Rund um die Filze von Benediktbeuern

In größeren Orten und an der Straße Sindelsdorf–Zell verstärkt, sonst nur wenig Verkehr (oder Radweg). (Autor: Armin Scheider)
32 km
20 m
2.00 h
Abschnitt Benediktbeuern–Sindelsdorf. An der Westseite des Klosters führt der Moosmühlweg (Rundweg 1) nach Nordwesten hinaus ins Moos und vermittelt erste Eindrücke vom Reiz der Landschaft und dem eindrucksvollen Alpenpanorama. Nach gut drei Kilometern stößt man auf die Loisach, biegt rechts ab und kommt zur B 472. Wenn die Straßenbrücke nach links überquert ist, biegen wir 100 Meter danach links ab und vertrauen uns zunächst einem Schotter-, später einem asphaltierten Weg an, der uns in typischer Filzgegend ohne Verkehr und Steigungen nach Sindelsdorf bringt, anhaltend prächtige Sicht auf die Bergkulisse eingeschlossen. Dieser Teilabschnitt gehört zu den schönsten der ganzen Tour.Abschnitt Sindelsdorf–Kochelsee. Von der Kirche aus fährt man nach Süden zur Autobahn, biegt davor links auf das Asphaltsträßchen ab und bleibt nun konsequent auf Südkurs. Leider mit einem Wermutstropfen, denn der Weg verläuft nahe der Autobahn mit entsprechenden Fahrgeräuschen. Wir radeln an einer Fußgängerbrücke über die A 95 vorbei, münden wenig später in die stärker befahrene Straße Sindelsdorf–Großweil und erreichen den Ortsrand von Zell. Noch vor den ersten Häusern biegen wir links auf ein Asphaltsträßchen ab, kommen in ansprechender Filzgegend nach gut einem Kilometer an eine Kreuzung und gelangen rechts nach Großweil. Von hier bietet sich ein Abstecher zum Freilichtmuseum an der Glentleiten an (gut 2 km einfach mit langem Anstieg). Weiter geht es in jedem Falle kurz nach der Loisachbrücke links auf der Mühlstraße, die später einen Rechtsknick macht und zur Straße nach Unterau führt. Angekommen in Unterau, radelt man am Maibaum links über die Loisach hinweg und rechts zur großen Straße Schlehdorf–Kochel. Auf deren Radweg erreichen wir bald Kochel am See, machen einen Schlenker über das Erlebnisbad trimini und steuern dann das Zentrum an.Abschnitt Kochel a. See–Benediktbeuern. Am Bahnhof verlassen wir auf dem Friedzaunweg den Ort und biegen nach gut 500 Metern hinter einer kleinen Brücke links ab. Für Fahrräder nicht ausdrücklich verboten, ist dieser Weg dennoch in erster Linie als Wanderroute gedacht, erfordert also besondere Vorsicht bei der Begegnung mit Fußgängern. Wir wählen diesen Weg, weil er den ganzen Reiz dieser schönen Filzlandschaft erschließt, entlang der türkisfarbenen Loisach führt und wiederum das Kocheler Bergpanorama wirkungsvoll präsentiert. Wenn wir uns satt gesehen haben, treffen wir in Brunnenbach ein und sind nach weiterer genussvoller Moosfahrt bald darauf wieder in Benediktbeuern.Alternativer Abschnitt Benediktbeuern–Sindelsdorf. Wer sieben Kilometer mehr und ca. ein Kilometer Steigung nicht fürchtet, kann den ersten Abschnitt auch über Schönmühl, St. Johannisrain und Riedern fahren. Er enthält eine Reihe hinreißender Aussichtspunkte, hat aber auch mit mehr Verkehr zu kämpfen. Auf der Bahnhofstraße geht es zur Ortsmitte von Benediktbeuern und auf dem Ludlmühlweg hinüber zunächst nach Ober-, dann nach Untersteinbach. Es folgt ein kurzes Stück entlang der B 11, am Kreisverkehr ein Linksschwenk und Weiterfahrt zur stark befahrenen Straße nach Penzberg. Auf dem Radweg gegenüber fährt man nach Norden und dann links bis Schönmühl (Schild). Nach dem Dorf müssen wir noch ein kurzes Stück an der Hauptstraße entlang (Radweg), dann biegen wir links Richtung Edenhof ab. Damit treten wir ein in eine stille Gegend, in der die Zeit stehen geblieben scheint und die mit ansprechender Landschaft und vor allem mit wunderbarer Gebirgssicht glänzt. Wir passieren der Reihe nach Edenhof, St. Johannisrain mit seinem fotogenen Kirchlein, dann den Riederner Weiher und schließlich, nach einem Anstieg, das Dorf Riedern selber. Danach folgt einer genussvolle und rasante Abfahrt hinunter nach Sindelsdorf.

Länge:

Auf ganzer Strecke nur zwei kurze Steigungen von je 100 m Länge.

Höhenunterschied: gut 20 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied20 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Benediktbeuern
TourencharakterDiese Tour zählt zu den leichtesten des Buches, weil relativ kurz und steigungsfrei. Aber sie ist auch eine besonders schöne, denn man radelt durch reizvolle Filzlandschaft und wird begleitet vom Kocheler Panorama mit Benediktenwand, Jochberg und Herzogstand, zwischen denen – je nach Standort – Karwendelgipfel hervorspitzen.
Hinweise
Freibäder: Benediktbeuern, Alpenwarmbad, Großweil, Kochel trimini
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 95 bis AS Sindelsdorf, dann B 472 / B 11 über Bichl. Ca. 63 km, Fahrzeit 50 Min. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Tutzing (umsteigen)–Benediktbeuern und zurück. Fahrzeit rund 1 Std. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieBenediktbeuern Klosterbräustüberl Biergarten, kein Ruhetag Sindelsdorf Urthalerhof Biergarten, kein Ruhetag Zur PostTerrasse, Do. und Fr. Ruhetag Schlehdorf Fischerwirt Biergarten, Do. Ruhetag (außer Juli bis September) Kochel Zur Post Terrasse, kein Ruhetag
Informationen
Freilichtmuseum auf der Glentleiten: Der empfohlene Abstecher ab Großweil zum Museum ist zwar nur gut zwei Kilometer lang, aber mit eineinhalb Kilometern Steigung fast eine Zumutung. Dennoch lohnt sich ein Besuch. Immerhin ist es das größte Bauernhausmuseum Oberbayerns. Ca. 40 Höfe, Gebäude und Werkstätten, die zu verfallen drohten, wurden im Originalzustand hierher versetzt und geben Einblick in die Wohn- und Arbeitswelt sowie in Handwerkstechniken früherer Jahre. Das Museum ist von April bis Oktober täglich außer Montag von 9–18 Uhr geöffnet, im Juli und August täglich.
Tourismusbüro
Benediktbeuern: Tel. 0 88 57/248 www.benediktbeuern.de; Kochel am See: Tel. 0 88 51/338 www.kochel.de

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