Rundtour um Krems

Der erste Abschnitt verläuft flach auf dem Donauradweg, dann folgt ein längerer Anstieg in den Dunkelsteinerwald. Nach herrlicher Strecke im Halterbachtal geht es von Paudorf abermals streng zum Stift Göttweig empor. Fantastischer Blick auf das Donautal mit Krems, das nach der schnellen Abfahrt nach Furth bequem erreicht wird. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
33 km
670 m
3.00 h
Vom Bahnhofsplatz in Krems radelt man die Scheidtenbergerstraße zur Ringstraße, die links zum Stadtpark führt. Man durchquert den Park und stößt am Julius-Raab-Platz auf die Schillerstraße, die später in die Undstraße übergeht. Hier befindet sich nicht nur die Touristeninformation, sondern auch die berühmte Kunstmeile von Krems, zu der unter anderem das Karikaturmuseum und die Kunsthalle zählen (siehe Kasten).
Durch die Altstadt von Krems und Stein ans südliche Donauufer Wer in die sehenswerte Altstadt eintauchen will, biegt von der Ringstraße rechts in die Dinstlstraße und erreicht geradeaus die Obere Landstraße; im Fußgängerbereich ist Schieben angesagt. Bei Abstechern zum Rathausplatz und in verwinkelte Seitengassen erlebt man hautnah den Charme der über tausend Jahre alten Weinstadt. Man verlässt die Altstadt durch das Steinertor und stößt hinter dem Südtiroler Platz am Stadtpark auf die Radroute.
Am Franz-Zeller-Platz steuert man in das benachbarte Stein, das gleichfalls mit schönen, alten Häusern aufwarten kann. Die kopfsteingepflasterte Steiner Landstraße endet an der Donaubrücke, auf der wir den Fluss in Richtung Mautern überqueren. Westlich der Brücke passieren wir das Römermuseum, dann geht es mit schönem Blick auf Loiben und Dürnstein stromaufwärts entlang der Donau.
Unterwegs im Dunkelsteinerwald Hinter der steilen Uferböschung zweigt nach links ganz unvermutet eine kleine Teerstraße ab. Diese führt durch den Windstallgraben gut drei Kilometer lang mäßig steil bergan. Am Ende der Steigung biegt man an der Straßengabelung links nach Oberbergern ab. Dort hält man sich kurz links in Richtung Unterbergern und zweigt nach 200 Metern nach rechts in den Güterweg ab, der nach kurzer Abfahrt in eine wenig befahrene Teerstraße mündet. Es folgt eine genussreiche Abfahrt im Tal des Halterbachs.
An zwei Straßengabelungen fahren wir erst rechts in Richtung Furth, dann abermals rechts in Richtung Paudorf. In Klein-Wien befindet man sich direkt unterhalb des Göttweiger Stifts, man kann es aber durch das Dickicht des Waldes nicht sehen. Der Hügel, auf dem es thront, wird in der Folge südlich umfahren. In Paudorf führt unsere Route in einer Schleife zur befahrenen Landstraße.
Gipfelanstieg zum Stift Göttweig Von Paudorf könnte man relativ geruhsam im Bogen über die Dörfer Eggendorf, Tiefenfucha und Oberfucha nach Krems zurückradeln, doch zur Krönung des Tages bleibt noch ein wesentliches Ziel vor Augen: den 449 Meter hohen Göttweiger Berg zu erklimmen. Für diesen Kraftakt steuert man nach Passieren des Gasthofs Grubmüller links in die kleine Seitenstraße (Wegweiser Arzt) und strampelt auf dem bekiesten Hirschleitenweg auf die nahe Anhöhe. Von hier geht es wenige Hundert Meter bergab zu der Straßenkreuzung mit dem Abzweig nach Göttweig. Gut einen Kilometer zieht die Straße steil durch den Wald nach oben, dann schleicht man sich quasi von hinten an das stattliche Klosterareal heran.
Vom sogenannten österreichischen Montecassino ergibt sich ein überragender Blick auf das Donautal mit Krems. Die Stiftsanlage kann ebenso besichtigt werden wie das Museum im Kaisertrakt und die jeweilige Jahresausstellung in den schönen Kellergewölben. Auf dem Weg in den prachtvollen Innenhof erfährt man interessante Details über das Klosterleben, in dessen Mittelpunkt die Benediktinermönche die Verherrlichung Gottes sehen. Noch heute bewohnen über 50 Mönche das Stift, zu dem seit über 900 Jahren auch ein stattliches Weingut gehört.
