Nach Steingaden und zur Wieskirche

Abwechslungsreiche Tour mit vielen Sehenswürdigkeiten, zunächst auf der ehemaligen Bahntrasse bis Lechbruck, dann kleine Straßen und Kieswege ab der Wieskirche. Von Marktoberdorf aus geht es leicht aufwärts, ab Illig steiler hinauf mit herrlichem Rundblick, von der Wieskirche bis Füssen meist abwärts. (Autor: Michael Graf)
61 km
500 m
4.00 h
Vom Bahnhof in Marktoberdorf geht es der Beschilderung Dampflokroute nach auf der Bahnhofstraße nach Süden. Wir fahren immer geradeaus, queren die Brückenstraße, anschließend folgt ein Fuß-/Radweg am Stadion vorbei. Wir erreichen die Goethestraße und halten uns dort der Beschilderung nach links in die Hochwiesstraße. Auf einem Fuß-/Radweg geht es aus dem Ort, am Ortsende weist eine Tafel auf die ehemalige Lokalbahn hin. Der Weg löst sich etwas von der Straße und führt in den Wald.In Rieden müssen wir leider zweimal die viel befahrene B16 queren, da der Radweg die Seiten wechselt. Die Bahntrasse verläuft parallel zur Bundesstraße, teils direkt an der Straße, teils abseits durch den Wald. Es geht leicht aufwärts und über die Brücke der ersten Abzweigung nach Stötten geradeaus weiter. Dann folgt eine zweite Abzweigung nach Stötten, falls man die Variante um den Auerberg Richtung Bernbeuren (8,7 km) und Sameister fahren will. Wir bleiben jedoch geradeaus an der Bundesstraße, vor uns sehen wir schon die Berge aufragen. Hinter Heggen geht es leider wieder parallel der Bundesstraße weiter. Erst hinter Steinbach löst sich der Weg von der Bundesstraße und wir radeln aufwärts durch den Wald.Nach dem Waldende müssen wir wieder ein kurzes Stück an der Bundesstraße entlangfahren, bis es nach links durch eine Röhre abgeht Richtung Lechbruck. Wir fahren jetzt gemütlich durch Wiesen. An der folgenden Autostraße verläuft der Radweg weiter, bis wir nochmals unterqueren müssen. Gleich danach halten wir uns links (Beschilderung Lechbruck). Der weitere Streckenverlauf ist sehr schön und ruhig, es geht erst durch den Wald und dann durch Wiesen, auf der linken Seite sehen wir den Auerberg mit der Kirche aufragen. Es folgt eine Radwegekreuzung, an der man nach links einen kurzen Abstecher nach Sameister (0,6 km) machen kann. Wir radeln geradeaus weiter und entlang dem mäandrierenden Bach geht es gemütlich bis nach Lechbruck.Dort fahren wir die Bahnhofstraße geradeaus bis zur quer laufenden Schongauer Straße und auf dieser nach links Richtung Schongau. Nach ca. 200 Meter geht es dann rechts weg in die Lechwiesenstraße Richtung Schongau. Wir fahren aufwärts und dann oberhalb des aufgestauten Lechsees mit schönen Blicken auf die Alpen und Lechbruck. Auf der linken Seite sehen wir eine große Tafel der Via Claudia Augusta, die über die Flößerei am Lech und von Lechbruck informiert. Am Ortsende müssen wir um den Campingplatz herumfahren, anschließend geht es an der Kreuzung rechts Richtung Steingaden und an der Staumauer über den Lech. Am Ende der Staumauer treffen wir auf eine Querstraße, halten uns links, überqueren die Illach und fahren gleich wieder rechts (gelbe Blechtafel mit Beschilderung Gasthaus Illach, Steingaden).Wir fahren durch Illach an der schönen Wirtschaft vorbei, dann aufwärts und vor dem letzten Haus rechts in einen Kiesweg. Es geht weiter hinauf; für die Mühsal entschädigt uns das herrliche Bergpanorama. Nach einer kurzen Abfahrt im Wald überqueren wir die Illach und fahren auf der Asphaltstraße weiter und die nächste Querstraße geradeaus (rechts). Nun befinden wir uns auf dem Radfernweg Romantische Straße, dem wir bis nach Füssen folgen werden.Wir erreichen Steingaden und fahren geradeaus auf die Kirche zu und links zum Torhaus der doppeltürmigen Kirche. Vor dem Torhaus halten wir uns rechts (zahlreiche Radbeschilderungen), treffen beim Wegkreuz auf die Querstraße und fahren links hinauf Richtung Litzau. Es geht nun zunächst steil aufwärts, dann auf und ab, wir passieren Litzau und fahren durch den Wald. Es folgt ein Kiesweg, kurz danach stoßen wir auf die größere Autostraße. Nach rechts radelnd sehen wir schon die Wieskirche vor uns liegen. Wir folgen der Radbeschilderung Romantische Straße und fahren unterhalb der Kirche vorbei. Von der Wieskirche an geht es abwärts, dann wieder aufwärts, es folgt ein Kiesweg. Im Wald halten wir uns rechts (Romantische Straße). Außerhalb des Walds haben wir nochmals einen weiten Blick auf die Berge und dann geht es auf einem Asphaltweg nochmals abwärts. Am Waldende fahren wir an der kleinen Wegekreuzung geradeaus weiter.Vor Oberreithen müssen wir scharf links hinab Richtung Halblech abbiegen, nicht geradeaus weiterfahren. Danach haben wir einen schönen Blick auf die Alpenkette mit Schloss Neuschwanstein. Es geht auf dem Kiesweg abwärts durch den Wald. Am