NaTour

Radeln in und um München herum - Marienplatz – Hofgarten – Englischer Garten – Luitpoldpark – Olympiapark – Schloss Nymphenburg – Hirschgarten – Neuhausen – Königsplatz – Odeonsplatz – Marienplatz. Überwiegend geteerte Radwege oder verkehrsberuhigte Nebenstraßen, unbefestigte Radwege im Englischen Garten (Autor: Antje Martin, Cornelia Landensperger, C. Dechant)
23 km
214 m
2.00 h
Der Hofgarten – Verbindung zwischen Altstadt und Englischem Garten Wir starten unsere Tour am Marienplatz (s. Highlights-Tour, S. 15) und fahren entlang der Dienerstraße immer geradeaus, kommen an der ehemaligen Stadtresidenz (s. Highlights-Tour, S. 14) der Wittelsbacher vorbei und biegen am Odeonsplatz (s. Maxvorstadt-Tour, S. 16) rechts ab in den Hofgarten. Er wurde Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil italienischer Renaissancegärten angelegt und es war bis Ende des 18. Jh. allein der kurfürstlichen Familie vorbehalten, dort zu flanieren. Erst nach der Französischen Revolution wurden die Parks und Grünanlagen der Stadt auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist der Hofgarten ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Man sitzt entweder unter schattenspendenden Kastanienbäumen im Café Tambosi, spielt eine Partie Boule mit Freunden oder spaziert entlang der Blumenrabatte mit wechselnder Bepflanzung zum Hofgartentempel in der Mitte des Gartens. Die Bronzefigur auf dem achteckigen Tempel stellt die Tellus Bavarica (bayerische Erde) dar. Sie ist geschmückt mit den Schätzen Bayerns - Salzfass, Hirschfell, Reuse, Ährengarbe und Kurapfel. Manchmal wird hier musiziert und im Sommer treffen sich freitagabends die Tango-Liebhaber zu einem Tänzchen. Wir fahren an der Rückseite der Residenz entlang, vorbei an einer Kastanienallee bis zum Ende des Kieswegs, und biegen links ab. Die Bayerische Staatskanzlei (s. Highlights-Tour, S. 11) lassen wir rechts liegen und folgen dem Weg, der rechts am Gedenkstein der Opfer des Nationalsozialismus vorbeiführt. In den massigen Quader aus schwarzem Granit sind Auszüge aus den Flugblättern der Widerstandsbewegung »Weiße Rose« eingraviert (s. Maxvorstadt-Tour, S. 23). Danach halten wir uns links und fahren durch die Unterführung in den Englischen Garten. Der Englische Garten – die größte Erholungsoase der Stadt Er heißt so, weil Ende des 18. Jh. der Gartenarchitekt Friedrich Ludwig von Sckell diesen Park im englischen Landschaftsstil gestaltete. Die Idee, einen Volksgarten für die Münchner anzulegen, hatte der Kurfürst Karl Theodor zusammen mit seinem Berater Sir Benjamin Thompson, dem späteren Graf Rumford. Allerdings dankten ihm die Münchner dies anfangs überhaupt nicht und rissen die frisch gepflanzten Büsche und Bäume wieder heraus. Sie waren auf den gebürtigen Pfälzer, der aus erbrechtlichen Gründen von Mannheim nach München versetzt worden war, nicht gut zu sprechen. Schließlich hatte er den Plan gehabt, Bayern gegen die damals österreichischen Niederlande einzutauschen! Aus diesem Grund hat auch unser Karlsplatz (benannt nach diesem gewissen Karl Theodor) bis heute zwei Namen (s. Maxvorstadt-Tour, S. 18) und wird von den Münchnern Stachus genannt. Heute ist der Englische Garten mit etwa 370 Hektar neben dem Central Park in New York eine der größten innerstädtischen Parkanlagen weltweit. Wir biegen an der ersten Brücke rechts ab und sehen links von uns auf einer kleinen Insel das Japanische Teehaus, ein Geschenk an den Freistaat Bayern