Potsdam Hbf. – Freundschaftsinsel – Sanssouci – Alexandrowka –

Rundtour zum Teil auf verkehrsreichen Stadtstraßen, sonst auf gut befahrbaren Asphaltwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
18 km
120 m
2.00 h
Vom Bahnhof zum Schloss Sanssouci: Vom Hauptbahnhof über die Lange Brücke zum Schloss Charlottenhof. Über Bahnhof Park Sanssouci zum Neuen Palais. Über Maulbeerallee zum Schloss Sanssouci. Am Hauptbahnhof wenden wir uns nach rechts und fahren in Richtung Zentrum. Wir überqueren die Lange Brücke auf der Friedrich-Ebert-Straße und können auf der rechten Seite der Freundschaftsinsel (A) einen Besuch abstatten. Hierbei handelt es sich um eine 6,5 Hektar große, zauberhafte Gartenanlage mit Spazierwegen. Sie wurde in den Dreißigerjahren des 20. Jh. nach einer Idee von Karl Foerster, einem berühmten Staudenzüchter aus Bornim, angelegt und präsentiert zahlreiche seiner Pflanzenzüchtungen. Kurz danach biegen wir von der Friedrich-Ebert-Straße links in die Breite Straße ein. Rechts ist das Filmmuseum im Marstall (B), einem lang gestreckten Barockbau, zu sehen, wo wechselnde Ausstellungen und Filmvorführungen den Besucher in die Welt des Films entführen. Kurz danach wird links die »Moschee« (C) an der Neustädter Havelbucht sichtbar. Sie wurde 1842 als Dampfmaschinenhaus für die Wasserspiele im Park Sanssouci gebaut. Wir setzen unseren Weg am Ufer der Havel fort und kommen über die Straße Auf dem Kiewitt zur Zeppelinstraße, überqueren diese und stoßen auf die Geschwister-Scholl-Straße. Hier biegen wir nach links und radeln am Schloss Charlottenhof (D) mit Gartenanlage (10. Mai–15. Okt. Do–Di 10–12.30 und 13–17 Uhr), einem Hauptwerk Schinkels, von 1826–1829 für das Kronprinzenpaar (Friedrich Wilhelm IV.) erbaut, vorbei bis zum Bahnhof Park Sanssouci. Dort biegen wir nach rechts in die Straße am Neuen Palais ein. Auf dieser Straße gelangen wir zum Neuen Palais (E) (April–Okt. Sa–Do 9–12.30 und 13–17 Uhr, Nov.–März bis 16 Uhr) am westlichen Ende des Parks Sanssouci, einer barocken Dreiflügelanlage und dem wohl prunkvollsten Schlossbau Friedrichs des Großen, die von 1763 bis 1769 erbaut und mit 292 Sandsteinfiguren und 196 Putten geschmückt ist. Wir radeln weiter geradeaus und biegen an der Kreuzung rechts in die Maulbeerallee ein. Links oben auf dem Klausberg, der früher als Weinberg genutzt wurde, steht das Belvedere (F), das als »Haus der schönen Aussicht« zwischen 1770 und 1772 von Georg Christian Unger gebaut wurde. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt und die Havelseenlandschaft. In der Nähe des Belvederes steht der Pomonatempel mit ionischen Säulen. Kurz danach radeln wir am Drachenhaus (G) (links) vorbei, das 1770–1772 als Wohnung des Winzers nach dem Vorbild der Pagode in Kew Garden (England) gebaut wurde. Auf unserem Weg fahren wir auf breiter Straße am Park Sanssouci entlang und sehen links bald die Orangerie (H) (15. Mai–15. Okt. Di–So 10–12.30 und 13–17 Uhr), 1851–1864 im Stil der italienischen Renaissance nach Ideen Friedrich Wilhelms IV. und Plänen von Ludwig Persius, Friedrich Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse errichtet. Nur wenige Meter weiter sehen wir auf der linken Seite die Historische Windmühle (I); sie wurde 1787–1791 von van der Bosch erbaut, brannte 1945 ab und wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier Potsdams 1993 neu errichtet. Auf der rechten Seite liegt Schloss Sanssouci (J) (April–Okt. Di–So 9–12.30 und 13–17 Uhr, Nov.