Rund um Röthenbach

Die Tour verläuft auf asphaltierten Nebenstraßen, nur ab Gasthaus Malleichen auf einem Kiesweg durch den Wald. Von Weiler bis zum Bahnhof Röthenbach fährt man auf der alten Bahntrasse. (Autor: Michael Graf)
Vom Bahnhof in Röthenbach-Oberhäuser fahren wir etwa 500 Meter abwärts und folgen dann der Beschilderung Röthenbach. Wir überqueren die Bahnlinie, dann geht es mit 7% Gefälle in einer Kehre abwärts. In Röthenbach steht vor der Heimatstube der bereits 1566 erstmals erwähnte Heiligenbrunnen, heute allerdings in neuerer Darstellung. Wir biegen beim Gasthof Zur Post links ab in die Lindauer Straße. Außerhalb des Orts, kurz nach der Bushaltestelle, fahren wir nach rechts Richtung Oberschmitten. Wir radeln gemütlich in dem kleinen, locker bebauten Tal der Rothach dahin, am Talhang sind deutlich die durch die Laufrichtung der Kühe entstandenen, terrassiert aussehenden Hügel zu sehen. Hinter Oberschmitten überqueren wir die Obere Argen und treffen auf eine Querstraße, rechts sehen wir Gestratz mit der Kirche. An der Querstraße halten wir uns links und treffen nach etwa 200 Metern auf die nächste größere Querstraße. Hier fahren wir nochmals links und gleich danach, vor der Brücke über die Obere Argen, rechts Richtung Höll/Malleichen ab (Bodensee-Königssee-Radwegweiser). Nun radeln wir in einem weiten Bogen die kleine Straße im Tal der Oberen Argen immer leicht abwärts, rechts sehen wir anstehende Felsen. Wir erreichen die idyllisch gelegene Wirtschaft Malleichen mit schönem Biergarten.Ab Malleichen geht es auf dem Kiesweg durch den Wald weiter, mit kurzen steilen An- und Abstiegen, die teils wegen der Kiesel schlecht zu fahren sind. Nachdem wir den Wald durchquert haben, sehen wir vor uns schon Schloss Syrgenstein aufragen und rechts die Kirche von Eglofs. Wir fahren im Tal der Oberen Argen auf das Schloss zu bis zur Querstraße und dort rechts. Wir erreichen die Bundesstraße, an der wir links auf den neuen Radweg einbiegen. Unterhalb von Eglofs liegt Eglofstal mit der Talwirtschaft Zum Bären. Ab der Wirtschaft folgt man der Radbeschilderung Wangen/Lindau und radelt parallel zur Bundesstraße auf einer kleinen Straße. Kurz vor der Brücke über die Obere Argen endet leider der Weg, es sind aber nur noch wenige Meter bis zur Abzweigung nach links Richtung Syrgenstein. Bis hierher verlief die Tour weitgehend eben, der nächste Abschnitt bis Lindenberg ist deutlich anstrengender mit zahlreichen, teils sehr steilen Anstiegen. Wir radeln den sehr steilen Aufstieg durch den Wald hinauf und stehen vor dem Schloss Syrgenstein, das leider nicht besichtigt werden kann. Aber auch von außen ist es eine beeindruckende Anlage inmitten eines kleinen Parks.Am Schloss vorbei radeln wir nochmals steil aufwärts (ca. 10% Steigung) und dann weiter bis zum Waldanfang. Dort, an der Kapelle, biegen wir rechts in die kleine Straße, der Beschilderung Edelitz/Maria-Thann und Bodensee-Königssee-Radweg nach. Von der kleinen Hochebene hat man nach links einen weiten Blick bis zum Pfänder und den Schweizer Bergen. Wir kommen durch Edelitz und Lengatz, ab Lengatz geht es abwärts bis zur Querstraße. Wer nicht nach Maria-Thann fahren will, um die Kirche zu besichtigen, kann an dieser Kreuzung gleich nach links abbiegen. Wir fahren jedoch rechts und dann links auf die unten liegende Kirche von Maria-Thann zu. Es geht nochmals abwärts bis zur sehenswerten Kirche und nach der Kirche links hoch in die Hochgratstraße (keine Beschilderung). Dabei verlassen wir den Bodensee-Königssee-Radweg. Kurz danach biegen wir links in den Häfeleweg ab, auf dem man dann wieder auf die Straße bei Lengatz gelangt. Dort halten wir uns rechts, es geht durch den Wald hinab zum Dürrach-Tobel und wieder aufwärts. Der weitere Weg verläuft durch Mapprechts geradeaus Richtung Heimenkirch nach Oberhäuser. Wer nicht über Heimenkirch, Lindenberg und Weiler weiterfahren will, kann hier nach links über Berg nach Röthenbach (Bhf.) abkürzen (siehe Variante).Bis nach Heimenkirch geht es steil hinab und dann ein kurzes Stück aufwärts bis zur Hauptstraße. Wir fahren geradeaus in die Hauptstraße, knicken mit ihr nach links und radeln dann durch die Bahnunterführung nach rechts. Anschließend folgt ein Radweg, erst auf der linken Seite, dann auf der rechten, es geht lang anhaltend und teilweise steil aufwärts.Wir rollen hinab nach Lindenberg, an der Martinskapelle vorbei, bis ein großes