Rund ums Wurzacher Ried

Auf der flach verlaufenden Tour mit nur leichten Anstiegen rund um das größte Moor Baden-Württembergs genießt man die Ausblicke auf die vielfältige Moorlandschaft, bei gutem Wetter auch auf die Alpenkulisse. (Autor: Michael Graf)
22 km
180 m
2.00 h
Wir starten in Bad Wurzach an der Stadtpfarrkirche und folgen dem Radsymbol Donau-Bodensee in die Kirchbühlstraße Richtung Kurhaus. Nach dem Kurpark, vor der Ampel, biegen wir links ab auf den Radweg Richtung Dietmanns. Danach geht es nach rechts auf einem Kiesweg am Kurpark vorbei. Auf einem schönen, wenig frequentierten Kiesweg radelt man eben entlang dem Wurzacher Ried. Dabei sieht man die typische Vegetation der Außenzone des Rieds mit Gräsern, Birken und Kiefern.

Wir erreichen Dietmanns, halten uns nach links zur Kirche und biegen danach, vor dem Gasthaus Adler (Biergarten) links hinab Richtung Knetzenweiler/Unterschwarzach. Anschließend radeln wir stetig leicht aufwärts. Bei Unterluizen halten wir uns entsprechend der Donau-Bodensee-Wegweisung nach links Richtung Unterschwarzach. Wir radeln durch den Wald, danach haben wir bei Friedlings einen guten Blick auf das Wurzacher Ried.

Hinter Knetzenweiler treffen wir auf die B465, überqueren diese und fahren auf dem Radweg rechts hoch nach Unterschwarzach. Dort biegen wir am Ortsanfang links ab, der Radbeschilderung Wolfegg nach. Auf dem weiteren Streckenverlauf haben wir die besten Blicke auf die abwechslungsreiche Riedlandschaft, bei gutem Wetter ist die Alpenkette von Säntis bis zum Karwendel zu sehen. Nach Unterschwarzach geht es erst etwas abwärts und dann wieder hoch, an den Riedhöfen vorbei und nochmals hinauf bis Ziegolz. Auffallend sind die alten, im Fachwerkbau errichteten großen Stadel.

In Ziegolz halten wir uns links Richtung Wengen (Donau-Bodensee-Radweg). Wir radeln hinab, an der Kapelle vorbei und folgen nicht nach rechts dem Donau-Bodensee-Radweg. Einen Kilometer nach der Kapelle biegen wir links ab in eine für den Autoverkehr gesperrte Straße mit der Radbeschilderung Wolfegg/Kißlegg, die von großen Strommasten begleitet wird. Anschließend folgen wir der Wegweisung »Bad Wurzach 3 km« nach links auf einen Kiesweg. Wir fahren leider nur ein kurzes Stück durch das Wurzacher Ried und erreichen dann beim Weiler Haasen die verkehrsreiche Straße.

Auf einem birkenbestandenen Radweg radeln wir nach links entlang der Autostraße, bis es nach links erst wieder auf das Ried zugeht und dann vor dem Wald nach rechts. Auf der linken Seite des Kieswegs sehen wir mehrere Moorlöcher, wir kommen an der Gaststätte Wurzelsepp (Einkehrmöglichkeit, Torfmuseum) vorbei.

Danach fahren wir an den ausgedehnten Gebäuden des Oberglas-Werks auf einem Radweg die Dr.-Harry-Wiegand-Straße entlang. Nach dem Hallenbad und Moorfreibad treffen wir auf einen Kreisverkehr, halten uns rechts und gelangen über die Biberacher Straße am Schlossgarten vorbei in die Herrenstraße. An deren Ende biegen wir links in die Marktstraße und erreichen so, am Schloss vorbei, wieder den Ausgangspunkt der Tour, die Stadtpfarrkirche in Bad Wurzach.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied180 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Wurzach, Pfarrkirche.
EndpunktBad Wurzach, Pfarrkirche.
TourencharakterEinfach zu fahrende Tour entlang des abwechslungsreichen Wurzacher Rieds mit Blicken auf die Berge. Bis Dietmanns auf einem schönen Kiesweg, dann asphaltierte kleine Straßen bis auf ein kurzes Stück durchs Wurzacher Ried (Kiesweg). Entlang der ausgedehnten Glasfabrik teilweise auf Radwegen zurück nach Bad Wurzach. 
Hinweise
Im Naturschutzzentrum in Bad Wurzach kann man sich über die Entstehung, die vielfältige Fauna und Flora und die unterschiedlichen Moorflächen (Hoch-, Niedermoor, Streuwiesen etc.) informieren.
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenRadbeschilderung Donau- Bodensee-Radweg von Bad Wurzach bis Wengen, danach lokal.
VerkehrsanbindungBad Wurzach besitzt keinen Bahnanschluss, mit dem Auto ist es über die B465 zu erreichen.
GastronomieBad Wurzach: u.a. Gasthof Adler, Hotel Rössle mit Gartenwirtschaft, Wurzelsepp beim Torflehrpfad; Dietmanns: Zum Adler.
Tipps
Torflehrpfad: Wer sich für die Geschichte der Torfstecher interessiert, kann sich auf einem Erlebnis- und Naturlehrpfad informieren, der am ehemaligen Zeiler Torfwerk an der Gaststätte Wurzelsepp beginnt.
Informationen
Das Wurzacher Ried: Wurzachs Status als »Bad« geht auf ein seit 1936 im Kloster existierendes Moorbad zurück, dessen Lieferant das benachbarte Wurzacher Ried war. Die über 16 Quadratkilometer große Moorlandschaft entstand durch die Ausschürfungen des Rheingletschers während der Risseiszeit vor 200000 Jahren. Die Schmelzwasser der letzten Eiszeit sammelten sich in diesem Becken zu einem See, der im Laufe der Zeit zu verlanden begann. Heute besteht das Naturschutzgebiet aus Hoch- und Niedermooren, Streuwiesen und Moorwäldern und ist eines der größten intakten Hochmoorgebiete Europas. Es wurde 1989 mit dem Europadiplom ausgestattet. Über 700 Pflanzen- und mehr als 1500 Tierarten sind hier noch zu finden. Ausführliche Informationen bietet das Naturschutzzentrum in Bad Wurzach, das auch Führungen veranstaltet.
Tourismusbüro
Städtische Kurverwaltung, Mühltorstraße 1, 88410 Bad Wurzach, Tel. 07564/3020.

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