Mit dem Rad durch das Mecklenburgische Seenland

Radtour um den Schmalen Luzin

Immer wieder gehören herrliche Aussichten zum Bild dieser Tour, die sich durch eine seenreiche Endmoränenlandschaft zieht. Von der Schönheit der Gegend war auch der Schriftsteller Hans Fallada begeistert, der einige Jahre in Carwitz wohnte. Über sein Lebenswerk informiert das Fallada-Museum. (Autor: Tassilo Wengel)
26 km
180 m
2.00 h
Vom ehemaligen Bahnhof in Feldberg fahren wir in Richtung Neustrelitz, biegen am Ortsende von Feldberg in die Schlichter Straße und folgen dem Mecklenburgischen Seenradweg (SEEN) aufwärts bis zum Waldrand. Dort bietet sich vom Parkplatz aus ein Abstecher zu Fuß auf den Reiherberg, von dem sich eine traumhafte Aussicht auf den Haussee genießen lässt. Zum Parkplatz zurückgekehrt, geht es auf der Straße weiter, bis wir etwa 100 m vor dem Ortsschild von Schlicht nach rechts in den Feldweg (Wegweiser Schlossberg) einbiegen. Durch die Feldlandschaft am Breiten Luzin, immer dem Wegweiser Feldberg nach, nähern wir uns dem Fuß des Schlossberges, auf dem sich um 800 n. Chr. eine slawische Höhenburg befand.

Wir orientieren uns weiter am Wegweiser Feldberg und kommen am Breiten Luzin vorbei zum Haussee. Dort rollen wir auf der schmalen Asphaltstraße am Ufer entlang bis zur Prenzlauer Straße. Hier schwenken wir nach links, überqueren die schmale Stelle zwischen dem Breiten und Schmalen Luzin und setzen auf ansteigender Asphaltstraße unsere Tour nach Wittenhagen fort.

Dort nach rechts, durch Wittenhagen und auf dem Mecklenburgischen Seenradweg (SEEN) durch eine reizvolle Landschaft oberhalb des Schmalen Luzin. Am Hotel Hullerbusch, das von einem kleinen Park mit alten Bäumen umgeben ist, bringt ein Pfad in drei Minuten zur handbetriebenen Seilfähre über den Schmalen Luzin.

Wir folgen dem Weg weiter nach Carwitz und können kurz vor dem Ort einen Abstecher zum 120 m hohen Aussichtspunkt auf dem Hauptmannsberg unternehmen, wo sich eine herrliche Aussicht über den Carwitzer See und den Zansen bietet. In Carwitz lohnt sich ein Abstecher nach links zum Fallada-Haus. Dieses kleine Landhaus mit Garten liegt direkt am Zugang zum Bohnenwerder, einer kleinen Halbinsel im Carwitzer See. Hier bietet sich eine weitere Gelegenheit, die herrliche Aussicht über den See zu genießen.

Unsere Tour setzen wir in Carwitz bis zur turmlosen Kirche aus dem Jahre 1706 fort, mit sehenswertem Kanzelalter von 1714. Ab hier folgen wir dem Mecklenburgischen Seenradweg (SEEN) am Campingplatz vorbei, überqueren eine Brücke über die Verbindung zwischen Carwitzer See und Dreetzsee und steuern auf einem ansteigenden Feldweg nach Thomsdorf. Wo die Vorfahrtsstraße nach links biegt, geht es rechts, und wir setzen unsere Fahrt in Richtung Campingplatz Thomsdorf (Wegweiser) fort. An der Gabelung entscheiden wir uns für rechts, kommen am Campingplatz vorbei und nach Neuhof. Dort halten wir uns rechts und erreichen über die Neuhofer Straße Feldberg am ehemaligen Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied180 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFeldberg, ehemaliger Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSehr abwechslungsreiche Strecke durch welliges Gelände, streckenweise mäßige Steigungen.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, Mecklenburgischer Seenradweg (SEEN).
VerkehrsanbindungVon Berlin auf B 96 bis zur B 198 vor Neustrelitz, Richtung Woldegk bis Abzweig Feldberg. Busverbindung mit Neustrelitz.
GastronomieFeldberg, Hullerbusch, Carwitz.
Informationen
Rudolf Ditzen (1893–1947) schrieb nach Alkoholexzessen und einem zweijährigen Gefängnisaufenthalt 1932 völlig verarmt unter dem Pseudonym Hans Fallada den Roman »Kleiner Mann – was nun?« und wurde schlagartig weltberühmt. In seinem kleinen Landhaus am Carwitzer See – jetzt Museum – verbrachte er mit seiner Frau Anna zwölf glückliche Jahre seines Lebens, hier verfasste er Romane wie »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« oder »Wolf unter Wölfen« sowie die Kindererzählung »Hoppelpoppel«. Das Arbeitszimmer ist mit originalem Mobiliar ausgestattet, und auf seinem Schreibtisch steht die alte Mercedes-Schreibmaschine (geöffnet Mai–September Di–So 10.00–12.00 und 14.00–17.00 Uhr, Oktober–April Di–So 14.00–16.00 Uhr, Tel. 039831/ 20359).
Tourismusbüro
Tourist-Information im Naturpark »Feldberger Seenlandschaft«, Strelitzer Straße 18, 17258 Feldberg, Tel. 039831/ 20343, Fax 039831/ 20859, E-Mail: willkommen@feldberg.de, Internet: www.feldberger-seenlandschaft.de.
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