man eine Zeitlang im kalten Wasser auf der Stelle. Ein Bein wird immer komplett aus dem Wasser herausgezogen und die Fußspitze leicht nach untengebeugt (Storchengang). Abschließend streift man das Wasser lediglich ab undtrocknet im Freien. DasWassertreten regt den Kreislauf an und fördert die arterielle Durchblutung. Eshilft bei der Behandlung von Krampfadern sowie Migräne und stärkt die Abwehrkräfte des Immunsystems. Für müde Radler bietet das Wassertreten eine erfrischende Entspannung der Beinmuskulatur. Im Verlauf dieser Tour gibt es eine Kneipp-Anlage in Rothenburg außerhalb der Stadtmauer in der Nähe des Kriminalmuseums sowie in Schillingsfürst am Hirtenbrunnen.
Tourismusbüro
Rothenburg Tourismus Service, Marktplatz, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Tel. 09861/404800, www.rothenburg.de; Info-Center, Rothenburger Straße 2, 91583 Schillingsfürst, Tel. 09868/222, www.schillingsfuerst.de
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