Rückfahrt nach Krems Nach der Besichtigung folgt die rasante Abfahrt nach Furth. Vor der Brücke steuert man nach rechts in die Rechte Bachzeile und folgt den Radwegweisern nach Krems. Nach Überqueren der Donaubrücke geht es links an der Rechten Kremszeile entlang. Nach der Bahnunterführung biegt man links in die Ringstraße und zum Bahnhofsplatz ab.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied670 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof in Krems.
EndpunktBahnhof in Krems.
TourencharakterIn Krems dreht sich vieles um den Wein, jedes Brauchtums- und Stadtfest ist eng mit dem Anbau und Genuss edler Rebensäfte verknüpft. Auch unser Ausflugsziel, das erhaben auf einem Hügel thronende Stift Göttweig, verfügt über ein 26 Hektar großes Weingut.
Hinweise
Es sind 400 Höhenmeter zu bewältigen.
KartentippRad- und Wanderkarte Wachau-Dunkelsteinerwald, Schubert & Franzke, 1:35000.
VerkehrsanbindungAnfahrt: Nach Krems mit dem Auto auf der B 3 oder auf der A 1 von Wien bzw. Salzburg über St. Pölten. Bahnreisende kommen von Linz und Wien über St. Pölten oder mit der Donauuferbahn von Emmersdorf nach Krems. Fahrzeiten: Krems – Abzweig Oberbergern 45 Min. – Oberbergern 45 Min. – Paudorf 30 Min. – Stift Göttweig 30 Min. – Krems 30 Min.
GastronomieGroße Auswahl an Cafés und Restaurants in Krems und Stein. Klein-Wien: Landgasthof Schickh, Mi und Do Ruhetag. Paudorf: Gasthof Grubmüller, Mi Ruhetag, Do erst ab 16 Uhr. Stiftsrestaurant Göttweil.
Tipps
Wein-Genuss - Im Weingut Winzer Krems (Sandgrube 13, Tel. 02732/8551133, www.sandgrube13.at, geöffnet Mo–Sa 10–17 Uhr, So 10–16 Uhr) kann man um 10 und 14 Uhr gegen Gebühr an einem geführten Rundgang durch Garten und Keller teilnehmen, sich den Wein in der Kunst, im Film und im Glas erklären lassen und am Ende nebst Gebäck drei Weinproben zu sich nehmen. Museen und Kunst am Radweg - In Krems und Mautern fährt man direkt an drei Museen und der Kunsthalle vorbei. • In der Nähe des Steinertors ist das an Kunstschätzen reiche WEINSTADTmuseum in der ehemaligen Dominikanerkirche untergebracht. Körnermarkt 14, Tel. 02732/801567, geöffnet Mi–Sa 10–18 Uhr, So 13–18 Uhr, www.weinstadtmuseum.at • Für Erwachsene und Kinder gleichermaßen spaßig ist der Besuch des Karikaturmuseums mit herrlichen Illustrationen von den Panzerknackern und anderen berühmten Comicfiguren. Steiner Landstr. 3a, Tel. 02732/908020, geöffnet tgl. 10–18 Uhr, www.karikaturmuseum.at • In der Kunsthalle finden regelmäßig internationale Wechselausstellungen statt. Franz-Zeller-Platz 3, geöffnet tgl. 10–18 Uhr, www.kunsthalle.at • Im Römermuseum stößt man auf eine große Anzahl prähistorischer Gegenstände und großartige Wandmalereien. Schlossgasse 12, Tel. 02732/72643, geöffnet Mi–So 10–12 Uhr, Fr–Sa 16–18 Uhr
Unterkunft
Krems: Donauhotel Krems, Edmund-Hofbauer-Str. 19, Tel. 02732/875650. Donaulände in Stein: Donaupark-Camping, Tel. 02732/84455.
Tourismusbüro
Krems Tourismus GmbH, Undstr. 6, A-3500 Krems, Tel. 02732/82676, Fax 70011, E-Mail: kremstourismus@pegasus.at, www.krems.info

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