Rundtour nach Ansbach

Rundtour sowohl auf wenig befahrenen Nebenstraßen als auch auf Radwegen sowie mit einem kurzen Abschnitt auf einem unbefestigten Waldweg. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
2 km
3.00 h
Wir verlassen Herrieden über die Münchner Straße und die HohenbergerStraße. Die Route ist mit Ansbacher Weg beschrieben.Über Hohenberg, Höfstetten und Dautenwinden kommen wirüber mehrere leichteAnstiege nach Elpertsdorf, wo wir rechts abbiegenund auf einem geschotterten Radweg in leichter Abfahrtdurch den AnsbacherWald hinunter nach Ansbach rollen.Über die Kanalstraße und die Maximilianstraße erreichen wir dasZentrum der Stadt. Der Weg führt geradewegs durch das HerriederTor, aus dessen Turm jeden Tag um 11 und 17 Uhr ein Glockenspielerklingt. Linker Hand steht in der Rosenbadstraße dieSynagoge, vom Hofbaumeister Leopoldo Retty 1744 erbaut. Siezählt zu den bedeutendsten, heute noch erhaltenen barocken Synagogen in Süddeutschland und ist im Rahmen einer Stadtführungzu besichtigen.Vorbei am Kaspar-Hauser-Denkmal (siehe Kasten) geht es durchdie Platenstraße zumMartin-Luther-Platz, an dem die PfarrkircheSt. Johannis mit einerdreischiffigen Staffelhalleaus dem 15. Jahrhundertsowie einemFlötner-Altar steht. DasGüll-Brünnlein an derAußenwand erinnert anden Dichter FriedrichWilhelm Güll (1812–1879), dessen Geburtshausauf der gegenüberliegendenSeite desMartin-Luther-Platzes zufinden ist.Das Markgrafen-Museum(im Sommer tägl.10–17 Uhr), hinter derSt.-Johannis-Kirche gelegen,zeigt die Geschichteder Stadt und des Fürstentums Ansbach. Das Gebäude aus dem 14. bis 18. Jahrhundertist Teil der begehbaren Stadtmauer.Über Pfarrstraße und Reitbahn gelangen wir zur MarkgräflichenResidenz, in der die Besucher im Rahmen einer Führung (April–September jede volle Stunde von 9–17 Uhr) durch 27 Prunkräumegeführt werden, darunter ein doppelgeschossiger Festsaal, einSpiegelkabinett sowie der Kachelsaal mit rund 2800 Fliesen ausder ehemaligen Ansbacher Fayence-Manufaktur. Vor der Residenzsteht auf dem Schlossplatz die Pferdeplastik Anscavallo vonJürgen Goertz.Wenige Schritte weiter gelangen wir durch eine kleine Tür in derMauer zur Orangerie im Hofgarten. Deren Südseite ist demGrand Trianon in Versailles und die Nordseite der Kolonnade desLouvre nachempfunden. An schönen Tagen macht es sehr vielSpaß, sich in demweitläufigen Park sowie demangrenzenden Rosen-und Kräutergarten aufzuhalten.Wir verlassenAnsbach RichtungWesten und radeln über die Hospitalstraßebis zur Bundesstraße 14 (Hohenzollernring). Kurz vorder Überführung zweigt links ein Radweg ab, der links von der B14 die Bahnlinie unterquert. Wir halten uns nach der Serpentineweiterhin links der Bundesstraße, fahren an der Straßenkehre vorbeizu der bereits vonWeitem sichtbaren Fußgängerbrücke hinaufund überqueren auf dieser jetzt die B14. Der Fränkische Karpfenwegbringt uns direkt rechts neben der Bahnlinie auf einemschmalen Asphaltweg hinaus aufs Land.Etwa ein Kilometer hinter Neudorf beginnt eine Waldpassage, inderen Verlauf das Rad an einigen Stellen geschoben werdenmuss.Höhepunkt im Wald ist die Gumbertusquelle, an der man sich andemreinenWasser hervorragend erfrischen kann. Nach VerlassendesWaldes wird die Qualität derWege schnell besser und nach einigenkleineren Abfahren und Anstiegen erreichen wir bei Leutershausenwieder die Altmühl.Wer noch etwas Zeit hat, sollte sich zumindest für eine derAttraktionenin Leutershausen entscheiden. Da ist zum einen das Altmühlbad(siehe Tour 1), wo man im aufgestauten Wasser des Naturfreibadssogar schwimmen kann, und zum anderen das Museumzum Gedenken an die Glanzleistungen des örtlichenFlugpioniers GustavWeißhaupt.Anschließend sind wir noch eineknappe Stunde auf dem Altmühlweg bis zurück nach Herriedenunterwegs.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Dauer3.00 h
StartortHerrieden
AusgangspunktHerrieden
Endpunkt Herrieden
Tourencharakter Die markgräfliche Residenzstadt wartet auf
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte »Romantisches Franken«, 1:70 000
VerkehrsanbindungWer mit der Bahn auf der Strecke Würzburg–Marktbreit– Ansbach–Treuchtlingen anreist, beginnt die Rundtour in Ansbach. Mit dem Auto fährt man auf der Autobahn A 6 Nürnberg– Heilbronn bis zur Ausfahrt Herrieden. Auf dem Marktplatz gibt es genügend Parkplätze.
GastronomieIn Herrieden, Ansbach undLeutershausen findet mansowohl Einkaufsmöglichkeitenals auch mehrere Gasthäuser.
Informationen
Kaspar HauserAm 26. Mai 1828 entdecktenzwei Handwerksburschenauf dem NürnbergerUnschlittplatz gegen16 Uhr einen 15 bis 17Jahre alten Burschen, deretwas unbeholfen wirkte.Außer dem Satz: »Ä sechteneReiter möcht ih wähn,wie mei Vottä g’wähn is.«,gab er nichts von sich. Aufeinem Briefumschlag wardie Adresse Irrergasse 17vermerkt, die Anschrift desRittmeisters von Wessenig.Dieser ließ ihn von der Polizeiverhören. Das Einzige,was sie dem Jüngling entlockenkonnten, war derName »Kaspar Hauser«,den er mühsam aufschrieb.Auf mehreren Umwegenfand er am 10. Dezember1831 in der Pfarrstraße 18in Ansbach eine Bleibe inder Wohnung des LehrersMeyer sowie eine Arbeit alsSchreiber beim GerichtspräsidentenAnselm vonFeuerbach. Am 14. Dezember1833 stach ihn ein Unbekannterim Hofgartennieder und er starb dreiTage später.Seitdem bewegt viele Gemüterdie Frage, wer KasparHauser war und woherer stammte. Manche haltenihn für einen Betrüger undHochstapler, andere sindder festen Überzeugung,dass er der erstgeboreneSohn des badischen GroßherzogsKarl (1786–1818)und Stephanie Beauharnais’(1789–1860) war.
Tourismusbüro
Amt für Kultur und Touristik, Johann-Sebastian-Bach- Platz 1, 91522 Ansbach, Tel. 0981/512 43, www.ansbach. De
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