anlässlich der Olympiade 1972. Im Sommer kann man hier öffentlichen Vorführungen von Teezeremonien beiwohnen. Wir radeln geradeaus weiter, an der Rückseite vom Haus der Kunst (s. Highlights-Tour, S. 11) entlang bis zur Prinzregentenstraße. Hier fließt der Eisbach, ein Seitenarm der Isar, in den Englischen Garten und staut sich zu einer großen Welle. Von der Brücke auf der linken Seite haben wir einen guten Blick auf die Isar-Surfer, die sich dort bei Wind und Wetter treffen, um zu zeigen, wie gut sie mit ihren Boards auf der Welle balancieren können. Nach der Brücke biegen wir gleich wieder links ab in den Englischen Garten und folgen dem Weg, bis wir auf die Hauptroute treffen. Hier fahren wir nach rechts und kommen bald zum schön gelegenen Biergarten am Chinesischen Turm. Er diente ursprünglich als Aussichtsturm, als die Bäume noch nicht so hoch waren. Sein Vorbild, die Great Pagoda, steht in den Königlichen Botanischen Gärten in Kew (London). Fernöstliche Dekorationen waren damals groß in Mode. Wer möchte, kann im zweitgrößten Biergarten Münchens mit etwa 8000 Sitzplätzen eine erste Rast einlegen. Weiter geht es geradeaus und links am Rumfordschlössl vorbei, das früher als Offizierskasino diente und heute einer Jugendeinrichtung zur Verfügung steht. Wir überqueren die einzige asphaltierte Straße im Park und radeln geradeaus, bis zu unserer Linken der Kleinhesseloher See mit dem beliebten Biergarten Seehaus auftaucht. Hier kann man direkt am Seeufer sitzen, die Münchner Schicki-Micki-Szene beobachten oder ein Ruderboot ausleihen und gemütlich über den See schippern. Wir schieben unser Rad ein kurzes Stück links am Haupteingang der Gaststätte vorbei, bis rechts von uns das Werneck-Denkmal auftaucht. Freiherr von Werneck war der Nachfolger des Grafen Rumford. Er legte den Kleinhesseloher See an und gestaltete den nördlichen Teil des Englischen Gartens. Wir fahren rechts über die Brücke (kurzer Anstieg) und kommen nun in die so genannte Hirschau. Der nördliche Teil des Parks ist wesentlich ruhiger als der südliche. Hier kann man sich noch gut vorstellen, wie die Wittelsbacher früher die Isarauen als Jagdrevier genutzt haben. Wir radeln geradeaus, halten uns vor der Gaststätte Hirschau links und folgen dem Radweg geradeaus weiter. Nach etwa 800 Metern biegen wir links in den Ernst-Pentzold-Weg ein. Er ist der einzige schnurgerade Weg im Englischen Garten und war früher die Eisenbahntrasse des Maffei-Werkes, das hier bis 1933 Lokomotiven produzierte. Durch Schwabings Norden zum Luitpoldpark Wir biegen links in die Osterwaldstraße und an der zweiten Straße gleich wieder rechts ab. Die Amsterdamer Straße führt uns auf einer Brücke über den Isarring und ändert kurz nach der Brücke ihren Namen in Luxemburger Straße, die wir bis zur Ungererstraße vorfahren. Diese überqueren wir, radeln am Freibad Ungererbad entlang und folgen dem Radweg, der uns rechts und gleich wieder links in den Wohnpark Berliner Straße führt. Mit dem kleinen Schwabinger See ist dies eines der idyllischsten Wohnviertel im nördlichen Teil Schwabings (s. In-Viertel-Tour, S. 47). Am Ende des Sees biegen wir rechts in die Johann-Fichte-Straße und radeln an einem der renommiertesten Feinschmeckertempel Deutschlands vorbei: dem Tantris. Wir treffen auf die Leopoldstraße, den Hauptboulevard im Stadtteil Schwabing, und fahren rechts bis zur nächsten Fußgängerampel. Hier überqueren wir die Leopoldstraße und radeln die Parzivalstraße geradeaus