Radausflug nach Berchtesgaden

Insgesamt eine verkehrsarme Route. Kürzere Abschnitte mit etwas mehr Verkehr in Oberschönau und bei Maria Gern. (Autor: Armin Scheider)
22 km
205 m
2.00 h
Abschnitt Berchtesgaden–Königssee. Erstes Ziel ist der weltbekannte Königssee, den wir über die Hochebene der Schönau mit ihrem beeindruckenden Gebirgspanorama ansteuern. Dem Bahnhof gegenüber führt die Oberschönauer Straße fast einen Kilometer kräftig ansteigend hinauf, dann ist der Scheitelpunkt erreicht, hinter dem rechts der Hanottenweg abzweigt. Mit herrlichem Blick auf den Hohen Göll und den Hochkalter leitet er zum Hotel Zechmeister und zur Wahlstraße, an deren Ende wir auf der verkehrsreicheren Waldhauserstraße fortsetzen. Nachdem die Grünsteinstraße eingemündet ist, folgen wir gut 400 Meter weiter dem rechts abgehenden Zulehenweg. Leicht ansteigend führt er zu einem Wegekreuz, wo es geradeaus Am Grutschenberg hinuntergeht zur Straße An der Seeklause und zu einer Brücke über die Königsseer Ache, die hier dem Königssee entspringt. Wir überqueren den Steg und kommen in den Ort Königssee. Abschnitt Königssee–Berchtesgaden. An der Schiffsanlegestelle und in der Seestraße pulsiert das touristische Leben. Doch allem Trubel zum Trotz erweist man diesem geheimnisumwitterten See immer wieder seine Ehre, zum Beispiel mit einer Bootsfahrt nach St. Bartholomä oder einem Spaziergang zum Malerwinkel. Dann aber folgen wir der Seestraße durch den Ort und lassen das Gedränge hinter uns. Den Radschildern nach nutzen wir den an der Ache verlaufenden Radweg, der die Schornstraße unterquert und in eine Straße mündet. Kurz danach setzt sich der Uferweg fort, übrigens ein sehr schöner Weg neben der rauschenden Ache, denn er ist verkehrsfrei, schattig und gut gepflegt. Kurzzeitig entfernt er sich auch vom Ufer. An der Querstraße am Achenstüberl radeln wir schräg gegenüber Am Tradenlehen weiter, bleiben konsequent auf der Straße und folgen den Radschildern. Nächster Eckpunkt ist die Gaststätte Waldstein, die sich durch einen besonders schönen Biergarten auszeichnet. Wenn Sie ihn getestet haben, geht es zur Untersteiner Straße und gegenüber weiter. So landen wir schließlich an der großen Bahnhofsstraße in Berchtesgaden.Abschnitt Berchtesgaden–Maria Gern. An diesem hektischen Platz vor dem Bahnhof schwenkt man rechts auf die zum Königssee verlaufende B 20, um gleich darauf links dem Sträßchen An der Achen zu folgen. Auch diese Route ist mit Radschildern markiert. Nun bewegen wir uns am Südufer der Berchtesgadener Ache mit schönen Ausblicken auf den oben liegenden Ort, bis wir auf die Bergwerkstraße stoßen und – rechts abbiegend – zum Salzbergwerk kommen, ebenfalls eine der Top-Sehenswürdigkeiten Berchtesgadens. Ob man nun in die Stollen einfährt oder nicht, die Fortsetzung der Radtour erfolgt in bisheriger Richtung, bis man auf die B 305 trifft. Wir überqueren sie mit angemessener Vorsicht und radeln drüben auf dem Seitenstreifen nach links weiter, bis die Salzburger Straße abzweigt. Hier biegen wir rechts und und nach 100 Metern noch einmal rechts auf den Metzenleitenweg ab, der in den Schablweg übergeht und bei kräftigen langgezogenen Steigungen, aber auch mit herrlichen Ausblicken auf das Watzmann-Massiv hinaufführt zur Gerner Straße. Auf dieser etwas stärker befahrenen Straße radeln wir weiter aufwärts, noch einmal gut 600 Meter bei leichten bis mittleren Steigungen, dann erreichen wir die Wallfahrtskirche Maria Gern. Sie gilt als eines der bekanntesten Fotomotive im deutschen Alpenraum, eine wohlproportionierte kleine Kirche in einem landschaftlich anmutigen Hochtal. Die gewaltige Felsbarriere des Untersbergs bildet den spektakulären Hintergrund. Abschnitt Maria Gern–Berchtesgaden. Was hinauf ziemlich mühsam war, wird jetzt zur genussvollen Abfahrt. Wir lassen das Radl sausen, passieren das Café Etzerfelsen mit seiner Aussichtsterrasse und treffen unten auf die Locksteinstraße. Links käme man nach rund zwei Kilometern nach Berchtesgaden, wir aber biegen rechts ab, müssen noch einmal eine Steigung hoch und gelangen mit prächtigen Ausblicken auf den Watzmann zum Strandbad Aschauer Weiher. Genau auf Höhe des Bades unterqueren wir die Staatsstraße und steuern auf einem schattigen und angenehm zu radelnden Waldweg die Rost-Alm an. Ist sie erreicht, geht es rechts vorbei auf der Rostwaldstraße zur Asphaltstraße Im Rostwald, die uns links hinunterbringt ins Zentrum von Berchtesgaden. Bei der Abfahrt bieten sich stellenweise schöne Ausblicke nach Norden auf den Untersberg. In Berchtesgaden stoßen wir zuerst auf den Schlossplatz, radeln das kurze Stück hinüber zum Marktplatz und kehren nach einer Runde durch den Ort zum Bahnhof zurück.