–Jan. bis 15 Uhr, Feb./März bis 16 Uhr), ein eingeschossiger Rokokobau, der von Knobelsdoff erbaut und Ende 1748 fertiggestellt wurde. Hier sollten wir einen Besuch des Parks einfügen und die Schlossterrassen hinabsteigen, um einige weitere Sehenswürdigkeiten näher zu betrachten. Dazu gehören: die Friedenskirche, 1845–1848 von Persius erbaut; das Chinesische Teehaus, 1754–1756 von Büring erbaut; der Antikentempel, 1768 von Gontard erbaut; die Bildergalerie (15. Mai–15. Okt. Di–So 10–12.30 und 13–17 Uhr), 1755–1763 von Büring erbaut, mit niederländischer, italienischer und französischer Barockmalerei; die Neuen Kammern, ein Gästeschloss Friedrichs des Großen, 1747 nach Plänen von Knobelsdorff als Orangerie erbaut und 1771–1774 von Gontard und Unger im Stil zwischen Rokoko und Frühklassizismus zum Schloss mit Gast- und Festräumen umgebaut; die Römischen Bäder (15. Mai–15. Okt. Di–So 10–12.30 und 13–17 Uhr), ein malerisches Ensemble aus Gärtnerhaus, Großer Laube, Arkadenhalle und Römischem Bad, 1829–1840 von Schinkel und Persius erbaut. Von Sanssouci zum Neuen Garten: Vom Schloss über die Schopenhauerstraße zum Brandenburger Tor. Über Luisenstraße und Friedrich-Ebert-Straße zum Holländischen Viertel. Über Puschkinallee zur Kolonie Alexandrowka und über Straße am Neuen Garten zum Neuen Garten. Nach der Besichtigung von Sanssouci radeln wir die Schopenhauerstraße entlang und erreichen das Brandenburger Tor (K) von 1770 am Luisenplatz und am Anfang der Brandenburger Straße, die heute als Fußgängerzone (L) gestaltet ist. Unser Weg führt an Geschäften und Cafés vorbei, bis wir auf die Friedrich-Ebert-Straße stoßen. Hier schwenken wir nach links und kommen am Holländischen Viertel (M) mit schönen Wohnhäusern vorbei, die von holländischen Handwerkern errichtet wurden. Die Friedrich-Ebert-Straße führt uns durch das Nauener Tor (N) und, immer noch auf der Friedrich-Ebert-Straße fahrend, gelangen wir schließlich in die Puschkinallee und damit zur russischen Kolonie Alexandrowka (O). Die Alexandrowka wurde 1826 für zwölf russische Sänger des Ersten Preußischen Garderegiments geschaffen und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert sind auch die historischen Innenräume der Blockhäuser. Der Bau der Kolonie war ein Zeichen für die Verbundenheit Friedrich Wilhelms III. mit Zar Alexander von Russland. Nicht zuletzt war dieser der Schwiegervater seiner Tochter Prinzessin Charlotte von Preußen, die seit 1816 mit dem russischen Thronfolger Nikolaus verheiratet war. Unweit davon befindet sich die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche (P) (1829 geweiht), die gleichzeitig mit der Kolonie errichtet wurde.Zurück über die Weinmeisterstraße gelangen wir zur Straße am Neuen Garten (Q) und auf dieser bis zum Eingang des gleichnamigen Parks, am Ostufer des Heiligen Sees gelegen. Friedrich Wilhelm II. ließ ihn ab 1787 anlegen. Dieser romantische Landschaftsgarten im englischen Stil wurde von dem Wörlitzer Landschaftsarchitekt Eyserbeck gestaltet und enthält zahlreiche Parkbauten, z.B. das Marmorpalais (1. April–31. Okt. Di–So 10–12.30 Uhr, 1. Nov.–31. März nur Sa/So 10–12.30 und 13–16 Uhr). Es wurde 1787–1791 von Gontard und Langhans als Sommerresidenz des Königs mit kostbarer Ausstattung erbaut. Vom Neuen Garten zum Bahnhof Durch den Park zum Schloss Cecilienhof. ‘Am Jungfernsee entlang zur Schwanenallee. ‘Am Heiligen See entlang zur Innenstadt. ‘Über Friedrich-Ebert-Straße und Lange Brücke zum Bahnhof. Der Weg führt durch den Park geradewegs zum Schloss Cecilienhof (R) (Di–So 9–12 und 12.30–17 Uhr, Nov.