Ende des Waldes halten wir uns geradeaus. In Trauchgau geht es links in die Branntweingasse nach Halblech. Dort fahren wir an der Querstraße links Richtung Schwangau. Wir überqueren in Buch die Bundesstraße, fahren aus dem Ort auf Bayerniederhofen zu und biegen vor dem Ort links ab in den kleinen Weg (Beschilderung Füssen). Dieser führt sehr schön durch Wiesen, parallel zum Bergrücken, eben durch das Große Filz.Am Bannwaldsee müssen wir leider ein kurzes Stück neben der Bundesstraße radeln. Wir fahren über den Campingplatz, am Ende rechts und dann auf dem Teerweg weiter. Auf der linken Seite sehen wir St. Coloman einsam in den Wiesen liegen, dahinter den Bergrücken mit Neuschwanstein. Auf einer Lindenallee radeln wir nach Schwangau hinein, am Dorfbrunnen, schönen alten Häusern und der Kirche mit dem schmalen, hoch aufragenden Kirchturm vorbei. Nach der Therme stoßen wir auf den Lechweg, fahren steil hinab (Beschilderung Forggenseerundweg) und auf der Staumauer über den Lech. Nun können wir entlang dem Lech aufwärts radeln, bis es nach rechts in die Altstadt von Füssen geht, die wir bei der Residenz erreichen. Rückfahrt:Von Füssen direkt mit dem Zug.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour61 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktoberdorf Bhf.
EndpunktFüssen, Altstadt.
TourencharakterDiese landschaftlich sehr reizvolle, etwas längere Tour führt über das Allgäu hinaus ins Oberbayerische, um die weltberühmten Kirchen von Steingaden und Wies zu besuchen. Von der Wieskirche geht es auf schönen Wegen bis Füssen, vorbei an St. Coloman und mit Blick auf Neuschwanstein.
Hinweise
Vorsicht beim Überqueren der B16 in Rieden!
KartentippADFC-Regionalkarten Allgäu und Bayerische Seen, jeweils 1:75000.
MarkierungenVon Marktoberdorf bis nach Lechbruck Dampflokroute, dann lokale Beschilderung, ab Steingaden bis Füssen Radbeschilderung Romantische Straße.
VerkehrsanbindungMarktoberdorf liegt an der Bahnlinie Buchloe–Füssen; mit dem Auto ist Marktoberdorf über die B12 von Kempten oder Buchloe aus zu erreichen.
GastronomieSameister: Gasthof Adler; Illach: sehr schönes Gasthaus mit idyllischer Gartenwirtschaft, leider nur Di/Fr ab 17 Uhr geöffnet; Steingaden: Zur Post, bei der Kirche, mit Außenbewirtschaftung; zahlreiche Einkehrmöglichkeiten in Schwangau und Füssen.
Tipps
Sameister: In Sameister, nur 300 Meter vom Dampflokradweg entfernt, lädt der Gasthof Adler zur Einkehr (Di. Ruhetag). In der ehemaligen Thurn und Taxis'schen Posthalterei und Taverne wurde 1652 Johann Jakob Herkomer, der berühmte Baumeister, Maler, Bildhauer und Stuckateur, geboren. Vom Biergarten blickt man auf die Kreuzkapellkirche Mariä Schmerzen zum Hl. Grab., erbaut in venezianischer Art.
Informationen
St. Johannes in Steingaden: Die heutige Pfarrkirche St. Johannes in Steingaden geht auf die Klostergründung von 1147 durch Herzog Welf VI. zurück. Mit den beiden romanischen Türmen und der Torhalle bietet die Kirche schon von außen einen herrlichen Anblick. Der ursprünglich romanische Bau mit seinen Erweiterungen aus der Gotik und dem Frühbarock wurde 1747 anlässlich seiner 600-Jahr-Feier durch so bekannte Künstler wie die Wessobrunner Stuckateure Franz Xaver und Joseph Schmuzer und den Maler Johann Georg Bergmüller im prächtigsten Rokoko ausgestattet. Sehenswert sind auch die Kanzel und der gegenüberliegende Gnadenstuhl, das Renaissance-Chorgestühl, der barocke Hochaltar und die Johanneskapelle beim Torwärterhaus.InfoWieskircheUngleich lichter und prächtiger als Steingaden präsentiert sich die wohl bekannteste Wallfahrtskirche Oberbayerns, die Wieskirche, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das von dem Steingadener Prämonstratenser-Kloster gegründet wurde. Die Entstehung der Wallfahrt ist gut dokumentiert; sie geht auf die Figur des gegeißelten Heilands auf den Leidensstationen der Karfreitagsprozession zurück, die von der Wiesbäuerin zur Andacht in ihrer Kammer aufgestellt worden war. Das Tränenwunder, das sich dort im Jahr 1738 ereignete, zog bald so viele Gläubige an, dass 1743 der erste von dem Wessobrunner Dominikus Zimmermann erstellte Grundriss für die heutige Wieskirche vorlag und 1754 das Gotteshaus fertig gestellt wurde. Zusammen mit anderen Künstlern schuf Zimmermann hier ein beeindruckendes Zusammenspiel von Licht und Raum.
Tourismusbüro
Touristikbüro, Richard-Wengenmeier-Platz 1, 87616 Marktoberdorf, Tel. 08342/4008–45; Füssen Tourismus und Marketing, Kaiser-Maximilian-Platz 1, 87629 Füssen, Tel. 08362/93850.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Michael Graf

Allgäu

25 abwechslungsreiche, detailliert beschriebene Touren durch das blaue Allgäu mit grandiosem Alpenpanorama.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema