Rundtour um Burghausen

Natur pur im wilden Salzachtal Der erste Teil der Tour verläuft von Burghausen im Salzachtal Richtung Süden zunächst auf asphaltierten Wegen am Fluss entlang oder durch kleinere Siedlungen, später zunehmend naturnah in wilder Auenlandschaft auf abschnittweise holprigem Belag. In Tittmoning auf 1,5 km starker Anstieg aus dem Tal heraus. Der Rückweg führt über bäuerliches Land meist auf kleinen Teerstraßen erst in stetem Auf und Ab, dann meist leicht abwärts in die Stadt zurück. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
Von Burghausen nach Tittmoning: Vom Curaplatz folgt die schnelle Abfahrt zum Stadtplatz. Weiter geht es durch die Fußgängergasse In den Grüben zur Salzlände. Dort folgt man dem Wegweiser »Über Salzachufer und Marienberg nach Asten« und trägt sein Rad über wenige Stufen auf den Rad- und Fußgängerweg am Flussufer, an dem es rund drei Kilometer genussreich aus dem Burghauser Stadtgebiet herausgeht. Am Gasthaus Tiefenau verlassen wir die Salzach halbrechts auf einer kleinen Teerstraße, die uns leicht ansteigend über Moosbrunn und Scheuerhof zum Raitenhaslacher Kloster führt. Die 800 Jahre alte Klosterkirche ist mit ihrem glanzvollen barocken Inventar eine Besichtigung wert. Nach diesem Zwischenstopp folgen wir der Teerstraße in westliche Richtung, biegen an der ersten Kreuzung links ab und fahren im Weiler Unterhadermark auf der unteren Teerstraße zum Salzachufer ab. An einer Schranke beginnt der naturbelassene Wander- und Radweg nach Tittmoning, dessen Nutzung auf eigene Gefahr erfolgt. In diesem Abschnitt ist das Salzachtal noch sehr ursprünglich, seine Ufer sind fast dschungelartig bewachsen und von einer prachtvollen Tier- und Pflanzenvielfalt. Hier hat beispielsweise die quasi ausgerottete Äskulapnatter überlebt, die ausgewachsen bis zu zwei Meter lang werden kann. Da die Schlange anders als ihre Artgenossen nicht auf Bodenvibrationen reagiert, kann es also passieren, dass sie sich bei Annäherung des Menschen vom Sonnenbad auf dem Weg nicht abhalten lässt ... Vögel lassen sich in diesem herrlichen Urwald übrigens auch beobachten, darunter Eisvögel, Wasseramseln, Lachmöwen, Rauchschwalben, Graureiher und Bachstelzen.Unterwegs weist ein Schild auf den historischen bayerisch-salzburgischen Grenzstein von 1721 hin. Kurz darauf folgen wir nicht dem breiten Weg hinauf in den Wald, sondern orientieren uns an dem roten Pfeil am Baum und bleiben am Ufer. Der Weg verengt sich zwischendurch beträchtlich und führt in anregenden Kurven durch das leicht sandige Unterholz. Wenn es nicht stark geregnet hat, ist dieser Abschnitt mit normalen Tourenrädern gut zu bewältigen. Nach insgesamt rund neun Kilometern erreichen wir zuletzt auf dem Ufer abgewandtem Weg die Salzachbrücke unterhalb von Tittmoning. Von Tittmoning nach Burghausen: Von der Brücke geht es auf der Straße rasch nach Tittmoning; hier lohnt ein kurzer Abstecher durch das Stadttor zum zentralen Stadtplatz. Die Straße führt nun steil aus dem Salzachtal heraus in ländliches Gebiet. Der Leitganger See wird großzügig umfahren, bevor sich der Salzhandelsweg in Asten vom Alz-Salzach-Weg trennt. Der Rückweg führt über Pirach und Laimgruben zum südlichen Stadtrand von Burghausen und an der Bayerischen Alm vorbei; später verlassen wir die Robert-Koch-Straße links auf der Mehringer Straße, biegen rechts in die Lindacher Straße ein und dann links auf den Spitzer Weg. So erreichen wir über die Fußgängerbrücke den Bahnhof.