weiter. Diese führt uns am Schwabinger Krankenhaus vorbei bis zum Scheidplatz. Die nächste Etappe führt wieder durch eine der vielen Münchner Parkanlagen. Wir überqueren die Belgradstraße und fahren geradeaus in den Luitpoldpark. Im Jahre 1911 wurden hier anlässlich des 90. Geburtstages von Prinzregent Luitpold 90 Linden gepflanzt. Der kleine Hügel in der Mitte des Parks ist ein Schuttberg und im Winter ein beliebter Rodelplatz. Wir radeln zunächst geradeaus und fahren an der nächsten Kreuzung rechts durch den Park, kommen an einer Schrebergartenanlage vorbei und erreichen die U-Bahn-Haltestelle Petuelring. Hier folgen wir der Birnauer Straße bis zur Lerchenauer Straße, die wir überqueren und damit das Olympiagelände erreicht haben. Der Olympiapark – ein Leben nach dem Fußball Wir fahren die erste Brücke rechts und gleich wieder links am Olympiasee entlang. Rechts von uns liegt das Eissportzentrum. Linker Hand sehen wir das im April 2006 neu eröffnete SeaLife, in dem die Unterwasserwelt der Isar, der Donau und des Schwarzen Meeres gezeigt wird. Die Route führt uns weiter geradeaus bis zum Coubertinplatz. Hier haben wir einen guten Blick über das hügelige Gelände, das anlässlich der Sommerolympiade im Jahre 1972 von dem Architektenteam Behnisch & Partner geschaffen wurde. Wenn man sich so umschaut, ist es schwer vorstellbar, dass hier früher alles »brettleben« war und bis 1936 als Flugplatz Oberwiesenfeld diente. Für die Landschaftsgestaltung wurde Kriegs- und Bauschutt verwendet. Auf diese Weise konnte sogar ein richtiger Berg erschaffen werden, der immerhin 564 Meter über dem Meeresspiegel liegt und in der Silvesternacht ein beliebter Treffpunkt der Münchner ist, um auf das neue Jahr anzustoßen. Die 75000 Quadratmeter große Zeltdachkonstruktion, die sich über Schwimmhalle, Olympiahalle und Olympiastadion erstreckt, ist einzigartig. Nachdem der Fußball ausgezogen ist und ausschließlich in der neuen Allianz-Arena stattfindet (s. Nord-Tour S. 81), überlegt man sich neue Möglichkeiten, um Geld in die Kassen zu bekommen. Im Sommer finden im ehemaligen Stadion Open-Air-Veranstaltungen statt. Allein Robbie Williams füllte im August 2006 dreimal das Stadion. Snowboard-Events im Winter sind ebenfalls eine feste Einrichtung geworden. Wer München einmal aus einer ganz neuen Perspektive kennen lernen will, kann seit kurzem auf einer Zeltdach-Tour über dem Olympiastadion überraschende Ausblicke genießen. In unmittelbarer Nachbarschaft des Olympiageländes befindet sich die Konzernzentrale von BMW in Form eines Vierzylinders mit dem BMW-Museum, das gerade renoviert wird, und dem dahinter liegenden BMW-Werk, wo täglich bis zu 720 Autos der 3er-Serie vom Band gehen. Gleich daneben baut das bekannte Architekturbüro Coop Himmelb(l)au die BMW-Welt, ein Erlebniszentrum für Markenerfahrung und Fahrzeugauslieferung. Unsere Tour führt uns weiter geradeaus über die Brücke. Danach biegen wir scharf links ab und folgen dem Lauf des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals. Wir radeln geradeaus am Dantebad vorbei, bis links die Tintorettostraße abzweigt. Dieser ruhig gelegene Stadtteil Gern mit stattlichen Villen war durch die Nähe zur Sommerresidenz der Wittelsbacher schon immer eine bessere Wohngegend, in der sich die »betuchteren« Münchner gerne niederließen. Am Ende der Tintorettostraße biegen wir rechts in die Nördliche Auffahrtsallee ein und fahren über die nächste große Kreuzung geradeaus und sehen nun