Rundtour von Eichstätt über Tauberfeld und Pfünz

Abwechslungsreiche Rundtour überwiegend auf asphaltierten, wenig befahrenen Nebenstraßen durch dichte Wälder und weite, landwirtschaftlich genutzte Felder. Rückweg ab Pfünz auf dem Altmühlweg. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
35 km
420 m
3.00 h
Wir verlassen Eichstätt auf dem Altmühlweg in Richtung Wasserzell/Dollnstein. Der Radweg führt in einem lang gezogenen Bogenunterhalb der Willibaldsburg vorbei nach Wasserzell. Wir verlassenden Altmühlweg und radeln geradeaus über die Brücke inden Ort. Beim Gasthof Zum Hirschen geht es links und gleichwieder rechts eine steil ansteigend Straße zum Bahnhof hinauf. Direkt vor den Gleisen halten wir uns rechts (Wegweiser Fernzüge) undkommen am Fernbahnhof vorbei auf die Straße Richtung Adelschlag.Wermit der Bahn anreist, kann gleich hier in die Rundtoureinsteigen und den Stadtrundgang in Eichstätt auf später verschieben.Wir radeln auf der Autostraße immer links von denBahngleisen entlang durch denWald.Am Ende des Walds rollen wir rechts unterder Bahnlinie hindurch und folgen gleichwieder links der Straße nach Adelschlag.Am Ende der Bahnhofstraße biegen wirrechts in die Eichstätter Straße und folgendieser etwa 1 Kilometer bis Möckenlohe.Wenn auf der Straße viel Verkehr ist, kannman auch linkerHand auf die parallel dazuverlaufenden Feldwege ausweichen. AmOrtseingang von Möckenlohe geht es linksauf dem Tauberfelder Weg zum römischenGutshof Villa Rustica.Der weitgehend mit Originalmaterialiennachgebaute römische Gutshof zeigt einen hervorragenden Einblick indas Leben der Römer gegenEnde des 1. Jahrhunderts(Palmsonntag–AllerheiligenDi–Fr 15–16 Uhr, Sa u. So 13–17 Uhr, www.roemervillamoeckenlohe.de). Fundstückeaus dem damaligen Alltag untermauernden Eindruck. Imangrenzenden Gehege sinddie Tierrassen zu sehen, die zujener Zeit auf dem Hof gehaltenwurden: Wollschweine,Schwarznasenschafe, Walliser Ziegen,Damhirsche, Hühner,langhornige Rinder, Esel,Fjordpferde und Hunde. Höhepunktist das bäuerlicheErntefest immer am drittenWochenende im August mit einem bunten Markttreiben und dem berittenenAlemannenüberfall am Sonntag.Wir bleiben auf der Tauberfelder Straßeund erreichen nach etwa 20 Minuten Fahrzeitden Ort Tauberfeld. Von der MöckenloherStraße biegen wir links auf die PietenfelderStraße, die bereits bei den letztenHäusern ordentlich ansteigt. Oben auf derKuppe angekommen, geht es dann fastdurchgängig leicht abfallend durch denWald bis nach Pfünz, wo es oberhalb desOrts mit dem Nachbau eines Kastells einweiteres Zeugnis aus der Zeit der Römerzu besichtigen gibt (siehe Tour 20). DerRückweg nach Eichstätt ist danach in wenigerals einer Stunde auf dem Altmühlwegzurückgelegt (siehe Tour 18).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour35 km
Höhenunterschied420 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortEichstätt
AusgangspunktEichstätt
Endpunkt Eichstätt
Tourencharakter Das Leben der alten Römer
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Altmühltal/Ingolstadt,1:75 000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke München– Nürnberg mit Ausstieg in Eichstätt (Bahnhof). Von dort entweder mit der Regionalbahn in 9 Min. nach Eichstätt (Stadt) oder mit dem Rad über Wasserzell auf dem Altmühlweg (ca. 1/2 Std.). Mit dem Auto auf der A 9 München–Nürnberg bis zur Ausfahrt Ingolstadt- Nord bzw. Ausfahrt Altmühltal und weiter über Land nach Eichstätt.
GastronomieUnterwegs gibt es in fast allen durchfahrenen Orten ausgeschilderte Einkehrmöglichkeiten.
Informationen
Die Römer in Franken: 15 v. Chr. starteten die Römer einen Feldzug, um nördlich der Alpen die Stammesgebiete der Raeter und Vindeliker zu unterwerfen. Sie rückten bis an die Donau vor und begannen das besetzte Gebiet zu sichern. Etwa hundert Jahre später entstand der sogenannte Limes, derzunächst nur aus einer durch Kastelle gesicherten Schneise durch den Wald bestand. Erst später entstand ein durchgängiger Wall. Nachdemim Lauf des 3. Jahrhunderts die Macht des Römischen Reiches von den Alemannen gebrochen war, zerfiel die ursprünglich 166 Kilometer lange Mauer langsam. Bis ins späte Mittelalter verwendeten die Leute die Steine zum Bau ihrer Häuser. Die mehrere Meter hohe Mauer aus Stein beziehungsweise Palisadenhölzern verlief von Regensburg quer zum Altmühltal bis in die Nähedes Städtchens Lorch. Dort machte die Verteidigungsanlage einen Knick nach Norden und ging über den Main hinaus in Richtung Rheinland. Abgesichert wurde der Limes durch rund 900 Wachtürme, die so verteilt standen, dass bei gutem Wetter von jedem Turm Sichtkontakt zu seinen beiden Nachbartürmen bestand. Durch festgelegte Licht- und Schallsignale konnten sich die Wachposten untereinander verständigen. Bei einem Angriff wurden die Truppen aus dem nächstgelegenen Kastell alarmiert. Im Verlauf mehrerer Touren kommen wir an Stellen vorbei, die mit Schautafeln oder original Nachbauten an diese Zeit erinnern.
Tourismusbüro
Tourist-Information Eichstätt, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/ 6001400, www.eichstaett.de
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