Radsymbol vor der Linkskurve nach rechts in die Schmitt-Straße weist. Wir fahren geradeaus, anschließend links in die Heinrich-Brauns-Straße. An deren Ende treffen wir auf die quer laufende Sedanstraße. Auf dieser radeln wir nach links ins Zentrum der alten Hutstadt Lindenberg. Im Hutmuseum kann man sich über die Geschichte der Hutherstellung informieren. Die Sedanstraße setzt sich in der Marktstraße fort. Geradeaus geht es dann über die Staufner Straße bis zur quer laufenden, stark befahrenen Deutschen Alpenstraße am Ortsende; hier sehen wir direkt vor uns tief unterhalb Weiler liegen.Wir fahren auf der viel befahrenen Straße etwa 50 Meter nach links und dann scharf rechts ab beim Hotel Alpenblick. Es geht abwärts, durch Ruppenmanklitz, und durch den Wald dann mit 25% Gefälle sehr steil hinab. Über die Lindenbergerstraße erreichen wir die quer laufende Hauptstraße in Weiler, fahren dort nach links bis zum malerischen Kirchplatz und biegen gegenüber links ab, zwischen dem Gasthof Post und der Sparkasse hindurch. Vor dem ehemaligen Bahnhof geht es links und gleich wieder rechts. Kurz danach erreichen wir den ehemaligen Bahndamm und halten uns links. Nun geht es auf der asphaltierten Bahntrasse entlang bis wenige Meter vor den Bahnhof Röthenbach-Oberhäuser.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied490 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRöthenbach Bhf.
EndpunktRöthenbach Bhf.
TourencharakterBis unterhalb von Schloss Syrgenstein weitgehend eben verlaufende Tour in den Tälern der Rothach und Oberen Argen; danach teilweise sehr steile Anstiege und Abfahrten, nach Weiler geht es gar mit 25% Gefälle hinab!
Hinweise
Der Bahnhof Röthenbach liegt 3 km vom Ort Röthenbach entfernt im Ortsteil Röthenbach-Oberhäuser. Sehr steile Abfahrt von Lindenberg nach Weiler mit 25% Gefälle!
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenVon der Kreuzung bei Gestratz bis Maria-Thann Bodensee-Königssee-Radweg, ansonsten lokale Beschilderung.
VerkehrsanbindungRöthenbach/Oberhäuser liegt an der Bahnstrecke Immenstadt–Lindau.
GastronomieMalleichen: Gasthaus Malleichen mit schönem Biergarten; Lindenberg: zahlreiche Einkehrmöglichkeiten; Weiler: Hotel Post, Gasthaus Traube.
Tipps
Einkehr in Malleichen: Im idyllischen Tal der Oberen Argen liegt am Waldrand die viel besuchte Gaststätte Malleichen. Ein schöner und großer Biergarten lädt zum Verweilen ein (Dienstag Ruhetag).
Informationen
Kirche Maria-Thann: Die Kirche Maria-Thann, von einer umlaufenden Mauer eingefasst, zählt zu den am besten ausgestatteten Kirchen im Westallgäu. Beeindruckend ist vor allem der Altar mit den gedrechselten, hintereinander stehenden Säulen am Altarbild, die eine enorme Tiefe erzielen. Zahlreiche Barockfiguren schmücken diese Kirche, z.B. die zwölf Apostel. An der doppelten Empore findet sich eine barocke Bemalung. Bemerkenswert sind auch die Epitaphien; hier wurde auch Veit Sürg von Sürgenstein, der Erbauer des Schlosses Syrgenstein, beigesetzt.InfoWeilerWeiler ist eines der schönsten Dörfer im Westallgäu. Das Ensemble aus Kirche, Rathaus und alten Wirtschaften bietet ein harmonisches Bild. Die rot-weißen Fensterläden des Rathauses und des Kornhaus- und Heimatmuseums zeugen von der langjährigen Zugehörigkeit nach Österreich, denn erst 1806 wurde Weiler bayerisch. Weiler besitzt eine lange Tradition der Käseherstellung, hier wurde auch der erste Allgäuer Emmentaler hergestellt.InfoSchloss SyrgensteinOberhalb des Tals der Oberen Argen liegt weithin sichtbar das prächtige, weiß gestrichene Schloss Syrgenstein. Mit seinem Staffelgiebel, den Rundtürmen, den gelb-schwarz gestreiften Fensterläden und den alten Dachplatten bietet es einen herrlichen Anblick. Das Schloss wurde im 15. Jh. von dem Allgäuer Patrizier Sürg von Sürgenstein erbaut, der als kaiserlicher Küchenmeister für seine Kunst geadelt worden war. Die heutige Form des Schlosses geht auf die Erweiterung von 1737 zurück. Schloss Syrgenstein befindet sich, wie viele andere Schlösser im Westallgäu, heute in Privatbesitz der Familie Waldburg-Zeil, sodass es nicht von innen besichtigt werden kann.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Rathaus, 88167 Röthenbach, Tel. 08384/1816; Tourist Information, Stadtplatz, 88161 Lindenberg, Tel. 08381/80328; Tourist-Information, Hauptstraße 14, 88171 Weiler, Tel. 08387/391–50.

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