bereits das Nymphenburger Schloss vor uns, das heute eine der größten barocken Schlossanlagen in Europa darstellt. Wo die Wittelsbacher den Sommer verbrachten Warum das Schloss gebaut wurde? Mitte des 17. Jh. regierte in Bayern Kurfürst Ferdinand Maria, der eine italienische Prinzessin, die Savoyerin Henriette Adelaide, heiratete. Beide waren damals noch sehr jung, erst 14 Jahre alt, und natürlich war es die vornehmste Aufgabe der Kurfürstin, einen Thronfolger zur Welt zu bringen. Doch es vergingen viele Jahre, ohne dass sie schwanger wurde, und schließlich beschloss das Ehepaar, eine Wallfahrt nach Altötting zu unternehmen. Dort schworen sie, eine Kirche zu stiften, falls ihnen doch noch ein Sohn geboren werden sollte. Und tatsächlich, vier Jahre später, 1662, gebar die Kurfürstin den kleinen Max Emanuel. Sie und ihr Ehegatte hielten ihr Versprechen und ließen als erstes die Theatinerkirche (s. Maxvorstadt-Tour, S. 16) bauen. Aber Ferdinand Maria war so glücklich über die Geburt seines Sohnes, dass er seiner Frau noch ein Geschenk machte. Er kaufte ihr eine Villa auf dem Lande, aus der sich im Laufe von hundert Jahren diese prächtige Schlossanlage entwickelte. Die Wittelsbacher nutzten sie als Sommerresidenz. Im dahinter liegenden etwa 210 Hektar großen Schlosspark befinden sich nochmals vier weitere kleinere Schlösschen, so genannte Lustschlösschen, in denen sich vor allem die männlichen Mitglieder der Familie gerne mit ihren Mätressen amüsierten. Auf dem gesamten Parkgelände ist Radfahren nicht erlaubt. Gut zu Fuß zu erreichen ist aber die Amalienburg, ein wunderschönes Rokokoschlösschen aus dem 18. Jh.. Der direkte Nachkomme der Wittelsbacher, Franz von Bayern, besitzt bis heute eine Wohnung im Schloss. Ansonsten sind dort verschiedene Museen untergebracht, z.B. das Marstallmuseum (Erdgeschoss, linker Seitenflügel), in dem die Kutschen und Schlitten der Wittelsbacher zu sehen sind, die Sammlung Bäumler, die Nymphenburger Porzellan zeigt (Obergeschoss, linker Seitenflügel), sowie das Museum Mensch und Natur, das speziell für Kinder und Jugendliche interessant ist (Erdgeschoss, rechter Seitenflügel). Auch die ehemaligen Zimmer der Familie der Wittelsbacher können besichtigt werden, u.a. das Geburtszimmer König Ludwigs II., der hier am 25. August 1845 das Licht der Welt erblickte. Besonders eindrucksvoll ist die Schönheitsgalerie Ludwigs I., die Porträts von 42 schönen Frauen aller Gesellschaftsschichten zeigt. Einkehrmöglichkeiten im Schlossbereich sind entweder das Palmenhaus im Park oder das Restaurant »Zur Schwaige«, das sich links vom Marstallmuseum befindet, aber zur Zeit geschlossen ist. Der Hirschgarten – Münchens größter Biergarten Unsere Tour führt uns links am Haupteingang des Schlosses vorbei und dann ebenfalls links in die Hirschgartenallee. Diese radeln wir bis zum Ende und stehen vor dem größten Biergarten der Stadt, dem Hirschgarten mit über 9000 Sitzplätzen. Das Besondere an diesem Biergarten ist zum einen, dass man sich seine Bierkrüge hier selber spülen muss, und zum anderen gibt es ein Hirschgehege mit heimischem Rotwild, das noch an die ursprüngliche Nutzung dieser Anlage erinnert: Kurfürst Karl Theodor ließ den Hirschgarten nämlich Ende des 18. Jh. als Jagdrevier für den Adel anlegen. Wir radeln die Straße links vom Haupteingang weiter, vorbei an einer Schrebergartensiedlung bis zur nächsten großen Kreuzung. Hier überqueren wir die Arnulfstraße am Steubenplatz und biegen rechts