Radtour um Miesbach

Etwas hügelige Rundtour um Miesbach, meist auf kleinen, wenig befahrenen Teerstraßen und Radwegen (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
26 km
300 m
3.00 h
Den Miesbacher Bahnhof im Rücken überqueren wir die Frühlingsstraße in die Rathausstraße und radeln dann in der Haidmühlstraße an der evangelischen Kirche, der Musikschule und dem Gymnasium vorbei stadtauswärts. Wir folgen rechts der Vorfahrtstraße, überqueren die Eisenbahnschienen und fahren unmittelbar danach links in den ansteigenden Weg Richtung Hausham. Wir gewinnen rasch an Höhe und erreichen jetzt mehrere, meist nur aus einem großen Bauernhaus und Austragshäuschen bestehende Weiler. So passieren wir Stoib, Schönberg und stoßen in Giesberg an eine kleine T-Kreuzung, in die wir links einbiegen. Von der kleinen Kirche am Wegrand haben wir einen herrlichen Blick in die Tegernseer und Schlierseer Berge. Auf demHauptweg bleibend, biegen wir in Waldhof rechts Richtung »Gmund, Grund, Waldhof« ein, dann geht es steil nach unten (bitte sehr vorsichtig fahren!). Immer noch hügelig, radeln wir ins Tal der Mangfall dem Schild Gmund nach und stoßen im Talgrund auf eine weitere Teerstraße. Hier verläuft der Münchner Wasserweg (M-Wasserweg), dem wir nun nach rechts folgen. Schon geht es parallel zurMangfall dahin. Kurz vor Thalmühl, am Sägewerk, folgen wir dem Radwegschild links bergauf und überqueren die große Staatsstraße.
Nun stets der Beschilderung »Münchner Wasserweg « folgend, radeln wir über Schmerold, Drahtzieher, bergauf nach Hummelsberg und kommen über Wall nach Gotzing. Hier sollten wir unbedingt einen Blick auf das etwas versteckt auf der linken Seite liegende Kirchlein St. Jakob werfen. Im Anschluss rauschen wir auf der Teerstraße zur Mangfall hinunter. Fast unten angekommen, biegen wir scharf rechts ein, passieren das Münchner- Wasser-Werksgelände und überqueren im Anschluss daran die Mangfall. Rechts von uns mündet versteckt hinter Bäumen die Schlierach in die Mangfall. An der Weggabelung mit der Brücke über die Schlierach halten wir uns aber rechts und erreichen nach wenigen Metern die Bahngleise der Miesbach-Holzkirchen-Strecke. Auf dem parallel dazu verlaufenden Radweg biegen wir rechts ein und erreichen so über Wallenburg mit seinem Schloss wieder Miesbach und den Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied300 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortMiesbach
AusgangspunktMiesbach, Bahnhof
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterMiesbach ist ein typisches bayrisches Städchen zwischen Tradition und Moderne. Seine günstige Lage in den ersten Hügeln zwischen dem Schliersee und die Nähe zur Autobahn machen den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für viele Freizeitaktivitäten.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 8, Tegernsee, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto. Von München auf der A 8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Miesbach; der Bahnhof liegt im Zentrum. Mit der Bahn. Von München mit der Oberlandbahn nach Miesbach
GastronomieUnterwegs kommen wir an der Traditionswirtschaft Gotzinger Trommel vorbei; in Miesbach gibt es viele Einkehrmöglichkeiten (Biergärten, bayerische Wirtshäuser, Eisdielen und Cafés)
Tipps
Der gesamte Münchner Wasserweg ist hervorragend mit Informationstafeln bestückt. Hier erfahren wir wirklich vieles über die Landschaft, Geschichte und natürlich das Wasser.
Informationen
Die Münchner Wasserversorgung. Die Münchner Wasserversorgung bestand bis 1875 aus einfachen Schachtbrunnen innerhalb der Stadt. München hatte damals fast 200 000 Einwohner, Kanalisation oder eine geregelte Müllentsorgung gab es noch nicht. Man kann sich vorstellen, von welch miserabler Qualität das Wasser war. Regelmäßig wiederkehrende Typhus- und Cholera-Epidemien waren die unmittelbare Folge. Der Hygieniker Max von Pettenkofer forderte eine zentrale Versorgung der Stadt mit reinem Quellwasser. Das aber gab es in der Stadt und in der unmittelbaren Umgebung schon lange nicht mehr. So entschloss man sich, das Wasser aus dem immerhin 40 Kilometer entfernten Mangfalltal zu fassen und nach München zu leiten. Um ganz sicherzugehen, dass es einwandfrei war, musste der Bierbrauer Sedlmayr zuerst von 100 Hektoliter Quellwasser aus dem Mangfalltal Bier brauen. Da die Qualität dieses Bieres zur Zufriedenheit der Münchner ausfiel, konnte der Bau beginnen; am 1. Mai 1883 war er vollendet. Praktischerweise liegen die Brunnenfassungen ein klein wenig höher als die Stadt München, so brauchte man keine Pumpen zu installieren. Mit einem Gefälle von 40 Zentimeter pro Kilometer fließt das begehrte Nass nun innerhalb von acht Stunden an sein Ziel. Die Anlage war so großzügig ausgelegt, dass sie bis nach dem Zweiten Weltkrieg ausreichend war, die Großstadt München zu versorgen. Erst die rasante Entwicklung nach dem Krieg erforderte weitere Versorgungsanlagen im Umland von München. Das Gebiet im Mangfalltal ist jedoch bis heute eines der meist genutzten und auch stark geschützten Einzugsgebiete des Münchner Wassers.
Tourismusbüro
Kultur- und Fremdenverkehrsamt Miesbach, Schlierseestraße 16, 83714 Miesbach, Tel. 08025/70 00-11, www.miesbach.de

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