Radtour von Steingaden nach Füssen

Steingaden – Wies – Trauchgau – Halblech – Schwangau – Hohenschwangau – Füssen.
Tour führt durch sanft wellige Landschaft ohne anstrengende Steigungen mit herrlichen Aussichten auf die eindrucksvolle Kette der Alpen. (Autor: Tassilo Wengel)
32 km
20 m
3.00 h

Von Steingaden nach Trauchgau

Von Steingaden über Litzau nach Wies, beim Resle-Hof nach Trauchgau abbiegen, hinter Oberreithen Trauchgauer Ach überqueren und bis Trauchgau radeln.
Von Steingaden folgen wir der Romantischen Straße im Auf und Ab nach Litzau und der Straße weiter nach Wies, wo sich auf einer großen Wiese vor den Trauchbergen die berühmte »Wieskirche « erhebt. Unterhalb der Kirche folgen wir der Route in den Nadelwald und weiter nach Resle. Im Auf und Ab kommen wir zum Resle-Hof, halten uns rechts und fahren Richtung Trauchgau, wobei uns die Aussicht auf die Trauchberge begleitet. In Oberreithen schwenken wir scharf nach links, überqueren die Trauchgauer Ach auf einer Brücke und biegen nach rechts. Parallel zur Trauchgauer Ach gelangen wir nach Trauchgau, wo wir im Zentrum des schönen Dorfes bei der Kirche in die Reichenstraße einbiegen.

Von Trauchgau nach Füssen

Von Trauchgau in Richtung Süden fahren, über Bayerniederhofen zum Bannwaldsee, an dessen Ufer entlangradeln, Brunner Ach überqueren und bis Schwangau fahren, über Hohenschwangau mit Besichtigung der Königsschlösser nach Füssen radeln.
Wir überqueren die B 17, fahren auf der Poststraße weiter und biegen nach links in den Flurweg ein. Nachdem wir an der Vorfahrtsstraße links abgebogen sind, biegen wir gleich wieder rechts ab und nähern uns über die Straße In der Siedlung und am Weidachweg Halblech. Unsere Route streift Halblech nur, und nachdem wir eine Brücke überquert haben, radeln wir geradewegs nach Süden.

Hinter Bayerniederhofen kann man bereits die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau erkennen. Schnell taucht der Bannwaldsee auf, an dessen Ufer wir entlang radeln und die schöne Lage von Füssen und dem thronenden Schloss Neuschwanstein genießen können. Auf unserem Weg nach Schwangau erhebt sich links vor der malerischen Alpenkulisse die barocke Kirche St. Coloman. In Schwangau halten wir uns beim Dorfbrunnen links, fahren zur B 17 und schwenken nach rechts. Auf dem Radweg neben der Schwangauer Straße gelangen wir direkt nach Hohenschwangau, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die Fahrräder stellen wir in Hohenschwangau ab und benutzen vom Parkplatz den schönen Wanderweg durch die Pöllatschlucht zum Schloss Neuschwanstein.

Auf dem Radweg entlang der Parkstraße geht es nach der Besichtigung weiter nach Füssen. Dieser Ort im Königswinkel wird bereits um 400 n. Chr. als Kastell »Foetibus« in der Provinz Raetia secunda erstmals erwähnt. Der Schlossberg war bereits um die Zeitenwende ein befestigter Platz an der Römerstraße Via Claudia Augusta. Durch die Lage an einer alten Fernhandelsstraße nach Italien und als wichtiger Umschlagplatz entwickelte sich der Ort zu einem florierenden Handelszentrum.

Im Jahre 1295 erstmals urkundlich genannt, erlebte der Ort vor allem im15. und 16. Jahrhundert seine höchste Blüte. Aus dieser Zeit stammen auch viele schöne Bürgerhäuser, die vor allem die Reichenstraße, heute eine Geschäftsstraße, schmücken. Möchte man einen Stadtrundgang unternehmen, bietet sich als Ausgangspunkt das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang mit seiner Kirche an. Besonders gut kann man diesen Komplex erkennen, wenn man die Lechhalde hinab zur Brücke über den Lech geht und den Fluss überquert. Die Klosterkirche St. Mang – 1710 begonnen und 1717 geweiht – ist vor allem ein Werk von Johann Jakob Herkomer, der die Stuckdekorationen und die Fresken malte.

Vom Haupteingang der Kirche führt ein schmaler Pfad aufwärts zum Hohen Schloss, das an höchster Stelle über dem Kloster thront und als Teil des gesamten Ensembles seine Wirkung vom Lechufer nicht verfehlt. Es geht auf eine Burg zurück, die Herzog Ludwig von Bayern zur Sicherung seines staufischen Erbes 1296 errichtete. Die heutige Anlage des Schlosses geht auf Bischof Friedrich II. zurück, der Ende des 15. Jahrhunderts Wehr- und Wohnbauten errichten ließ. In dieser Zeit entstand auch der Fürstenbau des Schlosses.