in die Wendl-Dietrich-Straße ein, um den Rotkreuzplatz zu erreichen. Neuhausen – Königsplatz – Marienplatz Wir befinden uns jetzt im Zentrum des Stadtteils Neuhausen. Früher war Neuhausen ein Dorf, das außerhalb von München lag. Mitte des 19. Jh. wurde es dann im Zuge der Gebietsreform eingemeindet und ist heute ein attraktives Wohnviertel mit netten Kneipen. Bevor wir rechts abbiegen in die Nymphenburger Straße und wieder Richtung Stadtmitte fahren, können wir uns noch mit einem Eis in der Eisecke Sarcletti stärken – eine der besten Eisdielen von ganz München mit über 50 verschiedenen italienischen Eissorten. Der Gründer, der Trienter Peter Paul Sarcletti, verkaufte bereits 1879 sein erstes selbst gemachtes Speiseeis in München. Wir fahren die Nymphenburger Straße entlang bis zum Stiglmaierplatz. An der Kreuzung Sandstraße/Nymphenburger Straße sehen wir rechts die großen Kupferkessel der Löwenbräu-Brauerei, eine der sechs großen Brauereien in München. Gegenüber kann man entweder in der urigen Gaststätte oder im anschließenden Biergarten einkehren. Unsere Tour führt uns weiter über die Briennerstraße bis zum Königsplatz (s. Maxvorstadt-Tour, S. 20). Der Antiken-Liebhaber König Ludwig I. ließ diesen Platz Mitte des 19. Jh. anlegen als sein »Athen an der Isar«. Wir radeln rechts an den Propyläen vorbei, fahren die Briennerstraße immer weiter, erreichen zuerst den Karolinenplatz und kommen schließlich zum Odeonsplatz (s. Maxvorstadt-Tour, S. 16). Hier biegen wir wieder rechts in die Residenzstraße ein, fahren geradeaus und sind in ein paar Minuten an unserem Ausgangspunkt, dem Marienplatz, angekommen!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied214 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarienplatz (U/S-Bahnhof)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie NaTour ist eine Tour aus dem Spurwechsel-Programm und führt uns durch unterschiedliche städtische Grünanlagen, wie den Hofgarten, den Englischen Garten, den Luitpoldpark, das Olympiagelände bis hin zum Schloss Nymphenburg. Auf dem Rückweg kehren wir im größten Biergarten Münchens ein und radeln durch Neuhausen zum Marienplatz zurück.
Beste Jahreszeit
Informationen
Panoramablick über München Einen wunderschönen Ausblick bietet die Aussichtsplattform des Olympiaturmes, die man in zwei Minuten mit dem Lift erreichen kann. Besonders bei Föhnwetterlage hat man hier das gesamte Alpenpanorama in Reichweite und kann bis zur Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, sehen. Wer möchte, kann auch das Drehrestaurant besuchen, das sich pro Stunde einmal um sich selbst dreht, während man gemütlich am Fenster sitzt und den Rundumblick genießt. Der Vater der Biergärten Die Münchner Biergartentradition geht noch zurück auf Ludwig I. Dieser erlaubte Mitte des 19. Jh. den Brauereien zum ersten Mal, das Bier direkt an das Volk auszuschenken. Darauf stellten diese Tische und Bänke in den Garten über ihren Bierkellern. Allerdings durfte kein Essen verkauft werden, um den Gaststätten keine Konkurrenz zu machen. So begannen die Münchner, sich Essen von zu Hause mitzubringen, um noch die eine oder andere Maß zusätzlich trinken zu können. Daher ist es in einem richtigen Münchner Biergarten bis heute erlaubt, seine Brotzeit selbst mitzubringen, eine Tradition, die von vielen Münchnern gerne genutzt wird, die sich abends mit ein paar Freunden zu einer geselligen Runde treffen.

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