Rundtour bei Ornbau

Abwechslungsreiche Rundtour von Ornbau bis Gunzenhausen überwiegend auf geschottertem Radweg, danach hauptsächlich auf wenig befahrenen Nebenstraßen mit einigen leichten Anstiegen und Abfahrten. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
49 km
340 m
4.00 h
Das Städtchen Ornbau mit seinem mittelalterlichen Kern ist Ausgangspunktdieser Rundtour. Wir verlassen den Ort über die historische Altmühlbrücke und radeln auf dem Damm des Altmühlzuleiters in Richtung Altmühlsee (siehe Tour 7). Schöne Zwischenstopps bieten sich an der Vogelinsel, in Muhr am See und am Ufer des Altmühlsees an. Erstes Etappenziel ist Gunzenhausen, wo sich ein ausgiebiger Stadtbummel anbietet (siehe Tour 9). Wir verlassen Gunzenhausen auf der Oettinger Straße in südöstlicher Richtung. Gleich nach dem Überqueren der Altmühl radeln wir an den Parkplätzen vorbeiam linken Ufer flussaufwärts und unterqueren zusammen mitdem Gewässer die Bahnlinie. Kurz darauf folgen wir rechts demWegweiser Limesweg, überqueren die Bundesstraße und gelangenauf einer Nebenstraße über Unterhambach nach Kleinlellenfeld.Von dem am Hügel gelegenen Ort bietet sich ein herrlicherBlick auf die spätgotische Basilika der Nachbargemeinde Großlellenfeld. Etwa 1 Kilometer weiter rollen wir am Ufer des herrlichgelegenen Dennenloher Weihers entlang, wo sich mehrere Badeplätzefür eine Pause anbieten. Nächstes Ziel ist das Schloss Dennenlohe,das rund 500 Meter südlich des Limeswegs über eineschöne Allee zu erreichen ist.Das 1734 erbaute Barockensemble zählt zu den schönsten in ganzBayern. Baron Süsskind, der Schlossherr, bietet seinen Besuchernvielfältige Möglichkeiten: An erster Stelle steht der weitläufigeRhododendrenpark, in dem 500 Rhododendren- und Azaleensorten sowie zahlreiche seltene Sträucher, Stauden und Bäume ihreBlütenpracht entfalten. Im Landschaftspark lassen sich Wiesenbiotope,Wasserläufe und Streuobstwiesen erkunden, währendder Schlosspark nur im Rahmen einiger Veranstaltungen der Öffentlichkeitzugänglich ist. Im Gutshof ist ein Oldtimer-Museummit rund 40 historischen Fahrzeugen sowie ebenso vielen Motorrädernuntergebracht. Dort gibt es auch ein Restaurant, denSchloss-Laden, eine Galerie sowie einen kleinen Kräutergarten.Die Parkanlagen und das Restaurant sind ab April tgl. geöffnet,das Museum und die Galerie nur amWochenende.Durch den Wald geht es anschließend weiter zur Hammerschmiede,wo wir zunächst links abbiegen und kurz darauf nachrechts den Limesweg in Richtung Beyerberg verlassen.In der Nähe der wenigen Häuser von Brunn passieren wir einenweiteren herrlich gelegene Badesee, an dessen Ufer auffallendeschöne glatte Felsformationen aus dem Wasser ragen. An seinemwestlichen Ende nehmen wir rechts einen Forstweg, der kerzengeradedurch denWald bis Königshofen führt. Von dort kommenwir in knapp einer Stunde auf demWiesethweg zurück nach Ornbau.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour49 km
Höhenunterschied340 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortOrnbau
AusgangspunktOrnbau
Endpunkt Ornbau
Tourencharakter Durch das romantische Franken
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte »RomantischesFranken«, 1:70 000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke Würzburg– Marktbreit–Ansbach– Treuchtlingen mit Ausstieg in Triesdorf (ca. 2 km nördlich von Ornbau) oder in Muhr am See. Mit dem Auto nimmt man auf der A6 Nürnberg–Heilbronn die Ausfahrt Ansbach und folgt der B 13 nach Ornbau.
GastronomieIn Ornbau und Gunzenhausen findet man mehrere Gasthäuser. Am Altmühlzuleiter in Gern sowie am Ufer des Altmühlsees laden mehrere Ausflugslokale zur Einkehr. Sehr schön gelegen ist auch das Restaurant im Gutshof Dennenlohe.
Informationen
Die römische Provinz Raetien: 15 v. Chr. starteten die Römer einen Feldzug, um nördlich der Alpen die Stammesgebiete der Raeter und Vindeliker zu unterwerfen. Sie rückten bis an die Donau vor und begannendas besetzte Gebiet zu sichern. Etwa hundert Jahrespäter entstand der sogenannte Limes, der zunächst nur aus einer durch Kastelle gesicherten Schneisedurch den Wald bestand. Erst später wurde daraus ein durchgängiger Wall. Nachdem im Lauf des 3.Jahrhunderts die Macht des Römischen Reiches von den Alemannen gebrochen war, zerfiel die ursprünglich 166 km lange Mauer langsam. Bis ins späte Mittelalter verwendeten die Leutedie Steine zum Bau ihrer Häuser. Ein Stück der 3 Meter hohen und 1,2 Meter breiten Mauer wurde am Dennenloher See, an der der Limes verlief, aus Sandsteinen nachgebaut. Auf mehreren Tafeln ist die dazugehörige Geschichte dargestellt.
Tourismusbüro
Tourist-Information Gunzenhausen, Marktplatz 25, 91710 Gunzenhausen, Tel. 09831/508300, www.gunzenhausen.de
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