Länge:

Gesamt ca 4,5 km, davon gut 3 km stärker ansteigend. Hauptanstiege Schönau (900 m), Zulehenweg (600 m) und Maria Gern (1800 m).

Höhenunterschied: ca. 210 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied205 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Berchtesgaden
TourencharakterLandschaftlich ist Berchtesgaden eine Traumregion, zum Familienradeln aber nur bedingt geeignet – der extremen Steigungen wegen! Unsere Tour bleibt deshalb bis auf den Abstecher Vordergern weitgehend im Tal und berührt dennoch die wichtigsten Attraktionen der Marktgemeinde, nämlich den Königssee, das Salzbergwerk, Maria Gern und natürlich Berchtesgaden selbst.
Hinweise
BGD Watzmann. Therme Aschauer Weiher, Unterschönau: Schornbad, Königssee Strandbad
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 8 bis AS Traunstein, dann B 306/B305 über Inzell und Schneitzlreuth. Ca. 150 km, Fahrzeit ca. 2 Std. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Freilassing (umsteigen)–Berchtesgaden und zurück. Fahrzeit 2:30 bis 3:15 Std. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieBerchtesgaden Goldener Bär Biergarten, kein Ruhetag Café Forstner Terrasse, kein Ruhetag Königssee Hotel Königssee Terrasse, kein Ruhetag Alter Bahnhof Biergarten, kein Ruhetag Vordergern Maria Gern Terrasse, Sa. Ruhetag
Informationen
Brauchtum: Unter den Brauchtumsfesten im Berchtesgadener Land ist der Almabtrieb im September undOktober am bekanntesten. Als schönster Almabtrieb wiederum gilt der des Graflbauern von der Fischunkelalm am Obersee zum Königssee und das Übersetzen des bekränzten Viehs mit Booten. Termin je nach Wetterlage. Info-Tel. 0 86 52/9 44 53 40.Königssee Knapp 8 km lang, bis zu 1000 m breit und fast 200 Meter tief. Fläche an die 5 qkm. Der See ist fjordartig eingebettet zwischen steilen bewaldeten Felshängen. Berühmt sind vor allem der Malerwinkel und St. Bartholomä mit der Wallfahrtskirche am Fuße der 2000 Meter hohen Watzmann-Ostwand.
Tourismusbüro
Berchtesgaden: Tel. 0 86 52/964960 www.berchtesgaden.de; Schönau/Königssee: Tel. 0 86 52/17 60 www.koenigssee.com

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