Nauen – Markee – Tremmen – Roskow – Päwesin – Riewend – K

Abwechslungsreiche Tour auf Asphaltstraßen und asphaltierten Radwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
49 km
230 m
5.00 h
Von Nauen nach Roskow: Von Nauen über Markee und Markau Richtung Ketzin. Über Gleise am Bahnhof Neugarten nach Tremmen. Im Ort links und über Zachow und Gutenpaaren nach Roskow. Vom Bahnhof in Nauen radeln wir ins Zentrum. Dort lohnt sich ein Besuch der Kirche St. Jakobi. Die dreischiffige Backsteinhalle mit Kreuzrippengewölbe geht auf das späte Mittelalter zurück; die Innenausstattung wie Emporen, Gestühl, Kanzel und Orgel ist neogotisch. Wir überqueren die Kreuzung am Rathaus und fahren in die Ketziner Straße. Zwischen Feldern führt der Weg auf einer Lindenallee nach Markee und weiter nach Markau , wo wir unmittelbar auf die sehenswerte Barockkirche von 1712 zuradeln. Bemerkenswert sind vor allem die reich verzierte hohe Altarwand sowie die doppelgeschossige Patronatsloge im Inneren. Nach der Besichtigung der Kirche bleiben wir auf der Hauptstraße und radeln bis zum Ortsende. Dort biegen wir an der Gabelung rechts in Richtung Etzin ab. Diesmal begleiten unseren Weg Kastanien- und Lindenalleen. Wir überqueren die Gleise am Bahnhof Neugarten und fahren zwischen Feldern bis zu einer Gabelung. Hier halten wir uns rechts und setzen unseren Weg bis Tremmen fort. Die dortige Dorfkirche, ein Backsteinbau des frühen 15. Jh. mit barocken Schweifhauben, deren Kanzelaltar von reich geschnitzten Akanthuswangen eingefasst wird, lohnt einen Besuch. In Tremmen halten wir uns links und gelangen auf der Zachower Straße nach Zachow. Eine wunderschöne Obstbaumallee ist nun unser Begleiter. An einer Gabelung halten wir uns rechts und erreichen den Ort. Vom Ortsausgang Zachow können wir auf einem Radweg bis Gutenpaaren fahren, dann müssen wir auf einer mäßig stark befahrenen Asphaltstraße weiterradeln. Sie führt zwischen Feldern nach Roskow, wo es wieder eine interessante Kirche zu besichtigen gibt. Diese wurde im 18. Jh. errichtet und ist ein seltener kreuzförmiger Zentralbau der brandenburgischen Kirchenbaukunst. Der Kanzelaltar stammt von 1724, Orgel und Empore sind im Rokokostil gehalten. Ebenfalls von 1724 stammt das Roskower Schloss, meist als Herrenhaus bezeichnet. Es zeigt deutlich barocke Formen und wird heute als Schulgebäude genutzt. Von Roskow nach Nauen: Von Roskow auf der Deutschen Alleenstraße bis Päwesin. Über Bagow und Riewend nach Groß Behnitz. Entlang der Ribbecker Heide und zwischen Feldern nach Nauen. Von Roskow fahren wir auf einer Lindenallee bis zu einer Gabelung, halten uns rechts und erreichen auf der Deutschen Alleenstraße Päwesin. Hier gilt es eine barocke Dorfkirche zu bewundern, die 1727/1728 errichtet wurde. Die schöne einheitliche Innenausstattung stammt noch aus der Erbauungszeit und besticht durch naturbelassenes Eichenholz. Von der Kirche fahren wir bis zur Gabelung und halten uns links Richtung Bagow. Auf einer Brücke überqueren wir die Verbindung zwischen Beetz- und Riewendsee und gelangen nach Bagow , wo wir links den Beetzsee schimmern sehen. Sehenswert ist im Ort das Gutshaus, das ein seltenes Beispiel des frühen Renaissanceschlossbaues in der Mark Brandenburg ist. Es wurde 1545 durch Albrecht von Schlieben erbaut und besitzt im Erdgeschoss zwei spätgotische Zimmer mit Sterngewölben. Ebenfalls einen Besuch lohnt die Jugendstilkirche von 1907. Wir durchfahren Bagow und halten uns an einer Gabelung vor der Kirche rechts. Auf leicht ansteigender Straße mit schönem Blick auf den Riewendsee kommen wir nach Riewend und müssen nun auf einer kopfsteingepflasterten Straße mit Obstbaumallee den Weg nach Klein Behnitz fortsetzen. Hier erwartet uns ein besonderes Kulturdenkmal: die kleinste Fachwerkkirche Europas, die unter dem Schutz der UNESCO steht. Wir radeln an der Fachwerkkirche vorbei nach Groß Behnitz, wo das Landgut Borsig mit Restaurant und Café zur Rast einlädt. Von der Seeterrasse kann man einen herrlichen Blick auf den Behnitzer See genießen, wo ein Park nach Lennéschem Vorbild zur Besichtigung einlädt. Wir fahren weiter auf einer Kastanienallee, halten uns an der nächsten Gabelung links, überqueren die Gleise am Rande der Ribbecker Heide und gelangen zwischen Feldern geradewegs nach Nauen.