Dauer: 4 Burghausen – Raitenhaslach 0,75 Std. – Tittmoning 1,25 Std. – Asten 0,75 Std. – Burghausen 1,25 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour41 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof in Burghausen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAm schönsten präsentiert sich Burghausen vom Nachbarland Österreich jenseits der Salzach: Auf einem Hügel thront die längste Burganlage Europas und ihr zu Füßen breitet sich die malerische Altstadt aus, von der Adalbert Stifter einst schwärmte, dass sie »wie aus einem altdeutschen Gemälde herausgeschnitten« wirkt. Allein die Burgbesichtigung mit dem historischen Stadtmuseum, der Kunstgalerie im Liebenweinturm, dem Museum im Folterturm und dem angrenzenden Haus der Fotografie nimmt schon einige Zeit in Anspruch, die Sie auf dieser Genusstour jedoch zweifellos investieren sollten. Wer Burgbesichtigung und Radtour an einem Tag bewältigen will, sollte mit Öffnung der Burgpforten um 9 Uhr am Curaplatz eintrudeln. Vom Bahnhof ist der nördliche Burgeingang am Ludwigsberg auf der Markter Straße rasch erreicht. Vor Eintreffen der ersten Reisebusse lässt sich die eindrucksvolle, über einen Kilometer lange Burganlage noch in aller Ruhe besichtigen. Die endlosen dicken Mauern, Zinnen und Türme, die sich auf dem schmalen Bergrücken aneinander reihen, sind einfach überwältigend. Schon der Bummel durch die äußeren Anlagen fasziniert. Dazu noch der großartige Blick von Brücken und Aussichtstürmen auf die zu Füßen liegende Altstadt mit der Salzach auf der einen sowie dem Erholungspark Wöhrsee auf der anderen Seite – die niederbayerischen Herzöge, die diese Burg auf alter Bausubstanz im 13. Jahrhundert errichten ließen, müssen sich einst wie Könige gefühlt haben.
Hinweise
Dauer: 4 Burghausen – Raitenhaslach 0,75 Std. – Tittmoning 1,25 Std. – Asten 0,75 Std. – Burghausen 1,25 Std.
KartentippRaderlebnis zwischen Inn und Salzach, Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach, 1:80000.
MarkierungenAuf dem Rückweg von Tittmoning nach Burghausen Salzhandelsweg.
VerkehrsanbindungBurghausen hat Zuganschluss nach Mühldorf (Sackbahnhof). Mit dem Auto auf der A 94 bis Ausfahrt Marktl und auf der B 20 in die Stadt; Letztere benutzt man auch von Süden kommend (Freilassing).
GastronomieIn Burghausen (Tipp: Bayerische Alm, siehe Kasten) und Tittmoning mehrere Gasthöfe und Cafés; Scheuerhof: Gasthaus Tiefenau, Salzachufer, Tel. 08677/4655, Mi. Ruhetag; Klostergasthof in Raitenhaslach, Tel. 08677/9730; Gasthaus Remmelberger in Asten, Tel. 08683/484.
Tipps
Entspannen in der Bayerischen Alm: Nachdem die vorgestellte Radtour mit An- und Abreise fast einen Tag einnimmt und Burghausen für sich eine Reise wert ist, empfiehlt es sich, vor Ort auf Quartiersuche zu gehen. Ideal eignet sich die nur zwei Kilometer von unserem Etappenziel, dem Burghausener Bahnhof, entfernte Bayerische Alm, eine radfreundliche Einkehr und Unterkunft direkt am Radweg Salzhandelsweg. Besonders schön sitzt man im Biergarten mit fantastischem Blick auf die längste Burganlage Europas. Sehr zu empfehlen ist die »Der Feinschmecker« gelobte Küche mit Speisen wie Saltimbocca vom Kalb mit Tomatenschaum, Kräuterrisoto und Zucchinischiffchen. Und nachts genießt man in den gemütlich eingerichteten Zimmern die Ruhe und kann das Erlebte vom Tag Revue passieren lassen. Bayerische Alm, Robert-Koch-Str. 211, Tel. 08677/9820, www.bayerischeAlm.de
Tourismusbüro
Tourist-Information Burghausen, Stadtplatz 112, 84489 Burghausen, Tel. 08677/887140, Fax 887144, touristinfo@burghausen.de, www.burghausen.de
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