Rundtour um den Zierker See

Neustrelitz – Prälank-Kalkofen – Wiesenthal – Rudow – Neustrelitz (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
120 m
1.00 h
Von Neustrelitz nach Prälank-Dorf: Auf der Seestraße und der Useriner Straße zum Zierker See. Am See entlang durch die Schlosskoppel und weiter nach Prälank. Wir starten unsere Radtour am großzügig angelegten Marktplatz, dem städtebaulichen Zentrum von Neustrelitz . Bestimmt wird das Ensemble neben zahlreichen schönen Bürgerhäusern von der evangelischen Stadtkirche (1788 erbaut) und dem stattlichen Rathaus von 1841. Acht Straßen führen von hier sternförmig in alle Himmelsrichtungen, von denen wir die Seestraße für unsere Tour wählen. Auf ihr gelangen wir zur Useriner Straße, schwenken nach links und verlassen das Zentrum der Stadt. Beim Abzweig Slawendorf biegen wir nach rechts und radeln nun auf einem schönen Uferweg am Zierker See entlang, an der Weißen Brücke sowie dem Slawendorf vorbei. Unsere Tour führt durch die herzogliche Schlosskoppel, einen artenreichen Laub- und Nadelwald, bis unser Radweg auf eine Asphaltstraße mündet. Hier schwenken wir nach rechts und fahren bis zum Abzweig Prälank, wo wir dem Wegweiser »Rundweg Zierker See 12 km« (Markierung M und grüner Querstrich) nach rechts folgen. Durch Wald, dann von Feldern und Wiesen mit Baumgruppen begleitet, nähern wir uns Prälank-Kalkofen mit dem Buteberg und Findlingsgarten. In diesem geologischen Freilichtmuseum wurden von Naturschützern mehr als 80 Findlinge verschiedener Gesteinsarten zusammengetragen, die durch das Eis aus Skandinavien in die Gegend transportiert worden waren. Nach diesem geologischen Exkurs radeln wir auf der Asphaltstraße weiter bis Prälank-Dorf. Von Prälank-Dorf nach Neustrelitz Von Prälank-Dorf über Wiesenthal nach Zierke. Auf der Zierker Straße zurück nach Neustrelitz. Nach links führt die Straße ins Dorf zum Ufer des Großen Prälanksees mit einer Badestelle. Wir halten uns hier rechts und radeln weiter über Torwitz nach Wiesenthal und können auf dem folgenden Wegstück die Weite der Landschaft mit ihren großflächigen Niedermoorwiesen an der Nordseite des Zierker Sees genießen. Das Gelände durchziehen zahlreiche Gräben, und gelegentlich lassen sich hier auch Enten, Gänse, Rohrweihen und Kraniche beobachten. Von Wiesenthal folgen wir dem Radweg weiter und kommen nach Zierke, wo es eine schöne Dorfkirche von Buttel (1865) zu sehen gibt. Über die Zierker Straße radeln wir zurück zum Marktplatz in Neustrelitz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied120 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortNeustrelitz
AusgangspunktNeustrelitz
EndpunktNeustrelitz
TourencharakterDie Neustrelitzer Kleinseeplatte wird von über 300 kleinen und kleinsten Seen gebildet, zu denen auch der Zierker See gehört. Hier haben die Herzöge von Mecklenburg-Strelitz im 18. Jh. eine Residenzstadt geschaffen, die mit kulturhistorisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte
MarkierungenWegweiser und M.
VerkehrsanbindungAnreise Mit dem Auto über die A 19, Ausfahrt Röbel, und auf der B 198 über Mirow nach Neustrelitz; oder auf der B 96 von Berlin bis Neustrelitz. Mit der Bahn bis Neustrelitz. Busverbindung mit Neubrandenburg.
GastronomieNeustrelitz: mehrere Möglichkeiten. Prälank: Landhotel Café Prälank, Prälank-Dorf 4.
Tipps
Die Geschichte von Neustrelitz begann mit einem Gründungsaufruf 1733 durch Herzog Adolf Friedrich III., der bis dahin im nahen Strelitz residierte. Zwischen 1726 und 1731 ließ er das Jagdschloss Glieneke zum Residenzschloss ausbauen, das allerdings nicht mehr existiert. Es brannte 1945 aus und wurde später abgetragen. Seit 2001 steht hier eine Zeltkonstruktion mit aufgemalter Schlossfassade, die im Sommer als Kulisse für Opernaufführungen genutzt wird. Von dieser Anhöhe bietet sich ein wunderbarer Blick über den Schlosspark, der zu den schönsten seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern gehört. Ihn legte Christoph Julius Löwe Anfang des 19. Jh. im Barockstil mit der noch dominierenden, auf das Schloss gerichteten Hauptachse an. Am Ende ist der Hebetempel mit einer anmutigen Marmorskulptur ein wirkungsvoller Blickpunkt. Nach 1820 wurde der Schlosspark bis auf die Hauptachse im englischen Landschaftsstil umgestaltet, den Übergang bildet die Götterallee in der Nähe der Orangerie. Sie ließ Großherzog Georg 1842 für seine Antikensammlung in einen Gartensalon umwandeln, die Räume schmücken pompejanische Wand- und Deckenmalereien. Auf einer Anhöhe im englischen Garten steht der Gedächtnistempel für die Königin Luise mit der Marmorkopie eines Sarkophages.
Unterkunft
Neustrelitz: Hotel Haegert, Zierker Straße 44, Tel. 03981/20 31 56, www.hotel-haegert.de; Hotel Schlossgarten, Tiergartenstraße 15, Tel. 03981/245 00, www.hotel-schlossgarten.de
Tourismusbüro
Tourist- und Nationalparlinformation Neustrelitz, Strelitzer Straße, 17235 Neustrelitz, Tel. 03981/25 31 19, touristinformation@neustrelitz.de, www.neustrelitz.de
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