km 0 Bahnhof Nauen, durch das Zentrum und auf der Ketziner Straße nach Markee - km 3,5 Markee, auf der Hauptstraße über Markau nach Tremmen - km 13 Tremmen, auf der Zachower Straße Richtung Zachow - km 19 Zachow, über Gutenpaaren nach Roskow - km 24 Roskow, weiter auf der Deutschen Alleenstraße nach Päwesin - km 30 Päwesin, nach Norden über Bagow und Riewend nach Groß Behnitz - km 41 Groß Behnitz, entlang der Ribbecker Heide nach Nauen - km 51 Bahnhof Nauen, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour49 km
Höhenunterschied230 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Nauen.
EndpunktBahnhof Nauen.
TourencharakterAuf den berühmten Alleenstraßen im Land Brandenburg zu fahren, ist ein besonderes Erlebnis. Immer wieder bieten anders geartete Alleebäume neue Eindrücke in dieser Landschaft. Dazu gibt es reizvolle Dörfer mit Kirchen, in denen die sehenswerte Innenausstattung einen Besuch lohnt.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Potsdam Havelland, 1:75000.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A10 bis Ausfahrt Berlin-Spandau und weiter auf der B5 bis Nauen. Mit Regionalexpress und Regionalbahn von Berlin nach Nauen.
GastronomieIn Nauen zahlreiche Möglichkeiten. Tremmen: Gasthof Erika, Nauener Str. 13. Päwesin: Zur Bauernstube, Kirchplatz 2. Riewend: Gaststätte Alte Ziegelei.
Tipps
Bademöglichkeit in Nauen im Freibad an der Karl-Thon-Str.; in Riewend bei der Ferienanlage Alte Ziegelei am Riewendsee. Der Park von Groß Behnitz: Am Ufer des Behnitzer Sees gelegen, erhielt der Park seine ursprüngliche Form durch Peter von Itzenplitz. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr der Park durch die Berliner Industriellenfamilie Borsig, die einige botanisch interessierte Familienmitglieder hatte. August Borsig (1804–1854) war Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft und mitverantwortlich dafür, dass heute noch zahlreiche seltene Gehölze in diesem Park wachsen. Zu dem alten Baumbestand gehören u.a. 200 Jahre alte Platanen sowie prachtvolle Sumpfzypressen am Seeufer. Durch den Park führt ein 2,5 km langer Lehrpfad.
Unterkunft
Nauen: Hotel Stadt Nauen, Dammstr. 12a, Tel. 03321/455291, www.hotel-stadt-nauen.de; Pension Am Stadtpark, Mauerstr. 33, Tel. 03321/455596, www.pension-am-stadtpark-nauen.de. Groß Behnitz: Helenenhof, Dorfstr. 66, Tel. 033230/50317, www.hotel-helenenhof.de
Tourismusbüro
Tourismusverband Havelland, Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow, Tel. 03385/519 00, info@havelland-tourismus.de, www.havelland-tourismus.de
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