Tour auf einen Blick
km 0. Steingaden, über Litzau nach Wies.
km 5. Wies, Richtung Süden nach Trauchgau.
km 14. Trauchgau, über Halblech nach Schwangau.
km 26. Schwangau, über Hohenschwangau nach Füssen.
km 32,5. Füssen, Ende der Tour (ohne Umweg 30 km).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied20 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortSteingaden.
AusgangspunktSteingaden.
EndpunktFüssen.
TourencharakterIm Pfaffenwinkel thronen hoch über dem Forggensee die beiden Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Inmitten einer schroffen Bergwelt auf malerischen Felsplateaus errichtet, ziehen sie jährlich Tausende von Besuchern aus aller Welt an.
Hinweise
Baden: Königliche Kristall-Therme Schwangau, Am Ehberg 16, Tel. 08362/81 96 30.
KartentippADFC-Radtourenkarte Nr. 26, Oberbayern/München, Maßstab 1:50 000; Stadtplan von Augsburg, erhältlich bei der Tourist-Information Augsburg.
MarkierungenRadweg Romantische Straße.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 96 bis zur Abfahrt Landsberg am Lech-Nord, auf der B 17 über Schongau bis Steingaden. Mit der Bahn bis Füssen; Weiterfahrt mit Bus.
GastronomieSchwangau-Waltenhofen: Café Gerlinde, Forggenseestraße 85; Hotel-Gasthof am See, Forggenseestraße 81.
Hohenschwangau: Schlosshotel Lisl & Jägerhaus, Neuschwansteinstraße 1–3.
Verleih
Fahrradverleih. Eine Auswahl wichtiger Orte: Würzburg: Veloca, Landwehrstraße 13, Tel. 0931/126 27 Wertheim: Rösch, Spessartstraße 18, Tel. 09342/61 23 oder 382 70; Bahnhof, Tel. 09342/13 41 Bad Mergentheim: Fa. Fischer, Obere Mauergasse 61, Tel. 07931/77 63; Bahnhof, Tel. 07931/73 41 Weikersheim: Fahrradgeschäft Velo, Tel. 07934/297 Rothenburg: Fa. Herrmann, Geigerstraße, Tel. 09861/404 92; Rat und Tat, Bensenstraße 17, Tel. 09861/879 84 Dinkelsbühl: Tourist Service, Marktplatz, Tel. 09851/902 40 Nördlingen: Jet-Tankstelle, Auf der Kaiserwiese, Tel. 09081/801092; Zweirad Müller, Gewerbestraße 16, Tel. 09081/56 75; Radsport Böckle, Reimlinger Straße 19, Tel. 09081/801040 Donauwörth: Fa. Motorrad Sellmair, Dillinger Straße 53, Tel. 0906/56 80 Augsburg: Hauptbahnhof, Reisezentrum Schalter 6, täglich 6–20 Uhr, Tel. 0821/32 64 93 Landsberg: Fremdenverkehrsamt der Stadt Landsberg am Lech, Hauptplatz 1, Tel. 08191/128245-246 oder -268 Schongau: Wacht Sport-Service, Oskarvon-Miller-Straße 19, Tel. 08861/34 97 Füssen: Bahnhof, Tel. 08362/63 13; Radsport Zacherl, Rupprechtstraße 8 1/2, Tel. 08362/32 92; Jeti’s Mountainbike-Shop, Kemptener Straße 87, Tel. 08362/39712
Informationen
Die Königsschlösser. Schloss Neuschwanstein begann der Architekt E. Riedel 1868 nach Entwürfen des Theatermalers Ch. Jank. Angelehnt an die romanischen Formen der mittelalterlichen Wartburg bei Eisenach, ließ König Ludwig II. die Innenräume mit Szenen aus Wagners Opern »Tristan« und »Lohengrin« ausmalen. Der Sängersaal – das Prunkstück des Schlosses – wurde der Sängerhalle aus »Tannhäuser« nachempfunden und mit Bildern aus Wagners »Parsifal« geschmückt.

Vom Aussichtspunkt beim Schloss Neuschwanstein bietet sich ein grandioser Blick auf die Bergwelt mit Alpsee und Schwansee. Schloss Hohenschwangau ist von diesem Aussichtspunkt auch zu sehen. Es wurde ab 1832 als Sommersitz für Kronprinz Maximilian – den späteren König Max II. Joseph – errichtet. Die Entwürfe des Theatermalers Quaglio folgten dem englischen Schlosstyp des Castle und orientierten sichamenglischen Tudorstil. Im Inneren sind besonders die Ausmalungen der Säle mit Rittergeschichten und Sagen sehenswert.
Unterkunft
Füssen: Altstadthotel & Schlosswirtshaus Zum Hechten, Ritterstraße 6, Tel. 08362/910 00; Haus am Forggensee, Weidachstraße 69, Tel. 08362/36 36; Hotel Hirsch, Kaiser-Maximilian-Platz 7, Tel. 08362/93 98.
Tourismusbüro
Füssen Tourismus und Marketing, Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen, Tel. 08362/938 50.
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