–März bis 16 Uhr), wo das Potsdamer Abkommen geschlossen wurde. Erbaut wurde es von 1913–1917 von Schultze-Naumburg für das Kronprinzenpaar Wilhelm und Cecilie als Wohnsitz im englischen Landhausstil. Vom Schloss führt unser Weg am Grünen Haus vorbei zur Schwanenbrücke, auf der wir den Hasengraben überqueren. Er stellt die Verbindung zwischen dem Jungfernsee und dem Heiligen See dar. Auf der Schwanenallee, einer Schiebestrecke, gelangen wir in die sogenannte Berliner Vorstadt. Wir schwenken nach rechts in die Böcklinstraße ab und gelangen auf dieser über die Seestraße und Mangerstraße entlang des Heiligen Sees wieder in die Potsdamer Innenstadt. Über Kurfürstenstraße und Mittelstraße treffen wir wieder auf die Friedrich-Ebert-Straße, wo wir links abbiegen. Unser Weg führt am Platz der Einheit vorbei. Links sehen wir kurz danach die Nikolaikirche (S), erkennbar an der runden Kuppel. Sie entstand ab 1830 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel, der sich mit seinem Entwurf an der Londoner St. Paul’s Cathedral orientierte, und gehört zum Ensemble am Alten Markt, wo auch das Alte Rathaus (T) und das Knobelsdorffhaus stehen. Das Alte Rathaus entstand im Rahmen der Umgestaltung des Alten Marktes zu einem italienischen Platz zwischen 1753 und 1755. Heute dient es als städtisches Kulturhaus mit wechselnden Ausstellungen. In Sichtweite vom Alten Rathaus befindet sich ein Obelisk, der zwischen 1753 und 1755 hier aufgestellt wurde. Unser Weg führt wieder über die Lange Brücke und nach links zum Hauptbahnhof Potsdam zurück.

km 0 Potsdam Hauptbahnhof, über Lange Brücke zum Bahnhof Park Sanssouci - km 5 Bahnhof Park Sanssouci, auf Maulbeerallee zum Schloss Sanssouci - km 7 Schloss Sanssouci, durch Brandenburger Tor und Friedrich-Ebert-Straße zur Kolonie Alexandrowka - km 11 Kolonie Alexandrowka, über Weinmeisterstraße zum Schloss Cecilienhof im Neuen Garten - km 13,5 Schloss Cecilienhof, am Heiligen See entlang und über Friedrich-Ebert-Straße sowie Lange Brücke zum Hauptbahnhof - km 19 Potsdam Hauptbahnhof, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied120 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPotsdam Hauptbahnhof.
EndpunktPotsdam Hauptbahnhof.
TourencharakterDie großartigen Schlösser und Gärten in Potsdam dokumentieren eindrucksvoll die bedeutende Epoche der Hohenzollern. Hier stehen Kunstdenkmäler, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und jährlich das Ziel Tausender Touristen sind. Auf einer Radeltour lassen sich die Sehenswürdigkeiten am besten kennenlernen.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von Potsdam.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A10 bis Ausfahrt Potsdam Nord und weiter auf der B273 bis Potsdam; oder Ausfahrt Potsdam Süd und weiter auf der B2 bis Potsdam. Mit der S-Bahn-Linie S7.
GastronomieZahlreiche Möglichkeiten in Potsdam.
Unterkunft
Hotel Am Jägertor, Tel. 0331/2011100, www.travelcharme.de; Hotel Mercure Berlin Potsdam, Lange Brücke, Tel. 0331/2722, www.accorhotels.com; Übernachtungsangebote auch bei der Info-Hotline des Potsdam Tourismus-Service, Tel. 0331/275580.
Tourismusbüro
Stadtinformation Potsdam, Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam, Tel. 0331/275 58 20, anfragen@potsdam.de, www.potsdamtourismus.de
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